Schiene

Der Personenverkehr und der Gütertransport auf der Schiene ist im Verhältnis zum Auto und vor allem zum LKW und dem Flugzeug ressourcensparend und schont das Klima. Daher wollen wir die Verkehrsanteile auf der Schiene deutlich erhöhen. Dazu bedarf es einer leistungsfähigen Infrastruktur und guter Betriebskonzepte – aber auch fairer Wettbewerbsbedingungen zwischen verschiedenen Eisenbahnunternehmen und mit anderen Verkehrsträgern. Die Deutsche Bahn AG wollen wir einer besseren parlamentarischen Kontrolle unterwerfen und vermehrt durch Zielvorgaben steuern. Grüne Bahnpolitik stellt Fahrgäste und Güterverkehrskunden in den Mittelpunkt. Wir wollen die Abkehr von teuren und oftmals unsinnigen Prestigeprojekten und mehr Investitionen in die Beseitigung von Schienenengpässen und die Ermöglichung integraler Taktfährpläne mit passgenauen Anschlussmöglichkeiten. Für Menschen im Rollstuhl und Reisende mit Kinderwagen und Fahrrädern wollen wir den barrierefreien Umbau der Bahnhöfe, einen erleichterten Ein- und Ausstieg und mehr Platzangebote in den Zügen. Da der Zug von immer mehr Menschen als mobiler Arbeitsplatz genutzt wird, wollen wir die Internetzugänge an Bahnhöfen und in den Zügen verbessern. Der Schutz der Menschen vor Lärm entlang der Bahnstrecken muss durch aktive und passive Lärmschutzmaßnahmen intensiviert werden.
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Kommentare zu “Schiene

  1. Walter Raible Reply

    Hallo Herr Gastl,
    es ist wichtig, sich weiterhin für den Schienenverkehr einzusetzen. Ich selbst bin an der Diskussion um S 21 beteiligt und bin häufiger Bahnfahrer vor allem mit dem BW Ticket. Ich verfolge auch die Diskussionen und hoffentlich bald die Planungen im Zusammenhang mit der Zollernbahn und der Regionalstadtbahn Albstadt bis Onstmettingen.
    Den Beitrag im Fernsehen zum Thema „Brücken“ habe ich gesehen.
    Ich wünsche Ihnen viel Durchsetzungsvermögen für ihre vernüntige Politik.
    Mit freundlichem Gruß
    Walter Raible
    (früher PP in Rohr)

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Lieber Herr Raible,
      schön von Ihnen zu hören!
      Werde mich gerne auch künftig für bessere Bedingungen für den Schienenverkehr einsetzen.
      Herzliche Grüße
      Matthias Gastel

  2. Walter Raible Reply

    Hallo Herr Gastl,

    die aktuellen Streiks haben es wieder aufgezeigt. der Güterverkehr wird weiter auf die Strassen verlagert, kommt der Gigaliner?, die Fernbusse werden weitere vor allem IC Verbindungen ersetzen, die Bahn wird unzuverlässiger, weitere Privatisierungstendenzen sind zu befürchten. Vielleicht besteht auch S 21 irgendwann mal den Stresstest, wenn sowieso nicht mehr so viele fahren? Wird ja auch teuerer und stressiger! Umweltgesichtspunkte werden hinter Finanzaspekten zurückgestellt. Da hilft wirklich nur dagegen zu halten wo es geht – durch Stärkung der Grünen Positionen!
    Von unserem Verkehrsminister im Bund kann man das sicher nicht erwarten!
    Gruß
    W.Raible

  3. Lothar Mann Reply

    Sehr geehrter Herr Gastel,
    Ihren Auftritt bei SWR 4 habe ich mit grösstem Interesse zur Kenntnis genommen.
    Was mich dabei allerdings sehr erstaunt, ist die Selbstgefälligkeit der Politik zur Deutschen Bahn AG. Ich war Bundesbahner und DB AGler. Und ich empfinde die Privatisierung der Deutschen Bundesbahn als ein Staatsverbrechen.
    Die Deutsche Bundesbahn als Staatsunternehmen durfte keine Gewinne machen – was sich auf die Infrastruktur ausgewirkt hat.
    Die Deutsche Bahn AG muss Gewinne machen, um am Kapitalmarkt zu bestehen. Und das wirkt sich natürlich auf den Zustand der Bahn aus.
    Zu den neuen S-Bahnzügen BR 430 ist zu sagen, dass hier die DB AG von den Behinderten-Verbänden derart in die Pflicht genommen wurde, dass die DB AG gar nicht anders konnte, als die Forderungen (irgendwie)zu erfüllen. Die DB AG hat sich von ihren Konstruktionsbüros vollständig verabschiedet und die Technik der Industrie überlassen. Die will sich natürlich keinen Auftrag entgehen lassen und zieht alles an Land, was sie bekommen kann – hat aber keine Erfahrungen zu den Besonderheiten des Bahnbetriebes. Ich habe nahezu 35 Jahre ausschliesslich mit dem Betrieb des Stuttgarter Vorort- und S-Bahnbetriebes zu tun gehabt. Und da kann ich sagen – die Schiebetritte können nicht funktionieren, weil die Luftfederung der Fahrzeuge infolge der Hysteresewirkung keinen definierten Höhenstand erreichen kann – mal einige cm zu hoch, mal einige cm zu tief. Entweder „rammelt“ die Trittstufe gegen die Bahnsteigkante oder bildet eine Stolperfalle weil sie über Bahnsteigniveau hinausragt. Wir alte, gestandene Eisenbahner wissen dies, unsere Nachfolger – ohne ausreichende Erfahrung – aber offensichtlich nicht. Und jetzt wird die Bahn für diesen Quatsch in negatives Licht gerückt.
    Ich schreibe Ihnen diese Gedanken, weil das nicht mehr „meine“ Eisenbahn ist, Sie aber in der Position sein müssten, die Bahnprivatisierung mit all ihren Konsequenzen in Frage zu stellen und daran Ihre Aktivitäten auszurichten.
    Mit freundlichen Grüssen
    Mann

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehrter Herr Mann,
      besten Dank für Ihr Statement.
      Bei der Bahnreform vor 20 Jahren und auch danach wurden Fehler gemacht. So beispielsweise der, dass „Erfolg“ (auch von der Politik) zu sehr in monetären Zahlen und nicht in der Anzahl beförderter Fahrgäste und Güter definiert wurde. Die Rechtsform der Aktiengesellschaft erschwert darüber hinaus die parlamentarische Kontrolle des Konzerns. Eine Rückabwicklung der Bahnreform, ein Zurück zur „Behördenbahn“ darf es unseres Erachtens aber nicht geben. Mehr dazu finden Sie auf meiner Homepage.
      Danke für Ihre Einschätzungen zum ET 430. Nach meiner Wahrnehmung stehen eher der VRS als Aufgabenträger und der Hersteller Bombardier in der öffentlichen Kritik und nicht die DB. Hilft aber leider alles nichts. Die störanfälligen Züge mit eingebauten Stolperfallen sind da und deren Anzahl wird sogar noch aufgestockt werden müssen. Hier zeigt sich das Problem fehlender Modell-Alternativen.
      Herzliche Grüße, Matthias Gastel

  4. Uwe Mannke Reply

    Hallo Herr Gastl,

    folgender Antrag zu Stuttgart 21 der Fraktionen Linke und Grüne ist zu begrüßen:
    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/036/1803647.pdf

    In ihm wird besonders die Arbeitsfähigkeit des Bundesrechnungshofes reklamiert. Reicht es da nicht langsam zu einer Verfassungsbeschwerde?

    Kann die Einigkeit der beiden Oppositionsfraktionen sich auch positiv auf die Zusammenarbeit der beiden Parteien in BaWü und Stuttgart auswirken?

    Was kann getan werden, damit dieser Antrag auch einzelne Zustimmungen aus der GroKo erhält?

    mfG
    Uwe Mannke

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Guten Tag Herr Mannke,
      es liegt bereits seit Jahren eine Klage beim Bundesverfassungsgericht. Allerdings handelt es sich um eine Klage der grünen Bundestagsfraktion gegen die Bundesregierung wegen unzureichender Auskünfte bzgl. des staatseigenen DB-Konzerns. Dass die DB und die Bundesregierung selbst dem Parlament (und auch dem Bundesrechnungshof) zu wenig an eingeforderten Auskünften erteilt sehe ich als das eigentliche Problem. Übrigens ist das Verfassungsgericht derart überlastet, dass von der Klageeinreichung bis zum Urteil Jahre vergehen können.
      Der gemeinsame Antrag von Linken und Grünen wird sich aus meiner Sicht nicht auf B-W auswirken. Denn dort regieren wir mit der SPD und die Linke ist überhaupt nicht im Parlament vertreten. Zur Stadtpolitik in Stuttgart kann ich wenig sagen. In der Kommunalpolitik ist es aber üblich, dass sich Bündnisse in unterschiedlichsten und wechselnden Konstellationen entlang von Sachfragen bilden. Das halte ich auch für richtig.
      Inwieweit es gelingen kann, einzelne Abgeordnete aus dem Lager der GroKo für den S 21-Antrag zu gewinnen, kann ich jetzt noch nicht abschätzen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Matthias Gastel

  5. Uwe Mannke Reply

    Sehr geehrter Herr Gastel,
    Zitat: „es liegt bereits seit Jahren eine Klage beim Bundesverfassungsgericht. Allerdings handelt es sich um eine Klage der grünen Bundestagsfraktion gegen die Bundesregierung wegen unzureichender Auskünfte bzgl. des staatseigenen DB-Konzerns.“
    Wo kann man diese Klage bitte nachlesen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Uwe Mannke

  6. Walter Raible Reply

    Hallo Herr Gastl,
    mein Interesse am Re Halt in Stuttgart-Vaihingen ist groß. Dazu hätte ich folgende Fragen:
    wann solle der Halt in Betrieb gehen?
    Was geschieht mit dem Halt nach Eröffnung von S-21 (sofern es das mal gibt)
    Ist der Anschluß der Firma Scharr über die Schiene weiterhin gewährleistet wenn
    der zusätzliche Bahnsteig errichtet wird. Wie wird die Firma über die Schiene nach S 21 bedient? Vieleicht ist dies der falsche Platz für diese Fragen, aber ich habe halt mal nur diese Mailadresse.
    Gruß Walter Raible

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