Radverkehr

Die umwelt­freund­lichs­ten Alter­na­ti­ven zum Auto­fah­ren – ins­be­son­de­re in der Stadt – sind das Fahr­rad­fah­ren und das Zufuß­ge­hen, immer­hin die ein­zi­ge emis­si­ons­freie Mobi­li­tät. Mit dem Fahr­rad ist man gera­de inner­orts oft ziel­si­che­rer und schnel­ler unter­wegs – und gesün­der sowie kos­ten­güns­ti­ger ohne­hin. Damit noch mehr Men­schen vom Auto auf das Fahr­rad umstei­gen, sind gut aus­ge­bau­te Rad­we­ge­net­ze und ‑Ver­bin­dun­gen in urba­nen wie in länd­li­chen Gebie­ten, siche­re und wit­te­rungs­ge­schütz­te Fahr­rad­ab­stell­an­la­gen sowie stadt­ver­träg­li­che Geschwin­dig­kei­ten nötig. Die Ver­kehrs­po­li­tik ist gefor­dert, dafür aus­rei­chend Finanz­mit­tel bereit­zu­stel­len und ein Kli­ma der gegen­sei­ti­gen Rück­sicht­nah­me im Stra­ßen­ver­kehr zu beför­dern. Die Mit­nah­me von Fahr­rä­dern in öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln wol­len wir erleich­tern.

Radverkehr

Kommentare zu “Radverkehr

  1. Werner Büchner Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el! Mit Schre­cken habe ich gele­sen, dass Sie das Vor­ha­ben der Bun­des-
    regie­rung unter­stüt­zen, auf den Rad­we­gen auch die E‑Bikes fah­ren zu las­sen. E‑Bikes sind nichts
    ande­res, als Klein­kraft­rä­der, die laut­los mit fast 50 km/h dahin­don­nern kön­nen. Eine gefähr­li­che Ange­le­gen­heit für die nor­ma­len Rad­fah­rer. Als noch akti­ver Lizenz­fah­rer (Jg. 1942)
    für einen bekann­ten Rad­sport­ver­ein möch­te ich doch ganz deut­lich sagen, dass Sie noch­mals
    in sich gehen und über die­ses Vor­ha­ben nach­den­ken. Es ist ja schon schwie­rig, mit den
    Pedel­ec­fah­rer zu Ran­de zu kom­men, nach­dem vie­le mit die­sen recht schwe­ren Fahr­rä­dern nicht
    zu Ran­de kom­men. Nicht zu letzt sind auch in die­sem Zusam­men­hang die Rad­weg­zu­stän­de zu
    erwäh­nen. Teil­wei­se han­delt es sich um Acker­we­ge. Dass ich die Stras­se benut­ze, ver­steht sich
    von selbst.
    Für eine Stel­lung­nah­me dan­ke ich Ihnen.

    Mit freund­li­chen Grüs­sen

    Wer­ner Büch­ner

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Büch­ner,
      ich dan­ke Ihnen für Ihren Kom­men­tar. Noch wis­sen wir nicht, was die Bun­des­re­gie­rung genau plant. Im Grund­satz hal­te ich es aber für rich­tig, dass die Kom­mu­nen die Mög­lich­keit erhal­ten, sel­ber über die Frei­ga­be von inner­ört­li­chen Rad­we­gen für S‑Pedelecs (max. 45 km/h) ent­schei­den zu kön­nen. Wenn die StVO dahin­ge­hend geän­dert wird haben die Kom­mu­nen abzu­wä­gen, ob der Weg dafür auf­grund sei­ner Beschaf­fen­heit geeig­net oder nicht geeig­net ist (Zustand, Brei­te, Fre­quenz, Hin­der­nis­se, Kon­flikt­po­ten­ti­al etc. des Weges bzw. auf dem Weg). Zu den “nor­ma­len” Pedelcs (bis 25 km/h Motor­un­ter­stüt­zung): Lt. aktu­el­len Unter­su­chun­gen gibt es dies­be­züg­lich kei­ner­lei Auf­fäl­lig­kei­ten, ins­be­son­de­re kei­ne erhöh­ten Unfall­zah­len.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

      • Köckeis Reply

        S‑Pedelecs wur­den in die Fahr­zeug­klas­se L1e B (Klein­kraft­rad bis 4 kW und 45 km/h) ein­ge­stuft. Grund­sätz­lich ist es ja zu begrü­ßen, dass es auch sol­che Pedel­ecs geben kann, also mit bis zu 4 kW Motordau­er­leis­tung und Unter­stüt­zung bis Tem­po 45. Auf dem Rad­weg möch­te natür­lich nie­mand sol­che “Moped-Pedel­ecs” haben. Die meis­ten S‑Pedelecs auf dem Markt haben jedoch nicht mehr als 500 W Leis­tung und errei­chen Tem­po 45, wenn über­haupt, nur mit gro­ßer Kraft­an­stren­gung. Für die­se Model­le wäre die Rad­weg­be­nut­zung über­haupt kein Pro­blem. Es wäre daher wün­schens­wert, für die­se Fahr­zeu­ge eine neue eige­ne Pedel­ec Vari­an­te zu schaf­fen, irgend­wo zwi­schen 25 und 45, z.B. bei 32 km/h. Die Rad­weg­be­nut­zung soll­te dabei idea­ler­wei­se frei­ge­stellt sein.

  2. Erich Jungnitsch Reply

    Sehr geehr­ter Hr.Gastel

    Ich fah­re ein S‑Pedelec das mit Unter­stüt­zung 45 km/h schnell ist. Am sichers­ten füh­le ich mich wenn ich im Ver­kehr mit­schwüm­men kann. Das geht aber nur bis 45 km/h, wenn der Ver­kehr schnel­ler wird kommt es immer wie­der zu gefähr­li­chen Situa­tio­nen. Um die Sache siche­rer zu machen, bit­te die Unter­stüt­zung erst bei 50 km/h abre­geln.
    Bei Fahr­rad­we­ge außer­halb von Ort­schaf­ten bit­te frei geben.

    Mit freund­li­chen Gruß Erich Jung­nitsch

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Jung­nitsch,
      bes­ten Dank für Ihren Kom­men­tar. Ich glau­be nicht, dass es sinn­voll ist, die sog. “S‑Pedelcs” noch schnel­ler zu machen. Dann stei­gen ja auch die Sicher­heits­ri­si­ken. Bes­ser ist es, den Stra­ßen­ver­kehr lang­sa­mer zu machen. Wir wol­len mehr Tem­po 30 in den Städ­ten bzw. in bebau­ter Umge­bung. Das ist dann ein Bei­trag für mehr Ver­kehrs­si­cher­heit. Rad­we­ge außer­halb von bebau­ten Ort­schaf­ten für S‑Pedelecs frei­zu­ge­ben fin­det mei­ne Unter­stüt­zung.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  3. Ulf J. Froitzheim Reply

    Die Legen­de, der­zu­fol­ge die Sicher­heits­ri­si­ken eine linea­re mathe­ma­ti­sche Funk­ti­on der Geschwin­dig­keit sein sol­len, gehört end­lich in die Ton­ne. Sie, Herr Gast­el, haben heu­te rich­ti­ger­wei­se dar­auf hin­ge­wie­sen, dass Rad­fah­rer erschre­ckend oft von abbie­gen­den Last­wa­gen (und Autos) erfasst wer­den und was man hier für mehr Sicher­heit tun könn­te. Dar­um geht es vor allem.
    Flä­chen­de­ckend den Ver­kehr in den Städ­ten und Gemein­den aus­zu­brem­sen, wie das vie­le Par­tei­freun­de von Ihnen aus ideo­lo­gi­schen Moti­ven for­dern, führt nicht wei­ter. Es geht um ange­mes­se­ne Geschwin­dig­keit. Die kann inner­orts zwi­schen 20 (!) und 70 km/h lie­gen. Als Regel­ge­schwin­dig­keit auf Fahr­bah­nen könn­te ich mir 40 km/h sehr gut vor­stel­len. Damit soll­ten die Tem­po-30-Fana­ti­ker eben­so leben kön­nen wie alle, die Tem­po 50 for­dern, weil 30 ihnen ver­ständ­li­cher­wei­se zu lang­sam ist. Bei 40 kön­nen auch S‑Pe­del­ec-Fah­rer selbst an Stei­gun­gen im Ver­kehr mit­schwim­men, ohne dass Auto­fah­rer sich zu ris­kan­ten Über­hol­ma­nö­vern ver­lei­tet füh­len. Quatsch ist auch die Limi­tie­rung der Motor­un­ter­stüt­zung von ein­fa­chen E‑Bikes auf 25 km/h. Ich fah­re mit mei­nem Mus­kel­kraft-Rad ja auch 30 oder 35 km/h, wenn die Stre­cke frei ist. Ein biss­chen mehr Prag­ma­tis­mus und Kom­pro­miss­be­reit­schaft wür­de hel­fen – und natür­lich mehr Part­ner­schaft zwi­schen den Ver­kehrs­teil­neh­mern.
    TL,DR:
    1. Sofort Lkws ver­pflich­tend mit Kameras/Radar nach­rüs­ten, die ein Abbie­gen ver­hin­dern, solan­ge ein Fahr­rad sich im Gefah­ren­be­reich bewegt, und Extra-Grün­pha­sen für Rad­ler an allen gefähr­li­chen Kreu­zun­gen..
    2. Ernst­haft über Tem­po 40 nach­den­ken!

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Vie­len Dank für Ihren Kom­men­tar, Herr Froitz­heim!
      Wir wol­len den Kom­mu­nen inner­orts die Mög­lich­keit frei­stel­len, auch auf Bun­des- oder Lan­des­s­stra­ßen eigen­stän­dig die Geschwin­dig­keit auf Tem­po 30 (oder 40) her­un­ter­zu­set­zen. Von Tem­po 40 hal­te ich in der Regel nichts, da die Schwe­re von Ver­let­zun­gen bei Unfäl­len ab Tem­po 30 mas­siv zunimmt. Das lässt sich also gut begrün­den und hat mit Ideo­lo­gie und Fana­tis­mus nichts zu tun. Außer­dem haben die meis­ten Orte längst Tem­po 30 in den Wohn­ge­bie­ten ein­ge­führt. Die Limi­tie­rung von Pedel­ecs auf 25 km/h hal­te ich auch nicht für ganz logisch, vor einer Hoch­set­zung müss­ten aber die Aus­wir­kun­gen auf die Sicher­heit gut abge­wo­gen wer­den. Den Vor­schlag einer Kame­ra­aus­rüs­tung von Lkw zur Ver­mei­dung der furcht­ba­ren Abbie­ge­ab­fäl­le unter­stüt­zen wir.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  4. Bernhard Mai Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,
    ich woh­ne in Fil­der­stadt Plat­ten­hardt, mei­ne Arbeits­stel­le ist in Stutt­gart Deger­loch. So oft wie mög­lich fah­re ich mit mei­nem e‑bike ins Büro.
    Und ich benut­ze so vie­le Rad Wege als mög­lich. Es liegt an jedem selbst, im Stra­ßen­ver­kehr auf sich und jeden Ande­ren zu ach­ten. Wenn man LKW sieht muss man dar­auf ach­ten. e‑bikes sind kei­ne Klein­kraft­rä­der son­dern unter­stüt­zen das Rad fah­ren spe­zi­ell im Berg Bereich. Der Ver­kehr hat extrem zu genom­men und so ist es klar dass man um so mehr auf­pas­sen muss.
    Aber zu den Rad­we­gen. Lei­der lei­der lei­der sind die­se oft in unzu­rei­chen­dem Zustand. Büsche wach­sen in die Wege, Gras wächst so stark in die Wege dass die­se zuse­hends schma­ler wer­den. Neh­men Sie nur Stutt­gart Fasa­nen­hof vor der Bau­stel­le Stutt­gart 21. Es ist schön dass hier ein Weg abge­trennt wur­de, die­ser ist aber bald nicht mehr nutz­bar.
    Oder von Daimlwr nach Deger­loch. Eine Abschre­ckung für jeden Rad Fah­rer. Ich möch­te Sie bestär­ken, die Kom­mu­nen auf­zu­for­dern die Wege zu pfle­gen, denn dann macht das Radeln auch Spaß. Und ich kann die Bür­ger nur ermu­ti­gen sich ein e‑bike anzu­schaf­fen.
    Und zur Fra­ge, wie man den Ver­kehr nach Stutt­gart redu­zie­ren kann – so lan­ge die Prei­se der öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel sind wie sie sind wer­den nur begrenzt Bür­ger umstei­gen auf Bus und Bahn.

    Für die kom­men­de Wahl viel Erfolg.
    Grü­ße Bern­hard Mai

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Mai,
      vie­len Dank für Ihren auf­mun­tern­den Kom­men­tar. Ich wer­de auf jeden Fall für einen attrak­ti­ven und siche­ren Rad­ver­kehr sowie einen bes­se­ren öffent­li­chen Nah­ver­kehr aktiv blei­ben!
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  5. Peter Fricke Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,

    in Ihrer Ple­nar­re­de im März haben Sie gesagt: “Uns gefällt ganz gut die Phi­lo­so­phie aus den Nie­der­lan­den. In den Nie­der­lan­den heißt es: Wie gut oder schlecht eine Rad­ver­kehrs­in­fra­struk­tur ist, zeigt sich dar­an, ob sich Kin­der und Älte­re trau­en, mit dem Fahr­rad unter­wegs zu sein. Dahin soll­ten wir auch in Deutsch­land kom­men.”

    Ich fin­de, das ist genau der rich­ti­ge Ansatz, wenn man den Rad­ver­kehr aus der Ecke der Rad­fah­ren­den her­aus­ho­len und in die Mit­te der Gesell­schaft brin­gen will.

    Vor die­sem Hin­ter­grund fin­de ich Ihren Ein­satz für die Mög­lich­keit der Frei­ga­be von Rad­we­gen für S‑Pedelecs außer­orts über­ra­schend. Bei nor­ma­len Pedel­ecs liegt die Durch­schnitts­ge­schwin­dig­keit wegen der kräf­ti­gen Beschleu­ni­gung bei fast 25 km/h. Damit sind auch län­ge­re Stre­cken zügig zu fah­ren, zumal mit dem Rad ja oft direk­te­re Wege als mit dem Auto mög­lich sind. Mit dem S‑Pedelec wer­den noch wei­te­re Stre­cken prak­ti­ka­bel, aber wenn die­se Stre­cken auf Rad­we­gen zurück­ge­legt wer­den, müs­sen die übri­gen Nut­zer die­ser Wege jeder­zeit damit rech­nen, plötz­lich von einem fast laut­lo­sen Fahr­zeug mit fast 50 km/h über­holt zu wer­den. Wie passt das zu dem Ziel, dass sich Kin­der und Älte­re trau­en, mit dem Fahr­rad unter­wegs zu sein?

    Ich möch­te Sie ein­la­den, Ihre Hal­tung in die­sem Punkt noch ein­mal zu über­den­ken.

    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Peter Fri­cke

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Fri­cke, ich sehe dar­in kei­nen Wider­spruch. Denn die Frei­ga­be soll ja nur für dafür geeig­ne­te Wege und kei­nes­wegs für alle mög­lich sein. Dage­gen spre­chen könn­te bei­spiels­wei­se, wenn die Wege eng, unüber­sicht­lich oder stark von Schü­ler­ver­keh­ren fre­quen­tiert sind. Es wäre gera­de bei Rad­schnell­we­gen sehr selt­sam, wenn die­se mit S‑Pedelecs nicht genutzt wer­den dürf­ten. Im übri­gen gilt der Grund­satz der StVO, wonach gegen­sei­ti­ge Rück­sicht das obers­te Prin­zip für die Teil­nah­me am Ver­kehr ist. Dazu gehört im kon­kre­ten Fall, dass ein S‑Pe­delc-Fah­rer, der sich einem Rad­fah­ren­den nähert, die Geschwin­dig­keit anpasst.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  6. Janusz Popolski Reply

    E‑Bikes sin kei­ne Fahr­rä­der, son­dern Klein­kraft­rä­der. PUNKT
    Und so gehö­ren sie auch behan­delt. Füh­rer­schein, Helm, Ver­si­che­rung und Steu­er.
    Ich pend­le sei 20 Jah­ren mit dem Rad zur Arbeit. Es sind kei­nes­falls mehr Leu­te mit dem Rad unter­wegs, aller­dings sind vie­le vom Rad aua Bequem­lich­keit aufs Elek­tro­ve­hi­kel umge­stie­gen. Egal. Fett ist ja wohl eh das neue Schlank. Die Fahr­küns­te der meis­ten Elek­tro­fah­rer hinkt erbärm­lich hin­ter ihrer Geschwin­dig­keit hin­ter­her. Ganz beson­ders lus­tig wird es wenn auch noch ein Kin­der­hän­ger geschleppt wird. Viel Spass bei der Gefah­ren­brem­sung. Wenn die Damen und Her­ren schnel­ler als 25 km/h fah­ren wol­len, dann sol­len sie gefäl­ligst trai­nie­run und ein rich­ti­ges Rad oder einen Elek­trorol­ler fah­ren. Das wäre zumin­dest ehr­lich. Der Anteil der selbst ein­ge­brach­ten Ener­gie kon­ver­giert im Ver­hält­nis zu Sys­tem­leis­tung dann sowie­so gehen Null. Es reicht schon, dass sehr vie­le Pedel­ecs sowie­so mani­pu­liert sind und das kei­nen zu jucken scheint. Als ich jung war, kam regel­mä­ßig die Poli­zei auf den Schul­hof und hat Mofas Pro­be gefah­ren…

    Wann traut sich die Poli­tik mal an das Pro­blem der sinn­los schwe­ren und über­mo­to­ri­sier­ten KFZ dran?
    Oder um kon­se­quen­te Ver­kehrs­er­zie­hung ALLER Ver­kehrs­teil­neh­mer.
    Das wäre mal ein Zei­chen. Aber typisch Poli­tik. Man geilt sich ana­log lie­ber an Plas­tik­trink­hal­men auf, statt mal den land­wirt­schaft­li­chen Foli­en­tun­nel zu hin­ter­fra­gen.

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Popol­ski,
      was ver­ste­hen Sie unter “E‑Bike”? Ein Pedel­ec ist ganz klar ein Fahr­rad – nach dem Gesetz und auch nach unse­rer Auf­fas­sung. Für “S‑Pedelecs”, die über eine elek­tri­sche Unter­stüt­zung ver­fü­gen, gel­ten stren­ge­re Vor­ga­ben, die aber einer Prä­zi­sie­rung bedür­fen und auf Rad­we­gen außer­orts sowie auf Feld- und Wald­we­gen frei­ge­ge­ben wer­den soll­ten.
      Zu den schwe­ren Autos: Wir wol­len das Dienst­wa­gen­pri­vi­leg kap­pen. Sehr vie­ler die­ser gro­ßen und schwe­ren Autos sind Dienst­wa­gen und soll­ten nicht mehr im bis­he­ri­gen Umfang steu­er­lich begüns­tigt wer­den.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  7. Peter Eisenträger Reply

    Hal­lo Herr Fri­cke,
    heu­te bin ich bei SPON über Ihren Bei­trag gestol­pert. Hier auf die­se Sei­te gibt es ja nicht vie­le Bei­trä­ge und eini­ge sind schon ziem­lich schräg und an der Wirk­lich­keit vor­bei geschrie­ben.
    Seit 4 Jah­ren fah­re ich ein (nicht getun­tes) S‑Pedelec und ich kann Ihnen sagen, dass mich noch nie­mals jemand laut­los mit 50kmh zu befürch­ten hat­te. Auf einem S‑pedelec einen Schnitt von 30kmh zu fah­ren, in der Spit­ze mal 35kmh ist schon anstren­gend genug und 50 kmh sind Illu­si­on und Aber­glau­be. Über die angeb­li­chen Raser wird immer wie­der schrie­ben, aber rich­ti­ger wird es dadurcht nicht. Set­zen Sie doch bit­te mal zur Selbst­er­fah­rung Ihre Bun­des­tags­kol­le­gIn­nen auf ein Pedel­ec oder S‑Pedelec.
    Eine Tem­po­ober­gren­ze für alle Fahr­zeu­ge auf einem Rad­weg gibt es nicht. War­um? Sind alle E‑Fahrzeugführer so kri­mi­nell ver­an­lagt, dass ihnen nicht zuge­traut wird, die­se Regel zu beach­ten? Auch ein Por­sche­fah­rer fährt durch eine Temp-30-Zone ohne aus­zu­flip­pen.
    Füh­rer­schei­ne für Elek­tro­fahr­rä­der zu for­dern, ist auch am The­ma vor­bei. Für ein Tem­po-25-Gerät einen Füh­rer­schein zu for­dern aber einen tat­te­ri­gen 80jährigen ein SUV mit Tem­po 250 fah­ren las­sen, ist min­des­tens unge­recht.
    Es gibt Fahr­rad­we­ge und Fahr­rad­we­ge. Eini­ge sind von den Kom­mu­nen nur aus­ge­schil­dert, um in der Sta­tis­tik bes­ser da zu ste­hen. Für mich ist ein Rad­weg einer, den ich mit einem nor­ma­len Fahr­rad mit 20kmh als Pend­ler befah­ren kann: kei­ne Löcher in der Fahr­bahn, kei­ne durch­ge­bro­che­nen Wur­zeln, kei­ne par­ken­den Autos, die den Weg ver­sper­ren, kei­ne Schlei­fen in der Ver­kehrs­füh­rung an Kreu­zun­gen und Ampeln, son­dern gera­de­aus, wie für den Auto­ver­kehr. Das bleibt ein Traum. In der Wirk­lich­keit gibt es Rad­we­ge, die die Mama mit den Kin­dern Rich­tung Schu­le mit Tem­po 6 bewäl­tigt. Da lernt der Nach­wuchs schnell, dass ein Auto die bes­se­re Wahl ist.
    Mit freund­li­chem Gruß,
    Peter Eisen­trä­ger

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Eisen­trä­ger,
      Ihr Kom­men­tar scheint sich auf einen ande­ren Kom­men­tar und nicht auf einen Bei­trag von mir zu bezie­hen. Daher schal­te ich ihn ohne eine inhalt­li­che Bewer­tung frei.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  8. Fuchsi Reply

    Hal­lo­chen! Nur ein klei­ner Kom­men­tar in Bezug S‑Pedelecs auf Rad­we­gen. Wer wür­de bei uns auf den Gedan­ken kom­men, Por­sche & co. auf Land­stra­ßen zu ver­bie­ten? Wenn ich mit dem Klein­wa­gen unter­wegs bin, muss ich immer damit rech­nen ein “PS-Mons­ter” hin­ter mir zu haben. Das Glei­che auf Auto­bah­nen (wobei hier mehr Platz ist). Es ist eigent­lich bei den Men­schen immer das glei­che Spiel. Als Halo­gen­bir­nen im Auto ein­ge­führt wur­den, reg­ten sie etli­che auf die noch nor­ma­le Glüh­bir­nen im Auto hat­ten (Blend­wir­kung). Als Xenon auf­kam reg­ten sich wie­der vie­le auf, die jetzt aber alle Halo­gen im Auto haben. Und jetzt kommt auch noch LED… Ich will damit nur sagen, dass es sicher den Chao­ten im Por­sche gibt der zur Gefahr wer­den kann, dass aber wohl die meis­ten im Por­sche “nor­mal” fah­ren und kei­ne Gefahr bil­den. E‑Bikes sind rela­tiv neu, noch recht teu­er und wer­den viel­leicht vom Nor­mal­rad­fah­rer ver­teu­felt. Wer sagt das es in 10 Jah­ren nicht nur noch E‑Bikes gibt, oder die Mehr­zahl die­se hat da der Preis run­ter ist? Es wird immer Ver­kehrs­teil­neh­mer geben die schnel­ler und lang­sa­mer sind. Letzt­lich liegt es immer in der Ver­ant­wor­tung jedes Fah­rers mit der Situa­ti­on umzu­ge­hen. So wie wir uns an 300PS Autos gewöhnt haben, wer­den wir uns auch an E‑Bikes gewöh­nen, egal ob schnell oder lang­sam. Ich habe übri­gens kein E‑Bike und kei­nen Por­sche. Übri­gens kann man mit dem nor­ma­len Rad durch­aus auch rasen und zur Gefahr wer­den – und das geset­zes­kon­form!!!

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Hal­lo,
      die Rege­lun­gen für S‑Pedelecs sind wirk­lich­keits­fern. Weil aber noch so weni­ge davon unter­wegs sind, hat die Bun­des­re­gie­rung offen­bar noch kein Rege­lungs­be­darf erkannt. Scha­de.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  9. Ludger Falz Reply

    Hal­lo Herr Gast­el,

    aus Umwelt­grün­den fah­re ich (57) seit einem Jahr mit einem S‑Pedelec ca. 25 km zur Arbeit. Dabei pen­de­le ich vom Land in die Stadt (Müns­ter). Ich hal­te es für sinn­voll, einem S‑Pedelecfahrer über all dort die Benut­zung des Rad­wegs zu gestat­ten, wo die par­al­lel zum Rad­weg ver­lau­fen­de Stra­ße eine Geschwin­dig­keit von mehr als 50 km/h erlaubt. Damit wür­de sich die Inner­orts-Außer­orts-Frei­ga­be­dis­kus­si­on von Rad­we­gen erle­di­gen. Zugleich dürf­te dann der S‑Pedelecfahrer auf einem Rad­weg nur mit einer, dem Rad­ver­kehr ange­pass­ten Geschwin­dig­keit (< 25 km/h) fah­ren. Ich hal­te eine sol­che Rege­lung für ein­deu­tig. Mit der Lega­li­sie­rung der vor­ste­hen­den Rad­weg­be­nut­zung wür­de m. E. auch der ille­ga­len Auf­rüs­tung der 25-ger Pedel­ecs ent­ge­gen­ge­wirkt. So wie unter allen Ver­kehrs­teil­neh­mern wird es auch unter S‑Pedelecfahrern immer jene geben, die sich nicht an Regeln hal­ten. Den­noch sehe ich für alle Geset­zes­treu­en in vor­ste­hen­der Rege­lung einen hohen Sicher­heits­ge­winn gegen­über der heu­ti­gen Geset­zes­la­ge.

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Hal­lo Herr Falz,
      ich bin dafür, dass Außer­orts-Rad­we­ge gene­rell für S‑Pedelecs frei gege­ben wer­den, eben­so Feld- und Wald­we­ge.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  10. Ludger Falz Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,

    ich ver­ste­he nicht, war­um ich mein S‑Pedelec nicht in der Bahn trans­por­tie­ren darf, wäh­rend ein nahe­zu bau­glei­ches 25 Km/h‑Modell selbst­ver­ständ­lich beför­dert wird. Die gesetz­li­che Ein­ord­nung des S‑Pedelec als “Mini”-Leichtkraftrad kann für den Bahn­trans­port doch kein Aus­schluss­kri­te­ri­um sein. Ich hal­te gera­de die kom­bi­nier­te Nut­zung von S‑Pedelec + Bahn für eine über­aus umwelt­freund­li­che Ver­kehrs­lö­sung, dies ins­be­son­de­re des­halb, weil mit dem S‑Pedelec im Gegen­satz zum Fahr­rad oder Pedel­ec auch ein Bahn­hof in wei­te­rer Ent­fer­nung noch gut zu errei­chen ist. Da soll­te sich doch an den Beför­de­rungs­be­din­gun­gen der Bahn etwas ändern las­sen.

  11. Bernhard Kübel Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,

    mein Kon­text ist die Ent­wick­lung oder Hem­mung der Ent­schei­dung zum Erwerb eines S‑Pedelecs. Ich bin an 2–3 Tagen beruf­lich unter­wegs und lege dabei eine Gesamt­ent­fer­nung von 65–85km zurück. Die Nut­zung des ÖPNV bzw. der Bahn geht mit einem Zeit­ver­lust von min­des­tens 2h ein­her, da ich mich nicht längs der übli­chen Pend­ler­pfa­de bewe­ge.

    Das S‑Pedelec wäre eine sinn­vol­le Alter­na­ti­ve. Der Zeit­ver­lust gegen­über dem PKW läge bei 20–30 min, die ich ger­ne als “Training“investiere.

    Erfah­run­gen aus frü­he­ren Zei­ten mit MOFA, MOCKICK und VES­PA-Rol­ler stö­ren die für Umwelt und Mensch sinn­vol­le Ent­schei­dung zum elek­trisch unter­stütz­ten Rad­fah­ren. Ich kann mich gut an über­ho­len­de 40 Ton­ner auf dritt­klas­si­gen Land­stra­ßen oder ent­nerv­te Auto­fah­rer, die auf unüber­sincht­li­chen Stre­cken­ab­schnit­ten hin­ter mir fah­ren muss­ten erin­nern und möch­te die­se Erfah­run­gen ungern erneu­ern.

    Ich möch­te Sie dar­um in ihrer Initia­ti­ve für eine Frei­ga­be der Rad, Feld und Wald­we­ge aus­ser­orts bestär­ken. So wenig , wie ich mir eine siche­re Nut­zung von S‑Pedelecs auf Rad­we­gen inner­orts vor­stel­len kann, so sehr wür­de eine Ver­kehrs­wen­de von der Mög­lich­keit einer siche­ren For­be­we­gung aus­ser­orts auf Rad­we­gen und Rad­schnell­we­gen pro­fi­tie­ren. Mir erscheint die Sicher­heits­dis­kus­si­on mit dem Kri­te­ri­um der unter­schied­li­chen Geschwin­dig­kei­ten auf dem Rad­weg theo­re­ti­scch wenn gleich­zei­tig Tem­po­un­ter­schie­de auf der Land­stras­se um mehr als des dop­pel­te – bei qua­dra­tisch stei­gen­den Anhal­te­we­gen als güns­ti­ger wahr­ge­nom­men wer­den. Könn­te es sein, dass die Pro­blem­wahr­neh­mung durch den gerin­gen Anteil der S‑Pe­del­ec-Nut­ze­rIn­nen ver­zerrt wird. Manch­mal wün­sche ich mir bei den Ent­schei­dern ent­theo­re­ti­si­ern­de Feld­ver­su­che – Try riding my sadd­le!

    Bei der Nut­zung der Züge als kom­for­ta­ble Erwei­te­rung der Reich­wei­te scheint es ja Bewe­gung zu geben. Ich hof­fe, dass die­se Ent­wick­lung nicht ver­san­det.

    Eine seit den 1970ern geleb­te Uto­pie fin­det sich in mei­ner Nach­bar­schaft in den Nie­der­lan­den, die durch kon­se­quen­te Ent­zer­rung von Zwei­rä­dern und Kraft­fahr­zeu­gen mit dem gegrenz­ten Vekehrs­raum intel­li­gen­ter umge­hen. Der Umstieg auf das Fahr­rad gelingt dann, wenn die Vekehrs­kon­zep­te stim­mig umge­setzt wer­den und die poli­ti­sche Dis­kus­si­on nicht in Ein­zel­be­trach­tun­gen erstarrt.

    Wahr­schein­lich bin ich nicht der Ein­zi­ge, der die Ent­schei­dung zum sinn­vol­len Ver­kehrs­mit­tel gera­de des­halb nicht trifft, weil die Umge­bungs­be­din­gun­gen eine sinn­vol­le Inves­ti­ti­on ver­hin­dern.

    Die Rück­kehr zur Nor­ma­li­tät nach den Ein­schrän­kun­gen durch die Pan­de­mie zeigt wie stark unser Leben durch die Favo­ri­sie­rung des Auto­mo­bils und die feh­len­den Alter­na­ti­ven beein­träch­tigt wird.

    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Bern­hard Kübel

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Kübel,
      dan­ke für Ihren Kom­men­tar.
      Ich bin für die­ses The­ma nicht zustän­dig. Mei­nes Wis­sens ist es so: S‑Pedelecs gel­ten recht­lich als “Kraft­fahr­zeu­ge”. Damit sind die­se von der Nut­zung von Forst- und Feld­we­gen aus­ge­schlos­sen (es sei denn, sie haben dort ein Grund­stück und damit ein Anlie­gen). Eine Ände­rung ist recht­lich extrem schwie­rig. Wir haben jeden­falls kei­nen Weg gefun­den, eine Rechts­än­de­rung zu errei­chen. Das ist mein Sach­stand. Ich per­sön­lich wür­de die Rechts­la­ge ger­ne ändern, da ich das Pro­blem sehe und auch glau­be, dass eine Frei­ga­be die­ser Wege sinn­voll wäre.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

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