In Berufsschule für Lokführer

Im Berufs­schul­zen­trum Ess­lin­gen-Zell wer­den auch Lok­füh­rer aus­ge­bil­det. Ich war mal wie­der dort, um mich mit dem Schul­lei­ter, Lehr­kräf­ten und Schüler*innen zu unter­hal­ten. Eines der High­lights war die rie­si­ge Modell­ei­sen­bahn.

Jedes Jahr star­ten rund 90 ange­hen­de Lok­füh­rer (Trieb­fahr­zeug­füh­rer) und Fahr­dienst­lei­ter ihre Berufs­aus­bil­dung in Ess­lin­gen. Damit wer­den drei Klas­sen für die drei­jäh­ri­gen Aus­bil­dun­gen gebil­det. Aber lei­der ste­hen nicht aus­rei­chend Lehr­kräf­te zur Ver­fü­gung, wes­halb statt sie­ben nur 4,5 wöchent­li­chen Unter­richts­stun­den abge­deckt wer­den kön­nen. Der Berufs­schul­un­ter­richt erfolgt alle fünf Wochen als ein­wö­chi­ger Block. Der prak­ti­sche Teil des Unter­richts erfolgt auf der Lok bzw. im Trieb­zug sowie im Trai­nings­cen­ter (weit über­wie­gend bei DB Regio). Die Abbre­cher­quo­te wird ins­be­son­de­re bei den Trieb­fahr­zeug­füh­rern als gering ein­ge­schätzt.

Anders als bei den Lehr­kräf­ten ist die Schu­le sach­lich gut aus­ge­stat­tet. Dies gilt ins­be­son­de­re für die rie­si­ge Modell­ei­sen­bahn. Die­se weist fünf Bahn­hö­fe auf einer Stre­cken­län­ge von 100 Metern auf. Ich durf­te ein Druck­tas­ten­stell­werk auf den 1960er-Jah­ren bedie­nen und eini­ge Züge fah­ren las­sen.

Anschlie­ßend führ­te mich mein Weg in eine Klas­se des drit­ten Aus­bil­dungs­jah­res. Ich erläu­ter­te eini­ge poli­ti­sche Schwer­punk­te der Bahn­po­li­tik des Bun­des­ta­ges und ging ins­be­son­de­re auf die Inves­ti­tio­nen ins Schie­nen­netz ein. Die Fra­gen und Dis­kus­si­ons­bei­trä­ge dreh­ten sich im die Finan­zie­rung der Infra­struk­tur, die bestehen­den Eng­päs­se im Netz und die Beschaf­fung von rol­len­dem Mate­ri­al.