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Mat­thi­as Gast­el
Mit­glied des Deut­schen Bun­des­ta­ges

 

Büro in Berlin

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11011 Ber­lin
Tel. 030/227–74150
Fax 030/227–70150
matthias.gastel@bundestag.de

 

Regionalbüro Filderstadt

Für Anfra­gen aus dem Wahl­kreis und aus Baden-Würt­tem­berg

Auf­grund der aktu­el­len Situa­ti­on arbei­ten wir von zu Hau­se aus

Sie errei­chen uns per Mail und Tele­fon aber den­noch zu den übli­chen Öff­nungs­zei­ten

Aicher Stra­ße 2 (Zugang über Rosen­stra­ße)
70794 Fil­der­stadt
Tel. 0711/997261–40
Fax 0711/997261–41
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Mon­tag, Diens­tag, Don­ners­tag 9:30 bis 14:30
Mitt­woch 11:30 bis 14:30
Frei­tag 9:30 bis 14:00

Kommentare zu “Kontakt

  1. Jochen Alber Reply

    Lie­ber Mat­thi­as,
    herz­li­chen Glück­wünsch zu dei­ner gelun­ge­nen Home­page! Sie hat einen guter Sei­ten­auf­bau, ist klar struk­tu­riert und über­sicht­lich. Auch die Video­film­chen sind pri­ma. Ein wenig weni­ger “Hand­ges­ten” hät­ten nicht gescha­det.
    Wei­ter­hin viel Kraft und Erfolg beim Wahl­kampf, wobei das Quänt­chen Glück nicht scha­den kann.

    Natur­Freund­li­che Grü­ße
    Jochen

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Lie­ber Jochen,
      vie­len Dank für Dein Feed­back.
      Dass ich beim Reden mit mei­nen Hän­den sehr aktiv bin, wur­de mir schon zurück gemel­det. Ich arbei­te dar­an …
      Vie­le Grü­ße

    • Günter Renz Reply

      Guten Tag Herr Gast­el,

      zufäl­lig bin ich auf Ihre Stel­lung­nah­me zu der Peti­ti­on Füh­rer­schein­fal­le des Dr. Haber­land gesto­ßen.
      Da ich in Nür­tin­gen gebo­ren bin und mei­ne Jugend dort ver­bracht habe, erlau­be ich mir, Sie des­halb anschrei­ben.
      Die wirk­li­chen Raser wer­den auch die­ser Ver­schär­fung ent­ge­hen.
      Nicht ziel­füh­rend ist die Stär­kung der Rech­te für Fahr­rad­fah­rer. Es gibt Fahr­rad­fah­rer, die in aller­bes­ter Absicht vom Auto aufs Fahr­rad umge­stie­gen sind. Die erhal­ten zurecht ver­stärk­ten Schutz.
      Dann gibt es jene, die, zum Teil sehr ange­hei­tert, im Pulk fah­ren und sich äußerst mili­tant und aggres­siv ver­hal­ten. Das müss­te drin­gend unter­bun­den wer­den.
      Das sind so die Sor­gen eines Auto- und Fahr­rad­fah­rers auf dem Land.

      Bes­te Grü­ße,

      • Matthias Gastel
        Matthias Gastel Reply

        Sehr geehr­ter Herr Renz,
        der ver­schärf­te Buß­geld­ka­ta­log gilt auch für Rad­fah­ren­de, so bspw. für die Nut­zung des Geh­we­ges oder bei Rot­licht­fahr­ten. Das hal­ten wir für rich­tig so. Die Ein­hal­tung der Regeln ist für alle ver­bind­lich.

  2. Roland G. Reply

    Hal­lo Herr Gast­el,

    sehr gute Home­page, alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen sind in kur­zer Zeit auf­find­bar. Die Grü­ne Far­be könn­te noch etwas dunk­ler sein, aber dann wäre sie ja schwarz, das wol­len wir ja nicht..:-))

    Bes­te Grüs­se + Viel Erfolg.

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Vie­len Dank für die schö­ne Rück­mel­dung!

  3. Axel Schnatterer Reply

    Hal­lo Matthias,ich wün­sche Dir einen erfolg­rei­chen und fai­ren Wahl­kampf. Bis dann.…

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Lie­ber Axel, vie­len Dank! Und es gilt: Es kommt auf jede Stim­me an!

  4. Philipp Hallen Reply

    Hal­lo Herr Gast­el,

    ich wür­de Sie ger­ne fra­gen wie Sie und die Grü­nen zum The­ma Gewerkschaftsautonomie/Spartengewerkschaften ste­hen? Laut GG Para­graph 9 kann ja jeder Arbeit­neh­mer sei­ne Gewerk­schaft bzw. Inter­es­sen­ver­tre­tung frei wäh­len und im nöti­gen Fall Tarif­ver­trä­ge auch mit Arbeits­kampf­maß­nah­men durch­set­zen.
    In letz­ter Zeit wird immer wie­der von der Gefahr durch Spar­ten­ge­werk­schaf­ten für die Wirt­schaft gespro­chen an der sich lei­der auch die “Sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Par­tei Deutsch­lands” betei­ligt. Pla­nen die Grü­nen und Sie als poten­ti­el­ler Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter auch eine Ein­schrän­kung bzw. gar ein Ver­bot von Spar­ten­ge­werk­schaf­ten? Oder anders­her­um gefragt wol­len Sie sich auch der For­de­rung der Wirt­schafts­ver­bän­de anschlie­ßen?

    Vie­le Grü­ße,
    Phil­ipp Hal­len

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Hal­len,

      vie­len Dank für ihre Anfra­ge, deren Beant­wor­tung u. a. wegen mei­ner drei­tä­gi­gen Wahl­kreis­wan­de­rung etwas län­ger gedau­ert hat.

      Nach­dem das Bun­des­ar­beits­ge­richt im Jahr 2010 den bis dahin gel­ten­den Grund­satz „ein Betrieb, ein Tarif­ver­trag“ revi­diert hat, wur­den von eini­gen Sei­ten eine Zer­split­te­rung der Tarif­land­schaft, kon­flikt­rei­che­re Tarif­ver­hand­lun­gen und eine stei­gen­de Anzahl von Streiks befürch­tet. Als Befür­wor­ter einer inner­be­trieb­li­chen, berufs­grup­pen- und tätig­keits­über­grei­fen­den Soli­da­ri­tät habe auch ich eine sol­che Ent­wick­lung nicht aus­ge­schlos­sen. Gra­vie­ren­de nega­ti­ve Fol­gen durch das Gerichts­ur­teil sind aber der­zeit nicht ersicht­lich. Im Ein­zel­fall ist ja bereits das Arbeits­ge­richt ein­ge­schrit­ten und hat Gren­zen gezo­gen. Daher war und ist es rich­tig, die wei­te­ren Ent­wick­lun­gen abzu­war­ten. Schließ­lich sol­len sich Berufs­grup­pen, die sich nicht aus­rei­chend ver­tre­ten füh­len, (gewerk­schaft­lich) orga­ni­sie­ren kön­nen. Dies gehört zu den Grund­prin­zi­pi­en einer Demo­kra­tie, in der alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger das Recht haben, sich für ihre Inter­es­sen zusam­men zu schlie­ßen. So lan­ge es zu kei­nen mas­si­ven Stö­run­gen in ein­zel­nen Bran­chen kommt wiegt die­ses Recht so hoch, dass ich momen­tan kei­nen Anlass sehe, die Arbeit der Spar­ten­ge­werk­schaf­ten ein­zu­schrän­ken.

      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  5. Brigitte u. Jürgen Krogmann Reply

    Guten Tag Herr Gast­el,

    wir hät­ten eine Fra­ge:

    Was ist Ihre Mei­nung zu Stutt­gart 21 ?

    Wir wol­len Ihnen unse­re Stim­me geben, wis­sen aber nicht wie Sie zu dem Pro­jekt Stutt­gart 21 ste­hen und ob Sie über­haupt genü­gend infor­miert sind.
    Vor­ab eine kur­ze Auf­klä­rung: Es wer­den nur 8 Glei­se gebaut wer­den und jetzt haben wir 16 Glei­se. Außer­dem 62,8 Kilo­me­ter Tun­nel mit mise­ra­blem Brand­schutz. Und das wird als Fort­schritt erklärt !
    Wir freu­en uns auf Ihre Rück­mel­dung.

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­te Frau Krog­mann, sehr geehr­ter Herr Krog­mann,
      dan­ke für Ihre Anfra­ge.
      Mei­ne Posi­ti­on ist klar und lässt sich sowohl auf mei­ner Home­page (https://www.matthias-gastel.de/zum-thema/stuttgart-21/) als auch in mei­ner poli­ti­schen Bio­gra­fie nach­le­sen: Ich habe seit 1994 Stutt­gart 21 bekämpft, so in Haus­halts­re­den des Gemein­de­ra­tes und mit Anträ­gen und Rede­bei­trä­gen im Gemein­de­rat. In den Mona­ten vor der Volks­ab­stim­mung habe ich das “Akti­ons­bünd­nis Ja zum Aus­stieg” in Fil­der­stadt mit­ge­grün­det und für die­ses eine Podi­ums­dis­kus­si­on orga­ni­siert und mode­riert, habe Fly­er ent­wor­fen, Anzei­gen for­mu­liert, an Info­stän­den gestan­den usw. Ich habe Schwa­ben­strei­che orga­ni­siert und bin dort als Red­ner auf­ge­tre­ten, so auch vor eini­gen Wochen wie­der zum The­ma “Flug­ha­fen­bahn­hof”. Über Infor­ma­tio­nen ver­fü­ge ich also in aus­rei­chen­dem Maße und mei­ne Mei­nung über das Pro­jekt ist ein­deu­tig: Es bringt ver­kehr­lich kei­ne aus­rei­chen­den Vor­tei­le, schafft neue Eng­päs­se, ist viel zu teu­er und erschwert die Finan­zie­rung ande­rer, bes­se­rer Schie­nen­pro­jek­te. Lei­der haben Mehr­hei­ten in Par­la­men­ten und Kom­mu­nal­gre­mi­en für die­ses Pro­jekt ent­schie­den und Ver­trä­ge dafür geschlos­sen.
      Und als Demo­krat habe ich den Aus­gang der Volks­ab­stim­mung zu akzep­tie­ren – auch wenn mir das Ergeb­nis nicht gefällt.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Ihr Mat­thi­as Gast­el

  6. B. und J, K. Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,
    vie­len Dank für Ihre sehr aus­führ­li­che Nach­richt.

    Sie haben sich aber mäch­tig enga­giert gegen das völ­lig unnö­ti­ge Pro­jekt Stutt­gart 21.
    Das ist sehr gut, denn ein sol­ches Murks-Pro­jekt brau­chen wir nicht. Viel bes­ser wäre es gewe­sen, wenn der bestehen­de 16-glei­si­ge Bahn­hof modern umge­baut wor­den wäre, dann hät­ten wir dop­pelt so vie­le Glei­se, brei­te­re eben­erdi­ge Bahn­stei­ge, kei­ne aku­te Brand­ge­fahr im 62,8 Kilo­me­ter Tun­nel, kei­ne schma­len Flucht­trep­pen und Auf­zü­ge und von den Kos­ten und der sehr lan­gen Bau­zeit ganz zu schwei­gen.
    Anmer­ken möch­ten wir noch, dass die Volks­ab­stim­mung nach­weis­lich ein Betrug war, denn es wur­den die wirk­li­chen Kos­ten ver­schwie­gen und gleich nach der Volks­ab­stim­mung wur­de der Betrag wesent­lich erhöht und erhö­hen sich jetzt immer noch stän­dig.
    Der nächs­te Skan­dal steht übri­gens schon an, die Bahn will die Grund­stücks­ei­gen­tü­mer ent­eig­nen, weil sie sich wei­gern zu unter­schrei­ben. Die Bahn ist näm­lich dann “Mit­ei­gen­tü­mer des Grund­stücks” wo der Tun­nel ver­läuft !! Die Haus­be­sit­zer haben kei­ne Chan­ce! Dies wird auch im Grund­buch ein­ge­tra­gen wer­den.
    Anmer­ken möch­ten wir noch, dass wir schwer ent­täuscht sind von Herrn Kret­sch­mann und Herrn Herr­mann, denn sie haben gleich nach der Wahl mehr­mals ver­kün­det, sie wür­den das Pro­jekt sehr kri­tisch beglei­ten. Herr Kret­sch­mann hat dies nicht getan !!!

    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Fam. Krog­mann

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Guten Tag Frau Krog­mann, guten Tag Herr Krog­mann,
      ger­ne gehe ich auf einen der Aspek­te, näm­lich die Volks­ab­stim­mung, ein. Mei­ne Sicht­wei­se ist fol­gen­de: Aus­stiegs­be­für­wor­ter wie ich war­ben mit ihren Argu­men­ten (befürch­te­te Kos­ten­stei­ge­rung, man­geln­der Ver­kehrs­nut­zen usw.) und die­je­ni­gen, die wei­ter­bau­en woll­ten war­ben mit ihren Argu­men­ten (Aus­stiegs­kos­ten, Fahrt­zeit­ver­kür­zun­gen usw.). Lei­der glaub­te eine Mehr­heit der ande­ren Sei­te. Aus­schlag­ge­bend und durch­schla­gend war ins­be­son­de­re die War­nung vor hohen Aus­stiegs­kos­ten, dies spür­te ich auf vie­len Info­stän­den. Lei­der lässt sich hier nach­träg­lich nicht klä­ren, wer Recht hat­te. Unser Argu­ment der stei­gen­den Bau­kos­ten hat sich lei­der sehr schnell und dra­ma­tisch bestä­tigt, wur­de aber offen­sicht­lich von den­je­ni­gen, die sich an der Abstim­mung betei­lig­ten, nicht so hoch bewer­tet. Wie bei einer Wahl auch kann aber eine Abstim­mung nach­träg­lich nicht für ungül­tig erklärt wer­den, weil eine Mehr­heit der “fal­schen” Sei­te geglaubt hat. Jede und jeder darf der­je­ni­gen Sei­te glau­ben, der sie glau­ben will, ohne dass die Wahl oder Abstim­mung hin­ter­her ungül­tig wird. Neh­men Sie die letz­te Bun­des­tags­wahl. Die FDP erreich­te mit dem Ver­spre­chen, die Steu­ern sen­ken zu wol­len, ein sen­sa­tio­nel­les Wahl­er­geb­nis. Außer für Hote­liers konn­te sie aber kei­ner­lei Steu­er­sen­kun­gen durch­set­zen. Die Wahl blieb den­noch gül­tig. CSU-Chef See­hofer führt mit sei­ner For­de­rung nach einer PKW-Maut nur für Aus­län­der eine ver­gleich­ba­re Stra­te­gie, die genau­so unse­ri­ös ist, bei einem Wahl­sieg die Wahl im nach­hin­ein aber den­noch nicht in ihrer Legi­ti­ma­ti­on ein­schränkt.
      Und noch ein Wort zur Lan­des­re­gie­rung: Bit­te sehen Sie auch, dass trotz Regie­rungs­wech­sel im Land­tag nur ein Vier­tel der Abge­ord­ne­ten (näm­lich die der Grü­nen) gegen S 21 sind. Und die Volks­ab­stim­mung war der ein­zi­ge Weg für ein Zustan­de­kom­men von GRÜN-Rot – mit der Abspra­che, dass das Ergeb­nis der Volks­ab­stim­mung akzep­tiert wird. Und auf­grund der Zuschrif­ten die ich erhal­te darf ich sagen, dass es sehr vie­le Leu­te gibt, die uns Grü­nen vor­wer­fen, wir wür­den S 21 immer noch blo­ckie­ren. So unter­schied­lich sind die Wahr­neh­mun­gen. Abhän­gig von den Erwar­tun­gen und den Posi­tio­nen zu S 21. Also kei­ne ein­fa­che Sache.
      Ihr Mat­thi­as Gast­el

  7. Brigitte u. Jürgen Krogmann Reply

    Eine sehr gute gelun­ge­ne Home­page !!!!

    Wir wün­schen Ihnen einen erfolg­rei­chen Wahl­kampf und wer­den Sie bei unse­ren Bekann­ten wei­ter­emp­feh­len.

    Mit freund­li­chen Grü­ßen Fam. Krog­mann

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Lie­be Fami­lie Krog­mann,
      vie­len Dank für die Rück­mel­dung!
      Ihr Mat­thi­as Gast­el

  8. Dirk Unkelbach Reply

    Guten Tag Herr Gast­el,
    sicher erhal­ten Sie der­zeit viel Post, ich fas­se mich daher kurz.

    Ihre, wie auch die ande­ren Par­tei­en, ver­spre­chen ein­mal mehr viel.
    Der Wahl-O-Mat der Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung “errech­net” mir sogar eine pro­zen­tua­le Über­ein­stim­mung der jewei­li­gen Par­tei­pro­gram­me mit mei­nen eige­nen Über­zeu­gun­gen hin­sicht­lich wich­ti­ger Fra­gen.
    In der Rea­li­tät (die am Ende allein ent­schei­dend ist, denn Papier ist ja bekannt­lich gedul­dig) sieht es dann oft anders aus, und zwar nicht nur wegen “not­wen­di­ger Kom­pro­mis­se” in einer even­tu­el­len Koali­ti­on.
    Dann fal­len ger­ne ein­mal Unwor­te wie “Sach­zwang” (was war den zum Zeit­punkt des Ver­spre­chens sub­stan­ti­ell ANDERS???), “alter­na­tiv­los” (wer KEINE ein­zi­ge Alter­na­ti­ve fin­det gehört nicht in eine Füh­rungs­po­si­ti­on !!!) oder gar “Frak­ti­ons­zwang” (das ich nach wie vor für die bedenk­lichs­te aller poli­ti­schen Rea­li­tä­ten hal­te), um die mehr oder min­der zahl­rei­chen gebro­che­nen Ver­spre­chen zu ent­schul­di­gen.

    Als Wäh­ler in Ihrem Wahl­kreis für den deut­schen Bun­des­tag habe ich nur eine Fra­ge:

    Dar­um fra­ge ich Sie heu­te, WARUM KONKRET ich IHNEN per­sön­lich mei­ne (Zweit-)Stimme geben und IHNEN VERTRAUEN soll­te, dass Sie die ver­spro­che­nen Posi­tio­nen auch TATSÄCHLICH VERTRETEN.

    Um Eines klar­zu­stel­len, ich bin Rea­list und erwar­te NICHT, dass Sie damit immer mehr­heits­fä­hig sind und respek­tie­re den DEMOKRATISCHEN Pro­zess.
    Aus bit­te­rer Erfah­rung jedoch wür­de ich mei­ne Zweit­stim­me ger­ne einer/m Kandidatin/en geben, die/der WORT HÄLT und EHRLICH ist und nicht in der Par­tei­en- und Frak­ti­ons-Kün­ge­lei unter­geht.

    Vie­len Dank im Vor­aus für Ihre Ant­wort und viel Erfolg bei den Wah­len.

    Mit freund­li­chen Grü­ßen

    Dirk Unkel­bach

    P.S.: Ich habe genug Quel­len, um mich über Wahl­pro­gram­me etc. zu infor­mie­ren. Daher dan­ke ich Ihnen im Vor­aus, dass Sie mich mich NICHT mit Wahl­pro­pa­gan­da und all­ge­mei­nem Bla­bla zuschüt­ten, den ich anders­wo fin­den kann.

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Unkel­bach,

      vie­len Dank für Ihre Anfra­ge.

      Alle inhalt­li­chen Posi­tio­nie­run­gen und For­mu­lie­run­gen auf mei­ner Home­page und auch auf mei­nen Fly­ern ent­stam­men mei­ner eige­nen Feder und nicht dem Wahl­pro­gramm. Ich neh­me dort auch Posi­tio­nen ein, die im Wahl­pro­gramm nicht zu fin­den sind oder ver­ein­zelt die­sem wider­spre­chen.

      An „Refe­ren­zen“ habe ich ers­tens viel­fäl­ti­ge beruf­li­che Erfah­run­gen als Ange­stell­ter in der frei­en Wirt­schaft und im Sozi­al­be­reich sowie als Selbst­stän­di­ger vor­zu­wei­sen, die ich ger­ne in die bun­des­po­li­ti­sche Arbeit ein­brin­gen möch­te. Und zwei­tens enga­gie­re ich mich seit 20 Jah­re in der Kom­mu­nal­po­li­tik und kann hier eini­ge klei­ne und gro­ße Erfol­ge auf­zei­gen, die ich – es braucht ja immer Mehr­hei­ten – gemein­sam mit ande­ren erreicht habe, so bspw. zuguns­ten einer flä­chen­s­pa­ren­den Flä­chen­nut­zungs­pla­nung für Woh­nen und Gewer­be, ein neu­es Bus­kon­zept mit deut­li­chen Fahr­gast­ge­win­nen, Ver­bes­se­run­gen für den Rad­ver­kehr, die Grün­dung des Wald­kin­der­gar­tens, mehr Geld für Spiel­plät­ze, Solar­an­la­gen auf städ­ti­schen Dächern, ein kom­mu­na­les Kli­ma­schutz­kon­zept usw. Die­se Zie­le hat­ten wir uns im Wahl­pro­gramm, das unter mei­ner Feder­füh­rung ent­stan­den ist, vor­ge­nom­men und sehr vie­le davon umge­setzt. Ich nen­ne die Erfol­ge hier kon­kret, da die­se nicht auf mei­ner Home­page zu fin­den sind. Wich­tig war und ist mir als Stadt­rat stets auch das per­sön­li­che Gespräch mit Bürger/innen, ins­be­son­de­re mit bür­ger­schaft­lich enga­gier­ten und gewer­be­trei­ben­den Men­schen. Die­se Kon­tak­te haben wir als Gemein­de­rats­frak­ti­on deut­lich aus­ge­baut, seit ich Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der bin. Sol­che regel­mä­ßi­gen Kon­tak­te blei­ben mir auch als Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter wich­tig. Wich­tig ist mir in der Poli­tik außer­dem, dass ich (bzw. wir als Frak­ti­on) nicht nur reagie­ren, son­dern auch agie­ren. Die Tages­po­li­tik bean­sprucht sehr viel Zeit und man läuft Gefahr, so etwas wie „den roten Faden fürs gro­ße Gan­ze“ zu ver­lie­ren. Dies ken­ne ich aus der Kom­mu­nal­po­li­tik und in der Bun­des­po­li­tik schät­ze ich die­se Gefahr als noch viel grö­ßer ein. Die­ser bin ich mir bewusst und ver­su­che mir etwas Zeit frei­zu­schau­feln, um häu­fi­ger auch mal über grund­sätz­li­che Fra­gen von Poli­tik und Gesell­schaft nach­zu­den­ken.
      Ich hof­fe, Ihnen damit mehr hilf­rei­ches über mich, mei­ne The­men, Zie­le und Denk­wei­sen aus­ge­sagt zu haben, um Ihnen Ihre Wahl­ent­schei­dung ein­fa­cher zu machen. Letzt­lich ist eine Wahl­ent­schei­dung immer eine Fra­ge des Ver­trau­ens. Genau dar­um bit­te ich Sie.

      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Ihr Mat­thi­as Gast­el

  9. Jürgen Ostrowski (L.-E.) Reply

    Lie­ber Mat­thi­as,

    ich wün­sche Dir für den End­spurt viel Glück, Kraft aber natür­lich auch Spaß bei guten Gesprä­chen.

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Vie­len Dank lie­ber Jür­gen. Gruß Mat­thi­as

  10. T. Bögner Reply

    Hal­lo Herr Gast­el,
    Ihre Web­sei­te fin­de ich sehr infor­ma­tiv und gut gelun­gen. Über­haupt bin ich der Mei­nung, es soll­te mehr Men­schen von Ihrem Schlag in der Poli­tik geben, damit sich wie­der etwas in Deutsch­land in die rich­ti­ge Rich­tung bewegt. Beson­ders gefällt mir, dass Sie den direk­ten Pra­xis­be­zug suchen und den Din­gen auf den Grund gehen (dan­ke an die­ser Stel­le für den Wan­der­be­richt). Scha­de wäre es, wenn durch den Ein­zug in den Bun­des­tag dafür nicht mehr genü­gend Zeit blie­be.

    Vie­le Grü­ße
    T. Bög­ner

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Vie­len Dank für die Rück­mel­dung, über die ich mich sehr freue!
      Die Arbeit im Bun­des­tag wird sicher anstren­gend und zeit­auf­wän­dig, aber es gibt ja sit­zungs­freie Wochen und Par­la­ments­fe­ri­en, und für die­se Zei­ten habe ich mir fest vor­ge­nom­men, wei­te­re Tei­le mei­nes Wahl­krei­ses zu durch­wan­dern und unter­wegs das Gespräch zu suchen.
      Ihr Mat­thi­as Gast­el

  11. Ellen Kropp Reply

    Lie­ber Mat­thi­as,
    du bist MdB! Dazu gra­tu­lie­re ich ganz herz­lich. Alles Gute und viel Erfolg in den nächs­ten vier Jah­re wünscht
    Ellen

  12. Jürgen Ostrowski Reply

    Lie­ber Mat­thi­as,

    auch von mir herz­li­chen Glück­wunsch – gute Fahrt nach Ber­lin !

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Lie­ber Jür­gen, vie­len Dank! Mat­thi­as

  13. Regina Schanz Reply

    Lie­ber Mat­thi­as,

    das ein­zig Groß­ar­ti­ge an die­ser Bun­des­tags­wahl ist, daß Du es geschafft hast. GANZ HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH UND ALLES GUTE FÜR DEINE ARBEIT!

    Wir freu­en uns sehr mit Dir
    Regi­na Schanz und Frank May­er

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Vie­len Dank für die Glück­wün­sche!

  14. Tobias Golla Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,

    lei­der habe ich bis­her noch kei­ne Ant­wort auf die bei Face­book gestell­te Anfra­ge bekom­men.

    Wirk­lich scha­de

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Gol­la,
      lei­der habe ich von Ihnen kei­nen Kom­men­tar erhal­ten und auch kei­ne Mail­adres­se, um Ihnen ant­wor­ten zu kön­nen.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  15. Werner Korn Reply

    Lie­ber Mat­thi­as,

    das du ja nun schon seit ein paar Mona­ten Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter bist, soll­test du auf der Kon­takt­sei­te dei­ner Web­site auch nicht mehr als Bun­des­tags­kan­di­dat fir­mie­ren. Das ist zu viel der Beschei­den­heit. 😉

    Gruß
    Wer­ner

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Lie­ber Wer­ner,
      ich bin zwar (manch­mal) beschei­den. Der Grund für die Nicht-Aktua­li­sie­rung ist aber ein ande­rer: Momen­tan wird eine kom­plett neue Home­page erstellt. Lass uns also gemein­sam gespannt sein …
      Vie­le Grü­ße, Mat­thi­as Gast­el

  16. Wolfgang Fietkau Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,

    ich bedan­ke mich auf das Herz­lichs­te bei Ihnen dass ich die Fahrt nach Ber­lin mit­ma­chen durf­te.
    Es war sehr schön und bein­dru­ckend, dass ich immer noch an ein­zel­ne Sta­tio­nen den­ke.
    Auch dan­ke für die Bil­der die Herr Hart­mann zusam­men­ge­stellt und ver­schickt hat, für sei­ne Freund­lich­keit und sein Anga­ge­ment wie er uns beglei­tet und umsorgt hat damit alles rei­bungs­los funk­tio­niert.
    Ein schö­nes Oster­fest, ein paar Tage aus­span­nen das wün­sche ich Ihnen und Herrn Hart­mann und noch­mals Dan­ke !!!

    Mit vie­len Grü­ßen
    Wolf­gang Fiet­kau

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Fiet­kau, vie­len Dank für die Rück­mel­dung, über die ich mich sehr freue und die ich ger­ne an mei­nen Mit­ar­bei­ter Rapha­el Hart­mann wei­ter gege­ben habe. Freund­li­che Grü­ße, Mat­thi­as Gast­el

  17. Jörg Köhler Reply

    Na wun­der­bar Mat­thi­as, die neue Sei­te mit kla­rer Struk­tur, kein “Fir­le­fanz”;
    auch das Lay­out nicht “bunt”, son­dern ein­fach gehal­ten, so macht es denn Freu­de
    dar­in zu ver­wei­len.
    Und noch eins: ich erin­ne­re mich an unse­ren gemein­sa­men Vor­stoß bzgl. des Wahl­al­ters.
    In die­sem Jahr also end­lich im Länd­le die Mög­lich­keit für 16jährige mit­zu­re­den über den Wahl­ur­ne.
    Viel­leicth sieht man sich wirk­lich mal in Ber­lin.

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Lie­ber Jörg, dan­ke für Dein Feed­back. So ganz fer­tig ist die neue Sei­te aber lei­der noch nicht …
      Vie­le Grü­ße

  18. Frank S. Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,
    auf mei­ner Recher­che zum The­ma Motor­rad­lärm bin ich auf Ihre Web­site gesto­ßen. Sie sind damit der ers­te Poli­ti­ker, der die­ses rie­si­ge Pro­blem öffent­lich klar the­ma­ti­siert. Gera­de in letz­ter Zeit gibt es zu dem The­men­kom­plex zahl­rei­che Pres­se­mel­dun­gen. Tau­sen­de Bür­ger lei­den unter dem “Lärm­ter­ro­ris­mus” von selbst­ver­lieb­ten und ego­is­ti­schen Aso­zia­len. Und die Situa­ti­on wird ten­den­zi­ell immer schlim­mer. Aus­puff­an­la­gen zur Erzie­lung eines “indi­vi­du­el­len Sounds” lie­gen im Trend. So wirbt bei­spiels­wei­se die Fir­ma Akra­po­vic (http://www.akrapovic.com/de/#!/motorrad/custom) mit dem Slo­gan: “Ande­re wer­den hören, dass Sie da sind. So indi­vi­du­ell wird Ihr Sound klin­gen.” Das ist zynisch ange­sichts des gesund­heits­chä­di­gen­den Lärm, der von die­sen Mach­wer­ken “hoher Inge­nieurs­kunst” aus­geht. Wann wird die­ser Wild­wuchs end­lich gestoppt?

    Ich stim­me Ihnen zu: Hier muss etwas unter­nom­men wer­den!

    Doch wie möch­ten Sie Ihre beschrie­be­nen Maß­nah­men ang­sichts der Igno­ranz in der poli­ti­schen Land­schaft durch­set­zen? Ich selbst habe vor eini­ger Zeit zum Bei­spiel Frau Hend­richs als aktu­el­le Umwelt­mi­nis­te­rin mit der Bit­te um eine Stel­lung­nah­me ange­schrie­ben. Ich bekam nicht ein­mal eine Ant­wort. Auch auf loka­ler Ebe­ne gewinnt man den Ein­druck, dass zu die­sem The­ma nach­fra­gen­de Bür­ger eher als Stör­fak­tor betrach­tet wer­den. Meh­re­re Beschwer­den, auch über das Har­ley David­son Mee­ting Ruhr­pott, blie­ben hier in Hat­tin­gen unbe­ant­wor­tet. Mei­ne Mit­tel als Bür­ger und Steu­er­zah­ler sind damit wohl aus­ge­schöpft. Wie kann ich Sie unter­stüt­zen? Oder reicht dazu mei­ne Stim­me für die Grü­nen, weil das The­ma bereits für die nächs­te Regie­rungs­be­tei­li­gung pro­gram­ma­tisch ver­an­kert ist?

    Mit herz­li­chen Grü­ßen
    Frank

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Schnei­der,
      ich dan­ke Ihnen für Ihr Feed­back und Ihre Fra­ge.
      Die baden-würt­tem­ber­gi­sche Lan­des­re­gie­rung ist in Sachen Motor­rad­lärm schon im Jahr 2012 mit einem Antrag im Bun­des­rat tätig gewor­den. Letzt­lich geht es dabei um Maß­nah­men auf euro­päi­scher Ebe­ne. Nähe­res fin­den Sie hier: http://mvi.baden-wuerttemberg.de/de/mensch-umwelt/laermschutz/laermquellen/strassenlaerm/
      Die Grü­nen-Bun­des­tags­frak­ti­on ist eben­falls par­la­men­ta­risch tätig gewor­den. Da dies schon ca. zwei Jah­re zurück liegt, klä­ren wir dem­nächst eine mög­li­che neue Initia­ti­ve. Uns geht es um die Sen­kung der Lärm­grenz­wer­te, rea­li­täts­taug­li­che Lärm­vor­schrif­ten (bezo­gen auf alle Gän­ge und ver­schie­de­ne Geschwin­dig­keits­be­rei­che), prak­ti­ka­ble Kon­trol­len und Kon­se­quen­zen bei uner­laub­ten Umbau­ten. Für die­se Zie­le arbei­ten Grü­ne im Bun­des­tag und im Euro­päi­schen Par­la­ment eng zusam­men.
      Ich hof­fe, Ihnen mit die­ser Ant­wort gedient zu haben und ver­blei­be
      mit freund­li­chen Grü­ßen
      Ihr
      Mat­thi­as Gast­el

  19. werner roth Reply

    ALLE VERANTWORTLICHEN FÜR DEN #MURKS #S21 SOLLTEN SICH MIT DER BESSEREN LÖSUNG #KL21 BESCHÄFTIGEN. #KL21 mit 2 Durch­gangs­glei­sen wäre viel bil­li­ger und auch bes­ser als #S21. Wann kapie­ren #Mer­kel #POLITIK #BAHN das end­lich? FÜR ALLE DIE NICHT WISSEN WAS #KL21 IST, HIER ALLE INFORMATIONEN http://www.vr-transport.de/…/KL21-Ostertag-VR-24–08…

    … … …STOPPT ENDLICH DEN #MURKS DER #BAHN MIT #S21

  20. Buck Karl Friedrich Reply

    Guten Tag,

    auf Ihrer Home­page schrei­ben Sie, dass der Euro eine gute Sache sei und dass vor allem Deutsch­land mas­siv pro­fi­tie­ren wür­de. Ich selbst habe gele­sen, dass der deut­sche Real­lohn in den letz­ten 10 Jah­ren um lächer­lich 3% gestie­gen sei. Aus­ser­dem hat die BRD den gröss­ten Nied­rig­lohn­sek­tor in der EU. Durch die gan­zen Ret­tungs­mass­nah­men in Sachen Euro haf­tet der deut­sche Steu­er­za­her min­des­tens mit 500 MRD Euro. Bit­te erklä­ren Sie mir aus­ser­dem, wie die mas­si­ven Leis­tungs­bi­lanz­un­gleich­ge­wich­te in Eurland ohne Wech­sel­kur­se aus­ge­gli­chen wer­den kön­nen.…

    Vie­len Dank.

    MFG

    K.F.Buck

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Buck,
      bit­te ver­zei­hen Sie die ver­spä­te­te Ant­wort. Da es sich nicht um mein Spe­zi­al­ge­biet han­delt, war mehr Zeit nötig.
      Wir unter­stüt­zen die Euro­päi­sche Uni­on und auch die Wäh­rungs­uni­on und sind der Mei­nung, dass Deutsch­land – neben vie­len poli­ti­schen Errun­gen­schaf­ten – auch öko­no­misch vom Euro pro­fi­tiert hat. Das schlägt sich ins­be­son­de­re in unse­ren star­ken Expor­ten nie­der aber auch im ver­ein­fach­ten Zah­lungs­mit­tel­ver­kehr inner­halb der Euro­zo­ne.
      Wür­de Deutsch­land aus dem Euro aus­tre­ten, wäre eine erheb­li­che Auf­wer­tung der D‑Mark die Fol­ge. Da Märk­te bekannt­lich zum Über­schie­ßen nei­gen, wäre die unmit­tel­ba­re Auf­wer­tung sogar noch höher als die fun­da­men­tal berech­tig­te. Die­se Auf­wer­tung wür­de deut­sche Pro­duk­te extrem ver­teu­ern – und zwar nicht nur gegen­über ande­ren Euro-Staa­ten, son­dern gegen­über dem gesam­ten Rest der Welt. Der güns­ti­ge Euro gilt heu­te schließ­lich nicht nur im inner­eu­ro­päi­schen Han­del, son­dern auch gegen­über ande­ren Staa­ten. Zu die­sem ein­ma­li­gen Effekt kämen jähr­li­che Absi­che­rungs­kos­ten für Export­erlö­se in Mil­li­ar­den­hö­he – Geld das aus der Real­wirt­schaft in die Finanz­wirt­schaft flie­ßen wür­de.
      Sie haben jedoch Recht, dass sich die Löh­ne in Deutsch­land in den letz­ten Jah­ren unter­pro­por­tio­nal ent­wi­ckelt haben. Das haben wir von Sei­ten der Grü­nen Bun­des­tags­frak­ti­on immer kri­ti­siert. Gera­de in den letz­ten Jah­ren ist jedoch – v.a. im Ver­gleich zu dem euro­päi­schen Nach­barn – ein deut­li­cher Auf­wärts­trend zu ver­zeich­nen, der auch die guten Lohn­ab­schlüs­se zurück­zu­füh­ren ist.
      Deutsch­land ist in der Euro-Kri­se Ver­pflich­tun­gen ein­ge­gan­gen, die von his­to­ri­scher Dimen­si­on sind. Da haben Sie Recht. Den­noch ist Deutsch­lands Haf­tung für ver­schul­de­te Euro-Staa­ten ist kein Fass ohne Boden son­dern im Ver­trag zum Ret­tungs­schirm ESM klar gere­gelt. Deutsch­lands Anteil am Eigen­ka­pi­tal des ESM beträgt 22 Mil­li­ar­den Euro, dazu kom­men Gewähr­leis­tun­gen in Höhe von 168 Mil­li­ar­den Euro. Kre­di­te wer­den vom ESM nur ver­ge­ben, wenn der Emp­fän­ger­staat Auf­la­gen erfüllt und sei­ne Schul­den damit per­spek­ti­visch wie­der tra­gen kann. Gera­de ver­lässt ein Mit­glieds­staat nach dem ande­ren die Ret­tungs­schir­me. Auch Zypern wird im März sein Pro­gramm erfolg­reich abschlie­ßen. Dann bleibt nur noch Grie­chen­land unter dem Schirm. Alle prä­ven­ti­ven Maß­nah­men, die die Soli­da­ri­tät und Sta­bi­li­tät in der Euro-Zone ver­stär­ken, zah­len sich also dop­pelt und drei­fach aus.
      Bezüg­lich ihrer Fra­ge zu den Leis­tungs­bi­lanz­un­ter­schie­den. Das in der Tat eine schwie­ri­ge Ange­le­gen­heit. Hier zeigt sich deut­lich die Unvoll­kom­men­heit der Wäh­rungs­uni­on. Unse­re Ant­wort dar­auf war immer, dass in Deutsch­land die Bin­nen­nach­fra­ge stei­gen muss – durch bes­se­re Lohn­ab­schlüs­se, einen gerech­ten Min­dest­lohn und mehr staat­li­chen Inves­ti­tio­nen. Eigent­lich soll ein inner­eu­ro­päi­scher Aus­gleich auch durch einen fle­xi­bi­li­sier­ten Arbeits­markt gelin­gen, in denen sich die Arbeits­su­chen­den dort­hin bewe­gen, wo es Arbeit gibt. In der Pra­xis gibt es dafür jedoch noch etli­che Hür­den. In den letz­ten Jah­ren sich jedoch die Leis­tungs­bi­lanz­de­fi­zi­te aller sog. Kri­sen­län­der mas­siv zurück­ge­gan­gen. Vor allem durch sin­ken­de Impor­te, aber auch durch die Reduk­ti­on der Lohn­stück­kos­ten.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  21. doppelmeter Reply

    Hal­lo Herr Gast­el,

    auf ihrer Sei­te unter https://www.matthias-gastel.de/stuttgart-21-jetzt-engpaesse-am-hauptbahnhof-und-im-netz-vermeiden/#.VrH-xJcxRSH habe ich fol­gen­de Text­pas­sa­ge gefun­den:

    Vie­le Rah­men­be­din­gun­gen für den Schie­nen­ver­kehr haben sich geän­dert: Das The­ma Deutsch­land­takt, für das mehr Tras­sen- und Sta­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten benö­tigt wer­den, ist in Fahrt gekom­men. Zugleich hat der DB-Kon­zern eine Fern­ver­kehrs­stra­te­gie ent­wi­ckelt und will bun­des­weit mehr Züge auf Gleis set­zen. Und dann kommt noch die Stutt­gar­ter Fein­staub­be­las­tung hin­zu, die ein Umden­ken in der Ver­kehrs­po­li­tik erzwingt. Ein „wei­ter so“ mit Stutt­gart 21 kann und darf es daher nicht geben. Wer mehr Ver­kehr über die Schie­ne abwi­ckeln möch­te, muss jetzt umsteu­ern und alles dafür unter­neh­men, dass Eng­päs­se im Haupt­bahn­hof und im Netz ver­mie­den wer­den.“

    Wann wird die­se unseg­li­che Pro­jekt end­lich abge­sagt?
    Wann sagen Sie end­lich: “Es reicht. Schluss mit die­sem Murks­pro­jekt!

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Lie­ber Herr Gangl,
      Stutt­gart 21 ist zwar ein poli­ti­sches Pro­jekt (von der Bun­des- und der dama­li­gen Lan­des­re­gie­rung poli­tisch erzwun­gen), for­mal aber ein Bau­vor­ha­ben der DB. Die Ver­trä­ge ste­hen und der Ver­such des Lan­des, dar­aus aus­zu­stei­gen, ist im Jahr 2011 mit der Volks­ab­stim­mung geschei­tert. Nun wird wei­ter­ge­baut und das Land muss sei­nen ver­trag­lich zuge­si­cher­ten Betrag bei­steu­ern. So ist das in einem Rechts­staat. Das macht das Mil­li­ar­den­pro­jekt in der Sache nicht bes­ser. Aber da es nicht ver­bo­ten ist, schlech­te Bahn­hö­fe zu bau­en, bleibt uns nur noch die Kri­tik an die­sem Unsinn und an der ein oder ande­ren Stel­le die Chan­ce, Pla­nungs­de­fi­zi­te zu redu­zie­ren (sie­he Flug­ha­fen­an­schluss).
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

      • Martin Poguntke Reply

        Lie­ber Herr Gast­el,
        so ein­fach ist es lei­der nicht. Poli­tik ist gera­de nicht ein­fach dazu da, geschlos­se­ne Ver­trä­ge aus­zu­füh­ren, son­dern in poli­ti­scher Ver­ant­wor­tung zu ent­schei­den, ob z.B. auch aus bestimm­ten Ver­trä­gen aus­ge­stie­gen wer­den muss, weil sie dem Abge­ord­ne­ten­eid wider­spre­chen, Scha­den vom Volk abzu­wen­den. Des­halb haben wir Poli­ti­ker im Par­la­ment und nicht nur Juris­ten. Wobei selbst die Juris­ten sagen könn­ten, dass man grund­sätz­lich aus jedem Ver­trag aus­stei­gen kann, indem man mit dem Ver­trags­part­ner über die Bedin­gun­gen ver­han­delt. Die Bahn jeden­falls wäre Ihnen zutiefst dank­bar gewe­sen, wenn Sie ihr auf die­sem Wege einen Aus­stieg ermög­licht hät­ten.
        Und wenn Sie sich dabei, dass Sie die­sen Weg nicht gegan­gen sind, auf die Volks­ab­stim­mung beru­fen, bit­te ich Sie, zur Kennt­nis zu neh­men, dass eine Abstim­mung nicht gül­tig sein kann, wenn der Abstim­mungs­in­halt nicht klar ist – im Fall von S21: die Kos­ten und die Leis­tungs­fä­hig­keit. Eine Abstim­mung, bei der man dar­über abstimmt, ob man den einen oder den ande­ren Aus­sa­gen über Kos­ten und Leis­tungs­fä­hig­keit Glau­ben schenkt, ist kei­ne Abstim­mung über S21, son­dern eine dar­über, wel­cher Grup­pie­rung man mehr glaubt.
        Sinn­ge­mäß hat ja die Abstim­mungs­fra­ge gelau­tet: Sind Sie für einen Bahn­hof für 4,5 Mrd. mit einer Kapa­zi­tät von 49 Zügen pro Spit­zen­stun­de, aus des­sen Bau aus­zu­stei­gen 1,5 Mrd. kos­ten wür­de? Oder sind Sie gegen einen Bahn­hof für bis zu 10 Mrd. mit einer Kapa­zi­tät von 32 Zügen, aus des­sen Bau aus­zu­stei­gen weni­ger als 0,5 Mrd. kos­ten wür­de? – Wie wür­den Sie ent­schei­den? Wären Sie für den einen oder gegen den andern? – Kos­ten und Leis­tungs­fä­hig­keit sind bere­chen­bar und kei­ne Mei­nungs­fra­gen, über die man abstim­men könn­te. Ohne kla­re Vor­ab­infor­ma­tio­nen – und statt­des­sen ledig­lich unter­schied­li­cher Mei­nun­gen – war die­se Volks­ab­stim­mung Miss­brauch eines urde­mo­kra­ti­schen Mit­tels.
        Im Übri­gen: Nicht nur die S21-Geg­ner, son­dern auch die S21-Befür­wor­ter haben bei der Volks­ab­stim­mung nicht das gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne Quo­rum von 1/3 der Wahl­be­rech­tig­ten erreicht. Die Lan­des­wahl­lei­te­rin Gise­la Fried­rich dazu: „Nach­dem die Geset­zes­vor­la­ge die nach der Lan­des­ver­fas­sung erfor­der­li­che Stim­men­mehr­heit nicht erreicht hat, hat sich inso­weit auch kei­ne Ände­rung der Rechts­la­ge erge­ben.“ Und ich ergän­ze: Und kei­ne Lan­des­re­gie­rung hat das Recht, das Ergeb­nis die­ser Abstim­mung als demo­kra­tisch bin­dend zu behan­deln.
        Ich habe des­halb die drin­gen­de Bit­te an Sie: Arbei­ten Sie poli­tisch wei­ter an einem Stopp die­ses aus­schließ­lich poli­ti­schen Zer­stö­rungs-Pro­jekts! Sie stel­len ja im Bun­des­tag durch­aus vie­le rich­ti­ge Fra­gen und brin­gen Bahn und Poli­tik in Erklä­rungs­not. Set­zen Sie bit­te die­se Arbeit auch inner­halb der Lan­des­grü­nen fort. Poli­tik machen, heißt nicht nur, geschlos­se­ne Ver­trä­ge zu erfül­len. Son­dern es heißt auch und vor allem poli­ti­schen Druck zu erzeu­gen, der z.B. deren Erfül­lung zum poli­ti­schen Risi­ko für die poli­ti­schen Geg­ner macht. Die Grü­nen könn­ten mit so vie­len Skan­da­len rund um S21 die Befür­wor­ter nur so vor sich her­trei­ben. War­um macht ihr das nicht? Das kann man doch machen, selbst wenn die Mehr­heit der Bevöl­ke­rung sich für S21 ent­schie­den hät­te. War­um schwei­gen die Grü­nen – vor allem im Land?

        • Matthias Gastel
          Matthias Gastel Reply

          Vie­len Dank für Ihren Kom­men­tar.
          Ich fin­de, dass Sie von einem fal­schen, jeden­falls nicht von mei­nem Demo­kra­tie­ver­ständ­nis und offen­bar auch nicht dem der über­gro­ßen Mehr­heit aus­ge­hen.
          Wor­über bei der Volks­ab­stim­mung ent­schie­den wur­de, lässt sich sehr ein­fach fest­hal­ten: Über den Kos­ten­an­teil des Lan­des B‑W. Für mehr ist das Land nicht “zustän­dig”. Die Mehr­heit woll­te den Auf­trag an die Lan­des­po­li­tik, den Finan­zie­rungs­ver­trag sei­tens des Lan­des auf­zu­kün­di­gen, nicht ertei­len. Und die Poli­tik kann und darf sich über die­ses Votum nicht hin­weg­set­zen. Wer was im Vor­feld ver­spro­chen hat ist dabei ohne Rele­vanz. Es ist ja das Wesen der Demo­kra­tie, dass Par­tei­en, Ver­bän­de usw. vor Wah­len und Abstim­mun­gen um ihre Mei­nun­gen und die Zustim­mung dazu buh­len. Ob die­se Argu­men­te oder auch Ver­spre­chen ein­tre­ten oder gehal­ten wer­den kön­nen, ist eine mora­li­sche Fra­ge, nicht aber eine, mit die Ergeb­nis­se im Nach­hin­ein ange­zwei­felt wer­den kön­nen. Die Wahl- oder Stimm­be­rech­tig­ten schen­ken denen (mehr) Glau­ben, denen sie glau­ben wol­len. Bei der Bun­des­tags­wahl 2009 gewann die FDP mit dem Ver­spre­chen, die Steu­ern zu sen­ken. Sie hat das Ver­spre­chen, das für die Wahl aus­schlag­ge­bend war, nicht gehal­ten. Die Gül­tig­keit der Wahl wur­de des­we­gen zu Recht den­noch nicht ange­zwei­felt.
          Zum Quo­rum: Mit der Mehr­heit für einen Regie­rungs­wech­sel im Jahr 2011 war kei­ne par­la­men­ta­ri­sche Mehr­heit für einen Kurs­wech­sel in Sachen Stutt­gart 21 ver­bun­den. Es gab jedoch eine Unei­nig­keit zwi­schen Grün und Rot, die auf­ge­löst wer­den muss­te, um die Koali­ti­on über­haupt zustan­de zu brin­gen. Daher gab es die Volks­ab­stim­mung. Die Mehr­heit soll­te ent­schei­den, wie es mit dem strit­ti­gen Pro­jekt wei­ter geht. Hät­te man neben der Mehr­heit noch ein Quo­rum zum Maß­stab gemacht, hät­te dies beim erreich­ten Ergeb­nis bedeu­tet, dass die SPD hät­te sagen müs­sen: „Die Mehr­heit der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ist zwar unse­rer Mei­nung. Weil aber das Quo­rum ver­fehlt wur­de, ent­schei­det die Min­der­heit.“
          All dies sind die Grün­de, wes­halb wir Grü­nen und auch ich per­sön­lich seit der Volks­ab­stim­mung nicht mehr am Stopp des Pro­jek­tes arbei­ten, son­dern es kri­tisch beglei­ten. D. h., die Fin­ger in die Wun­den des Pro­jek­tes zu legen, das durch die Volks­ab­stim­mung zwar legi­ti­miert, in der Sache jedoch kei­nes­wegs bes­ser gewor­den ist.
          Mit freund­li­chen Grü­ßen
          Mat­thi­as Gast­el

  22. Walz Ulrich Reply

    Hal­lo Herr Gast­el,
    ger­ne wür­de ich Ihre Posi­ti­on zum The­ma Werk­ver­trag und dem Gesetz­ent­wurf von MdB Nah­les erfra­gen. Als frei­be­ruf­li­cher Phy­sio­the­ra­peut und einer von 2,5 Mio. Frei­be­ruf­lern/­So­lo-Selbst­stän­di­gen in Deutsch­land sehe ich mit gro­ßer Sor­ge, was sich da zusam­men­braut. Seit 2015 macht die DRV Bund in gro­ßem Stil und bran­chen­über­grei­fend eine “Hexen­jagd” auf Frei­be­ruf­ler, beschei­det fast durch­ge­hend auf ” abhän­gig beschäf­tigt”, ohne dass sich gesetz­li­che oder gericht­li­che Para­me­ter geän­dert hät­ten. Auch dadurch steht sie einer Flut von Kla­gen gegen­über und ver­liert die pro­zes­se in Serie. BSG und LSG spre­chen sich über­wie­gend für die Frei­be­ruf­lich­keit aus, da die Geset­zes­la­ge dies ein­deu­tig zulässt. Die Clea­ring­stel­le hat einen der­zei­ti­gen Etat von über 34 Mio, nicht ein­ge­rech­net die Kos­ten für die gericht­li­chen Ver­fah­ren. Ver­bän­de ver­schie­dens­ter Bran­chen haben sich zusam­men­ge­schlos­sen und lau­fen gemein­sam Sturm gegen das ” Nah­les-Papier”, das, soll­te es durch den Bun­des­tag gewun­ken wer­den, das Aus für fast alle Frei­be­ruf­ler und Solo-Selbst­stän­di­gen bedeu­ten wür­de. Für mich als 58-jäh­ri­ger und seit 13 Jah­ren als frei­be­ruf­lich Täti­ger ist die Alter­na­ti­ve “Ange­stell­ter” uto­pisch und wirt­schaft­lich eine Kata­stro­phe. Mei­ne Fra­ge an Sie ist: Wie ist Ihre per­sön­li­che Mei­nung zu die­sem The­ma?
    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Ulrich Walz, Lein­fel­den

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Walz,
      dan­ke für Ihre Anfra­ge.
      Die Posi­ti­on der grü­nen Bun­des­tags­frak­ti­on ist fol­gen­de:
      Die gro­ße Koali­ti­on hat sich schon im Koali­ti­ons­ver­trag auf eini­ge Maß­nah­men ver­stän­digt. Zur­zeit wird ein ent­spre­chen­der Geset­zes­ent­wurf zwi­schen den Minis­te­ri­en abge­stimmt.
      Ziel die­ses Geset­zes ist es, den Miss­brauch von Leih­ar­beit und Werk­ver­trä­gen zu unter­bin­den sowie soge­nann­ter Schein-Selbst­stän­dig­keit von Per­so­nen, die durch ihre wirt­schaft­li­che Abhän­gig­keit in pre­kä­re Situa­tio­nen gedrängt wer­den, ent­ge­gen zu wir­ken. Die­ses Ziel unter­stüt­zen wir, die von Minis­te­rin Nah­les geplan­te Umset­zung leh­nen wir jedoch ab.
      Die Bun­des­re­gie­rung plant Abgren­zungs­kri­te­ri­en abhän­gi­ger Beschäf­ti­gung von ande­ren Ver­trags­for­men im Bür­ger­li­chen Gesetz­buch (BGB) und will damit den Miss­brauch von Werk­ver­trä­gen an Dritt­fir­men sowie Schein-Selbst­stän­dig­keit glei­cher­ma­ßen und mit den­sel­ben Kri­te­ri­en unter­bin­den. Wir sind der Auf­fas­sung, dass das den unter­schied­li­chen Pro­ble­men nicht gerecht wird.
      Ins­be­son­de­re die Unter­schei­dung zwi­schen Schein-Selbst­stän­dig­keit und tat­säch­li­cher Selbst­stän­dig­keit ist schwie­rig. Ein Grund dafür ist, dass die Grup­pe der Selbst­stän­di­gen sehr unein­heit­lich ist. Vie­le haben sich bewusst für die Selbst­stän­dig­keit ent­schie­den und brau­chen – sofern sie tat­säch­lich für das Alter abge­si­chert sind – den Schutz und die Für­sor­ge des Staa­tes nicht. Sie kön­nen im Regel­fall gut von ihren Hono­ra­ren leben.
      Uns ist bewusst, dass unzeit­ge­mä­ße Abgren­zungs­kri­te­ri­en, lang­wie­ri­ge Sta­tus­fest­stel­lungs­ver­fah­ren, viel Büro­kra­tie und wider­sprüch­li­che Gerichts­ur­tei­le eine mas­si­ve Beein­träch­ti­gung für vie­le Selbst­stän­di­ge und Frei­be­ruf­ler dar­stellt. Selbst­be­stim­mung und Eigen­ver­ant­wor­tung sind zen­tra­le Leit­mo­ti­ve für grü­ne Poli­tik und wich­ti­ge Grün­de für Men­schen, sich selb­stän­dig zu machen. Wir wol­len mit unse­rer Poli­tik Risi­ko­be­reit­schaft und Krea­ti­vi­tät för­dern und sie nicht behin­dern. Dum­ping­ho­no­ra­re und Schein­selbst­stän­dig­keit sind mit einer nach­hal­ti­gen und fai­ren Grün­dungs­kul­tur nicht zu ver­ein­ba­ren. Wir dür­fen Selbst­stän­di­ge aber nicht unter Gene­ral­ver­dacht stel­len. Das Sta­tus­fest­stel­lungs­ver­fah­ren muss daher rechts­si­cher und trans­pa­rent refor­miert wer­den – z.B. mit einer Posi­tiv­lis­te, die gut abge­si­cher­ten Selb­stän­di­gen Rechts­si­cher­heit ver­schafft. Dar­über hin­aus set­zen wir uns dafür ein, die gesetz­li­chen Abgren­zungs­kri­te­ri­en im Sozial‑, Arbeits- und Steu­er­recht zu ver­ein­heit­li­chen, um mög­li­che Dop­pel- bzw. Drei­fach­prü­fun­gen zu ver­mei­den.
      Wir müs­sen aber auch zur Kennt­nis neh­men, dass ein Teil der for­mal Selbst­stän­di­gen – meist unfrei­wil­lig – mit nied­rigs­ten Ein­kom­men aus­kom­men müs­sen, die kaum ihre Aus­ga­ben decken. Dazu gehö­ren z.B. vie­le Paket­zu­stel­le­rIn­nen, Lehr­kräf­te und Pfle­gen­de. Vie­le von ihnen haben nur einen Auf­trag­ge­ber, von dem sie wirt­schaft­lich abhän­gig sind. Ein Vier­tel aller Selbst­stän­di­gen erzielt rech­ne­risch ein Ein­kom­men von weni­ger als 8,50€ pro Stun­de (DIW 2015). Oft lan­den die­se Men­schen spä­tes­tens im Alter in der Grund­si­che­rung.
      Not­wen­dig sind des­halb kla­re, an eine moder­ne Arbeits­welt ange­pass­te Kri­te­ri­en, die Schein­selbst­stän­dig­keit unter­bin­det, ohne die tat­säch­li­chen Selbst­stän­di­gen in ihrer Tätig­keit zu beein­träch­ti­gen, son­dern viel­mehr die­se zu unter­stüt­zen. Die von der Bun­des­re­gie­rung geplan­ten Kri­te­ri­en sind nach unse­rer Über­zeu­gung dafür unge­eig­net. Einen Gesetz­ent­wurf in die­ser Form wer­den wir im par­la­men­ta­ri­schen Ver­fah­ren deut­lich kri­ti­sie­ren. Wir selbst arbei­ten gera­de an einem Vor­schlag, der eine ein­fa­che und pra­xis­taug­li­che Abgren­zung mög­lich macht. Für Ihre Anre­gun­gen sind wir dank­bar.
      Für uns in der Grü­nen Bun­des­tags­frak­ti­on steht im Vor­der­grund, den Miss­brauch der Werk- und Dienst­ver­trä­ge zu ver­hin­dern und gleich­zei­tig die Rechts­si­cher­heit für Selbst­stän­di­ge und ihre Auf­trag­ge­ben­den zu erhö­hen.

  23. Ulrich Walz Reply

    Hal­lo Herr Gast­el,
    dan­ke für Ihr aus­führ­li­ches State­ment. In kras­sem Gegen­satz dazu lese ich ges­tern fol­gen­des:
    Die grün-rote Koali­ti­on in Baden-Würt­tem­berg stellt sich kurz vor der dor­ti­gen Land­tags­wahl (am 13.03.2016) auf die Sei­te von Andrea Nah­les und der Gewerk­schaf­ten, die ins­be­son­de­re für die SPD wich­ti­ge Wahl­kampf­hel­fer sind.

    Wie die Main­post in ihrer gest­ri­gen Aus­ga­be berich­tet, will die Koali­ti­on unter Minis­ter­prä­si­dent Win­fried Kret­sch­mann über den Bun­des­rat einen Vor­stoß für das Gesetz vor­neh­men.

    Lan­des­ar­beits­mi­nis­te­rin Kat­rin Alt­pe­ter (SPD) wird mit den Wor­ten zitiert: „Mit unse­rer neu­er­li­chen Initia­ti­ve wol­len wir errei­chen, dass die Uni­on in Ber­lin ihre Blo­cka­de­hal­tung auf­gibt und den Koali­ti­ons­ver­trag zum Schutz der Men­schen nun zügig umsetzt.“ DGB-Lan­des­chef Niko­laus Land­graf bestä­tigt dies laut Main­post mit den Wor­ten: „Ich kann über­haupt nicht ver­ste­hen, wes­halb die Uni­ons­par­tei­en in Ber­lin die Ein­lö­sung eines im Koali­ti­ons­ver­trag gemach­ten Ver­spre­chens von Monat zu Monat hin­aus­zö­gern.“

    Bei der letz­ten Wahl war ich noch begeis­ter­ter Grü­nen-Wäh­ler, erken­ne aber nun, dass die CDU – allen vor­an die Kanz­le­rin – in die­sem für alle 2,5 Mio. Freiberufler/Soloselbstständigen exis­ten­zi­el­len The­ma die ein­zi­ge Par­tei ist, die Minis­te­rin Nah­les in ihrem Rund­um­schlag bremst und erklärt hat, dass der Koali­ti­ons­ver­trag dia­me­tral zu dem Nah­les- Gesetz­ent­wurf in sei­ner ursprüng­li­chen Form steht.

    Das The­ma ist heiß und auch – Gott-sei-Dank- sehr prä­sent in den Medi­en und damit in der Öffent­lich­keit. Wir Frei­be­ruf­ler wün­schen uns Rechts­si­cher­heit über eine Posi­tiv­lis­te der Kri­te­ri­en selbst­stän­di­ger Tätig­keit, ggfd. dage­gen­ge­stellt eine Nega­tiv­lis­te unter Berück­sich­ti­gung bestehen­der Geset­ze und Urtei­le. Auch wün­schen wir den Dia­log mit der Poli­tik vor Ort und in Ber­lin.
    Bit­te lesen Sie dazu auch: experten-arbeit-retten.de und die News auf vgsd.de .
    In über­wie­gen­dem Maße geht es bei den Frei­be­ruf­lern um hoch­qua­li­fi­zier­te Selbst­stän­di­ge mit guter bis sehr guter Ver­dienst-mög­lich­k­leit.
    Ich bit­te daher um fai­re Behand­lung und Berück­sich­ti­gung im geplan­ten Gesetz­ent­wurf sei­tens Ihrer Par­tei.
    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Ulrich Walz, Lein­fel­den

  24. Walz Ulrich Reply

    Hier­zu eine aktu­el­le Stu­die:

    VGSD-/deskmag-Stu­die (9): Fazit: Kri­te­ri­en unge­eig­net – Auch 96% der „ech­ten“ Selbst­stän­di­gen ver­let­zen ein oder meh­re­re Kri­te­ri­en

    Das Arbeits­mi­nis­te­ri­um ist mit dem Anspruch ange­tre­ten, durch neue Kri­te­ri­en mehr Rechts­si­cher­heit her­zu­stel­len, indem von Gerich­ten ent­wi­ckel­te Kri­te­ri­en vor­geb­lich gesetz­lich fest­ge­schrie­ben wür­den.

    Alle Arbeits­recht­ler, die sich bis­her zum Geset­zes­ent­wurf geäu­ßert haben, stell­ten ihm aller­dings ein ver­nich­ten­des Zeug­nis aus: Sie sind sich einig dar­in, dass der Ent­wurf eben gera­de nicht für mehr Klar­heit sorgt und von den Kri­te­ri­en und Gewich­tun­gen, die vom Bun­des­ar­beits­ge­richt ent­wi­ckelt wur­den, will­kür­lich abweicht und damit letzt­lich die die Rechts­un­si­cher­heit wei­ter erhöht.

    Das wird schon dar­in deut­lich, dass der Geset­zes­ent­wurf kei­ne Aus­sa­ge zur Gewich­tung oder zur Zahl der Kri­te­ri­en macht, die gege­ben sein müs­sen, damit eine Schein­selbst­stän­dig­keit vor­liegt. Vie­le Selbst­stän­di­ge wür­den sich das wün­schen.

    Für eine sol­che sche­ma­ti­sche Rege­lung sind die Kri­te­ri­en des BMAS aller­dings auch viel zu wenig trenn­scharf. Das Pro­blem wird anhand der fol­gen­den Bei­spie­le deut­lich:

    96% der „ech­ten“ Selbst­stän­di­gen ver­let­zen min­des­tens eines der zehn von uns abge­frag­ten Kri­te­ri­en
    Im Schnitt ver­let­zen ech­te Selbst­stän­di­ge 3,7 und Schei­selbst­stän­di­ge 6,2 Kri­te­ri­en
    9% der Schein­selbst­stän­di­gen, aber immer­hin noch 1% der ech­ten Selbst­stän­di­gen ver­let­zen 9 oder 10 Kri­te­ri­en
    Je nach Anzahl der Kri­te­ri­en, die für eine „Schein­selbst­stän­dig­keit“ min­des­tens zu erfül­len sind, sind 40% bis 85% der als schein­selbst­stän­dig Klas­si­fi­zier­ten in Wahr­heit „echt“ selbst­stän­dig

    Rechen­bei­spiel hier­zu: Wenn min­des­tens 9 der 10 Kri­te­ri­en ver­letzt sein müss­ten, wür­den 9% der Schein­selbst­stän­di­gen als sol­che erkannt, aber zugleich fälsch­li­cher­wei­se 1% der ech­ten Selbst­stän­di­gen von der DRV zu Schein­selbst­stän­di­gen erklärt. Auf­grund des viel grö­ße­ren Anteils die­ser ech­ten Selbst­stän­di­gen (80,8% gegen­über 13,5%, vgl. oben) wür­de das dazu füh­ren, dass 40% der von der DRV als schein­selbst­stän­dig Klas­si­fi­zier­ten in Wahr­heit echt selbst­stän­dig ist, also qua­si zu Unrecht „ver­ur­teilt“ wer­den.

    Falls bereits ab sie­ben ver­letz­ten Kri­te­ri­en eine Ein­ord­nung als schein­selbst­stän­dig erfol­gen wür­de, wären unter den als schein­selbst­stän­dig Klas­si­fi­zier­ten nur 40% tat­säch­lich schein­selbst­stän­dig und 60% „unschul­di­ge“ ech­te Selbst­stän­di­ge.
    Bei fünf und mehr Kri­te­ri­en steigt der Anteil der „unschul­di­gen“ ech­ten Selbst­stän­di­gen an allen als schein­selbst­stän­dig Klas­si­fi­zier­ten auf 72%.
    Bei drei und mehr Kri­te­ri­en liegt der Anteil der „Jus­ti­zop­fer“ bei 80% und
    soll­te ein Kri­te­ri­um für eine „Abur­tei­lung“ aus­rei­chen, so wären 85% zu Unrecht als schein­selbst­stän­dig klas­si­fi­ziert.
    Es wird mehr Kol­la­te­ral­scha­den ver­ur­sacht als Miss­brauch erkannt

    Auch unter Ver­wen­dung der neu­en Kri­te­ri­en wird also fast eben­so viel oder mehr Unrecht neu geschaf­fen wie Miss­brauch erkannt. Und je mehr Schein­selbst­stän­di­ge man als sol­che „ent­tar­nen“ möch­te, um so höher der Anteil des Kol­la­te­ral­scha­dens.

    Aus die­sem Grund for­dert der VGSD ein Umden­ken in Hin­blick auf die Kri­te­ri­en: Statt vager Nega­tiv­kri­te­ri­en soll­ten mög­lichst kon­kre­te Posi­tiv­kri­te­ri­en ein­ge­führt wer­den, bei deren Vor­lie­gen sicher und ohne lang­at­mi­ges Sta­tus­fes­stel­lungs­ver­fah­ren von einer Selbst­stän­dig­keit aus­ge­gan­gen wer­den kann.

    Die Posi­tiv­kri­tie­ri­en soll­ten sich an den poli­ti­schen Zie­len der Regie­rung in Hin­blick auf die Selbst­stän­di­gen ori­en­tie­ren (z.B. Nach­weis einer hin­rei­chen­den Alters­vor­sor­ge, aus­rei­chen­de Hono­rar­hö­he zur Abde­ckung sozia­ler Absi­che­rung, ggf. bran­chen­spe­zi­fi­sche Rege­lun­gen, sicher stel­len, dass Ver­ein­ba­run­gen nicht unfrei­wil­lig oder auf­grund von Infor­ma­ti­ons­man­gel zustan­de kom­men etc.). Auf die­se Wei­se wür­den posi­ti­ve Rege­lungs­zie­le erreicht.

    Hilf­reich könn­te auch ein Blick über die Gren­zen unse­res Lan­des hin­aus sein: Auch in ande­ren Län­dern wird viel über Schein­selbst­stän­dig­keit dis­ku­tiert, aber es gelingt dort den Poli­ti­kern im Dia­log mit den Selb­stän­di­gen prag­ma­ti­sche Lösun­gen zu fin­den.

  25. Walz Ulrich Reply

    MdB Nah­les zieht den Gesetz­ent­wurf zurück. Die Chan­ce, künf­tig für Rechts­si­cher­heit zu sor­gen! Bit­te gestal­ten Sie mit und unter­stüt­zen Sie die Erstel­lung einer Posi­tiv­lis­te. Auf VGSD.de fin­den Sie viel Hin­ter­grund zum The­ma und was den Frei­be­ruf­lern und Solo­selbst­stän­di­gen in die­sem Land am Her­zen liegt. Bit­te unter­stüt­zen Sie auch das Aus­la­gern der DRV-Clea­ring­stel­le in eine unab­hän­gi­ge Insti­tu­ti­on mit Schlich­tungs- (Ombuds-) funk­ti­on, da die­se “Clea­ring­stel­le” nur noch ( Zitat) “Rosi­nen pickt und zählt, anstatt den Kuchen zu sehen”. Will hei­ßen, dass sie nur noch auf Argu­men­ten­su­che ist, wie man einen Frei­be­ruf­ler in die abhän­gi­ge Beschäf­ti­gung zwin­gen kann und dies zum Teil kurio­se Blü­ten treibt. Wir haben eine Stif­tung mit der Unter­su­chung und Bewer­tung beauf­tragt. Der “Fall” wur­de ange­nom­men und wird einer Bewer­tung unter­zo­gen, die dann öffent­lich gemacht wer­den wird.
    Heu­te wer­de ich Teil einer Ver­an­stal­tung des Libe­ra­len Mit­tel­stan­des in Schorn­dorf sein, deren Ver­an­stal­ter die­ses The­ma expli­zit auf­grei­fen.
    Ich wür­de mich freu­en, wenn Sie die­ses The­ma auch zu Ihrem machen wür­den.
    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Ulrich Walz

  26. Hans Bierlein Reply

    Hal­lo Herr Gast­el,

    ich bin heu­te auf nach­fol­gen­de Aus­sa­ge in der Sued­deut­schen Zei­tung gestos­sen:

    6. April 2016, 17:50 Uhr Deut­sche Bahn – Schnell­stre­cke zu modern für den ICE
    “Es ist ein Unding, dass mil­li­ar­den­schwe­re Hoch­ge­schwin­dig­keits­stre­cken gebaut wer­den, auf denen der Groß­teil der Fern­ver­kehrs­zü­ge gar nicht fah­ren kann”, klagt der Grü­ne Mat­thi­as Gast­el, Mit­glied im Ver­kehrs­aus­schuss des Bun­des­ta­ges. Bahn und Bun­des­re­gie­rung müss­ten im Bau­stel­len­ma­nage­ment schnell umsetz­ba­re Ersatz­kon­zep­te für Umlei­tungs­stre­cken sicher­stel­len. Dazu gehört auch, dass Fern­ver­kehrs­stre­cken mit ETCS-Siche­rung auch eine Rück­fal­l­e­be­ne für kon­ven­tio­nel­le ICE-Züge haben.”

    Das Pro­blem bezue­g­lich Umleit­moe­g­lich­kei­ten exis­tiert; die tech­ni­sche Kom­pa­ti­bi­li­ta­et an der Stre­cken­aus­ru­es­tung fest­zu­ma­chen ist aller­dings nicht unbe­dingt ein rich­ti­ger Ansatz und wuer­de even­tu­ell zu weit­aus hoehe­ren Kos­ten, ver­mehr­ten tech­ni­schen Pro­ble­men und Ver­zo­e­ge­run­gen bei der Migra­ti­on zu ETCS fueh­ren.
    Kom­men­ta­re von Poli­ti­kern (spe­zi­ell aus dem Lager der Grue­nen) soll­ten mei­nes Erach­tens auf einer Abwa­e­gung der Fak­ten (kom­pe­tent) beru­hen, Schnell­schu­es­se die den geneig­ten Leser umschmei­cheln sind hier eher kon­tra­pro­duk­tiv.

    MfG

    Hans Bier­lein (Euro­pa­ei­sche Eisen­bahn­agen­tur)

    PS: Zu wei­te­rem Infor­ma­ti­ons­aus­tausch per e‑mail bin ich ger­ne bereit

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Bier­lein, vie­len Dank für Ihren Kom­men­tar zum Pres­se­be­richt der Süd­deut­schen Zei­tung von ges­tern. Wir Grü­nen ste­hen unein­ge­schränkt für die ETCS-Migra­ti­on auf dem Netz der Deut­schen Bahn. Damit erleich­tern wir den grenz­über­schrei­ten­den Schie­nen­gü­ter­ver­kehr. Pro­ble­ma­tisch und auch in Fach­krei­sen umstrit­ten ist die ETCS-Migra­ti­on auf rein inner­deut­schen Teil­stre­cken ohne Rück­fal­l­e­be­ne (kon­kret: ohne Punkt­för­mi­ge (PZB) oder Lini­en­för­mi­ge Zug­be­ein­flus­sung (LZB)). Dies zei­gen auch die Rück­mel­dun­gen, die ich auf­grund der Pres­se­be­rich­te erhal­ten habe. Die Grün­de hier­für kann ich Ihnen sehr gern kurz umrei­ßen: Zunächst ein­mal ist auf Sei­ten der Zug­flot­te der DB Fern­ver­kehr AG der Groß­teil der Züge nicht mit ETCS Level 2 aus­ge­rüs­tet, sodass das Flot­ten­ma­nage­ment einen sepa­ra­ten Fahr­zeug­park mit ETCS Level 2 bedingt. So sind die bis­her im inter­na­tio­na­len Ver­kehr ein­ge­setz­ten ICE-Züge mit ETCS Level 1 aus­ge­rüs­tet, die­ses ist aller­dings nicht auf­wärts­kom­pa­ti­bel (d.h.: Züge mit ETCS Level 2 kön­nen auf ETCS-Level-1-Stre­cken fah­ren, aber nicht umge­kehrt). Kurz: Mit der ETCS-Migra­ti­on ohne Rück­fal­l­e­be­ne wird eine wei­te­re Neben­be­din­gung geschaf­fen, die mit Rück­fal­l­e­be­ne ver­meid­bar gewe­sen wäre. Die­ses erschwer­te Flot­ten­ma­nage­ment wird sich ange­sichts ange­spann­ter Fahr­zeug­re­ser­ven der DB Fern­ver­kehr AG mit der Ein­wei­hung der VDE 8.1 Erfurt – Ebens­feld (– Nürn­berg) vor­aus­sicht­lich 2017 wei­ter ver­schär­fen. Im Übri­gen sorgt eine Rück­fal­l­e­be­ne auch bei Aus­fäl­len der ETCS-Tech­nik wie am 6. Janu­ar 2016 zwi­schen Halle/S. und Erfurt für einen durch­gän­gig flüs­si­gen Betrieb, sodass der Ver­kehr auf der Neu­bau­stre­cke nicht über meh­re­re Stun­den still­ste­hen muss. Das alles schmä­lert nicht die unbe­streit­ba­ren Vor­tei­le von ETCS Level 2. Übri­gens ist es kei­nes­wegs so, wie immer wie­der (in die­sem Fall von Ihnen) ver­mu­tet wird, dass Poli­ti­ker nicht des Abwä­gens von Fak­ten fähig wären. Gera­de in die­ser Sache kann ich über­haupt kei­ne Mei­nung ent­wi­ckeln, ohne Fach­leu­te zu hören. Dazu beschäf­ti­ge ich Ver­kehrs­wis­sen­schaft­ler und las­se mich von auch von außen bera­ten. Unter­schied­li­che Ein­schät­zun­gen sind bereits hier deut­lich gewor­den.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  27. Hans Bierlein Reply

    Hal­lo Herr Gast­el,

    vie­len Dank für ihr ihr kurz­fris­ti­ges Feed­back. Die Sache ist aller­dings weit­aus kom­ple­xer als es auf den ers­ten Blick aus­sieht. ETCS Base­li­ne 2 L2 wie von der DB AG imple­men­tiert beruht auf Stell­wer­ken die weit­ge­hend ohne Signa­le aus­kom­men, hier gene­rell eine Rück­fal­l­e­be­ne ein­zu­bau­en ist ver­mut­lich teu­rer als die kom­plet­te Aus­rüs­tung der Fahr­zeu­ge von DB Fern­ver­kehr mit ETCS L2. Zu klä­ren wäre noch ob nach deut­schem Gesetz eine Dop­pel­aus­rüs­tung bei Neu­bau­stre­cken über­haupt finan­ziert wer­den kann, hier wäre dann die Poli­tik gefragt. Abschie­send ist zu sagen dass die ICE für den Ver­kehr nach Bel­gi­en und nach Hol­land mit ETCS L2 aus­ge­rüs­tet sind.
    Gene­rell pflich­te ich Ihnen natür­lich bei, dass man bei einer „Pilot­stre­cke“ (Anmer­kung: Die ETCS Pilot­stre­cke Ber­lin-Hal­le-Leip­zig war nie rich­tig in Betrieb und kann hier nicht als Erfah­rungs­ba­sis benutzt wer­den) über eine Ruck­fal­l­e­be­ne nach­den­ken soll­te da Erfah­rungs­wer­te sowohl ope­ra­tiv wie tech­nisch mit dem ETCS Betrieb feh­len. Die Schweiz ist hier­zu ein gutes Bei­spiel, dort gab es gro­ße Pro­ble­me bei der ETCS Ein­füh­rung, man hat aber jetzt einen Zustand erreicht der es erlaubt neue Stre­cken ohne Rück­fal­l­e­be­ne zu bau­en und man wird ab 2018 Neu­fahr­zeu­ge zulas­sen die nur noch mit ETCS aus­ge­rüs­tet sind.
    Es ist aus mei­ner Sicht erfreu­lich dass die Grü­nen gene­rell und im spe­zi­el­len in unse­rem Länd­le unein­ge­schränkt für die ETCS-Migra­ti­on auf dem Netz der Deut­schen Bahn ein­ste­hen auch wenn H. Kra­mer in unse­rer letz­ten ERTMS Kon­fe­renz (CCRCC 2015) har­sche (aller­dings auch berech­tig­te) Kri­tik geäu­ßert hat­te. Sie haben ange­merkt dass Sie Ver­kehrs­wis­sen­schaft­ler und ande­re Exter­ne zu Rate zie­hen um sich eine Mei­nung zu bil­den, ich wür­de Sie des­halb ger­ne zu einem Infor­ma­ti­ons­aus­tausch mit unse­rer Eisen­bahn­agen­tur ein­la­den. Wie Sie ver­mut­lich wis­sen ist die ERA (Euro­päi­sche Eisen­bahn­agen­tur), im Auf­trag der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on zustän­dig für die Har­mo­ni­sie­rung des Euro­päi­schen Eisen­bahn­ver­kehrs, d. h. wir erstel­len und ver­wal­ten die soge­nann­ten TSIs (Tech­ni­sche Spe­zi­fi­ka­tio­nen für die Inter­ope­ra­bi­li­tät) wel­che im Nach­gang z. B. vom BMVBS über die TEIV in natio­na­les Recht umge­setzt wer­den. On Top agiert die ERA als Sys­tem­ver­ant­wort­li­cher für die Berei­che ETCS und GSM‑R und wir unter­stüt­zen die EU in ihren Dis­kus­sio­nen bezüg­lich ETCS Migra­ti­on in den ein­zel­nen Mit­glieds­staa­ten (EDP – Euro­pean Deploy­ment Plan). Des Wei­tern wird mit dem 4 Eisen­bahn­pa­cket die Fahr­zeug­zu­las­sung 2019 von den Natio­na­len Sicher­heits­be­hör­den auf die ERA ver­la­gert.
    Ein bila­te­ra­ler Infor­ma­ti­ons­aus­tausch (wenn gewünscht) wäre natür­lich eben­falls mög­lich (nor­ma­ler­wei­se ver­brin­ge ich pro Monat 2 Wochen­en­den im Länd­le).

    MfG

    Hans Bier­lein

  28. Victor Vetterle Reply

    Leu­te wacht end­lich auf.
    Jetzt ist nicht die Zeit, die rasche Fer­tig­stel­lung der Berg- und Tal-Bahn von Stutt­gart nach Ulm zu for­dern.
    Jetzt ist auch nicht die Zeit, die Gegen­über­stel­lung von Wei­ter­bau- und Aus­stiegs­kos­ten zu for­dern:
    die­se Kos­ten sind doch seit Jah­ren bekannt und nun auch noch vom Bun­des­rech­nungs­hof bestä­tigt.
    Jetzt ist es an der Zeit, end­lich einen Bau- und Ver­ga­be­stopp für das wider­sin­ni­ge Pro­jekt Stutt­gart 21 zu for­dern und durch­zu­set­zen.
    Mit Eurer “zärt­li­chen” Kri­tik springt Ihr zu kurz.

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Die erwähn­ten Kos­ten sind nicht bekannt. Weder die DB noch eine unab­hän­gi­ge Stel­le hat die­se errech­net. Ein Bericht des Bun­des­rech­nungs­ho­fes liegt lei­der noch immer nicht vor, wird hier­über aber höchst­wahr­schein­lich ohne­hin kei­ne Aus­kunft geben.

  29. Heiko Schultz Reply

    Hal­lo Herr Gast­el,

    vie­len Dank für Ihre Home­page! Es freut mich sehr zu sehen, dass Sie dem The­ma Bahn­fah­ren ein geeig­ne­tes Forum ein­räu­men – und dass Sie auch selbst die Bahn so umfang­reich nut­zen. Ich ver­mu­te, das haben Sie dem Vor­stand der DB vor­aus.

    In Ihren Rei­se­be­rich­ten fin­de ich vie­le mei­ner eige­nen Erfah­run­gen wie­der. Ich möch­te anre­gen, dem Gedan­ken “Ser­vice und Kulanz” einen zusätz­li­chen Stel­len­wert ein­zu­räu­men; Wenn ich eine län­ge­re Stre­cke zurück­ge­legt habe (egal wel­ches Ver­kehrs­mit­tel), bleibt am Ende ein Gesamt­ein­druck zurück: Und das ist lei­der zu oft eine Unzu­frie­den­hei­ten, wenn mei­ne Pla­nung nicht auf­ge­gan­gen ist.

    Auf Sei­ten der Bahn wünsch­te ich mir, dass ver­stärkt wahr­ge­nom­men wird, wel­che Erwar­tungs­hal­tung ein Kun­de hat, wenn er die Fahr­kar­te kauft:
    – Eine Fahrt ent­spre­chend der Fahr­plan­aus­kunft
    – (impli­zit) ein Sitz­platz mit Kom­fort der bes­ser ist als in Auto oder Flug­zeug

    Falls dies im ÖV nicht gelie­fert wer­den kann, soll­te aus mei­ner Sicht der Ser­vice sich bemü­hen, den Ein­druck wie­der gera­de zu rücken, unab­hän­gig was der Aus­lö­ser des Pro­blems war. Als Bei­spiel möch­te ich hier auf den Ser­vice­ge­dan­ken bei Ama­zon ver­wei­sen: Ich habe hier wie­der­holt erlebt, dass der Anbie­ter sehr kulant war, auch wenn auf­tre­ten­de Pro­ble­me nicht in sei­ner Schuld lagen.
    Bei der Bahn könn­te dies z.B. bedeu­ten:
    – Ver­spä­tun­gen sind ab 5 min ärger­lich; Ein Kaf­fee­gut­schein könn­te „besänf­ti­gend“ wir­ken (und wür­de zumin­dest im Fal­le der DB fast nichts kos­ten).
    – Wenn im Zug ein Wagen fehlt, ver­dreckt ist oder die Toi­let­te defekt ist: den Fahr­gäs­ten anbie­ten auf alter­na­ti­ve (ger­ne auch höher­wer­ti­ge Züge) umstei­gen las­sen
    – Fährt der Zug in der fal­schen Rei­hung: Kaf­fe / Tee im Bord­re­stau­rant zum hal­ben Preis
    – Falls man einen Anschluss ver­passt: Abho­lung der Fahr­gäs­te am Bahn­steig mit Kaffee/Tee und der Infor­ma­ti­on, wel­che Alter­na­tiv-Ver­bin­dun­gen bestehen, ein hoch­bu­chen von Gäs­ten 2. Klas­se auf die 1. Klas­se, Reser­vie­rung von Sitz­plät­zen im nächs­ten Zug – und ggf. direkt die Fahr­gast­rech­te­for­mu­la­re dabei haben.
    – Kam der Kun­de zu spät zum Bahn­hof (war­um auch immer) und hat sei­nen Zug ver­passt: bis zu 3 x pro Jahr wird jeder Kun­de kos­ten­los und ohne tra­ra umge­bucht, auch wenn er Zug­bin­dung hat­te

    Das sind ein paar Ideen – die übri­gens mit ein biss­chen Nach­den­ken ver­mut­lich direkt auf der Bahn-App umge­setzt wer­den kön­nen.

    Ich bin über­zeugt, dass ein sol­cher Ser­vice die Gesamt­zu­frie­den­heit am Ende der Rei­se stei­gern könn­te. Ich habe eher umge­kehrt den Ein­druck: Egal was schief läuft, bei der DB darf der Kun­de die Sup­pe aus­löf­feln. Ich habe auch in Ihren Rei­se­be­schrei­bun­gen erheb­lich mehr Ärger­nis­se als Kulanz­be­schrei­bun­gen gefun­den… Viel­leicht sehen Sie es ja ähn­lich und ich wür­de mich freu­en, wenn der Bereich „Service/Kulanz“ Ein­fluss in Ihrer poli­ti­schen Arbeit (oder der Home­page) fin­det.
    Auf jeden Fall vie­len Dank für Ihre Arbeit und den Ein­satz.
    Freund­li­che Grü­ße,
    Hei­ko Schultz

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Hal­lo Herr Schultz,
      vie­len Dank für Ihren aus­führ­li­chen Kom­men­tar, den ich ger­ne gele­sen habe.
      Dem The­ma “Ser­vice” den­ke ich bereits einen guten Raum ein­zu­räu­men (Gas­tro­no­mie, Sitz­platz­re­ser­vie­rung, WLAN). Das ver­su­che ich den­noch ger­ne zu ver­stär­ken. Denn natür­lich haben Sie Recht: Der Ser­vice ist aus Kun­den­sicht das, was die Bahn von Auto und Fern­bus unter­schei­den kann – und muss! Zur Bewer­tung der “Kulanz” kann ich weit­aus weni­ger bei­tra­gen, da ich Inha­ber einer Bahn­Card 100 bin, die mir vom Bun­des­tag gestellt wird.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  30. Ulrich Böcker Reply

    Lie­ber Herr Gast­el,

    Sie wer­den als Mit­un­ter­zeich­ner eines offe­nen Brie­fes zum The­ma Nacht­zug genannt, der sich für die Grün­dung einer gemein­sa­men “Nacht­zug­ge­sell­schaft” aus DBAG/ÖBB ein­setzt. Dies hat mich eini­ger­ma­ßen irri­tiert und ich fin­de es im Sin­ne der Sache auch sehr kon­tra­pro­duk­tiv!
    Es kann doch wirk­lich kei­nem ver­bor­gen geblie­ben sein, dass die Deut­sche Bahn AG seit min­des­tens 15 Jah­ren den “klas­si­schen” Nacht­ver­kehr mit aller Gewalt abwür­gen und dann liqui­die­ren woll­te. Und dass sie beim jetzt fina­len Todes­stoß vor nichts und gar nichts zurück­ge­schreckt hat.

    Was erwar­ten Sie von einer gemein­sa­men Gesell­schaft?
    Dass der Nacht­ver­kehr den Schub bekommt, den er ver­dient?
    Dass die Ver­ant­wort­li­chen der DBAG die Erleuch­tung bekom­men, die sie drin­gensd bräuch­ten?
    Dass wir Fahr­gäs­te noch schö­ne­re und noch bes­se­re Nacht­zü­ge bekom­men, als die, die die ÖBB aktu­ell anbie­ten kön­nen?

    Ver­ges­sen Sie es! Mit die­ser DBAG und vor allem mit denen, die dort Ver­ant­wor­tung tra­gen (sol­len), ent­steht nichts davon.

    Die Fra­ge “…kann die DBAG Nacht­zug…” ist beant­wor­tet! Und zwar schon lan­ge.…

    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Ulrich Böcker

  31. Jörg Köhler Reply

    Hal­lo Mat­thi­as,

    gibt es auf Dei­ner Sei­te auch einen Ver­weis auf Dei­ne Reden im Par­la­ment?

    Gruß
    Jörg

  32. Dr. Fritz Stohrer Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,
    in der heu­ti­gen Stgt‑Z.-Ausgabe/Filder wer­den Sie mit einem 5‑spurigen Aus­bau der B27
    zwi­schen Aich und dem Ech­ter­din­ger Ei ange­führt. Mein Vor­schlag für die­sen Stre­cken-
    abschnitt ist eine 5. Spur statt Mit­tel­strei­fen begrenzt durch Leit­plan­ken beid­seits,
    Ein­fahrts­wei­che in Aich und am Ech­ter­din­ger Ei , um den mor­gent­li­chen und abend­li­chen
    Ver­kehrs­fluß zu gewähr­leis­ten bei einem gene­rel­len Tem­po­li­mit von 80 km/h ( wie sonst
    auch auf zahl­rei­chen Auto­bahn­bau­stel­len! ).Die Wei­chen wer­den Ampel/­Ka­me­ra-gesteu­ert
    durch eine Ver­kehrs­leit­stel­le betä­tigt ( mor­gens 3‑spurig Rich­tung Stutt­gart ; abends
    3‑spurig Rich­tung Rtl/Tü ). Die­se Lösung wür­de vor­al­lem einen wei­te­ren
    Stra­ßen­flä­chen­ver­brauch auf den Fil­dern unnö­tig machen !
    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Fritz Stoh­rer

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Stoh­rer,
      dan­ke für Ihren Kom­men­tar. Auch mir geht es dar­um, zwei Din­ge zu errei­chen: Eine höhe­re Leis­tungs­fä­hig­keit der B 27 (um Aus­weich­ver­keh­re durch Orts­durch­fahr­ten zu ver­mei­den) und dies mit einem mög­lichst gerin­gen Flä­chen­ver­brauch. Die For­de­rung nach einem stren­ge­ren Tem­po­li­mit unter­stüt­ze ich, da ab Gemar­kung Stutt­gart ohne­hin eine gerin­ge­re Geschwin­dig­keit zuge­las­sen wird und der Ver­kehrs­fluss sich dadurch erhöht. Die Aus­bau­va­ri­an­ten zu unter­su­chen ist Auf­ga­be des nun anste­hen­den Pla­nungs­ver­fah­rens. Ich erwar­te, dass dabei nicht nur an eine beid­sei­tig drit­te Spur gedacht wird. Dazu wer­de ich das Gespräch mit dem Land, das im Auf­trag des Bun­des für die Pla­nung ver­ant­wort­lich ist, suchen.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  33. Sickert Reply

    Guten Tag Herr Gast­el-
    habe soeben den FAZ Arti­kel gele­sen und ihr Foto gese­hen!
    Das bringt mich viel­leicht auf eine Spur. War ihr Vater Peter, Pit, Gast­el aus
    Stutt­gart? Sie sehen ihm sehr ähn­lich! Wir haben bei­de in der Augus­ten­stras­se gewohnt
    und als Schü­ler herr­li­che Frank­reich­rei­sen gemacht. Unse­re Spu­ren haben sich dann
    ver­lo­ren- ich habe in Ber­lin stu­diert- Pit woll­te wohl nach Bonn, wenn mei­ne erin­ne­rung
    stimmt.
    Wür­de mich über eine Ant­wort freu­en!
    Bes­te Grüs­se
    Uwe Arno Sickert

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Sickert,
      mein Vater wird sich bei Ihnen mel­den.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  34. Markus Beck Reply

    Sehr geehrt Herr Gast­el,

    ich habe eine Bit­te und zugleich eine Fra­ge an Sie. Ich bin seit ich ein klei­ner Jun­ge bin akti­ver Modell­se­gel­flie­ger. Wir lie­ben es mit der Natur im Ein­klang die war­men Auf­win­de zu nut­zen und mit den Vögeln in der Ther­mik zu krei­sen. Alles ohne Ener­gie zu ver­brau­chen, rein mit den Kräf­ten der Natur. Die­ses schö­ne und aus­glei­chen­de Hob­by soll uns nun mit mas­si­ven Ein­schrän­kun­gen “genom­men” wer­den.
    Daher bit­te und fra­ge ich Sie, könn­ten Sie sich für unser wirk­lich schö­nes Hob­by stark machen, sodass ich und vie­le ande­ren akti­ve Modell­flie­ger die­ses Hob­by als Aus­gleich aber auch mit unse­ren Kin­dern / Fami­li­en wei­ter­hin in sei­ner gesam­ten Fas­zi­na­ti­on aus­üben kön­nen.
    Sehr ger­ne neh­me ich Sie ein­mal mit, dann kön­nen Sie sich ein eige­nes Bild über die Schön­heit der Segel­flie­ge­rei und den ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Men­schen dahin­ter machen.

    Dass das The­ma der Mul­ti­co­p­ter gere­gelt wer­den muss sehe ich auch so. Es flie­gen lei­der oft Per­so­nen die­se Flug­ge­rä­te, ohne aus­rei­chend Kennt­nis über das Luft­recht zu besit­zen (oft sicher unwis­sent­lich). Die­se Wis­sens­lü­cke muss man schlie­ßen. Hier­für wur­den Mög­lich­kei­ten durch den Deut­schen Modell­flug Ver­band e. V. vor­ge­bracht, die auch ohne Pro­ble­me umsetz­bar sind.

    Ich wür­de mich über eine kur­ze Ant­wort sehr freu­en und dan­ke Ihnen schon jetzt für Ihren Ein­satz.

    Vie­le Grü­ße

    Mar­kus Beck

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Beck,
      die geplan­te neue Ver­ord­nung wur­de für die Modell­flie­ge­rei dahin­ge­hend geän­dert, dass sie für Sie und Ihr Hob­by kein Pro­blem mehr dar­stel­len dürf­te.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  35. Reinhard Grams Reply

    Hal­lo Herr Gast­el. Wir ken­nen uns von Ihrem Vor­trag zur bar­rie­re­frei­en Mobi­li­tät im Hotel Kro­ne in Geis­lin­gen an der Stei­ge. Ich bin Rein­hard Grams von STei­G­le, dem Stadt­be­hin­der­ten­ring Geis­lin­gen.
    Die gan­zen Dis­kus­sio­nen um einen bar­rie­re­frei­en Bahn­hof Geis­lin­gen dre­hen sich – abge­se­hen von den noch ein­zu­bau­en­den Auf­zü­gen – letzt­end­lich um die geeig­ne­te Höhe der Bahn­stei­ge. DB will 760 mm, Land will 550 mm, jetzt sind 380 mm. Auf der gesam­ten Fil­s­tal-Stre­cke von Göp­pin­gen bis Geis­lin­gen sind (außer in Göp­pin­gen und Gin­gen 380 mm) 760 mm ver­baut. Wir gehen davon aus, dass in Geis­lin­gen eben­falls eine Bahn­steig­hö­he von 760 mm vor­ge­se­hen ist. Da wir davon aus­ge­hen, dass alle Nah­ver­kehrs­zü­ge eine Ein­stiegs­hö­he von 580 mm haben, ist uns die­se Ent­schei­dung nicht ver­ständ­lich.
    Recher­chen im Inter­net haben nun erge­ben, dass der für den Ein­satz auf der Fil­stal­tras­se vor­ge­se­he­ne Zug Flirt 3 von Stad­ler, der von Go Ahead betrie­ben wird, sowohl mit einer Ein­stiegs­hö­he von 580 mm als auch 780 mm aus­ge­lie­fert wird. In der Regel wird die­ser bis­lang auf ande­ren Tras­sen mit 780 mm betrie­ben. Die span­nen­de Fra­ge ist nun, mit wel­cher Ein­stiegs­hö­he die Züge vom Land bestellt wur­den bzw. für den Ein­satz auf der Filstal­bahn vor­ge­se­hen sind.
    Soll­te es, wie schon gerüch­te­wei­se ver­nom­men, die 580 mm Vari­an­te sein, wür­de dies bedeu­ten, dass ein eben­erdi­ger Zugang in den Zug auf kei­nem ein­zi­gen Bahn­hof zwi­schen Geis­lin­gen und Stutt­gart mög­lich ist, ein Zustieg mit dem Roll­stuhl damit für ver­mut­lich Jahr­zehn­te unmög­lich ist. Und wenn es die 780 mm Vari­an­te sein soll­te, ist die Dis­kus­si­on um die Bahn­steig­hö­he in Geis­lin­gen völ­lig über­flüs­sig und damit wären auch die bis­he­ri­gen Ver­zö­ge­run­gen beim Beginn des bar­rie­re­frei­en Umbaus in Geis­lin­gen abso­lut unver­ständ­lich.
    Lie­ber Herr Gast­el, bit­te brin­gen Sie Licht ins Dun­kel und klä­ren Sie uns auf!
    Vie­le Grü­ße,
    Rein­hard Grams

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Lie­ber Herr Grams,
      das Land bestellt ein­heit­lich Züge mit Ein­stiegs­hö­hen von 55 (58) cm. In Ess­lin­gen wur­de kürz­lich für meh­re­re Mil­lio­nen Euro ein Bahn­steig auf 76 cm auf­ge­höht, obwohl dort nur Regio­nal­zü­ge (55 cm) und S‑Bahnen (96 cm) hal­ten. Man hat­te sich dann für das “Zwi­schen­maß” ent­schie­den. So lan­ge es kei­ne ein­heit­li­chen Höhen gibt, wird uns das Pro­blem beglei­ten. Wie beim Lokal­ter­min geschil­dert sehe ich nur eine Lösung in fahr­zeug­ge­bun­de­nen Ein­stiegs­hil­fen.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

      • Reinhard Grams Reply

        Hal­lo Herr Gast­el,
        dan­ke für die Info! Ich fin­de das aller­dings mehr als unbe­frie­di­gend!
        Sie wis­sen doch bestimmt auch, wie die bestell­te fahr­zeug­ge­bun­de­ne Ein­stiegs­hil­fe aus­sieht. Mich wür­de dabei beson­ders inter­es­sie­ren, wie der Ein- und Aus­stieg gelöst wird, wenn der Bahn­steig höher ist, als die Ein­stiegs­hö­he der Bah­nen (was ja wohl bis auf weni­ge Aus­nah­men die Regel sein wird).
        Bei­spiel­stre­cke Stutt­gart Geis­lin­gen mit der Regio­nal­bahn: Außer in Plochin­gen, Göp­pin­gen, Gin­gen und bei­de Sta­tio­nen in Geis­lin­gen sind alle Bahn­stei­ge auf 76 cm (das sind 9 Stück). Ulm ist auch auf 76 cm. Wäre es in die­sem Fall nicht ein­fa­cher gewe­sen, den Flirt 3 mit der Ein­stiegs­hö­he 78 cm zu bestel­len und für die (noch) nicht umge­bau­ten Bahn­hö­fe eine fahr­zeug­ge­bun­de­ne Ein­stiegs­hil­fe zu ordern?
        Ich fin­de, es ist jetzt an der Zeit, mit den ein­heit­li­chen Ein­stiegs­hö­hen zu begin­nen und hal­te es für dis­kri­mi­nie­rend, Züge zu bestel­len, in die hin­sicht­lich der vor­han­de­nen und von der Bahn ein­heit­lich ange­streb­ten Bahn­steig­hö­hen kein Roll­stuhl­fah­rer selb­stän­dig ein­stei­gen kann. Ich hof­fe jedoch, dass Sie mir eine tech­ni­sche Lösung vor­stel­len kön­nen, mit der man in den Zug kommt, wenn der Bahn­steig höher ist als der Bahn­ein­stieg!
        Vie­le Grü­ße,
        Rein­hard Grams

        • Matthias Gastel
          Matthias Gastel Reply

          Sehr geehr­ter Herr Grams,
          ich hat­te ein Gespräch mit GoA­head, dem Unter­neh­men, das zukünf­tig die Stre­cke über Geis­lin­gen im Regio­nal­ver­kehr bedie­nen wird. Dem­nach wer­den alle Fahr­zeu­ge über eine Klapp­ram­pe ver­fü­gen, mit der Bahn­stei­ge von 38 bis 76 Zen­ti­me­ter bedient wer­den kön­nen. Geis­lin­gens Bahn­stei­ge sind 26 (Gleis 1) bzw. 36 Zen­ti­me­ter (gleis 2+3) hoch. Ich wer­de noch­mals nach­ha­ken, ob damit der Zugang in den Zug tat­säch­lich unge­löst bleibt.
          Mit freund­li­chen Grü­ßen
          Mat­thi­as Gast­el

  36. Matthias Gastel
    Matthias Gastel Reply

    Sehr geehr­ter Herr Grams,
    ich habe Ihren Kom­men­tar lei­der erst jetzt durch Zufall ent­deckt. Die auto­ma­ti­sche Benach­rich­ti­gung funk­tio­niert lei­der nicht zuver­läs­sig. Ich kann Ihnen Ihre Fra­ge, wie die Ein­stieghil­fe genau aus­sieht, lei­der nicht beant­wor­ten. Ich bin kein Ver­tre­ter des Lan­des. Was ich Ihnen aber sagen kann ist, dass die Züge des Regio­nal­ver­kehrs im Grund­satz auch auf ande­ren Stre­cken ein­setz­bar sein soll­ten. Denn immer wie­der wer­den Ersatz­zü­ge oder zusätz­li­che Züge benö­tigt. Und es las­sen sich auch nicht alle Zügen mit allen Tür­hö­hen lie­fern.
    Ich weiß, dass das alles nicht befrie­di­gend ist. Eine bes­se­re Lösung kann ich aber lei­der auch nach unzäh­li­gen Gesprä­chen und Lokal­ter­mi­nen nicht erken­nen.
    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Mat­thi­as Gast­el

  37. Maik Gräfe Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,

    hat sich schon ein­mal jemand bei Ihnen dafür bedankt, dass Sie sich so sehr für den Schie­nen­ver­kehr ein­set­zen? Das möch­te ich an die­ser Stel­le ein­mal machen. Vie­len Dank!

    Auch ich bin der Über­zeu­gung, dass man doch das poli­ti­sche Augen­merk mehr auf den Schie­nen­ver­kehr rich­ten soll­te. Die Schie­ne ist öko­lo­gisch und vor allem leis­tungs­fä­hig.
    Lei­der hat die Poli­tik der ver­gan­ge­nen Legis­la­tur­pe­ri­oden viel kaputt gemacht. Sei es durch das Kaputt­spa­ren für den Bör­sen­gang oder die “Untä­tig­keit” von Herrn Alex­an­der Dob­rindt. Es zeigt sich immer wie­der, dass unse­re Ver­kehrs­mi­nis­ter alle Auto­mi­nis­ter waren, sind und ver­mut­lich auch sein wer­den, unter der Vor­aus­set­zung, dass es nie einen grü­nen (oder lin­ken) Ver­kehrs­mi­nis­ter auf Bun­des­ebe­ne geben wird. Das fin­de ich per­sön­lich sehr scha­de.

    Sie schei­nen sich auch mit dem The­ma Schie­nen­ver­kehrs­lärm (oder kurz Schie­nen­lärm) aus­zu­ken­nen. Grund­sätz­lich macht irgend­wie jedes Ver­kehrs­mit­tel Lärm. Das eine mehr, das ande­re weni­ger. Es ist ja so, dass eine im Hin­ter­grund rau­schen­de Auto­bahn weni­ger stö­rend ist, als das quiet­schen­de Abbrem­sen eines Güter­zu­ges. Genau aus die­sem Grund weh­ren sich Anwoh­ner auch vehe­ment gegen einen anste­hen­den Aus­bau, gegen eine Reak­ti­vie­rung oder gegen den gene­rel­len Betrieb einer bestehen­den Tras­se (sie­he Mit­tel­rhein­tal). Und das ist eben­falls sehr scha­de.

    Was ich mir wün­sche, sind Inno­va­tio­nen. Inno­va­tio­nen in die Lärm­ver­min­de­rung. Sei es nun im Stra­ßen­ver­kehr oder im Schie­nen­ver­kehr. Im Stra­ßen­ver­kehr gibt es bei­spiels­wei­se den Flüs­ter­asphalt, den Anti­schall-Laut­spre­cher im Aus­puff, … . Im Schie­nen­ver­kehr gibt es Lärm­schutz­wän­de. Die­se möch­te aber kein Anwoh­ner vor sei­ner Haus­tür ste­hen haben, das ist ver­ständ­lich. Eine wei­te­re Mög­lich­keit sind die “klei­ne­ren” gewölb­ten Lärm­schutz­wän­de, die bei­na­he einen bes­se­ren Effekt erzie­len sol­len, als die gro­ßen, gera­den. Dann wäre da noch die Mög­lich­keit der Flüs­ter­brem­se oder der kom­plet­ten Neu­an­schaf­fung eines moder­nen Güter­wa­gen­parks.

    Was mir aber Sor­gen bereit ist, dass die Schie­ne grund­sätz­lich immer lau­ter sein wird als die Stra­ße. Dann könn­te man es bei­na­he ver­ges­sen, mehr Güter auf die Schie­ne zu ver­la­gern, ohne die Gesund­heit von Anwoh­ner zu gefähr­den. Ich habe auch so das Gefühl, dass der Druck zur Inno­va­ti­on im Stra­ßen­ver­kehr deut­lich grö­ßer ist, als im Schie­nen­ver­kehr nach einer lärm­min­dern­den Maß­nah­me zu for­schen. Und ja, auch das ist wie­der scha­de.

    Gibt es wohl noch mehr Mög­lich­kei­ten, den Schie­nen­lärm ein­zu­däm­men? Nur dann wäre eine Vor­aus­set­zung geschaf­fen, im Sin­ne aller Betei­lig­ten den Ver­kehr von der Stra­ße auf die Schie­ne zu ver­la­gern. Die Deut­sche Bahn AG inter­es­siert sich dafür aber bis­her fast noch gar nicht.

    Fakt ist, dass der Güter­ver­kehr in Deutsch­land immer wei­ter zuneh­men wird. Das bedeu­tet für das Auto­land Deutsch­land (oder die Auto­lieb­ha­ber), dass man sich auf deut­lich mehr Staus und auch lei­der Unfäl­le ein­stel­len muss. Der von Ihnen ange­streb­te kom­bi­nier­te Ver­kehr wäre hier eine opti­ma­le Lösung. Mei­ne Befürch­tung ist aber, dass die Bun­des­re­gie­rung in ein paar Jahr­zehn­ten eher auf die Idee kom­men wird, die Auto­bah­nen zu ver­brei­tern, um dem stei­gen­den LKW-Ver­kehr Herr zu wer­den. Pro­blem ist aber fol­gen­de Fest­stel­lung: “Ein LKW belas­tet die Stra­ße genau­so wie 60.000 PKWs”. Ob die künf­ti­gen Regie­run­gen das wohl berück­sich­ti­gen wer­den?

    Vie­le Grü­ße
    Maik

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Grä­fe,
      vie­len Dank für Ihre Rück­mel­dung, die ich sehr auf­merk­sam und mit Freu­de gele­sen habe. Auf Ihre Fra­ge, ob es mehr Mög­lich­kei­ten gibt, den Schie­nen­lärm ein­zu­däm­men, kann ich Fol­gen­des sagen: Die Brems­sys­te­me der Güter­wa­gen wer­den in abseh­ba­rer Zeit umge­rüs­tet sein, was zu weni­ger Lärm, aber noch längst zu kei­ner “lei­sen Bahn” füh­ren wird. Daher gilt es, inno­va­ti­ve Lärm­schutz­sys­te­me wie nied­ri­ge Lärm­schutz­wän­de wei­ter­zu­ent­wi­ckeln und zuneh­mend auch die Loko­mo­ti­ven und Trieb­zü­ge mit ihren Kühl­ag­gre­ga­ten usw. in den Blick zu neh­men. Auch bei den Brems­sys­te­men ist ver­mut­lich noch nicht das letz­te Wort gespro­chen, hier sind für die Güter­wa­gen wei­te­re Poten­tia­le in Form von Schei­ben­brem­sen vor­han­den.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  38. Wolfgang Harr Reply

    Hal­lo Herr Gast­el,

    ich pla­ne gera­de eine ein­fa­che Fahrt mit dem ÖPNV von Ehn­in­gen nach Pforz­heim über Weil der Stadt.
    Das sind nur 45 km. Ich bekom­me aber nir­gends eine ver­nünf­ti­ge und eini­ger­ma­ßen schnell zu fin­den­de Tarif­aus­kunft.
    Dadurch, dass hier unter­schied­li­che Ver­kehrs­ver­bün­de neben­ein­an­der her exis­tie­ren, kommt man sich vor wie im Mit­tel­al­ter. Da wur­de auch an jeder Raub­rit­ter­burg noch­mal abkas­siert.
    Das Metro­pol­ti­cket ist ein Kon­zept, dem Herr zu wer­den. Aber für eine ein­fa­che Fahrt über 45 km ist es viel zu teu­er!

    Arbei­ten Sie auch an sol­chen The­men mit?
    Wenn man hier schon als Ein­hei­mi­scher nicht mehr durch­blickt, wie sol­len es da aus­wär­ti­ge Rei­sen­de ver­ste­hen?
    Oder gar noch wel­che, die deut­schen Spra­che nicht mäch­tig sind?

    Mit freund­li­chen Grü­ßen aus dem Tarif­dschun­gel,
    Wolf­gang Harr

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Harr,
      vie­len Dank für Ihre Fra­ge, die ich lei­der erst jetzt gese­hen habe, da die auto­ma­ti­sche Benach­rich­ti­gung lei­der nicht zuver­läs­sig funk­tio­niert. Bun­des­weit gibt es 137 Tarif­ver­bün­de. Wer mit Kind, Hund und Fahr­rad unter­wegs ist, kann zwi­schen ver­schie­de­nen Tarif­ver­bün­den aller­hand erle­ben: Mal kos­tet das Kind nichts und mal den ermä­ßig­ten Tarif, mal ist der Hund kos­ten­pflich­tig und mal das Fahr­rad nicht, mal ist das Fahr­rad kos­ten­pflich­tig und der Hund darf kos­ten­los mit­ge­führt wer­den. Da blickt kaum jemand durch und das Sys­tem wird für den Fahr­gast in der Sum­me ziem­lich teu­er.
      Wir ver­fol­gen die Idee des “Mobil­pas­ses”, mit dem die hohen Hür­den zum Zugang bzw. der Nut­zung des ÖPNV ein­fach über­wun­den wer­den kön­nen. Mit­hil­fe der App wird eine durch­ge­hen­de Fahrt geplant und mit der Best­preis­ga­ran­tie bezahlt. Hier gibt es mehr dazu: https://www.gruene-bundestag.de/publikationen/publikation/karte-mobilitaetskarte.html
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  39. Uta Goerlich Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,

    nun kommt also die­ser Sonn­tag immer näher, und zum ers­ten Mal, set ich wäh­len darf, bin ich mir nicht sicher, ob ich die Grü­nen wäh­len kann – aus­ge­rech­net wegen der Ener­gie­wen­de. Ich stim­me dem Prin­zip voll­kom­men zu, dass wir auf rege­ne­ra­ti­ve Enge­rie umstei­gen müs­sen. Ja ja und ja. Und jetzt das Pro­blem, das hier in einem Detail steckt: Wind­rä­der sind mal sinn­voll, und mal schlicht­weg Aus­lö­ser von Krank­heit und dem Unter­gang von Dör­fern. Klingt dra­ma­tisch? ist es auch. Mein Hei­mat­dorft auf der Alb, Kohl­stet­ten, soll von Wind­rä­dern umstellt wer­den, die über 200m hoch sein sol­len (Trump-Tower??), die 50m tie­fe Fun­da­men­te brau­chen wer­den, die dafür sor­gen wer­den, dass in ganz Kohl­stet­ten per­ma­nent der Boden vibriert, durch die Kel­ler in die Häu­ser kommt usw usw usw. So kann man nicht leben. Das weiss man aus bereits gebau­etn Anla­gen – da woh­nen Fami­li­en jetzt in Wohn­wä­gen, weil ihre Häu­ser unbe­wohn­bar gewor­den sind. Beson­ders absurd ist es des­halb, weil die Din­ger inef­fi­zi­ent sind nach heu­ti­gem Stand der Tech­nik und der Wind­ge­geb­neheit auf der Alb ‑und jeder weiss, dass die Anla­gen nur Mie­se machen wer­den: Sie sind als Abschrei­beo­jek­te geplant. Und die Grü­nen trei­ben das vor­an, wol­len das unbe­ding so schnell wie mög­lich durch­drü­cken.…. war­um????

    Und was machen Sie????

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­te Frau Goe­r­lich,
      dan­ke für Ihren Kom­men­tar.
      Im letz­ten Som­mer bin ich durch meh­re­re Wind­parks auf der Schwä­bi­schen Alb gewan­dert und habe das Gespräch mit Men­schen in den nächst­ge­le­ge­nen Dör­fer gesucht. Nicht alle fan­den die Wind­rä­der ästhe­tisch anspre­chend, aber Kri­tik, die Ihre Befürch­tun­gen auch nur annä­hernd bestä­ti­gen könn­te, bekam ich nicht zu Ohren.
      Es gel­ten Abstands­ge­bo­te (die im kon­kre­ten Fall mei­nes Wis­sens nicht aus­ge­schöpft wer­den) und in den sel­tens­ten Fäl­len wer­den Wind­vor­rang­ge­bie­te ein­mal ums Dorf gelegt. Die Fun­da­men­te sind in der Regel nicht 50 Meter tief. Nor­ma­ler­wei­se wer­den Fun­da­men­te nur bis zu einer Tie­fe von 3–4 Metern gegos­sen. Bei einer Tief­grün­dung geht es viel­leicht auch ein­mal 15 Meter tief. Von einer Über­tra­gung von Schwin­gun­gen auf den Erd­bo­den und dann auf Kel­ler, die dadurch Scha­den neh­men, haben ich und unse­re Ener­gie­fach­leu­te in der Frak­ti­on noch nie etwas gehört. Das klingt sehr stark nach Angst­ma­che durch Lob­by­ver­bän­de, die die wei­te­re Ver­brei­tung von Wind­ener­gie ver­hin­dern wol­len. Wenn es der­ar­ti­ge Pro­ble­me wie die von Ihnen Beschrie­be­nen gäbe, dann wären nicht je nach Umfra­ge etwa 70 bis über 80 Pro­zent der Men­schen posi­tiv gegen­über dem Wind­ener­gie­aus­bau gestimmt und es gäbe erst Recht nicht eine noch höhe­re Zustim­mung in den Regio­nen, in denen bereits vie­le Wind­rä­der ste­hen. Den­noch ist für uns klar, dass man Wind­ener­gie­pro­jek­te nicht über die Köp­fe der Leu­te hin­weg aus­bau­en darf. Wir sind für eine früh­zei­ti­ge und wirk­sa­me Betei­li­gung, trans­pa­ren­te Pla­nungs­ver­fah­ren und wol­len, dass die Men­schen in der Regi­on auch wirt­schaft­lich von den Wind­parks pro­fi­tie­ren. Denn die Akzep­tanz hängt ent­schei­dend davon ab, ob erneu­er­ba­re Ener­gien in der Regi­on ver­wur­zelt sind.
      Die Anla­gen sind nicht inef­fi­zi­ent. Die Anla­gen­her­stel­ler haben extra Anla­gen für nied­ri­ge Wind­ge­schwin­dig­kei­ten ent­wi­ckelt. Wenn die Anla­gen nur Ver­lust machen wür­den, wür­den sich kei­ne Inves­to­ren dafür fin­den, weder pri­va­te noch Unter­neh­men.
      Wir brau­chen die Wind­ener­gie, auch bei uns im Süden. Die Alter­na­ti­ve wären noch grö­ße­re Lei­tungs­net­ze als die, die ohne­hin not­wen­dig sind, um den Wind­strom vom Nor­den zu uns in den Süden zu trans­por­tie­ren.
      Hat­ten Sie Kon­takt zu den Pro­jek­tie­rern des Wind­parks (wenn es die­se bereits gibt)? Nach dem, was ich aus der Pres­se weiß, liegt Vie­les noch im Bereich des Spe­ku­la­ti­ven.
      Frau Goe­r­lich, wir Grü­ne ste­hen dem Aus­bau der Wind­ener­gie posi­tiv gegen­über, weil wir umwelt­ver­träg­lich und im Süden der Repu­blik erzeug­ten Strom benö­ti­gen, um die Ver­sor­gung sicher­zu­stel­len. Daher haben wir das größ­te Inter­es­se dar­an, Kon­flik­te best­mög­lich ver­mei­den. Dazu gehö­ren mög­lichst objek­ti­ve Infor­ma­tio­nen und eine gute Öffent­lich­keits­be­tei­li­gung.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  40. Karl-Heinz Rochlitz Reply

    Hal­lo,
    erst ein­mal ganz herz­li­chen Glück­wunsch zur Wie­der­wahl! Mit ihr und dem “Jamai­ka-Pro­jekt” ver­knüp­fe ich aller­dings die Hoff­nung, dass die GRÜNEN Ein­fluss auf die Ver­kehrs­po­li­tik gewin­nen.
    Für schäd­lich hal­te ich aller­dings die sehr ein­sei­ti­ge For­de­rung nach dem Aus­stieg aus dem Ver­bren­nungs­mo­tor bis 2030. Ver­wech­seln die GRÜNEN hier nicht wie­der ein­mal Ziel und Instru­ment? Das Ziel ist doch, den Ver­kehr umwelt- und men­schen­ver­träg­lich zu gestal­ten, und die­se Zie­le soll­ten auch bei “Jamai­ka” akzep­tier­bar sein; wenn auch mit kon­kre­ten Para­me­tern, wie man den Fort­schritt bezüg­lich der Zie­le mes­sen kann.
    Ob der Aus­stieg aus dem Ver­bren­nungs­mo­tor wirk­lich das ent­schei­den­de Instru­ment dafür ist, ist eine mich offe­ne Fra­ge. Poin­tiert gefragt: Betrei­ben wir künf­tig unse­re Auto­flot­te nur noch mit “grü­nem Strom”, Kin­der­gär­ten, Smart­pho­nes und alles ande­re dage­gen mit dem “Rest schmut­zi­gem Strom”? Und brau­chen wir viel Strom, damit wir damit auch künf­tig SUVs und ähn­li­chen Schwach­sinn fah­ren kön­nen? Elek­tro­mo­bi­li­tät brau­chen wir vor allem auf der Schie­ne und bei Bus­sen; beim Auto­ver­kehr brau­chen wir vor allem ein “Weni­ger” und ein “Effi­zi­en­ter”.
    Soviel in Kür­ze – in der Hoff­nung auf ech­te Ver­kehrs-Fort­schrit­te auch bei “Jamai­ka”
    Karl-Heinz Roch­litz

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Lie­ber Herr Roch­litz,
      vie­len Dank für Ihren Kom­men­tar.
      Die Ver­kehrs­po­li­tik wird bei den anste­hen­den Son­die­rungs­ge­sprä­chen und in den mög­li­chen Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen eine wesent­li­che Rol­le spie­len. Ein wesent­li­ches Ziel ist die Ein­hal­tung des Kli­ma­ver­tra­ges von Paris, der (auch) für den Ver­kehrs­sek­tor ab dem Jahr 2050 eine weit­ge­hen­de Kli­ma­neu­tra­li­tät vor­schreibt, um den wei­te­ren Tem­pe­ra­tur­an­stieg zu begren­zen. Dazu müs­sen wir die Ver­bren­nung von Öl und Erd­gas schritt­wei­se bis auf Null zurück­fah­ren. Das Jahr 2030 haben wir als ein Zwi­schen­ziel defi­niert. Mit “Jamai­ka” müs­sen aus unse­rer Sicht kon­kre­te Schrit­te hin zu die­sem Ziel ver­ein­bart wer­den. Dabei gehen wir tech­no­lo­gie­neu­tral vor. Wel­che Antriebs­ar­ten sich durch­set­zen über­las­sen wir der Indus­trie. Ent­schei­dend ist, dass sich die Emis­sio­nen (CO2, aber auch Stick­oxi­de) ver­rin­gern und bis 2050 den “null Gramm” annä­hern. Es muss auch dar­um gehen, Mobi­li­tät mit weni­ger Autos zu gewähr­leis­ten. Eben­so wich­tig ist uns die Elek­tri­fi­zie­rung des Bahn­ver­kehrs, sei es durch Stre­cken­elek­tri­fi­zie­rung oder alter­na­ti­ve Antrie­be. Hier sehe ich gute Chan­cen, da die­ses Ziel im Grund­satz alle poten­ti­el­len Koali­ti­ons­par­tei­en ver­fol­gen. Um die Antriebs­wen­de – sei es beim Auto, sei es bei der Bahn – zu ermög­li­chen, brau­chen wir auf dem Strom­markt wie­der eine Dyna­mik für den Aus­bau der Erneu­er­ba­ren und einen Plan für den Aus­stieg aus der Koh­le­ver­stro­mung. Es gibt viel zu tun …
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  41. Rudolf Krauter Reply

    Hal­lo Herr Gast­el,

    Zum Tarif­dschun­gel und den Kos­ten für den ÖPNV möch­te ich auch am Bei­spiel Groß­raum Paris – aber auch deut­sche Ver­kehrs­verün­de her­aus­stel­len – die zum einen ein­fa­cher und güns­ti­ger auf­ge­baut sind – kann hier nach­ge­le­sen wer­den: https://www.ratp.fr/titres-et-tarifs/forfait-imagine‑r. Da kos­tet ein Stu­den­ten­ta­rif für die gan­ze Ile-de-Fran­ce mit Gül­tig­keit vom 01.09.17–30.09.18 (auch hier hat jemand mit­ge­dacht vom Zeit­raum) für ein Gebiet das ca. 1/3 Baden-Würt­tem­bergs abdeckt gera­de mal 342€ mit einem ein­zi­gen Ticket inclu­si­ve Flug­ha­fen­bus etc! In Stutt­gart zahlt ein Stu­dent fürnur 6 Mona­te 203€ für ein Gebiet, das viel­leicht ein Zehn­tel umfasst.
    Noch extre­mer bei Ein­zel­ti­ckets – die kos­ten in Paris 1,90€ für eine Stre­cke mit Bus und Bahn im gesam­ten Netz (gül­tig 2 Stun­den abdem Abstem­peln). Im 10er-Pack sogar nur 1,49€.
    In Stutt­gart für 1 Zone = 2,40€ bis 8,50€ (mit Han­dy 8€) bei 7 Zonen – wo ist denn hier der Anreiz des Umstiegs – wenn die Züge dazu noch unpünkt­lich sind und schon ab Wind­stär­ke 7 teil­wei­se aus­fal­len ‑weil die Pfle­ge der Bahn­li­ni­en ver­nach­läs­sigt wur­de.
    Wir haben einen grü­nen Ver­kehrs­mi­nis­ter in BW – aber lei­der ändert sich dar­an auch mit ihm nichts – oder wird das Ein­heits­bil­let BW noch in die­ser Legis­la­tur­pe­ri­ode kom­men und vor allem zu wle­chem Preis? Ich las­se mich ger­ne posi­tiv über­ra­schen. Hier wären Anrei­ze, um dem Fein­staub zu begeg­nen mit viel weni­ger Geld umsetz­bar wie mit Moos­wän­den und Kehr­ma­schi­nen – die nur par­ti­ell etwas nützen.Autos wer­den den­noch gekauft – fah­ren dann aber weni­ger km – Angst um unse­re Arbeits­plätz­e­in BW habe ich des­halb nicht.

    Mit bes­ten Grü­ßen und set­zen Sie grü­ne Akzen­te in der Ver­kehrs­po­li­tik in Bonn und BW
    Rudolf Krau­ter

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Hal­lo Herr Krau­ter,
      bei der Ver­ein­fa­chung von Tarif­dschun­geln tut sich gera­de sehr viel: Im VVS wird ein neu­es Tarif­sys­tem dis­ku­tiert und lan­des­weit wird man bald (ab Dezem­ber 2018) mit einem Ticket mit Bus und Bahn unter­wegs sein kön­nen: http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/eine-fahrt_-ein-ticket-17918547.html
      Auf Bun­des­ebe­ne machen wir unser Modell des “Mobil­pas­ses”, mit dem ver­bund­über­grei­fend Rei­sen geplant und bezahlt, aber auch Car­sha­ring und Lei­fahr­rä­der gebucht und bezahlt wer­den kön­nen, zum The­ma in den “Jamaika”-Gesprächen.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  42. Markus Müller Reply

    Hal­lo Herr Gast­el,

    viel viel Glück und Durch­hal­te­ver­mö­gen bei den Ver­hand­lun­gen. Las­sen Sie sich und Ihre Par­tei bit­te nicht unter­krie­gen. Ich set­ze gro­ße Hoff­nung in die Grü­nen. Blei­ben sie stur und behar­ren sie auf ihre Posi­tio­nen. Gera­de beim The­ma Ver­kehr. Ich kann unse­ren ach so tol­len Alex­an­der Dob­rindt nicht mehr hören.
    Haben Sie mal über einen grü­nen Ver­kehrs­mi­nis­ter nach­ge­dacht? Viel­leicht sogar Sie? Ich wäre damit wirk­lich sehr zufrie­den. Da wür­de sich eini­ges hin zum rich­ti­gen ändern.
    Ich hof­fe ein­fach, dass nicht wie­der ein CSUia­ner Ver­kehrs­mi­nis­ter wird. Das wäre wie­der eine Legis­la­tur­pe­ri­ode, in der der CSU-Ver­kehrs­mi­nis­ter sei­ne Pro­jek­te erst von der Auto­lob­by abzeich­nen lässt, bevor er sie ver­ab­schie­det. Dob­rindt hat in der kom­men­den Bund­e­re­gie­rung nichts mehr zu suchen.

    Vie­le Grü­ße
    Mar­kus Mül­ler

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Lie­ber Herr Mül­ler,
      vie­len Dank für Ihren Kom­men­tar und Ihre bestär­ken­den Wor­te.
      Die Ver­kehrs­po­li­tik ist eines der dicken Bret­ter, die zu boh­ren gera­de mit CSU und FDP beson­ders schwie­rig sind. Und doch wol­len und müs­sen wir hier lie­fern …
      Das mit den Minis­tie­ren und dem Per­so­nal wird erst am Ende des Pro­zes­ses ent­schie­den wer­den. Aber klar: Das Ver­kehrs­res­sort in grü­ner Hand wür­de uns einen not­wen­di­gen Gestal­tungs­spiel­raum eröff­nen. Das gilt aber eben auch für ande­re Res­sorts. Und erst mal muss geklärt wer­den, ob die vier Par­tei­en inhalt­lich zusam­men kom­men.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  43. Thomas Lampe Reply

    Hal­lo Herr Gast­el,

    am 7. Novem­ber haben Sie get­wit­tert:
    #BVerfG hat Bun­des­tag gestärkt. Habe gleich Anfra­ge zu #Stuttgart21 an die BReg gestellt. “Eigen­wirt­schaft­lich­keit” kei­ne Aus­re­de mehr.

    Wo fin­de ich die­se Anfra­ge und wann ist mit einer Beant­wor­tung Ihrer Anfra­ge zu rech­nen?
    Unter
    https://kleineanfragen.de/bundestag/behoerde/bundesministerium-fuer-verkehr-und-digitale-infrastruktur
    ist kein Ein­trag zu fin­den.

    Dan­ke, Tho­mas Lam­pe

  44. Max Ehwald Reply

    Hal­lo Herr Gast­el!
    Mit Inter­es­se habe ich den heu­ti­gen Tages­spie­gel-Arti­kel über den ÖBB-Night­jet gele­sen. Da ich die Nacht­ver­bin­dung zwi­schen Ham­burg und Mün­chen schon län­ger regel­mä­ßig nut­ze, geht es mir ähn­lich wie Ihnen und ich freue ich sehr über Ihren uner­müd­li­chen Ein­satz für den Nacht­rei­se­ver­kehr. Lei­der gibt es aktu­ell in ein­schlä­gi­gen Eisen­bahn­fo­ren die Nach­richt, dass ab dem 10.6. in den NJ kei­ne DB-Spar­prei­se / Nor­mal­prei­se plus Auf­preis mehr aner­kannt wer­den sol­len, son­dern nur noch Glo­bal­prei­se. Damit wür­de der NJ für deut­sche Kun­den, ins­be­son­de­re mit BC 100 und Vor- bzw. Nach­lauf mit ande­ren Zügen, sehr unat­trak­tiv wer­den.
    Haben auch Sie Infor­ma­tio­nen dazu bzw. ggf auch über die Hin­ter­grün­de für die­se, soll­te sie so kom­men, sehr kun­den­un­freund­li­che Ent­schei­dung?
    Vie­len Dank und Grü­ße,
    Max Ehwald

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Ehwald,
      dan­ke für die Anfra­ge. Ich mache mich in die­ser Sache schlau.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  45. Brigitte u. Jürgen Krogmann Reply

    Hal­lo Herr Gast­el, wir sind auch Fil­der­städ­ter Bür­ger !
    Fra­ge an SIE : Wie­so wol­len Sie dass so ein mise­ra­bles Pro­jekt wie Stutt­gart 21 wei­ter­ge­baut wer­den soll !!!! Lesen Sie kei­ne Stutt­gar­ter Zei­tung, da kam ein gro­ßer sehr kri­ischer Bericht über das Pro­jekt.
    Ges­tern sind Sie mit Namen auf dem Schloß­platz bei der Demo erwähnt wor­den. Sie wol­len dass wei­ter­ge­baut wird !!!!! Dar­auf­hin erging ein lan­ges Pfeif­kon­zert gerich­tet an SIE ! Unglaub­lich haben die Leu­te gesagt !
    Wir glau­ben, dass Sie nicht auf dem lau­fen­den sind! Die Kos­ten lau­fen schon lan­ge aus dem ruder !! Aber.…Sie wis­sen doch genau, das S 21 ein unwirt­schaft­li­ches Pro­jekt ist. 8 Glei­se, Brand­schutz mise­ra­bel und gefähr­lich, Kos­ten noch mise­ra­bler. Bei Rauch­ent­wick­lung gibt es vie­le Tote wegen den Flucht­we­gen die viel zu wenig und zu eng sind.(Kinderwagen, Geh­be­hin­der­te, älte­re Leu­te)
    Ger­ne wür­den wir Ihre Ein­stel­lung zu dem Pro­jekt noch­mals schrift­lich von Ihnen bekom­men. Mit Grü­ßen von den Fil­dern Fam. Krog­mann

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Guten Mor­gen Frau Krog­mann, guten Mor­gen Herr Krog­mann,
      lei­der sehe ich Ihren Kom­men­tar erst jetzt, da die Benach­rich­ti­gungs­funk­ti­on nicht zuver­läs­sig funk­tio­niert. Ich habe mei­ne Posi­ti­on zu S 21 auf Face­book, Twit­ter und auch auf mei­ner Home­page hun­dert­fach aus­ge­führt. Hier in Kür­ze: Es gibt einen gül­ti­gen Finan­zie­rungs­ver­trag. Um die­sen auf­zu­lö­sen bräuch­te es poli­ti­sche Mehr­hei­ten in den poli­ti­schen Gre­mi­en der Stadt Stutt­gart, des VRS, des Lan­des und des DB-Auf­sichts­ra­tes/­des Bun­des­ta­ges. Die­sel­ben Mehr­hei­ten, die einst für den Finan­zie­rungs­ver­trag stimm­ten bzw. das Pro­jekt unter­stützt haben, bestehen nach wie vor. Man kommt nicht her­aus. Ein zwei­ter Grund: Man steht vor zwei Mög­lich­kei­ten. Ent­we­der man bekämpft das Pro­jekt, hat aber null Chan­cen, es noch zu kip­pen (einen, aber nicht den ein­zi­gen Grund habe ich genannt). Oder aber, man ver­sucht, das Pro­jekt an der ein oder ande­ren Stel­le zu kor­ri­gie­ren. An der Roh­rer Kur­ve ist dies bereits gelun­gen. An ande­ren Stel­len arbei­ten wir an Ver­än­de­run­gen. Auch dafür braucht es Mehr­hei­ten. Die­se las­sen sich aber nur über­zeu­gen, wenn nicht gleich­zei­tig am Aus für das Pro­jekt gear­bei­tet wird. Also: Wir set­zen unse­re Kräf­te dort ein, wo sich noch etwas bewir­ken lässt.
      Es war ein gro­ßer Feh­ler, dass das Pro­jekt nicht spä­tes­tens 2013 gestoppt wur­de. Wir Grü­ne haben lan­ge gegen S 21 bzw. für einen Stopp gekämpft. Wir müs­sen aber erken­nen, dass die Mehr­hei­ten von damals und von heu­te das Pro­jekt S 21 in jedem Fall durch­zie­hen wol­len. Daher ist es aus unse­rer Sicht an der Zeit, die Kräf­te auf das Erreich­ba­re, näm­lich Ver­än­de­run­gen, zu kon­zen­trie­ren.
      Für Rück­fra­gen ste­he ich ger­ne zur Ver­fü­gung, ger­ne auch in einer Bür­ger­sprech­stun­de.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  46. Klaus Büchner Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,

    als Bahn­ex­per­te der Grü­nen wen­de ich mich heu­te an Sie.
    Bit­te set­zen Sie sich wei­ter­hin so enga­giert wie bis­her dafür ein, dass das Sys­tem Bahn funk­ti­ons- und leis­tungs­fä­hi­ger wird. Ich den­ke, nur durch einen funk­tio­nie­ren­den Schie­nen­ver­kehr las­sen sich die Her­aus­for­de­run­gen der Mas­sen­mo­bi­li­tät und öko­lo­gi­sche Ziel­set­zun­gen ver­wirk­li­chen.

    Lei­der erle­be ich als Berufs­pend­ler, der täg­lich den IC-Fern­ver­kehr der Bahn für die Stre­cke Stutt­gart-Hei­del­berg-Stutt­gart nutzt, gera­de, wie der Ser­vice sich immer mehr ver­schlech­tert. Ich bin seit 12 Jah­ren auf die­ser Stre­cke unter­wegs.
    Neben den alt­be­kann­ten Pro­ble­men wie nicht ange­zeig­te geän­der­te Wagen­rei­hung, defek­te Türen, nicht ange­zeig­te Reser­vie­run­gen, unbe­nutz­ba­re Toi­let­ten, schlech­tes WLan, kaput­te Kli­ma­an­la­gen, kommt es auf die­ser Stre­cke in den letz­ten Mona­ten zu mas­si­ven Ver­spä­tun­gen und Zug­aus­fäl­len. Ich habe mich des­we­gen auch schon mehr­fach an die DB gewen­det, von dort erhal­te ich in der Regel vor­ge­fer­tig­te Text­bau­stei­ne.

    Also, blei­ben Sie als gewähl­ter Volks­ver­tre­ter dran am The­ma!

    Freund­li­che Grü­ße, Klaus Büch­ner, Stutt­gart

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Büch­ner,
      vie­len Dank für Ihren schö­nen Kom­men­tar. Ich blei­be ger­ne auch wei­ter­hin in Sachen attrak­ti­ver Bahn aktiv!
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  47. Matthias Koch Reply

    Guten Tag Herr Gast­el,

    ich inter­es­sie­re mich schon immer für Poli­tik, habe mich aber bis­her noch nie per­sön­lich enga­giert, weil es im Prin­zip für alle poli­ti­schen Kri­sen eine Lösung geben kann. Alle Kri­sen, auch Krie­ge, kön­nen gelöst wer­den durch poli­ti­sches Enga­ge­ment. Beim The­ma Kli­ma­schutz ist es etwas Ande­res. Die heu­te unter­las­se­nen Hand­lun­gen im Rah­men schein­bar noch zu ver­kraf­ten­den Rah­men­be­din­gun­gen wer­den erst mor­gen ihre Aus­wir­kun­gen mit vol­ler Wucht zei­gen. Des­halb muss hier die Lösung bereits heu­te vor­han­den sein, weil man zum Zeit­punkt der Aus­wir­kung kei­ne Lösung mehr fin­den kann.

    Seit es die­sen Som­mer so heiß war, dass um Ber­lin die Wäl­der gebrannt haben, ist der Kli­ma­wan­del auch bei uns ange­kom­men. Ich habe Sor­ge, dass er in der Poli­tik noch nicht ange­kom­men ist. Bei­spiel Koh­le­aus­stieg: Seit Jah­ren wird das Pro­blem ver­scho­ben, noch immer lau­fen die Koh­le­kraft­wer­ke, der Aus­bau von Wind­strom und Solar­ener­gie geht nicht rich­tig vor­an.

    Ich konn­te aus gesund­heit­li­chen Grün­den am Sams­tag nicht auf die Demo für den Kli­ma­schutz gehen. Aber ich woll­te Ihnen schrei­ben, denn ich weiß, dass Sie im Bun­des­tag nächs­tes Jahr ein Kli­ma­schutz­ge­setz ver­ab­schie­den. Ich möch­te Sie bit­ten, dafür zu sor­gen, dass die­ses Gesetz wirk­lich wirkt und dazu führt, dass wir als rei­ches Indus­trie­land alles tun, um den Kli­ma­wan­del auf­zu­hal­ten. Den Preis dafür zah­len schon jetzt Men­schen in ande­ren Län­dern. Und auch mei­ne Kin­der wer­den mit den Fol­gen unse­rer (und das heißt: Ihrer) poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen leben müs­sen.

    Auf mein Schild für die Demo woll­te ich eigent­lich schrei­ben: „Papa für den Kli­ma­schutz!“ Viel­leicht kön­nen Sie statt­des­sen ein „Abge­ord­ne­ter für den Kli­ma­schutz“ sein? Ich hof­fe das sehr.

    Mit freund­li­chen Grü­ßen,

    M. Koch

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Koch,
      Sie hat­ten mir bereits per Mail geschrie­ben. Per Mail haben Sie auch bereits eine Ant­wort erhal­ten.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  48. jürgen steck Reply

    Lie­ber Mat­thi­as,
    vie­len Dank für dei­ne Aus­füh­run­gen zum geplan­ten B27 Aus­bau. Ich kann dei­ne Vor­schlä­ge nur voll und ganz unter­stüt­zen und bin sehr gespannt wie die Ant­wort aus dem Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um lau­tet. Der Aich­ta­ler Bevöl­ke­rung wäre mit einer Geschwin­dig­keits­be­gren­zung und Lärm­schutz­maß­nah­men im Brü­cken­be­reich sehr gehol­fen, da wir unter dem zuneh­men­den Lärm sehr zu lei­den haben. Vom RP wur­den die­se Maß­nah­men schon im Vor­feld abge­lehnt!
    Bit­te bleib dran und dan­ke für dei­nen Ein­satz!
    Grü­ne Grü­ße,
    Jür­gen

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Lie­ber Jür­gen,
      dan­ke fürs Feed­back. Ich habe dem Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um inzwi­schen noch wei­te­re Vor­schlä­ge unter­brei­tet und war­te nun auf die des­sen Ein­schät­zung.
      Gruß Mat­thi­as

  49. Kehrer, Werner Reply

    Rad­weg über das Körsch­tal

    Lie­ber Herr Gast­el,
    was lan­ge währt wird end­lich gut, so könn­te man auch sagen.
    Ich gra­tu­lie­re allen, die mit lan­gem Atem seit vie­len, vie­len Jah­ren für die Rea­li­sie­rung die­ses Rad­we­ge-Abschnitts gekämpft haben, auch Ihnen!
    An die­sem Bei­spiel sieht man, was mög­lich ist, wenn man nur will. Hieß es in den 90iger Jah­ren noch lapi­dar, ein Rad­weg sei auf die­ser Brü­cke aus Platz­grün­den wegen zu gerin­ger Stra­ßen­brei­te nicht mach­bar, so kön­nen sich heu­te alle Rad­ler freu­en.
    “Wei­ter so” für die Ver­bes­se­rung des Rad­we­ge­net­zes.
    Freund­li­che Grü­ße
    Wer­ner Keh­rer, Nür­tin­gen

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Lie­ber Herr Keh­rer,
      dan­ke für die Rück­mel­dung. Wenn es nun noch eine Rege­lung für den Win­ter­dienst und eine bes­se­re Aus­schil­de­rung gibt sind wir voll­auf zufrie­den.
      Bes­te Grü­ße, Mat­thi­as Gast­el

  50. Timo Reply

    Hal­lo Herr Gast­el,
    ich hof­fe doch das Sie die Ver­kehrs­in­farkt am Boden­see (um Mark­dorf) mit bekom­men gera­de die Mas­sen an Schwer­last­ver­kehr bzw. MIV sind ein Zei­chen das die Bun­des­s­stra­ße ver­mut­lich in weni­gen Jah­ren bereits wie­der an der Kapa­zi­tät krat­zen wird wenn kei­ne Ver­la­ge­rung auf die Schie­ne erfolgt (sowohl Güter wie auch SPNV, gera­de letz­te­rer ist durch zu wenig Kreu­zungs­glei­se ein­ge­schränkt und Ver­stär­ker-RB kön­nen nicht alle Hal­te bedie­nen).
    https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/Fahrplanaenderung-und-neue-Zuege-auf-der-Bodenseeguertelbahn;art410936,10277036
    https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/So-kommen-Sie-entspannt-am-B-31-Umleitungs-Megastau-vorbei;art372474,10276012
    https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/markdorf/Totales-Stau-Chaos-wegen-B31-Baustelle-Gehrenberg-Stadt-kurz-vor-dem-Verkehrskollaps;art372484,10274750
    https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?003,9048525,9050462#msg-9050462

    Gruß

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Die Ver­kehrs­si­tua­ti­on ist mir bekannt (auch wenn ich sel­ber stets mit der Bahn unter­wegs bin). Des­we­gen mache ich die­se ja immer wie­der zum The­ma und set­ze mich für den Aus­bau der Schie­ne ein.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  51. Sabine Haag Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el, von Her­zen bit­te ich Sie für die Wider­spruchs­lö­sung Organ­spen­de zu stim­men. In den letz­ten 9 Jah­ren Habe ich sehr viel Leid und Ver­zweif­lung in ver­schie­de­nen Dia­ly­se Ein­rich­tun­gen erlebt. Beson­ders wenn Kin­der betrof­fen sind. Auch Eltern von ver­un­glück­ten Kin­der sol­len in Zei­ten der Größ­ten Trau­er und Fas­sungs­lo­sig­keit über Organ­spen­de ent­schei­den. Durch die Wider­spruchs­lö­sung wird dies in ande­ren Län­dern wesent­lich pie­tät­vol­ler gehand­habt. Zb fin­den in Spa­ni­en 5 mal soviel Trans­plan­ta­ti­on statt wie bei uns, Dh 5 mal soviel Leben geret­tet! Ich bit­te Sie um Ihre Stim­me. Vie­le Grü­ße Sabi­ne Haag

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­te Frau Haag,
      ich habe mich bereits vor eini­gen Mona­ten dar­auf fest­ge­legt, dass ich die Zustim­mungs­lö­sung unter­stüt­ze. Mein Name fin­det sich auch unter dem ent­spre­chen­den Antrag. Mei­ne Posi­ti­on hier­zu: Eine Organ­trans­plan­ta­ti­on ist für vie­le schwer­kran­ke Men­schen die ein­zi­ge Mög­lich­keit auf Lebens­ret­tung oder Lin­de­rung eines schwe­ren Lei­dens. Daher muss die Anzahl der Organ­spen­de­rin­nen und Organ­spen­der erhöht wer­den. Dar­in dürf­ten sich alle Abge­ord­ne­ten einig sein. Der Gesetz­ent­wurf, den ich mit­ge­zeich­net habe und im Bun­des­tag eine brei­te Mehr­heit fand, sieht eine bes­se­re Infor­ma­ti­on und Auf­klä­rung vor, mit der mehr Men­schen für die Organ­spen­de gewor­ben wer­den. Die Bera­tung durch die Haus­ärz­tin­nen und Haus­ärz­te wird gestärkt, eben­so wie die regel­mä­ßi­ge Aus­ein­an­der­set­zung mit und Infor­ma­ti­on über die Organ­spen­de. Die Ent­schei­dung, die eige­nen Orga­ne spen­den zu wol­len, muss jedoch bewusst und frei­wil­lig erfol­gen. Die mensch­li­che Wür­de erfor­dert es, dass die­se Ent­schei­dung aktiv getrof­fen und jeder­zeit kor­ri­giert wer­den kann. Zur Frei­heit des Men­schen gehört es eben auch, sich nicht ent­schei­den zu müs­sen.

  52. Stephan Falkenberg Reply

    Kei­ne Fahr­ver­bo­te Für Motor­rä­der An Sonn- Und Fei­er­ta­gen

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,
    Vie­len Dank für ihre kla­re Stel­lung­nah­me zum The­ma Fahr­ver­bo­te.
    Ich hof­fe Ihnen ist bewusst, inwie­fern manch einer eine Abhän­gig­keit von die­sem Ver­kehrs­mit­tel hat.
    Ich nut­ze mein Motor­rad (mein Haupt­ver­kehrs­mit­tel) für den täg­li­chen Arbeits­weg. Dabei sind mei­ne Beweg­grün­de viel­fäl­tig.
    Es ver­braucht deut­lich weni­ger Ben­zin im Gegen­satz zum Auto.
    Es nimmt deut­lich weni­ger Ver­kehrs­flä­che in Anspruch.
    Es benö­tigt weni­ger Res­sour­cen in der Pro­duk­ti­on.
    Und ja, ich habe Spaß dabei, wie auch auf dem Fahr­rad oder wenn ich ein tol­les Auto fah­ren darf.

    Um das alles zu tun brau­che ich kei­ne Sonn- & Fei­er­ta­ge. Da könn­te ich höchs­tens mei­ne Eltern besu­chen wol­len.
    Das Her­stel­ler von im Stra­ßen­ver­kehr zuge­las­se­nen Motor­rä­dern die­se per Trick­se­rei extra laut machen ist auch mir ein Dorn im Auge. Aber hier per Sip­pen­haft alle Motor­rad­fah­rer zu kri­mi­na­li­sie­ren emp­fin­de ich als unzu­rei­chen­de Lösung.
    Ein Bei­spiel:
    “Das Elek­tro­mon­tain­bike rich­tet Schä­den an Wald und Flur an?
    Da müs­sen wir sofort allen Rent­nern ihre E‑Bikes weg­neh­men!”
    Ich füh­re in mei­ner Bekannt­schaft regel­mä­ßig Gesprä­che zum The­ma Fahr­ver­hal­ten sowie Emis­sio­nen und mei­ne Wahr­neh­mung ist die­se, das allei­ne das Auf­stel­len von Hin­weis­schil­dern an Orts­ein­gän­gen zu bereit­wil­li­gem redu­zie­ren der Geschwin­dig­keit und damit auch der Laut­stär­ke führt.
    Dass das nicht alles sein kann erschließt sich.
    Der Lärm den mei­ne Nach­barn jeden Sonn­tag mit dem Rasen­mä­her ver­an­stal­ten nervt mich auch. Genau­so wie deren Kärcher.
    Für all die­se Din­ge führt der Weg jedoch über einen steh­ten Dia­log und nicht über ein Ver­bot zum Ziel.
    Genau­so wie kla­re Vor­ga­ben an die Her­stel­ler hel­fen.
    In die­sem Sin­ne hof­fe ich Ihnen einen Denk­an­stoß gege­ben zu haben.

    Mit freund­li­chem Gruß
    Ste­phan

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Fal­ken­berg,
      dass Motor­rä­der für All­tags­mo­bi­li­tät genutzt wer­den ist die abso­lu­te Aus­nah­me. Daher ist es ja rich­tig, dass jemand wie Sie von Wochen­end­fahr­ver­bo­ten auf bestimm­ten Stre­cken­ab­schnit­ten höchs­tens in Aus­nah­me­fäl­len betrof­fen wäre.
      Ich wei­se noch dar­auf hin, dass Fahr­ver­bo­te zurecht immer als letz­ten Schritt nach Ver­su­chen, Pro­ble­me auf ande­re Wei­se zu lösen, gel­ten. Sie soll­ten sehen, dass mög­li­chen Fahr­ver­bo­ten in der Regel jah­re­lan­ge Bemü­hun­gen vor­aus­ge­gan­gen sind, den Lärm zu begren­zen. Es wur­den dann viel­fach bei­spiels­wei­se Tem­po­li­mits ver­hängt, Kon­trol­len durch­ge­führt, per Beschil­de­rung und Pres­se­ar­ti­keln um Rück­sicht­nah­me gewor­ben, Fahr­ver­bo­te ange­droht. Wenn alles nicht hilft, dann müs­sen Fahr­ver­bo­te an bestimm­ten Tagen auf bestimm­ten Stre­cken­ab­schnit­ten mög­lich sein. Sie sind kein Ziel, son­dern letz­tes Mit­tel.

      • Patrick Dueppuis Reply

        Guten Tag Herr Gast­el,

        zufa­el­lig bin ich auf Ihre Stel­lung­nah­me zu der Peti­ti­on “kei­ne Fahr­ver­bo­te fuer Motor­ra­eder an Sonn- und Fei­er­ta­gen” gestos­sen. Erst ein­mal freut es mich, dass Sie den Sta­tus der Ableh­nung zumin­dest ein­mal geaen­dert haben und nun eine oef­fent­li­che Anho­e­rung befu­er­wor­ten. Lag es etwa an Herrn Fal­ken­bergs Kom­men­tar? Falls Sie wirk­lich das Fahr­ver­bot durch­bo­xen wol­len, wel­che Alter­na­ti­ve bie­ten Sie den 4 Mil­lio­nen Motor­ra­edern die in Deutsch­land zuge­las­sen sind? Ich freue mich auf Ihre Vor­schla­e­ge.

        Mit freund­li­che Gru­es­sen
        Patrick Duep­puis

        • Matthias Gastel
          Matthias Gastel Reply

          Sehr geehr­ter Herr Duep­puis, ich habe kei­nen Sta­tus geän­dert, son­dern von Anfang an eine Anhö­rung befür­wor­tet. Denn es ist not­wen­dig, zu klä­ren, wie sich Motor­rad­lärm redu­zie­ren lässt. Es geht um tech­ni­sche und recht­li­che Fra­gen und kei­nes­wegs nur um Fahr­ver­bo­te. Zu den Fahr­ver­bo­ten: Schau­en Sie sich die Bun­des­rats­in­itia­ti­ve an: Die­se setzt zunächst auf ande­re Maß­nah­men und erst dann auf Fahr­ver­bo­te zu bestimm­ten Zei­ten auf Stre­cken­ab­schnit­ten, von denen eine beson­ders hohe Lärm­be­las­tung für die Bevöl­ke­rung aus­geht. Ihre Fra­ge nach “Alte­ra­ti­ven” ist mit dem Hin­weis, dass nur bestimm­te Stre­cken­ab­schnit­te zu bestimm­ten Zei­ten betrof­fen sind beant­wor­tet.

  53. Thomas Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,
    wie ich in Ihrer Stel­lung­nah­me bzgl. Fahr­ver­bo­te für Motor­rad­fah­rer gese­hen habe spre­chen sie sich ein­deu­tig für ein Fahr­ver­bot aus. Ich möch­te ihnen ein­mal mei­ne Sicht auf­zei­gen.

    Sie argu­men­tie­ren, dass Motor­rad­fah­rer nur aus Lust, guter Lau­ne und Spaß Motor­rad fah­ren. Ich per­sön­lich bin 18 Jah­re alt habe einen A1 Füh­rer­schein und konn­te auf­grund mei­ner Arbeit und einer Schul­ter-OP noch kei­nen Auto­füh­rer­schein machen.
    Ich arbei­te ca. 140 Km von Zuhau­se weg. Ich fah­re am Sonn­tag hin, am Frei­tag zurück. Ich bin auf mein Motor­rad ange­wie­sen und ich bin bei wei­tem kein Ein­zell­fall wie sie es sagen. Sehr vie­le, vor­al­lem Jugend­li­che sind auf ihre Motor­rä­der ange­wie­sen. Nicht jeder hat Eltern die ihre Kin­der zu Schu­le brin­gen kön­nen. Ja sie kön­nen Argu­men­tie­ren, dass wir doch den Zug oder den Bus neh­men kön­nen. Ich kom­me vom Land. Der nächs­te Bahn­hof ist 3km ent­fernt, einen Bus gibt es erst gar­nicht. Außer­dem war mei­ne Schu­le 15km ent­fernt. Hät­te ich den Weg lau­fen sol­len? Sind wir mal ganz ehr­lich unse­re Infra­struk­tur vor­al­lem auf dem Land ist schlecht, nein sie ist Mise­ra­bel und kei­ne Alter­na­ti­ve zu Stre­cken wie mei­nem Arbeits­weg.

    Ja die Motor­rä­der sol­len lei­ser wer­den aber ein Ver­bot ist kei­ne Alter­na­ti­ve son­dern eher eine Kol­lek­tiv­stra­fe.
    Außer­dem sagen sie das auch die Lärm­grenz­wer­te für Autos deut­lich ver­schärft wer­den sol­len … Nun, war­um soll es dann ein Fahr­ver­bot NUR für Motor­rad­fah­rer geben? Sol­len wir dann nicht ambes­ten ein Fahr­ver­bot für alles auf­stel­len? Züge sind sehr Laut, Autos sind sehr laut, Rasen­mä­her und Rol­ler eben­so.

    Ich per­sön­lich sehe ihre Ansicht als kla­re Dis­kri­mi­nie­rung zumal weil Sport­wa­gen eine deut­lich stär­ke­re Lärm­be­läs­ti­gung als mein Motor­rad dar­stel­len.
    Es tut mir leid das Sie schlech­te Erfah­run­gen mit Motor­rad­lärm gemacht haben. Aber auch an die­sen Stre­cken ein Fahr­ver­bo­te auf­zu­stel­len ist Falsch. Auch die­se Stre­cken sind Arbeits­we­ge, auch an Sonn- und Fei­er­ta­gen.
    (Inter­es­sant für ihre Par­tei) Der Co² aus­stoß eines Motor­rads ist zudem deut­lich gerin­ger als der eines Autos und somit stellt ein Motor­rad eben­falls eine Kli­ma- und Kos­ten­güns­ti­ge Alter­na­ti­ve zum Auto dar.
    Falls ich in einem oder in meh­re­ren Punk­ten falsch lie­gen soll­te, bin ich für kon­struk­ti­ve Kri­tik sehr Dank­bar.

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Marc,
      dan­ke für Ihr State­ment. Da ich auf alle Aspek­te ein oder meist mehr­fach ein­ge­gan­gen bin, mache ich es kurz: Es geht nicht um mich und mei­ne Erfah­run­gen (wäre schlimm, wenn ich eige­ne Inter­es­sen ver­tre­ten wür­de). Es geht um den Schutz von Men­schen, die trotz vie­ler Ver­su­che, ohne Fahr­ver­bo­te zu mehr Lärm­schutz zu kom­men, noch immer unzu­mut­ba­ren Lärm­be­las­tun­gen durch Motor­rad­fah­ren­de aus­ge­setzt sind. Zum The­ma “Auto” hat­te ich mich schon oft geäu­ßert. Es geht um Fahr­ver­bo­te auf eini­gen sehr, sehr weni­gen Stre­cken. Wenn Sie 140 km weit fah­ren müs­sen, kön­nen Sie die­se Stre­cken­ab­schnit­te mit größ­ter Wahr­schein­lich­keit umfah­ren. Viel­leicht gibt es auch Aus­nah­men für Anlie­ger.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  54. Joachim Birrewitz Reply

    Guten Tag Herr Gast­el,

    ich zitie­re aus ihrer gest­ri­gen Pres­se­mel­dung:
    “Dop­pel­stock­zü­ge bie­ten im Fern­ver­kehr bei glei­cher Zug­län­ge etwa 50 Pro­zent mehr Sitz­plät­ze. Wer die Fahr­gast­zah­len auf einer knap­pen Infra­struk­tur zügig erhö­hen will, wird auch im Fern­ver­kehr nicht um Dop­pel­stock­zü­ge her­um­kom­men. Die TGV-Dop­pel­stock­zü­ge („TGV Duplex“) der fran­zö­si­schen Bahn SNCF zei­gen einen mach­ba­ren Weg hin zur Zukunft des Bahn­ver­kehrs auf.”

    Ich wür­de mir von Poli­ti­kern wün­schen, dass sie nicht stän­dig so einen unre­flek­tier­ten Blöd­sinn schrei­ben, denn:
    1. die neu bestell­ten Vela­ro D Züge bie­ten 440 Sitz­plät­ze, der TGV 2N2 der aku­tel­len Genara­ti­on 516 Sitz­plät­ze bei glei­cher Zug­län­ge, das sind also nicht mal 20% mehr.
    2. in den neu­en Vela­ro Zügen ist Platz für Kin­der­wä­gen, Roll­stüh­le und Fahr­rä­der vor­ge­se­hen, im TGV Duplex nicht
    3. der TGV hat den Antrieb nur in den Trieb­köp­fen und nicht wie der Vela­ro über den Zug ver­teilt. Der TGV kann damit die SFS Köln – Frank­furt nicht bzw. nur sehr ein­ge­schränkt befah­ren, genau für den Ein­satz auf die­ser Stre­cke wur­den die neu­en Züge aber bestellt.
    4. der TGV wäre nicht mit den bereits vor­han­de­nen Vela­ro Zügen kup­pel­bar, was die Bil­dung von 400m-Zügen und damit die kapa­zi­täts­scho­nen­de Bele­gung von Tras­sen erschwä­ren wür­de.
    5. durch die gerin­ge­re Anzahl von Türen und die Trep­pen im Fahr­zeug ist die Fahr­gast­wech­sel­zeit an den Zwi­schen­hal­ten beim TGV deut­lich höher als beim Vela­ro.

    Ich bin zwar auch ein Freund der Dop­pel­stock-TGV, aber für den Ein­satz in Deutsch­land, was eben im Gegen­satz zu Frank­reich nicht zen­tra­lis­tisch besie­delt ist, hal­te ich den Ein­satz von ein­stö­cki­gen Zügen mit ver­teil­tem Antrieb auch lang­fris­tig für sinn­vol­ler.
    Man kann sicher­lich dar­über dis­ku­tie­ren, wie man die Rand­be­din­gun­gen ändern kann, um auch Dop­pel­stock­zü­ge in Deutsch­land zu nut­zen, ich wür­de sie als Poli­ti­ker aber bit­ten dann auch bei den Fak­ten zu blei­ben.

    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Joa­chim Bir­re­witz

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Bir­re­witz,
      hier müs­sen gleich zu Beginn zwei Miss­ver­ständ­nis­se aus­ge­räumt wer­den: Ers­tens ist es meist nicht so, dass sich Poli­ti­ker irgend­et­was aus­den­ken. Politiker(innen) erhak­ten täg­lich mas­sen­haft Infor­ma­tio­nen aus ihrem Fach­ge­biet, las­sen sich von qua­li­fi­zier­ten Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern zuar­bei­ten (kon­kret in mei­nem Fall u. a. Ver­kehrs­in­ge­nieu­re mit Schwer­punkt) Bahn und ste­hen im regel­mä­ßi­gen Aus­tausch mit Ver­bän­den ihres Fach­ge­bie­tes und der Wis­sen­schaft. Hin­zu kom­men in mei­nem Fall Besu­che bei Zug­her­stel­lern und auf Fach­mes­sen wie der Inno­trans. Der ange­ge­be­nen Wert von 50% ent­stammt bspw. die­ser wis­sen­schaft­li­chen QUel­le: “Wie bereits im Unter­ka­pi­tel Fahr­plan erwähnt, basiert die Erhö­hung des Modal Split zu einen Teil auf der Ver­grö­ße­rung der Zug­ka­pa­zi­tät durch den Ein­satz von Dop­pel­stock­fahr­zeu­gen im Per­so­nen­nah- wie Per­so­nen­fern­ver­kehr. Die Effek­te, die der Ein­satz von Dop­pel­stock­fahr­zeu­gen erzielt, wer­den die Kapa­zi­tät um ca. 50 Pro­zent erhö­hen.” (s. HECHT, M. u. SCHWEDES, O. S 25, 2016: DIE BAHN ALS INTEGRIERTES GESAMTSYSTEM – Inno­va­ti­ons­po­ten­tia­le der Schie­ne zur Gestal­tung der Ener­gie­wen­de im Ver­kehr.- Ber­lin.). Ande­re Quel­len geben höhe­re oder gerin­ge­re Wer­te ab, was ja auch mit dem Kon­zept der jewei­li­gen Aus­stat­tung zu tun hat. Zwei­tens: Es geht uns nicht um den Ein­satz des TGV Duplex oder bau­art­glei­cher Züge, die von der DB qua­si nach­be­stellt wer­den, son­dern um die Berück­sich­ti­gung des Prin­zips „Dop­pel­stock“ bei künf­ti­gen Fahr­zeug­be­schaf­fun­gen im deut­schen Fern­ver­kehr. Der TGV Duplex steht dabei stell­ver­tre­tend für ein Fahr­zeug­kon­zept, dass nach unse­rer Ansicht bei Beschaf­fun­gen in Deutsch­land als Vor­bild die­nen kann – nicht mehr und nicht weni­ger. Es geht uns also nicht um einen Ver­gleich von Vela­ro D und TGV Duplex. Ihre Hin­wei­se bezüg­lich der Unter­schie­de bzw. Vor- und Nach­tei­le kann ich nach­voll­zie­hen. Den­noch erge­ben sich los­ge­löst von den bei­den Typen in der Abwä­gung gewich­ti­ge Grün­de, die für den Ein­satz von Dop­pel­stock­trieb­zü­gen im Fern­ver­kehr spre­chen.
      Scha­de, dass Sie sich aus­schließ­lich mit dem ange­ge­be­nen Pro­zent­wert beschäf­ti­gen. Ob 30, 50 oder mehr: Ver­kehrs­po­li­tisch ste­hen wir vor der Her­aus­for­de­rung, dass bis 2030 die Fahr­gast­zah­len im Schie­nen­per­so­nen­ver­kehr ver­dop­pelt wer­den sol­len. Sie wis­sen, dass bis 2030 nur weni­ge Neu- und Aus­bau­pro­jek­te voll­endet wer­den bzw. die­se teil­wei­se nur in Abschnit­ten in Betrieb gehen. Die gering­fü­gig erwei­ter­te Eisen­bahn­in­fra­struk­tur des Jah­res 2030 wird also kaum aus­rei­chen, um das genann­te ver­kehrs­po­li­ti­sche Ziel der Ver­dop­pe­lung zu errei­chen. Gera­de in den Groß­kno­ten bleibt die Kapa­zi­tät der Infra­struk­tur auf abseh­ba­re Zeit sehr begrenzt. Die wei­te­re Ver­dich­tung des Ange­bots kommt durch die begrenz­te Auf­nah­me­fä­hig­keit der Kno­ten schnell an sei­ne Gren­zen. Daher müs­sen wir ande­re Mög­lich­kei­ten aus­lo­ten, um mit­tel­fris­tig – also auf Sicht von fünf bis zehn Jah­ren – die Kapa­zi­tät im Schie­nen­ver­kehr zu erhö­hen.
      Wenn es die Infra­struk­tur allei­ne nicht leis­ten kann, dann ist man schnell bei der Kapa­zi­tät der ein­ge­setz­ten Fahr­zeu­ge.
      Eine Genera­ti­on schnel­ler dop­pel­stö­cki­ger Trieb­zü­ge mit deut­lich höhe­rer Kapa­zi­tät könn­te noch vor 2030 zum Ein­satz kom­men und auf die­se Wei­se den Fern­ver­kehr auf­nah­me­fä­hi­ger machen und so sei­nen Bei­trag zur Ver­dop­pe­lung der Fahr­gast­zah­len leis­ten.
      Uns ist bewusst, dass die Aus­schrei­bung und Beschaf­fung einer neu­en Fahr­zeug­platt­form zeit­auf­wen­di­ger ist als der Abruf von Fahr­zeu­gen aus bestehen­den Rah­men­ver­trä­gen. Eher frü­her als spä­ter hal­ten wir ein sol­ches Umschwen­ken zu dop­pel­stö­cki­gen Zügen aber für erfor­der­lich. Die Fahr­zeug­be­schaf­fung muss dabei mit den Umset­zungs­etap­pen des Deutsch­land­takts und den ver­kehrs­po­li­ti­schen Zie­len im Ein­klang ste­hen.
      Die Fra­ge der Trak­tio­nie­rung bzw. ihre Ver­tei­lung auf den Zug (Eig­nung für NBS Köln – Frank­furt) ist in einem tech­ni­schen Las­ten­heft näher zu defi­nie­ren. Grund­sätz­lich ist dies auch bei dop­pel­stö­cki­gen Trieb­zü­gen mög­lich, wie das Bei­spiel Japan zeigt.
      Die Fahr­gast­wech­sel­zei­ten sind im Fern­ver­kehr grund­sätz­lich groß­zü­gi­ger bemes­sen und aus mei­ner Sicht ist dies kein Aus­schluss­kri­te­ri­um für den Ein­satz dop­pel­stö­cki­ger Trieb­zü­ge.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

      • Joachim Birrewitz Reply

        Hal­lo Herr Gast­el,

        dan­ke für ihre aus­führ­li­che Ant­wort.
        Die Miss­ver­ständ­nis­se haben Sie lei­der mit zu ver­ant­wor­ten.
        Die von Ihnen genann­te Quel­le als wis­sen­schaft­lich zu bezeich­nen ist schon sehr wage­mu­tig, denn die Quel­le bleibt eine Her­lei­tung der 50% völ­lig schul­dig. Ein­fach irgend­wel­che Zah­len in den Raum zu wer­fen ist nicht wis­sen­schaft­lich son­dern popu­lis­tisch. Wenn Sie mir also eine Quel­le nen­nen kön­nen, die die 50% wis­sen­schaft­lich her­lei­tet ohne dabei die tech­ni­schen Rand­be­din­gun­gen in Deutsch­land und die Geset­ze der Phy­sik zu ver­let­zen, dann bin ich auch bereit die­se Zahl zu glau­ben.
        Zum ande­ren liest sich die Pres­se­mit­tei­lung auch ein­fach so, als wür­den sie die aktu­el­le Beschaf­fung von 30 Vela­ro-Zügen durch die Deut­sche Bahn als kla­re Fehl­ent­schei­dung dar­stel­len. Unter den aktu­el­len Rand­be­din­gun­gen war es aber die ein­zig mög­li­che Beschaf­fung um schnell den Man­gel an 300 km/h Fahr­zeu­gen in Deutsch­land zu besei­ti­gen und ich bin wirk­lich der Letz­te, der die Deut­sche Bahn ver­tei­di­gen wür­de.

        Ich bin ja abso­lut bei Ihnen, dass man den Ein­satz von Dop­pel­stock-HGV-Zügen für die Zukunft betrach­ten muss, um das Ziel der Ver­dopp­lung der Fahr­gast­zah­len errei­chen zu kön­nen. Aber auch das von Ihnen genann­te Bei­spiel aus Japan taugt nicht für den deut­schen Markt, da die Züge zu breit und zu hoch für das deut­sche Schie­nen­netz sind und außer­dem nur 240 km/h schnell.
        Es gibt der­zeit welt­weit ein­fach kei­nen Dop­pel­stock-HGV-Zug, der für den deut­schen Markt unein­ge­schränkt geeig­net wäre und ich bezwei­fe­le, dass eine Neu­ent­wick­lung, selbst wenn sie heu­te gestar­tet wür­de, bis 2030 auf der Schie­ne ist.

        Zum The­ma Kno­ten und Fahr­gast­wech­sel­zei­ten: Sie haben abso­lut recht, dass die Groß­kno­ten in Deutsch­land über­las­tet sind. Sie haben auch recht, dass die Hal­te­zei­ten im Fern­ver­kehr mit durch­schnitt­lich 2–3 Minu­ten in der Regel aus­rei­chend dimen­sio­niert sind. Ich lade Sie aber ger­ne ein, wenn wir wie­der annä­hernd das Vor-Coro­na-Niveau erreicht haben, mal den Fahr­gast­wech­sel beim TGV um 17:37 in Mann­heim in Rich­tung Paris zu beob­ach­ten, dann wis­sen Sie war­um ich Beden­ken beim Ein­satz von Dop­pel­stock­zü­gen in Deutsch­land habe. Ähn­li­ches lässt sich auch jeder­zeit am Frank­fur­ter Flug­ha­fen Fern­bahn­hof beob­ach­ten, aller­dings auch hier erst wie­der, wenn der Coro­na-Ein­bruch über­wun­den ist. Höhe­re Hal­te­zei­ten wären aber Gift für die Kapa­zi­tät vie­ler Kno­ten.

        Lei­der haben Sie und Ihre Par­tei bei vie­len The­men die Ange­wohn­heit, zwar für das Rich­ti­ge zu sein, dies aber in der Außen­dar­stel­lung so zu trans­por­tie­ren, dass sie dir Mehr­heit der Men­schen damit abschre­cken (sie­he z.B. Veg­gie-Day und Tem­po­li­mit). Ich wün­sche mir von Ihnen und Ihrer Par­tei für die Zukunft im Umgang mit wich­ti­gen The­men ein­fach ein sach­li­che­res und zurück­hal­ten­de­res Auf­tre­ten und eine bewuss­te­re Wahl von For­mu­lie­run­gen, das ver­hin­dert dann auch Miss­ver­ständ­nis­se.

        Mit freund­li­chen Grü­ßen
        Joa­chim Bir­re­witz

  55. Papperger Christine Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,

    den Vor­stoß der „Grü­nen“ eine ver­schärf­te Kon­trol­lie­rung der Mas­ken­pflicht in den Fern­zü­gen fin­de ich sehr gut.
    Aller­dings wür­de ich es auch begrü­ßen, wenn im ÖPNV kon­trol­liert wür­de. Ich bin 64-Jäh­ri­ge Pend­le­rin, muss mich also täg­lich ins Gewühl stür­zen und ich füh­le mich oft ohn­mäch­tig, ange­sichts der immer öfter ohne Mas­ke auf­tre­ten­den „Mit­fah­rer“. Beson­ders in der U‑Bahn ist der Abstand meis­tens nicht ein­halt­bar. Hin­wei­se an die „Ohne-Mas­ke-Auf­tre­ten­den“ wer­den meist mit dum­men Sprü­chen kom­men­tiert (auch ein Her­aus­stre­cken der Zun­ge hat­te ich schon). Meist ver­knei­fe ich mir, etwas zu sagen, aber wenn die­je­ni­gen direkt neben mir ste­hen, mache ich manch­mal auf die Mas­ken­pflicht auf­merk­sam – meist ohne Erfolg.
    Auch des­halb wür­de ich es sehr gut fin­den, wenn auch im ÖPNV (U‑Bahnen und Regio­nal­ver­kehr der Bahn) durch die Poli­zei kon­trol­liert wür­de und auch Geld­stra­fen ver­hängt wür­den.

    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Chris­ti­ne P.

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­te Frau P.,
      für die Durch­set­zung der Mas­ken­vor­ga­ben im öffent­li­chen Nah­ver­kehr sind die Län­der bzw. die Auf­ga­ben­trä­ger zustän­dig. Die Zustän­dig­kei­ten sind hier ziem­lich klar und es gibt in vie­len Orten auch Kon­trol­len. Im Fern­ver­kehr hin­ge­gen gibt es eine geteil­te Zustän­dig­keit, die eine Durch­set­zung der Vor­ga­ben, die von den Län­dern stam­men, in der Pra­xis sehr schwie­rig machen. Daher bezie­he ich mich hier auf den Fern­ver­kehr.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  56. Bernhard Schmidt Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el, ich habe seit Ber­li­ner Alter­na­ti­ve Lis­te-Zei­ten “grün” gewählt und ver­ab­schie­de mich, seit Habeck die Impf­pflicht ein­füh­ren will. Nun kom­men Sie mit Ihrer Mas­ken­pflicht im Zug, und schies­sen abso­lut den Bock ab. Ja toll, die “Grü­nen Sau­ber­män­ner” aus dem Kehr­wo­chen­land for­dern Straf­mass­nah­men. Bra­vo! Scha­de, dass sich eine Par­tei die einst für Öko­lo­gie und Frei­heits­wer­te stand, soweit ver­kommt.
    Mit freund­li­chem Gruß, Bern­hard Schmidt

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Schmid,
      es ist bedau­er­lich, dass es Men­schen gibt, die noch nicht erkannt haben, dass es die Mas­ke ist, die in Pan­de­mie­zei­ten unse­re Frei­heit schützt, weil sie wei­ter­ge­hen­de Maß­nah­men viel­fach ver­zicht­bar macht. Wir wol­len kei­nen zwei­ten Shut­down, vor allem aber kei­ne Ver­hält­nis­se wie in Län­dern, die dar­auf ver­zich­tet haben oder ver­zich­ten, dafür aber wesent­lich höhe­re Opfer­zah­len zu bekla­gen haben. Die Mas­ke schützt die Mit­men­schen. Das nennt man Soli­da­ri­tät und ist auch eine Fra­ge des Respekts. Dafür stan­den und ste­hen wir. Bei der Bahn ent­schei­det die Mas­ke in wesent­li­chen Tei­len über die Akzep­tanz des Ver­kehrs­mit­tels Bahn.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  57. Urschel Barbara Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el!
    Als häu­fi­ge Bahn­fah­re­rin mit BC 50 – und Risiko­per­son für COVID – kann ich Ihren Vor­schlä­gen für die Bahn: Reser­vie­run­gen unter Ein­hal­tung von Abstands­re­geln und Wagen für Risiko­per­so­nen, sowie Durch­set­zen der Mas­ken­pflicht nur zustim­men! Ich fürch­te mich vor Bahn­fahr­ten und über­le­ge gera­de, ob ich mein Ticket 1. Kl, das ich für einen Kurz­ur­laub mit ICE gekauft habe, stor­nie­ren soll.
    Ich habe oft im ÖPNV sehr aggres­si­ve Mas­ken­ver­wei­ge­rer erlebt, die ande­re gefähr­den. ( Wie report mainz bewie­sen hat, kann man sich auch sehr leicht ein “Attest” besor­gen, Arzt­adres­sen gibts im Netz)
    Es fin­den kei­ne Kon­trol­len statt, und die uner­freu­li­chen und oft nutz­lo­sen Aus­ein­an­der­set­zun­gen müs­sen Fahr­gäs­te füh­ren.
    Vie­len Dank für Ihre deut­li­chen und ziel­füh­ren­den Vor­schlä­ge an die Bahn.
    Ich weiß, dass vie­le Men­schen aus mei­nem Umfeld auch das Bahn­fah­ren unter den aktu­el­len Bedin­gun­gen mei­den.

    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    B. Urschel

  58. Urschel Barbara Reply

    In der tages­schau app habe ich Ihre Vor­schlä­ge für Bahn in Coro­na­zei­ten gele­sen und kann nur zustim­men:
    – Es müss­ten drin­gend Abstands­re­geln ein­ge­hal­ten wer­den, wie in Thea­ter oder Kino, z. B. durch ent­spre­chen­de Reser­vie­rungs­mög­lich­kei­ten
    – Das Mas­ken­tra­gen müss­te durch­ge­setzt wer­den.
    Ich habe schon aggres­si­ve Maskenverweigerer/ mis­sio­na­ri­sche Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker erlebt.
    Die Fahr­gäs­te sind allein in der oft ergeb­nis­lo­sen Aus­ein­an­der­set­zung.

    - Ich gehö­re zur Risi­ko­grup­pe, fah­re oft mit Bahn, habe BC 50 und habe momen­tan Angst, mit der Bahn zu fah­ren.
    Ich erwä­ge aktu­ell, mei­ne Buchung im ICE, 1. Kl zu stor­nie­ren wg og Grün­den.

    Dan­ke für Ihren Ein­satz.
    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Bar­ba­ra Urschel

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Dan­ke fürs Feed­back (und blei­ben Sie bit­te der Bahn treu!)!

  59. Wiebke Nielson Reply

    Sehr geehr­te Herr Gast­el,

    ich bin Wäh­le­rin Ihrer Par­tei und war bis­her auch zufrie­den mit die­ser Wahl.

    Seit eini­ger Zeit bin ich aber zutiefst ent­täuscht, und ich kann die Hal­tung der Grü­nen bezüg­lich der Coro­na-Kri­se über­haupt nicht mehr nach­voll­zie­hen. Als Oppo­si­ti­on haben Sie doch die Pflicht, die Ent­schei­dun­gen der Regie­rungs­par­tei­en kri­tisch zu hin­ter­fra­gen!

    Viel­leicht tue ich Ihnen per­sön­lich ja Unrecht, aller­dings kann ich aktu­ell im Ver­hal­ten der Grü­nen als Par­tei lei­der nichts davon ent­de­cken. Viel­mehr schei­nen Sie kei­ne eige­nen Anstren­gun­gen zu unter­neh­men, um zu einer, von den Regie­rungs­par­tei­en unab­hän­gi­gen Mei­nung zu gelan­gen. Sie müss­ten doch eige­ne Exper­ten her­an­zie­hen und bezüg­lich der Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Maß­nah­men nicht nur auf die Gesund­heit, son­dern auch auf alle ande­ren, genau­so wich­ti­gen gesell­schaft­li­chen Aspek­te schau­en, und die­se von Exper­ten des jewei­li­gen Fach­ge­biets genau bewer­ten las­sen, damit die Schä­den durch die Maß­nah­men nicht den erwünsch­ten Nut­zen über­stei­gen.

    Bei­spiels­wei­se die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen auf das Kin­des­wohl und auf Jugend­li­che (sie­he Anspra­che von Prof. Dr. Micha­el Klundt der Kin­der­kom­mis­si­on des Deut­schen Bun­des­tags https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2020/kw37-pa-kinderkommission-corona-706358), auf die klei­nen und mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men (Weg­fall der Geschäfts­grund­la­ge sowie Risi­ko des For­de­rungs­aus­falls bei Geschäfts­part­nern wegen der Aus­set­zung der Insol­venz­an­zei­ge) und des­we­gen Mil­lio­nen von zukünf­ti­gen Arbeits­lo­sen (das Kurz­ar­bei­ter­geld hat doch nur eine auf­schie­ben­de Wir­kung), die über kurz oder lang mas­si­ve und rea­lis­ti­sche Exis­tenz­ängs­te haben müs­sen.

    War­um wird die Ent­schei­dungs­ba­sis der Regie­rungs­par­tei­en für die Fort­set­zung der „epi­de­mi­schen Lage von natio­na­ler Trag­wei­te“ von den Grü­nen nicht sehr kri­tisch in Fra­ge gestellt? Die Über­prü­fung, ob die Son­der­rech­te des Gesund­heits­mi­nis­ters auf­grund der aktu­el­len gesund­heit­li­chen Situa­ti­on über­haupt noch gerecht­fer­tigt sind, müss­ten doch regel­mä­ßig in kur­zen Abstän­den und anhand von fes­ten Kri­te­ri­en trans­pa­rent über­prüft wer­den.

    Die aktu­el­le Situa­ti­on ist doch in kei­ner Wei­se mehr mit der Situa­ti­on im März ver­gleich­bar, als es vie­le Pati­en­ten auf den Inten­siv­sta­tio­nen und auch Todes­fäl­le gab.

    Schon seit län­ge­rer Zeit sind in ganz Deutsch­land unter 250 Pati­en­ten mit Covid-19 aktu­ell auf Inten­siv­sta­tio­nen (Gesamt­zahl 32.000 Bet­ten). Und seit der 24. Woche ist lt. RKI-Daten die durch­schnitt­li­che Anzahl von Toten mit Covid-19 auf unter 10 pro Tag gesun­ken. Die­se bei­den Wer­te sind auch trotz der gestie­ge­nen posi­ti­ven Tests in den letz­ten Wochen nicht ange­stie­gen, d. h. es gibt aktu­ell kaum gefähr­li­che Aus­wir­kun­gen des Virus‘.

    Wenn man bedenkt, dass bei rund 82 Mio. Ein­woh­nern in Deutsch­land mit einer durch­schnitt­li­chen Lebens­er­war­tung von ca. 82 Jah­ren also jedes Jahr rund 1 Mio. Men­schen ster­ben, dann sind das über 2.700 Tote pro Tag. So trau­rig jeder ein­zel­ne Tod ist, bei einem Ver­hält­nis von 10 zu 2.700 erge­ben die Toten mit Covid-19 nicht mal 0,4% aller Toten.

    Und fol­gen­des ver­ste­he ich an der Zäh­lung auch nicht: Jemand, der an Krebs schwer erkrankt ist, und dann am Ende an einer Lun­gen­ent­zün­dung stirbt, der wird rich­ti­ger­wei­se der Todes­ur­sa­che „Krebs“ zuge­zählt. Wenn heu­te aber jemand mit einem Herz­in­farkt oder Motor­rad­un­fall ins Kran­ken­haus kommt, dort an den Fol­gen stirbt, aber beim im Kran­ken­haus obli­ga­to­ri­schen Coro­na-Test posi­tiv ist, dann wird er als „mit Covid-19-Toter“ gezählt?!? Fin­den Sie das rich­tig? Für mich ist das hane­bü­chen!

    Denn laut Infek­ti­ons­schutz­ge­setz ist ein Virus nur dann ein Krank­heits­er­re­ger im Sin­ne des Geset­zes, wenn es „ver­meh­rungs­fä­hig“ ist. Dazu hat auch Herr Dros­ten eine Unter­schei­dung der PCR-Test-Posi­ti­ven in „Infi­zier­te“ und „Infek­tiö­se“ ange­regt (im Inter­view mit Die Zeit), da die Ers­ten ande­re nicht anste­cken kön­nen und die­ses die meis­ten sei­en.

    War­um wird die Bevöl­ke­rung wei­ter­hin ver­ängs­tigt, obwohl eine Regie­rung doch beru­hi­gend in Kri­sen ein­wir­ken soll­te? Und für mich noch unver­ständ­li­cher, war­um for­dern die Grü­nen als Oppo­si­ti­ons­par­tei die­ses von der Regie­rung nicht im Namen der Bevöl­ke­rung ein???

    Sie mer­ken schon, je län­ger ich dar­über nach­den­ke, des­to unzu­frie­de­ner bin ich mit der Rol­le „mei­ner“ Par­tei. Aber ich habe die Hoff­nung, dass SIE (falls nicht schon gesche­hen) und die Grü­nen all­ge­mein jetzt end­lich aus der Star­re auf­wa­chen und mit­hel­fen, damit unser Land und unse­re Gesell­schaft wie­der gesun­den kön­nen. Die Gefah­ren, in die wir durch das wei­te­re ein­sei­ti­ge Abstel­len ein­zig auf das Coro­na-Virus gera­de­wegs hin­ein­lau­fen, müs­sen unbe­dingt durch eine Trend­wen­de ver­mie­den wer­den. Und dabei spielt die Zeit die größ­te Rol­le, d. h. je län­ger die­ser Weg bei­be­hal­ten wird, des­to grö­ßer ist der Scha­den an unse­rer Gesell­schaft.

    Bit­te hin­ter­fra­gen Sie die aktu­el­le Situa­ti­on kri­tisch. Das sind Sie doch mir und Ihren ande­ren Wäh­lern schul­dig!

    Ich hof­fe so sehr, dass sich die bevor­ste­hen­de Kata­stro­phe auch durch klu­ges Han­deln „mei­ner“ Par­tei abwen­den lässt, und ver­blei­be mit hoff­nungs­vol­len Grü­ßen,

    Wieb­ke Niel­son

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­te Frau Niel­son,

      dan­ke für Ihren sach­lich gehal­te­nen Kom­men­tar.
      Unser Ver­ständ­nis von Oppo­si­ti­ons­ar­beit ist es, nach eige­nen fach­li­chen und sach­li­chen Über­zeu­gun­gen kon­struk­tiv zu agie­ren – und nicht pau­schal gegen Regie­rungs­han­deln an zu argu­men­tie­ren. Unser Selbst­ver­ständ­nis ist nicht das einer Fun­da­men­tal­op­po­si­ti­on.

      Wir hal­ten sehr vie­le der beschlos­se­nen Maß­nah­men zur Ein­däm­mung der Pan­de­mie für rich­tig, um die Gesund­heit der Men­schen zu schüt­zen. Im März konn­te noch nie­mand wis­sen, wie das Virus über­tra­gen wird und wel­che Maß­nah­men wirk­sam oder aber auch unan­ge­mes­sen sind und womög­lich mehr scha­den als nut­zen. Heu­te wis­sen wir mehr, aber lei­der längst nicht alles. So bleibt bei­spiels­wei­se unklar, wel­che Lang­zeit­fol­gen in Fol­ge von Erkran­kun­gen durch das Virus an Orga­nen wie der Lun­ge ent­ste­hen kön­nen. Aus dem bis­he­ri­gen Pan­de­mie­ver­lauf konn­ten wir in der Zeit eini­ges ler­nen, wes­halb wir aktu­ell und auch in Zukunft mit der Kri­se anders umge­hen (kön­nen).

      Ger­ne möch­te ich Ihnen mei­nen grund­le­gen­den Maß­stab bei die­sem The­ma beschrei­ben. Die­ser besteht in der Leis­tungs­fä­hig­keit unse­res Gesund­heits­sys­tems. Unter kei­nen Umstän­den dür­fen wir mei­nes Erach­tens Situa­tio­nen wie in Nord­ita­li­en ris­kie­ren, wo Men­schen, die über­le­ben hät­ten kön­nen, auf­grund einer Über­las­tung nicht mehr behan­delt wur­den. In vie­len Län­dern die­ser Erde geschieht dies der­zeit. In Frank­reich fül­len sich wie­der die Kli­nik­bet­ten und man­cher­orts steht man vor einer erneu­ten Über­las­tungs­si­tua­ti­on. Neben den blo­ßen Infek­ti­ons­zah­len soll­ten wir also vor allem die Kapa­zi­tä­ten der Kli­ni­ken als Vor­ga­be unse­res Han­delns her­an­zie­hen. Ange­sichts des­sen und der nahen­den küh­le­ren Jah­res­zeit, in der sich das Virus wie­der schnel­ler aus­brei­ten kann und noch dazu ver­mut­lich ande­re Infek­ti­ons­er­kran­kun­gen ver­stärkt auf­tre­ten, kön­nen wir das Regie­rungs­han­deln nicht grund­sätz­lich, son­dern an kon­kre­ten Ver­säum­nis­sen kri­ti­sie­ren. Ich kann schließ­lich nicht Maß­nah­men der Regie­rung als sol­che ableh­nen, wenn die­se im Grund­satz mei­nen Über­zeu­gun­gen ent­spre­chen. Nun kann man aller­dings ins­be­son­de­re in den Punk­ten die Sie auch anspra­chen kon­kre­te Kri­tik äußern. Wir Grü­nen haben uns bereits sehr früh dafür ein­ge­setzt, die Bedürf­nis­se der Kin­der stär­ker zu berück­sich­ti­gen. Dazu gehört, ihnen die Mög­lich­keit sozia­ler Kon­tak­te zu gewäh­ren und die Kitas und Schu­len geöff­net zu las­sen. Kommt man zu die­ser Ein­schät­zung, so muss man sich umso stär­ker für die Prä­ven­ti­on erneu­ter Aus­brü­che ein­set­zen, um Schul­schlie­ßun­gen nicht mehr oder nur noch in Extrem­si­tua­tio­nen im loka­len Kon­text erfor­der­lich zu machen. Dazu gehö­ren ggf. Ein­schrän­kun­gen in ande­ren Berei­chen, bei denen erneut Abwä­gun­gen vor­ge­nom­men wer­den müs­sen. Einen erneu­ten Lock­down hal­te ich jedoch weder für sinn­voll noch für erfor­der­lich, da wir inzwi­schen wis­sen, wie geziel­te­re Maß­nah­men aus­se­hen kön­nen. Die­se bestehen ins­be­son­de­re in loka­len Beschrän­kun­gen. Ich bin der Über­zeu­gung, dass unser stark föde­ra­les und sub­si­di­är geglie­der­tes Sys­tem einen enor­men Vor­teil in der unmit­tel­ba­ren Bekämp­fung der Pan­de­mie bie­tet. Damit ver­mei­den wir auch man­che erneu­te mas­si­ve wirt­schaft­li­che Schä­den.
      Bei all den Abwä­gun­gen ist beson­ders schwie­rig, dass die Aus­las­tung des Gesund­heits­sys­tems nicht ein­fach durch die Locke­rung bestimm­ter Maß­nah­men bere­chen­bar steu­er­bar ist. Somit müs­sen alle Maß­nah­men mit Vor­sicht und Bedacht getrof­fen wer­den. Auch wenn ich Ihnen natür­lich zustim­me, dass die der­zei­ti­ge Infek­ti­ons­la­ge wenig dra­ma­tisch ist, müs­sen wir uns der Labi­li­tät der Lage bewusst blei­ben. In die­sem Zusam­men­hang muss man sich aller­dings auch vor Augen füh­ren, dass die meis­ten Maß­nah­men, die Sie anspra­chen, längst gar nicht mehr in Kraft sind. Schu­len, Kitas und der Ein­zel­han­del haben wie­der geöff­net und gera­de unser ver­gleichs­wei­se nied­ri­ges Infek­ti­ons­ge­sche­hen erlaubt uns doch, dass dies so bleibt.
      Die von Ihnen ange­spro­che­ne Zähl­wei­se der Todes­fäl­le des RKI kann man in der Tat kri­tisch hin­ter­fra­gen und auch ich emp­fin­de die Zähl­wei­se in Aus­nah­me­fäl­len als nicht über­zeu­gend. Hier­zu bin ich mit den für Gesund­heits­po­li­tik zustän­di­gen Kol­le­gin­nen mei­ner Frak­ti­on im Gespräch.
      Abschlie­ßend möch­te ich noch auf Ihre Aus­sa­ge ein­ge­hen, wonach ich oder wir kei­ne Anstren­gun­gen unter­neh­men würde/n, um zu einer unab­hän­gi­gen Mei­nung zu gelan­gen. Ich habe – obwohl mein Arbeits­schwer­punkt im Ver­kehrs­be­reich liegt – mir unbe­kann­te Viro­lo­gen, Infek­tio­lo­gen und behan­deln­de Ärzt*innen aus der Regi­on kon­tak­tiert, um mir deren Mei­nun­gen ein­zu­ho­len. Die Rück­mel­dun­gen waren ein­deu­tig: Das Virus ist ernst zu neh­men und für die mensch­li­che Gesund­heit gefähr­li­cher als die Grip­pe. Die beschrän­ken­den Maß­nah­men sind im Grund­satz sinn­voll. Ich wer­de dazu dem­nächst eine Zusam­men­stel­lung auf mei­ner Home­page ver­öf­fent­li­chen. Mich haben die­se Rück­mel­dun­gen nicht über­rascht. Denn alle Län­der haben ihre eige­nen Bera­tungs­gre­mi­en mit sehr vie­len ver­schie­de­nen Bera­te­rin­nen und Bera­tern. Sie kom­men zu sehr ähn­li­chen Ergeb­nis­sen wie auch die in ande­ren Staa­ten.

      Ich mei­ne, dass Deutsch­land bis­lang ver­hält­nis­mä­ßig gut durch die Kri­se gekom­men ist. Wir haben weni­ger Tote zu bekla­gen als die meis­ten ande­ren Län­der. Das kann als Beleg dafür gewer­tet wer­den, dass die ergrif­fe­nen Maß­nah­men nicht völ­lig falsch waren und sind.

      Mit freund­li­chen Grü­ßen

      Mat­thi­as Gast­el

  60. Rudolf Gruber Reply

    Hal­lo Herr Gast­el,
    die Grü­nen pro­pa­gie­ren auf brei­ter Front das Elek­tro­au­to als DIE Lösung. Mal ganz abge­se­hen davon, dass Schlag­wor­te wie ‘0‑Emmision’ im Gesamt­zu­sam­men­hang schlicht falsch sind, da man dabei den Gesamt­ener­gie­ver­brauch und des­sen Ent­ste­hung völ­lig ver­nach­läs­sigt, möch­te ich auf ein gene­rel­les Pro­blem hin­wei­sen:
    In Den­ken­dorf ent­steht der­zeit ein grö­ße­res NEUBAUGEBIET(Fildertor) mit ca. 100 Woh­nun­gen. Auf Nach­fra­ge zu Lade­mög­lich­kei­ten bekom­me ich vom Bau­trä­ger die Ant­wort, dass die Strom-Infra­struk­tur der­zeit kei­ne Kapa­zi­tä­ten für Instal­la­tio­nen von Wall-Boxen erlaubt! Jeder Stell­platz wird mit einer 230V 16A Steck­do­se aus­ge­stat­tet, was das maxi­mum des­sen sei, was Infra­struk­tur-tech­nisch ver­tret­bar ist.
    Wenn die­se Vor­aus­set­zun­gen noch nicht mal in Neu­bau­ge­bie­ten geschaf­fen wer­den kön­nen, wie sieht das dann erst im Alt­be­stand von Gebäu­den, ins­be­son­de­re in Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern aus?
    Mit­tel­fris­tig ist das E‑Auto mit all die­sen Abhän­gig­kei­ten aus mei­ner Sicht kei­ne Alter­na­ti­ve für die brei­te Mas­se der Bevöl­ke­rung! Egal wie hoch man den Kauf sub­ven­tio­niert.

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Gru­ber,
      die Aus­sa­ge, wir wür­den das E‑Auto als “DIE Lösung” betrach­ten, ist kom­plett falsch (so ein Kom­men­tar auf der Home­page des bahn­po­li­ti­schen Spre­chers …?). Wir pro­pa­gie­ren Ver­kehrs­ver­mei­dung und ‑ver­la­ge­rung und erst an drit­ter Stel­le die Antriebs­wen­de, die im Pkw-Bereich auf den bat­te­rie­elek­tri­schen Antrieb setzt. Ich fra­ge mal ganz pro­vo­ka­tiv: Wozu benö­tigt man in einer Tief­ga­ra­ge Wall-Boxen? Autos ste­hen im Durch­schnitt 23 Stun­den am Tag, wozu also in 15 oder 30 Minu­ten laden? Für die aller­meis­ten Fäl­le (Auto steht nachts acht Stun­den am Stück in der TG) reicht eine nor­ma­le Steck­do­se. Schnel­le­res Laden ist vor allem am Stra­ßen­rand und noch mehr an Auto­bah­nen not­wen­dig. In einem Punkt gebe ich Ihnen Recht: Das Netz soll­te so sta­bil sein, dass Wall Boxen mög­lich sind. Das Modell­pro­jekt der EnBW in Ofi dürf­te bekannt sein. Ergeb­nis war, dass das Netz weni­ger bean­sprucht wird, als man den­ken könn­te. Es laden in der Pra­xis näm­lich nie alle gleich­zei­tig und dies lässt sich tech­nisch auch ver­hin­dern. Zum kon­kre­ten Fall kann ich nichts sagen. Dazu müss­te sich der Netz­be­trei­ber etwas sagen (und nicht der Bau­trä­ger).
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

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