Für funktionierende Bahnknoten in Aulendorf und Ulm

Bei mei­nem letz­ten Besuch in Aulen­dorf hat­te ich eini­ge Fra­gen rund um den dor­ti­gen Bahn­kno­ten mit­ge­nom­men. Ich hat­te am Bahn­steig mit Fach­leu­ten aus der Bahn­bran­che gespro­chen und mich anschlie­ßend mit Anre­gun­gen und Anlie­gen an die Deut­sche Bahn sowie ans Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um gewandt. Die Ant­wor­ten lie­gen vor. Nach­fol­gend gebe ich einen Text wie­der, der auf einer Pres­se­er­klä­rung basiert.

Alle Anlie­gen, die in Aulen­dorf zusam­men­ge­tra­gen und an ver­ant­wort­li­che Stel­len adres­siert wur­den, haben mit einem Ziel zu tun: Einen sta­bi­le­ren, ver­läss­li­che­ren und attrak­ti­ve­ren Bahn­ver­kehr auf­zu­bau­en. Ein Punkt bezieht sich auf die Stre­cke nach Kiß­legg und die Gewähr­leis­tung der Anschlüs­se auf ande­re Züge. Hier­für ist der Aus­bau der Stre­cke mit Elek­tri­fi­zie­rung und Geschwin­dig­keits­er­hö­hung vor­ge­se­hen. Die Maß­nah­me ist der­zeit „zurück­ge­stellt“, so die Deut­sche Bahn. Hin­ter­grund: Es gibt kei­ne gesi­cher­te Finan­zie­rung durch den Bund. Aus Sicht der Fahr­gäs­te han­delt es sich aber um ein wich­ti­ges Vor­ha­ben, von dem funk­tio­nie­ren­de Rei­se­ket­ten abhän­gen.

Zen­tra­les The­ma war der Bahn­kno­ten Ulm. Die­ser gilt als stark aus­ge­las­tet. Die Ein- und Aus­fahr­ten ver­zö­gern sich häu­fig, wodurch Ver­spä­tun­gen ent­ste­hen. Posi­tiv: Die Fahr­we­ge sol­len ent­floch­ten wer­den. Heu­te bestehen­de Kon­flik­te zwi­schen ein- und aus­fah­ren­den Zügen sol­len ver­rin­gert wer­den, indem Wei­chen an geeig­ne­te­re Stel­len ver­legt oder an geeig­ne­ten Stel­len zusätz­lich ein­ge­baut wer­den. Nicht befrie­di­gend: Es ist kein zusätz­li­cher Bahn­steig vor­ge­se­hen, um mehr Kapa­zi­tä­ten zu schaf­fen. Mat­thi­as Gastel gab sich mit der Ant­wort nicht zufrie­den und hak­te nach. Er woll­te wis­sen, wie hoch die jewei­li­gen Antei­le von pünkt­lich ein­fah­ren­den und von aus­fah­ren­den Zügen ist. Die Ant­wort über­rascht: Im Bahn­kno­ten wer­den Ver­spä­tun­gen abge­baut. Fuh­ren zuletzt rund 74 Pro­zent der Züge pünkt­lich ein, so waren bei der Aus­fahrt 82 Pro­zent pünkt­lich. Dies, so Gastel, dürf­te mit dem hohen Anteil der in Ulm begin­nen­den und enden­den Züge zu tun haben. Die­se wei­sen Puf­fer auf, die einen Ver­spä­tungs­ab­bau ermög­li­chen. Daher will Gastel sich noch nach den Pünkt­lich­keits­ent­wick­lun­gen gezielt der­je­ni­gen Züge erkun­di­gen, die nach kur­zem Halt in Ulm gleich wei­ter­fah­ren. Dies gilt bei­spiels­wei­se für die Regio­nal­ver­kehrs­li­nie RE 5 zwi­schen Fried­richs­ha­fen und Stutt­gart.

Wei­te­re Anlie­gen, mit denen sich Mat­thi­as Gastel an die Deut­sche Bahn gewandt hat­te, waren unter ande­rem die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit den Fahr­gäs­ten. Die­se ist aus Sicht des Abge­ord­ne­ten ver­bes­se­rungs­be­dürf­tig. Die DB gab an, einem kon­kre­ten Bei­spiel von der Stre­cke Tübin­gen – Aulen­dorf nach­ge­gan­gen zu sein und die Pro­zes­se über­prüft zu haben. Zudem ging es um die Höhe der zukünf­ti­gen Bahn­stei­ge in Aulen­dorf, um stu­fen­lo­se Ein- und Aus­stie­ge zu ermög­li­chen. Alle Bahn­stei­ge sol­len 55 Zen­ti­me­ter hoch sein. Für die bis­her ein­ge­setz­ten Regio­nal­zü­ge ist dies die pas­sen­de Höhe, nicht aber für die zukünf­tig vor­ge­se­he­nen Cora­dia Max-Regio­nal­zü­ge. Die­se haben eine Fuß­bo­den­hö­he von 76 Zen­ti­me­tern. Hier müs­sen für Men­schen im Roll­stuhl die im Zug ver­bau­ten Hub­lif­te zum Ein­satz kom­men.

Neu­ig­kei­ten gibt es auch über die Fer­tig­stel­lungs­ter­mi­ne für die Bau­stel­len in Aulen­dorf: Die letz­ten Bahn­steig­maß­nah­men sol­len Ende 2029 abge­schlos­sen sein. Das Bahn­hofs­ge­bäu­de soll im Mai 2027 in neu­em Glanz erstrah­len.