Kürzlich war ich wieder mal bei einem der größten deutschen Bauunternehmen, bei Leonhard Weiss in Göppingen, zu Besuch. Wir sprachen über die Lage der Bauwirtschaft, das Sondervermögen und ganz speziell den Gleisbau.
Die Leonhard Weiss GmbH & Co KG hat ihren Hauptsitz in Göppingen und Satteldorf. Inzwischen hat das vor 125 Jahren gegründete Unternehmen 8.300 Beschäftigte (Tendenz wachsend), die zuletzt (2024) einen Umsatz von 2,3 Milliarden Euro erwirtschafteten. Insgesamt zeigte sich das Unternehmen wirtschaftlich zufrieden. Das Sondervermögen lasse aber bisher keine wesentlich höhere Auftragslage für die Bauwirtschaft erwarten. Da das Unternehmen stark im Bahnbau vertreten ist, profitiert es von den angelaufenen Korridorsanierungen. Wir sprachen über den in Deutschland im Bahnbau eingesetzten Maschinenpark und stellten fest, dass dieser insgesamt sehr alt ist. Investitionen in Großmaschinen, die um die 40 Millionen Euro kosten, würden eine verlässlich absehbare Finanzierung der Infrastruktur voraussetzen. Die Lieferzeit plus der Zeitaufwand für die Zulassung lägen bei über drei Jahren.
Das Unternehmen stock sein Personal weiter auf. Auszubildende zu finden und erfolgreich durch die Ausbildung zu bringen sei mit einem immer höheren Aufwand verbunden. Leonhard Weiss bildet in über 20 Berufen aus.
