Auf dem Hühnerhof

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Die­se Hüh­ner wer­den in Boden­hal­tung gehal­ten. Der Hal­len­bo­den ist mit Stroh aus­ge­streut. Die Tie­re kön­nen sich auf drei Ebe­nen frei bewe­gen und haben Zugang zu einem klei­nen, über­dach­ten Außen­be­reich. Im Gegen­satz dazu haben die Frei­land-Hüh­ner Zugang zu einer Wie­se, auf der sie schar­ren, Gras picken und sich im Gebüsch ver­ste­cken kön­nen. Die Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher haben die Wahl und kön­nen damit über die Hal­tungs­be­din­gun­gen mit­ent­schei­den. Die “1” auf dem Ei steht für die Frei­land­hal­tung. Noch bes­ser ist das Ei mit der “0”, die für “Bio” steht.

14.11.2018

Vom Unterschied der Boden- und der Freilandhaltung

Der Hüh­ner­hof “Hage­nau­er Hof” in Neu­hau­sen auf den Fil­dern ist einer der grö­ße­ren in der Regi­on.  Bei einem Besuch infor­mier­te ich mich über die Hal­tungs­be­din­gun­gen der Lege­hen­nen und die Ver­triebs­we­ge der Eier. Ein zen­tra­les The­ma war auch der Umgang mit männ­li­chen Ein­tags­kü­ken (wenn­gleich auf dem Hage­nau­er Hof nicht gebrü­tet wird und es dort daher auch kei­ne Küken gibt), die nach einer Auf­zucht weder Eier legen noch das auf dem Markt nach­ge­frag­te Fleisch lie­fern. Sie wer­den daher meist gleich nach dem Schlüp­fen getö­tet, was völ­lig zu Recht zuneh­mend kri­ti­siert wird und so schnell wie mög­lich unter­bun­den gehört, wor­in wir uns einig waren. Der “Hage­nau­er Hof” unter­stützt die Ent­wick­lung von Alter­na­ti­ven zum Küken­tö­ten. Der Land­wirt Dani­el Ehmann trug einen Wunsch an mich her­an: Eine Dekla­ra­ti­ons­pflicht von ver­ar­bei­te­ten Pro­duk­ten. Wenn bei­spiels­wei­se auf Nudel­ver­pa­ckun­gen zu erken­nen ist, unter wel­chen Bedin­gun­gen die ein­ge­ar­bei­te­ten Eier pro­du­ziert wur­den, kann die Kund­schaft ent­schei­den, ob sie Nudeln mit Eiern aus Käfig­hal­tung kau­fen möch­te. Die­se For­de­rung unter­stüt­ze ich selbst­ver­ständ­lich.