Gute Idee für Nutzung der Gäubahn-Trasse in Stuttgart!

Die zukünf­ti­ge Nut­zung der inner­städ­ti­schen Gäu­bahn-Tras­se (Pan­ora­m­abahn) ist unklar. Zunächst ein­mal soll­te eine umstei­ge­freie Bahn­ver­bin­dung aus der Boden­see­re­gi­on zum Haupt­bahn­hof in Stutt­gart gewähr­leis­tet sein. Irgend­wann in den 2030er-Jah­ren soll dafür der strit­ti­ge Pfaf­fen­steig­tun­nel (Ver­bin­dung Böb­lin­gen – Flughafen/Fildertunnel zum Haupt­bahn­hof) in Betrieb gehen. Was fest­steht: Die Pan­ora­m­abahn von Stutt­gart-Vai­hin­gen nach S‑Feuerbach (ohne Ast zum Haupt­bahn­hof) soll auf jeden Fall erhal­ten blei­ben. Das Land und der Ver­band Regi­on Stutt­gart (Auf­ga­ben­trä­ger für die S‑Bahn) haben nun die Ergeb­nis­se eines gemein­sam beauf­trag­ten Betriebs­kon­zep­tes vor­ge­legt.

 

Die Idee ist, die Stroh­gäu­bahn „mit S‑Bahn-ähn­li­chen Fahr­zeu­gen“ über die Pan­ora­m­abahn nach Stutt­gart-Vai­hin­gen durch­zu­bin­den. Die neue Linie wür­de im Halb­stun­den­takt ver­keh­ren und in Hei­mer­din­gen begin­nen. Im Opti­mal­fall wer­den drei zusätz­li­che Ver­kehrs­sta­tio­nen geplant (Heil­bron­ner Stra­ße, Lenz­hal­de und Herderplatz/Nähe frü­he­rer „West­bahn­hof“). Das Nut­zen-Kos­ten-Ver­hält­nis ist posi­tiv. Aller­dings wird davon aus­ge­gan­gen, dass die Stre­cke erst saniert wer­den muss.

 

Ich freue mich sehr, dass es end­lich ein halb­wegs belast­ba­res Betriebs­kon­zept gibt. Das ist im Inter­es­se der zukünf­ti­gen Fahr­gäs­te und der Mobi­li­tät in der Regi­on sehr zu begrü­ßen!

 

Hin­ter­grund:

 

In Stutt­gart wird gera­de noch das „Nah­ver­kehrs­drei­eck“ unter­sucht. Mit die­sem sol­len Rela­tio­nen von der Pan­ora­m­abahn nach Cannstatt und von Feu­er­bach nach Cannstatt her­ge­stellt wer­den. Dafür ist aber der Bau auf­wän­di­ger Tun­nel­an­la­gen erfor­der­lich. Das jetzt vor­ge­leg­te Betriebs­kon­zept setzt auf die Bestands-Infra­struk­tur und ist daher deut­lich schnel­ler umzu­set­zen als ein Kon­zept, das neue Infra­struk­tur vor­aus­setzt. Dass auf eine S‑Bahn gesetzt wird macht ange­sichts der vor­han­de­nen Bahn­steig­hö­hen in Feu­er­bach Sinn.

Gra­fik: Büro Gastel