Güterverkehr/Logistik

Die Ökologisierung des Güterverkehrs und der Logistikbranche ist angesichts der hohen Klimawirksamkeit des Sektors eine der wesentlichen Aufgaben für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik. Dabei müssen viele politische Rahmenbedingungen grundsätzlich neu ausgerichtet werden. An erster Stelle steht der Abbau umweltschädlicher Subventionen wie beispielsweise die schrittweise Abschaffung des Dieselprivilegs auch für den Lkw-Verkehr. Ebenso muss bei der Lkw-Maut für Kostenwahrheit gesorgt werden: Der Lkw muss die von ihm verursachten Umweltschäden bezahlen und darf diese nicht länger auf die Allgemeinheit abwälzen.
Nur mit fairen Wettbewerbsbedingungen kann die Verlagerung von deutlich mehr Güterverkehr auf die umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiene und Wasserstraße gelingen.
Ich arbeite daher zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen der Grünen-Bundestagsfraktion dafür, dass die Schiene gerade im langlaufenden Landverkehr ihre Stärken ausspielen kann und der Marktanteil der Schiene deutlich gesteigert wird. Dafür brauchen wir vor allem ein leistungsfähigeres Schienennetz entlang der europäischen Güterverkehrskorridore sowie neue Zugangsstellen in Form von Railports und Terminals an strategisch günstigen Umschlagpunkten. Um die Leistungsfähigkeit des Schienennetzes signifikant zu steigern, müssen wir in die richtigen Projekte investieren und die Investitionen für Neu- und Ausbau sowie die Elektrifizierung von Bahnstrecken schrittweise und verlässlich deutlich erhöhen.
Der Lastwagen wird auch bei einer deutlichen Stärkung der Bahn insbesondere auf kürzeren und mittleren Distanzen, im “Kombinierten Verkehr” und bei der Verteilung der Güter noch auf lange Zeit eine wichtige Rolle spielen. Daher kommt es darauf an, dass neben einer deutlichen Reduzierung der Lkw-Verkehre die verbleibenden Lastwagen nicht mehr mit fossilem Dieselkraftstoff, sondern mit alternativen Kraftstoffen und elektrisch angetrieben werden.