Beim Technologieunternehmen Thales in Ditzingen

Das gelbe Teil auf dem Gleis stellt eine “Balise” dar. Diese gehört zur streckenseitigen Ausstattung von ETCS und speichert bahnbetriebliche Informationen, die an die Schienenfahrzeuge übertragen werden. Im Hintergrund ist eine Projektion des geplanten Tiefbahnhofs von Stuttgart 21 zu erkennen.

05.07.2019

Gespräch über ETCS

Nach sechs Jahren im Bundestag wiederholen sich so manche Unternehmensbesuche. So kam ich erneut zum Technologieunternehmen Thales in Ditzingen.

Thales beschäftigt weltweit 80.000 Mitarbeitende, davon 850 in der Zentrale in Ditzingen. Der Umsatz beträgt knapp 20 Milliarden Euro, der auf fünf Märkten erzielt wird, darunter die Raumfahrt, die Verteidigung und den Transport (Bahnausstattung). Kürzlich hat Thales den Chipkartenhersteller Gemalto, unter anderem mit einem Standort in Filderstadt vertreten, aufgekauft. Thales stellt die technischen Systeme für fahrerlose U-Bahnen und ETCS (European Train Control System) her. Letzteres hat die Interoperabilität des Bahnverkehrs zum Ziel und dient „nebenbei“ auch der Kapazitätssteigerung der Schieneninfrastruktur, weil die Züge in kürzeren Abständen fahren können. Auf ortsfeste Signale entlang der Strecke kann verzichtet werden. Thales hat beispielsweise den Gotthard-Basistunnel mit ETCS ausgestattet. Das Unternehmen würde auch gerne den Bahnknoten Stuttgart inklusive der S-Bahn mit diesem System ausstatten. Leider verkompliziert der Bund die Anwendung neuester Technik im neuen Bahnknoten, weil er das erforderliche Geld erst gar nicht bereit stellte und dieses nun sperrte. Es bedarf bald einer Klärung, da die Beauftragung bis Mitte/Ende 2020 erforderlich ist, um genügend Zeit zur Vorbereitung und zur Umsetzung (Realisierungszeit 18 Monate) zu haben.

 

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