Schifffahrt

Ein Bin­nen­schiff mit einer Län­ge von 135 Metern kann mit vol­ler Bela­dung 130 Last­kraft­wa­gen erset­zen. Die Bin­nen­schiff­fahrt (die übri­gens kein Schwer­öl ein­setzt) ist gemein­sam mit der Bahn die umwelt­freund­li­che­re Alter­na­ti­ve zum Trans­port von Gütern auf der Stra­ße. Gegen­über der Schie­ne hat die Schiff­fahrt sogar einen Vor­teil: Der Trans­port von Gütern auf dem Was­ser­weg ver­ur­sacht so gut wie kei­ne Lärm­be­läs­ti­gun­gen.

Die Bun­des­re­gie­rung möch­te die Schleu­sen ent­lang des Neckars nur bis Heil­bronn für die neu­en, grö­ße­ren Schif­fe aus­bau­en. Damit wird der Wirt­schaft im mitt­le­ren Neckar­raum gescha­det und eine Chan­ce zur Ent­las­tung der Stra­ßen ver­spielt.

Einem Gut­ach­ten zufol­ge, das als Grund­la­ge für den Gene­ral­ver­kehrs­we­ge­plan erstellt wur­de, beträgt das zusätz­li­che Fracht­po­ten­ti­al für den Hafen in Plochin­gen Fak­tor sechs der der­zei­ti­gen Men­ge. Gro­ße Unter­neh­men möch­ten ger­ne mehr Güter auf dem Was­ser­weg anstatt auf der Stra­ße trans­por­tie­ren.

Ich unter­stüt­ze daher die For­de­rung der Stadt- und Land­krei­se nach einem Aus­bau der Neckarschleu­sen bis Plochin­gen.

Kommentare zu “Schifffahrt

  1. Heidi reetmeyer Reply

    Lie­ber Herr Gast­el,
    Ihre Web­site gefällt mir gut.
    Mein Kom­men­tar zur Schleu­sen­si­tua­ti­on bis Plochin­gen: es gibt doch sicher noch ein paar Jah­re ver­kehrstüch­ti­ge Schif­fe, die noch kei­ne 135 m haben. Kann man nicht die noch so lan­ge auf der Stre­cke ein­set­zen? Oder gibt es nur noch so lan­ge Schif­fe? Ich fin­de, das wäre ein Kom­pro­miss bis das Land und der Bund mal wie­der (??) flüs­si­ger sind.Sie schrei­ben ja auch zum Schie­nen­ver­kehr: muss es immer ein teu­rer Tun­nel sein.
    Wür­den die kur­zen Fracht­schif­fe dann womög­lich ver­wrackt wer­den, wenn sie nicht bis Plochin­gen kom­men?? Das wäre doch auch nicht sinn­voll.
    Ich bin die Frau vom OV LE, die die Putz­ak­ti­on am Ech­ter­din­ger S‑Bahnhof star­ten möch­te. Ingrid woll­te Sie kon­tak­tie­ren. Aber veil­l­eicht geht es schnel­ler direkt über e‑mail.
    Wie sehen Sie die Akti­on?

    Mit herbst­grü­nen Grü­ßen
    Hei­di Reet­mey­er

    • Matthias Gastel
      matthias Reply

      Hal­lo Frau Reet­mey­er,
      die grö­ße­ren Bin­nen­schif­fe kön­nen mehr Fracht auf­neh­men und Güter somit zu güns­ti­ge­ren Prei­sen trans­por­tie­ren. Sie sind eine wett­be­werbs­fä­hi­ge Kon­kur­renz zum Trans­port per LKW. Wenn man weni­ger LKW-Ver­kehr haben möch­te und statt­des­sen mehr Güter auf dem Was­ser­weg trans­por­tie­ren möch­te, ist der Aus­bau der Neckarschleu­sen bis Plochin­gen unver­zicht­bar. Dies muss nicht teu­rer sein als der Aus­bau nur bis Heil­bronn. Die Stadt Stutt­gart und der Land­kreis Ess­lin­gen haben näm­lich vor­ge­schla­gen, jeweils nur eine Schleu­sen­kam­mer aus­zu­bau­en (auch in Heil­bronn). Wenn an allen Schleu­sen von zwei Kam­mern nur eine aus­ge­baut wird, lässt sich mit dem glei­chen Geld der Neckar bis Plochin­gen für län­ge­re Schif­fe schiff­bar machen. Jetzt die Schleu­sen in Stutt­gart und im Kreis Ess­lin­gen nur zu sanie­ren, um sie dann irgend­wann spä­ter aus­zu­bau­en, macht wirt­schaft­lich kei­nen Sinn.
      Ihre ande­ren Fra­gen beant­wor­te ich auf dem direk­ten Weg.

Mitreden.

Die Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Angaben, die benötigt werden, sind mit * markiert.


Die Regeln für Diskussionsbeiträge sind verpflichtend.

*