Unterwegs in Konstanz

Mit dem Leitungsteam der Luisenklinik.

20.05.2019

In der Kinderpsychiatrischen Tagesklinik, im Tafel- und im Weltladen

In der Luisenklinik in Radolfzell sprach ich mit einem Vorstandsmitglied und zwei ärztlichen Leitungskräften über psychiatrische Erkrankungen bei Kinder und Jugendlichen und angebotene Therapien.

Träger der kinder- und jugendpsychiatrischen Tagesklinik in Radolfzell mit verhaltenstherapeutischem Schwerpunkt ist die “Gesellschaft für Verhaltensmedizin und Gesundheitsforschung”. Es werden wohnortnah und in enger Zusammenarbeit mit ihren Bezugspersonen 6-17jährige Kinder und Jugendliche umfassend betreut. Dafür stehen 20 Tagesklinikplätze und eine Institutsambulanz zur Verfügung. Die tagesklinische Behandlungsdauer liegt meist bei sechs bis acht Wochen. Grundsätzlich können Patienten mit allen kinder- und jugendpsychiatrischen Störungsbildern behandelt werden, die keiner vollstationären Behandlung bedürfen, für die aber ambulante Maßnahmen nicht ausreichen. Allerdings setzt das Angebot eine Absprachefähigkeit des Kindes und des Jugendlichen und ein ausreichend stabiles häusliches Bezugssystem voraus. Im Gespräch haben wir uns intensiv über Aufmerksamkeitsprobleme (ADHS), Essstörungen, Zwangshandlungen wie Waschzwang, Selbstverletzungen und Depressionen ausgetauscht. Weitere Standorte der Luisenklinik befinden sich in Stuttgart (Erwachsene) und Bad Dürrheim (Zentrale).

Von Radolfzell ging es für mich weiter nach Konstanz zum Tafelladen. Er ist einer von fünf im Landkreis, getragen von einem Verein. Eine der Ehrenamtlichen erklärte mir ihre zwei persönlichen Motivationsgründe, sich zu engagieren: Der Überfluss an Lebensmitteln und Gebrauchsgütern in unserer Gesellschaft und die gleichzeitige Bedürftigkeit vieler Menschen in unser Gesellschaft. 800 Menschen haben die Berechtigung, alleine in diesem Laden einzukaufen – Tendenz steigend. Über mehrere Lebensmittelmärkte und Bäckereien kommt meist ausreichend „Ware“ für die Menschen, die während der zweistündigen Öffnungszeiten teilweise bis nach draußen Schlange stehen. Während der zweistündigen Öffnungszeiten werden 70 bis 90 Kund*innen gezählt. Im Laden arbeiten überwiegend Ehrenamtliche und Praktikant*innen sowie einige Minijobber*innen.

Am Nachmittag schaute ich noch beim Weltladen vorbei und sprach mit einer der Ehrenamtlichen bei einer Tasse Tee über die Geschichte des Ladens, der vom „Aktionskreis Dritte Welt e. V.“ getragen wird und bereits seit 1981 besteht. In dem kleinen, schmucken Laden werden von einem rein ehrenamtlichen Team hauptsächlich Kaffee, Tee und Schokolade verkauft. Das Sortiment umfasst jedoch auch andere Süßigkeiten, Bücher, Spielzeug, an einigen Tagen Obst wie Bananen und einiges mehr.

Die Besuche im Tafel- und im Weltladen konnte ich auch nutzen, um Dank fürs ehrenamtliche Engagement zu sagen.

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