Turbulent ist das Leben in Deutschlands oberstem Parlament – so viel ist sicher. Jeden Tag neue Schlagzeilen, Pressestatements von Branchenverbänden und Gesetzesentwürfe, auf die es zu reagieren gilt. Und in diesem Trubel die ständige Oppositionsarbeit, Lücken in der Politik der Bundesregierung aufzudecken und durchdachte Alternativen aufzuzeigen.
Im Rahmen meines dreimonatigen Praktikums im Berliner Abgeordnetenbüro von Matthias konnte ich neben diesen Erkenntnissen wertvolle Erfahrungen im Bereich der Verkehrspolitik gewinnen. Hierdurch ließen sich meine Erfahrungen durch mein Studium der Verkehrssystemtechnik (B. Eng.) an der Technischen Hochschule Wildau sowie meine bisherigen beruflichen Stationen optimal ergänzen.
Denn Politik findet auf einer Ebene statt, die das Know-how aus verschiedensten Fachbereichen bündeln und damit arbeiten muss. Das erfordert einen übergreifenden Blick und ein systemisches Denken, mit dem Wissen darum, dass alle Rädchen im Kleinen ineinandergreifen. Diese gilt es in der Politik im Großen zusammenzufügen. Genau hierauf hat mich mein Studium vorbereitet.
In meiner Zeit im Bundestag hat mich besonders begeistert, Dicht am Geschehen zu sein: Seien es die Diskussionen um die Trassenpreisförderung, die Zukunft der DB Cargo AG oder die Parlamentarische Befassung von großen Bahnprojekten. Die Politik und die großen Entscheidungen waren auf einmal keine abstrakte Ebene „von denen da oben“ mehr, sondern greifbar und nachvollziehbar. Diese Erfahrungen sind unglaublich wertvoll und werden mich nachhaltig prägen.
Auch im Hinblick auf die organisatorischen Abläufe in der Bundespolitik konnte ich vieles dazulernen. Während die Sitzungswochen häufig von Termindruck geprägt sind und hier viel Arbeit liegen bleibt, werden die Nicht-Sitzungswochen genutzt, um diesen Stau wieder auszugleichen. Die damit ständig wechselnde Arbeitsbelastung verlangt einem viel ab – wenn man dies annimmt, findet man sich aber gut zurecht.
Selbstverständlich hatte ich in meiner Zeit auch die Chance, an der politischen Arbeit mitzuwirken. Beispielsweise habe ich Fragen an die Bundesregierung vorbereitet und die Antworten der Bundesregierung ausgewertet sowie Hintergrundrecherchen zu aktuellen Verkehrsthemen durchgeführt. Weiterhin habe ich bei der Beantwortung von Bürgeranfragen mitwirken dürfen – die nicht selten eine tiefgründige Einarbeitung in komplexe Sachverhalte erforderten.
Als besonders spannend habe ich die Begleitung von Gremiensitzungen – insbesondere des Verkehrsausschusses – sowie Hintergrundgespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Verkehrsbranche empfunden. Highlights waren darüber hinaus externe Events, wie die Inbetriebnahmefeier der Dresdner Bahn oder die Einweihung des ICE‑L. Etwaige Erfahrungen bekommt man in seinen jungen Jahren sonst nirgendwo geboten.
Mir ist im Rahmen des Praktikums schnell klar geworden, dass es keine Bundestagsabgeordnete und keinen Bundestagsabgeordneten gibt, der so viel verkehrsspezifische Fachexpertise in seinem Team zu bündeln vermag, wie Matthias. Dies ist ein hohes Gut und bietet die nötige Grundlage für eine fundierte politische Arbeit. Matthias gilt mein ausführlicher Dank dafür, dass er mir die Chance gewährt hat, Teil dessen zu sein.
Zum Abschluss kann ich nun sagen: Das Praktikum war für mich ohne Abstriche eine absolute Bereicherung. Es war mir eine große Freude und hat mir oft viel Spaß bereitet, was nicht zuletzt an dem wundervollen Team um Matthias liegt, welches mich herzlichst aufgenommen und für ein Umfeld gesorgt hat, in dem ich gerne gearbeitet habe!
