Kosten für Erhalt des Kopfbahnhofs steigen

Das Gleis(vor)feld und die Bahnsteige des Stuttgarter Hauptbahnhofs sollen beseitigt werden, sobald der Tiefbahnhof fertiggestellt wird. Weil sich dessen Fertigstellung seit vielen Jahren verzögert, müssen jährlich mehrere Millionen Euro in den Erhalt investiert werden. Aktuell steht wieder der Austausch von Bahnschwellen an.

28.07.2017 (Presseerklärung)

Immer mehr Erhaltungsmittel fließen in Neubau

Während der Bau des Stuttgarter Tiefbahnhofs Milliarden verschlingt und sich immer weiter verzögert, steigen unterdessen auch die Kosten für den provisorischen Erhalt des Kopfbahnhofes immer weiter. Nach Erneuerungsmaßnahmen an den Bahnsteigen steht aktuell der Austausch von Bahnschwellen im Gleisvorfeld an. Die DB hat dafür schon in den letzten Jahren rund eine Million Euro per anno ausgegeben – und so ist es auch in den kommenden Jahren vorgesehen.

Die Bundesregierung hat mir auf eine aktuelle Anfrage geantwortet, dass bislang (bis 2016) 316,4 Millionen Euro aus Mitteln der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) in S21 geflossen sind. Diese Mittel des Bundes, die ohne Verwendungsnachweis an die DB Netz ausbezahlt werden, sind eigentlich nicht für Neubauten, sondern für Ersatzinvestitionen bestimmt. Der Bundesrechnungshof hat immer wieder bemängelt, dass die Finanzierung des Projektes Stuttgart 21 undurchsichtig ist und LuFV-Mittel für S21 zweckentfremdet werden.

 

Mein Kommentar zu den steigenden Kosten für den Erhalt des Stuttgarter Kopfbahnhofs:

„Die Deutsche Bahn investiert Millionen, um den Kopfbahnhof in Stand zu halten, den sie eigentlich schnellstmöglich vom Netz nehmen möchte. Die Kosten steigen also nicht nur beim Neubau, sondern auch beim Erhalt des zum Abriss bestimmten Altbaus – ein für die Steuerzahler äußerst ärgerlicher Vorgang. Sie müssen doppelt bezahlen, wobei die Finanzierung noch nicht einmal durchsichtig ist. Unsere Forderung nach mehr Transparenz bleibt daher aktuell. Es muss ein Ende haben, dass für den Erhalt des Schienennetzes vorgesehene Bundesmittel in den Bahnhofsneubau fließen und dann an anderer Stelle fehlen.“

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Kommentare zu “Kosten für Erhalt des Kopfbahnhofs steigen

  1. Dieter Westermayer Reply

    Sehr geehrter Herr Gastel,

    ich bin der Bundesvorstand für Mobilitätseingeschränkte Personen im Deutschen Bahnkunden-Verband. Gerne würde ich mich zu einem Gespräch mit Ihnen treffen. Ort und Zeit könnte man ja noch festlegen.
    ich habe z.Z. einen Fall aus Berlin , es geht hier um die Mitnahme eines von einer Mobilitätseingeschränkten Person benutzten Dreirades im VBB.
    Ich würde mich sehr freuen ,wenn dieser Kontakt klappen würde.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dieter Westermayer

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehrter Herr Westermayer,
      bitte melden Sie sich telefonisch oder per Mail im Berliner oder Filderstädter Büro.
      Mit freundlichen Grüßen
      Matthias Gastel

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