Verfügbarkeit von Rolltreppen und Aufzügen gestiegen

14.10.2018

Geringere Ausfälle an Bahnhöfen

Wie zuverlässig sind Aufzüge und Rolltreppen an Bahnhöfen? Für Menschen mit Behinderung bzw. Handicap sind diese für den Zugang zu Bahnsteigen besonders wichtig. Daher habe ich die Bundesregierung gefragt, wie sich die Ausfallzeiten von Rolltreppen und Aufzügen an Bahnhöfen der Deutschen Bahn in den Jahren seit 2015 entwickelt haben.

Die Bundesregierung hat einmal mehr nicht so detailliert geantwortet, wie ich gefragt hatte. Aber: Nach Auskunft der Deutschen Bahn, auf die sich die Bundesregierung bezieht, wurden inzwischen alle Aufzüge und Rolltreppen mit digitaler Fernüberwachung ausgerüstet. Waren im Jahr 2016 noch 91 Prozent der Mobilitätshilfen verfügbar, waren es im bisherigen Verlauf des Jahres 2018 bereits 97 Prozent.

 

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Kommentare zu “Verfügbarkeit von Rolltreppen und Aufzügen gestiegen

  1. Bernd Kittendorf Reply

    Sehr geehrter Herr Gastel,

    schön, daß die Zahlen besser geworden sind. Am 16. Oktober 2018 waren meine Frau und ich wieder mal mit dem Zug in Grünstadt. Also zehn Tage, nachdem “Aufzug-Ärger am Grünstadter Bahnhof” im ZDF im Länderspiegel als “Hammer der Woche” thematisiert wurde.
    Für Rollstuhlfahrer wie mich wurde ja seit längerem an einer App gebastelt, der App “DB Barrierefrei”. Sie hat den “Hessischen Staatspreis für Universelles Design 2016” erhalten und ist nun gerade erschienen. Demnach waren beide Aufzüge des Bahnhofs Grünstadt nicht verfügbar. Die DB-Mitarbeiter im Zug nutzen eine andere Anwendung und zeigten uns das Resultat. Danach waren beide Aufzüge verfügbar. Welche Datenbasis ist denn für Auskünfte für den Bundestag herangezogen worden?
    Nun noch kurz zur berechtigten Frage, ob die Aufzüge denn tatsächlich funktionierten: eine Frau mit Kinderwagen wollte mit dem Aufzug von Gleis 4 in die Unterführung fahren. Losgefahren ist die Kabine nicht, die Frau stieg wieder aus. Kurz darauf fuhr der Aufzug abwärts und brachte zwei Personen aus der Unterführung auf den Bahnsteig. Ich machte die Frau darauf aufmerksam, sie versuchte es erneut, wieder ohne das gewünschte Resultat. Vielleicht ist der Aufzug ja in Ordnung und nur der Taster in der Kabine funktionierte nicht. Für die Statistik macht das einen Unterschied, für die Frau mit dem Kinderwagen nicht.
    Schön, daß die Zahlen besser geworden sind.

    Danke dafür, daß Sie beim Thema Aufzüge nachgefragt haben. Von selbst wird die Situation nämlich nicht besser, “Eintagsfliegen” wie nach einem Medien-“Hammer der Woche” gehen auch nach kurzer Zeit vergessen. Eine Woche ist schnell rum, Mängel in der Barrierefreiheit nicht. Ärgern Sie sich nicht zu sehr über den Stil, in dem heutzutage solche Fragen von Behörden und Unternehmen beantwortet werden, mir als einfachem Bürger ergeht das auch oft ähnlich.

    Mit freundlichen Grüßen
    bei Sonnenschein aus Ludwigshafen-Oggersheim
    Bernd Kittendorf

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehrter Herr Kittendorf,
      da ich über den hohen Wert der Verfügbarkeit von Aufzügen und Rolltreppen sehr überrascht war (ich hätte einen Wert von max. 80% angenommen), habe ich mich bei der DB über der Berechnungsmethodik erkundigt. Die Antwort darauf ging soeben ein:
      “Bei den Verfügbarkeitswerten handelt es sich um den Zeitraum, in dem die Anlagen im Betrachtungszeitraum dem Kunden zur Verfügung stehen, geteilt durch den Betrachtungszeitraum. Relevant für die Kundenverfügbarkeit ist nur die Zeit zwischen 6-22 Uhr. Anlagen werden als „nicht verfügbar“ gekennzeichnet, wenn sie für den Kunden nicht nutzbar sind. Dies umfasst nicht nur den Zeitraum vom Ausfall einer Anlage bis zum Wiedereinschalten nach erfolgter Reparatur sondern auch Wartungszeiten, in denen die Anlage aus Kundensicht ebenfalls nicht betrieben werden können. Ausschlüsse gibt es nur bei Anlagentausch und Modernisierungen. Ein Anlagentausch findet jedoch in der Regel nach frühestens 15 Jahren statt. Bei Modernisierungsmaßnahmen handelt es sich in der Regel um Maßnahmen, die zur Erfüllung von neu eingeführten Normen erforderlich sind.
      Eine Selbsttestfunktion überprüft in der Regel nach 5 min, ob der Ausfall oder der Wiederanlauf bestätigt werden kann. Eine positive oder negative Beeinflussung der Verfügbarkeitswerte findet durch die zeitversetzte Übermittlung nicht statt.”
      Mit freundlichen Grüßen
      Matthias Gastel

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