Schiene

Der Per­so­nen­ver­kehr und der Güter­trans­port auf der Schie­ne ist im Ver­hält­nis zum Auto und vor allem zum LKW und dem Flug­zeug res­sour­cen­spa­rend und schont das Kli­ma. Daher wol­len wir die Ver­kehrs­an­tei­le auf der Schie­ne deut­lich erhö­hen. Dazu bedarf es einer leis­tungs­fä­hi­gen Infra­struk­tur und guter Betriebs­kon­zep­te – aber auch fai­rer Wett­be­werbs­be­din­gun­gen zwi­schen ver­schie­de­nen Eisen­bahn­un­ter­neh­men und mit ande­ren Ver­kehrs­trä­gern. Die Deut­sche Bahn AG wol­len wir einer bes­se­ren par­la­men­ta­ri­schen Kon­trol­le unter­wer­fen und ver­mehrt durch Ziel­vor­ga­ben steu­ern. Grü­ne Bahn­po­li­tik stellt Fahr­gäs­te und Güter­ver­kehrs­kun­den in den Mit­tel­punkt. Wir wol­len die Abkehr von teu­ren und oft­mals unsin­ni­gen Pres­ti­ge­pro­jek­ten und mehr Inves­ti­tio­nen in die Besei­ti­gung von Schie­ne­n­eng­päs­sen und die Ermög­li­chung inte­gra­ler Takt­fähr­plä­ne mit pass­ge­nau­en Anschluss­mög­lich­kei­ten. Für Men­schen im Roll­stuhl und Rei­sen­de mit Kin­der­wa­gen und Fahr­rä­dern wol­len wir den bar­rie­re­frei­en Umbau der Bahn­hö­fe, einen erleich­ter­ten Ein- und Aus­stieg und mehr Platz­an­ge­bo­te in den Zügen. Da der Zug von immer mehr Men­schen als mobi­ler Arbeits­platz genutzt wird, wol­len wir die Inter­net­zu­gän­ge an Bahn­hö­fen und in den Zügen ver­bes­sern. Der Schutz der Men­schen vor Lärm ent­lang der Bahn­stre­cken muss durch akti­ve und pas­si­ve Lärm­schutz­maß­nah­men inten­si­viert wer­den.
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Kommentare zu “Schiene

  1. Walter Raible Reply

    Hal­lo Herr Gastl,
    es ist wich­tig, sich wei­ter­hin für den Schie­nen­ver­kehr ein­zu­set­zen. Ich selbst bin an der Dis­kus­si­on um S 21 betei­ligt und bin häu­fi­ger Bahn­fah­rer vor allem mit dem BW Ticket. Ich ver­fol­ge auch die Dis­kus­sio­nen und hof­fent­lich bald die Pla­nun­gen im Zusam­men­hang mit der Zol­lern­bahn und der Regio­nal­stadt­bahn Alb­stadt bis Onst­met­tin­gen.
    Den Bei­trag im Fern­se­hen zum The­ma “Brü­cken” habe ich gese­hen.
    Ich wün­sche Ihnen viel Durch­set­zungs­ver­mö­gen für ihre ver­nün­ti­ge Poli­tik.
    Mit freund­li­chem Gruß
    Wal­ter Raible
    (frü­her PP in Rohr)

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Lie­ber Herr Raible,
      schön von Ihnen zu hören!
      Wer­de mich ger­ne auch künf­tig für bes­se­re Bedin­gun­gen für den Schie­nen­ver­kehr ein­set­zen.
      Herz­li­che Grü­ße
      Mat­thi­as Gast­el

  2. Walter Raible Reply

    Hal­lo Herr Gastl,

    die aktu­el­len Streiks haben es wie­der auf­ge­zeigt. der Güter­ver­kehr wird wei­ter auf die Stras­sen ver­la­gert, kommt der Giga­li­ner?, die Fern­bus­se wer­den wei­te­re vor allem IC Ver­bin­dun­gen erset­zen, die Bahn wird unzu­ver­läs­si­ger, wei­te­re Pri­va­ti­sie­rungs­ten­den­zen sind zu befürch­ten. Viel­leicht besteht auch S 21 irgend­wann mal den Stress­test, wenn sowie­so nicht mehr so vie­le fah­ren? Wird ja auch teue­rer und stres­si­ger! Umwelt­ge­sichts­punk­te wer­den hin­ter Finanz­aspek­ten zurück­ge­stellt. Da hilft wirk­lich nur dage­gen zu hal­ten wo es geht – durch Stär­kung der Grü­nen Posi­tio­nen!
    Von unse­rem Ver­kehrs­mi­nis­ter im Bund kann man das sicher nicht erwar­ten!
    Gruß
    W.Raible

  3. Lothar Mann Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,
    Ihren Auf­tritt bei SWR 4 habe ich mit gröss­tem Inter­es­se zur Kennt­nis genom­men.
    Was mich dabei aller­dings sehr erstaunt, ist die Selbst­ge­fäl­lig­keit der Poli­tik zur Deut­schen Bahn AG. Ich war Bun­des­bah­ner und DB AGler. Und ich emp­fin­de die Pri­va­ti­sie­rung der Deut­schen Bun­des­bahn als ein Staats­ver­bre­chen.
    Die Deut­sche Bun­des­bahn als Staats­un­ter­neh­men durf­te kei­ne Gewin­ne machen – was sich auf die Infra­struk­tur aus­ge­wirkt hat.
    Die Deut­sche Bahn AG muss Gewin­ne machen, um am Kapi­tal­markt zu bestehen. Und das wirkt sich natür­lich auf den Zustand der Bahn aus.
    Zu den neu­en S‑Bahnzügen BR 430 ist zu sagen, dass hier die DB AG von den Behin­der­ten-Ver­bän­den der­art in die Pflicht genom­men wur­de, dass die DB AG gar nicht anders konn­te, als die For­de­run­gen (irgendwie)zu erfül­len. Die DB AG hat sich von ihren Kon­struk­ti­ons­bü­ros voll­stän­dig ver­ab­schie­det und die Tech­nik der Indus­trie über­las­sen. Die will sich natür­lich kei­nen Auf­trag ent­ge­hen las­sen und zieht alles an Land, was sie bekom­men kann – hat aber kei­ne Erfah­run­gen zu den Beson­der­hei­ten des Bahn­be­trie­bes. Ich habe nahe­zu 35 Jah­re aus­schliess­lich mit dem Betrieb des Stutt­gar­ter Vor­ort- und S‑Bahnbetriebes zu tun gehabt. Und da kann ich sagen – die Schie­be­trit­te kön­nen nicht funk­tio­nie­ren, weil die Luft­fe­de­rung der Fahr­zeu­ge infol­ge der Hys­te­re­se­wir­kung kei­nen defi­nier­ten Höhen­stand errei­chen kann – mal eini­ge cm zu hoch, mal eini­ge cm zu tief. Ent­we­der “ram­melt” die Tritt­stu­fe gegen die Bahn­steig­kan­te oder bil­det eine Stol­per­fal­le weil sie über Bahn­steig­ni­veau hin­aus­ragt. Wir alte, gestan­de­ne Eisen­bah­ner wis­sen dies, unse­re Nach­fol­ger – ohne aus­rei­chen­de Erfah­rung – aber offen­sicht­lich nicht. Und jetzt wird die Bahn für die­sen Quatsch in nega­ti­ves Licht gerückt.
    Ich schrei­be Ihnen die­se Gedan­ken, weil das nicht mehr “mei­ne” Eisen­bahn ist, Sie aber in der Posi­ti­on sein müss­ten, die Bahn­pri­va­ti­sie­rung mit all ihren Kon­se­quen­zen in Fra­ge zu stel­len und dar­an Ihre Akti­vi­tä­ten aus­zu­rich­ten.
    Mit freund­li­chen Grüs­sen
    Mann

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Mann,
      bes­ten Dank für Ihr State­ment.
      Bei der Bahn­re­form vor 20 Jah­ren und auch danach wur­den Feh­ler gemacht. So bei­spiels­wei­se der, dass “Erfolg” (auch von der Poli­tik) zu sehr in mone­tä­ren Zah­len und nicht in der Anzahl beför­der­ter Fahr­gäs­te und Güter defi­niert wur­de. Die Rechts­form der Akti­en­ge­sell­schaft erschwert dar­über hin­aus die par­la­men­ta­ri­sche Kon­trol­le des Kon­zerns. Eine Rück­ab­wick­lung der Bahn­re­form, ein Zurück zur “Behör­den­bahn” darf es unse­res Erach­tens aber nicht geben. Mehr dazu fin­den Sie auf mei­ner Home­page.
      Dan­ke für Ihre Ein­schät­zun­gen zum ET 430. Nach mei­ner Wahr­neh­mung ste­hen eher der VRS als Auf­ga­ben­trä­ger und der Her­stel­ler Bom­bar­dier in der öffent­li­chen Kri­tik und nicht die DB. Hilft aber lei­der alles nichts. Die stör­an­fäl­li­gen Züge mit ein­ge­bau­ten Stol­per­fal­len sind da und deren Anzahl wird sogar noch auf­ge­stockt wer­den müs­sen. Hier zeigt sich das Pro­blem feh­len­der Modell-Alter­na­ti­ven.
      Herz­li­che Grü­ße, Mat­thi­as Gast­el

  4. Uwe Mannke Reply

    Hal­lo Herr Gastl,

    fol­gen­der Antrag zu Stutt­gart 21 der Frak­tio­nen Lin­ke und Grü­ne ist zu begrü­ßen:
    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/036/1803647.pdf

    In ihm wird beson­ders die Arbeits­fä­hig­keit des Bun­des­rech­nungs­ho­fes rekla­miert. Reicht es da nicht lang­sam zu einer Ver­fas­sungs­be­schwer­de?

    Kann die Einig­keit der bei­den Oppo­si­ti­ons­frak­tio­nen sich auch posi­tiv auf die Zusam­men­ar­beit der bei­den Par­tei­en in BaWü und Stutt­gart aus­wir­ken?

    Was kann getan wer­den, damit die­ser Antrag auch ein­zel­ne Zustim­mun­gen aus der Gro­Ko erhält?

    mfG
    Uwe Mann­ke

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Guten Tag Herr Mann­ke,
      es liegt bereits seit Jah­ren eine Kla­ge beim Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt. Aller­dings han­delt es sich um eine Kla­ge der grü­nen Bun­des­tags­frak­ti­on gegen die Bun­des­re­gie­rung wegen unzu­rei­chen­der Aus­künf­te bzgl. des staats­ei­ge­nen DB-Kon­zerns. Dass die DB und die Bun­des­re­gie­rung selbst dem Par­la­ment (und auch dem Bun­des­rech­nungs­hof) zu wenig an ein­ge­for­der­ten Aus­künf­ten erteilt sehe ich als das eigent­li­che Pro­blem. Übri­gens ist das Ver­fas­sungs­ge­richt der­art über­las­tet, dass von der Kla­ge­ein­rei­chung bis zum Urteil Jah­re ver­ge­hen kön­nen.
      Der gemein­sa­me Antrag von Lin­ken und Grü­nen wird sich aus mei­ner Sicht nicht auf B‑W aus­wir­ken. Denn dort regie­ren wir mit der SPD und die Lin­ke ist über­haupt nicht im Par­la­ment ver­tre­ten. Zur Stadt­po­li­tik in Stutt­gart kann ich wenig sagen. In der Kom­mu­nal­po­li­tik ist es aber üblich, dass sich Bünd­nis­se in unter­schied­lichs­ten und wech­seln­den Kon­stel­la­tio­nen ent­lang von Sach­fra­gen bil­den. Das hal­te ich auch für rich­tig.
      Inwie­weit es gelin­gen kann, ein­zel­ne Abge­ord­ne­te aus dem Lager der Gro­Ko für den S 21-Antrag zu gewin­nen, kann ich jetzt noch nicht abschät­zen.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  5. Uwe Mannke Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,
    Zitat: “es liegt bereits seit Jah­ren eine Kla­ge beim Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt. Aller­dings han­delt es sich um eine Kla­ge der grü­nen Bun­des­tags­frak­ti­on gegen die Bun­des­re­gie­rung wegen unzu­rei­chen­der Aus­künf­te bzgl. des staats­ei­ge­nen DB-Kon­zerns.”
    Wo kann man die­se Kla­ge bit­te nach­le­sen?

    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Uwe Mann­ke

  6. Walter Raible Reply

    Hal­lo Herr Gastl,
    mein Inter­es­se am Re Halt in Stutt­gart-Vai­hin­gen ist groß. Dazu hät­te ich fol­gen­de Fra­gen:
    wann sol­le der Halt in Betrieb gehen?
    Was geschieht mit dem Halt nach Eröff­nung von S‑21 (sofern es das mal gibt)
    Ist der Anschluß der Fir­ma Scharr über die Schie­ne wei­ter­hin gewähr­leis­tet wenn
    der zusätz­li­che Bahn­steig errich­tet wird. Wie wird die Fir­ma über die Schie­ne nach S 21 bedient? Viel­eicht ist dies der fal­sche Platz für die­se Fra­gen, aber ich habe halt mal nur die­se Mail­adres­se.
    Gruß Wal­ter Raible

  7. Matthias Wagner Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,
    Ihre Grund­hal­tung zur Schie­ne gefällt mir gut. Zum Punkt Bar­rie­re­frei­heit möch­te ich einen Hin­weis geben. Da ich zum Pen­deln täg­lich die S‑Bahn nut­ze durf­te ich live mit­er­le­ben wie der Bahn­hof Ess­lin­gen-Zell um zwei Auf­zü­ge berei­chert wur­de. Als tech­nik­be­geis­ter­ter Mensch war das auch sehr span­nend für mich. Aber der not­wen­di­ge Auf­wand hat mich dann doch auch erschreckt. Der Bau hat sich mit teils schwe­rem Gerät über ein Jahr gezo­gen und muss Unsum­men ver­schluckt haben. Bar­rie­re­frei ist der Bahn­hof nun auch nur am Süd­ein­gang. Für den Nord­ein­gang wäre ein drit­ter Auf­zug not­wen­dig gewe­sen. Und außer­dem ist die Bahn­steig­kan­te nicht in der opti­ma­len Höhe, so dass der Ein­stieg nach wie vor nicht bar­rie­re­frei ist.
    Grund­sätz­lich bin ich auch für den Aus­bau von Bar­rie­re­frei­heit, um behin­der­te Men­schen bes­ser in die Gesel­schaft zu inte­grier­ren und ihnen mehr Frei­heit und Selbst­be­stim­mung zu geben. Das Kos­ten-Nut­zen-Ver­hält­nis darf dabei aber nicht aus den Augen ver­lo­ren gehen. Ich bin mir sicher, das Geld wäre an ande­rer Stel­le sinn­vol­ler für die Bar­rie­re­frei­heit inves­tiet gewe­sen.

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Wag­ner,
      vor einer sol­chen Maß­nah­me wer­den immer Alter­na­ti­ven wie bspw. der Ein­bau von Ram­pen durch­ge­spielt. Ver­mut­lich ver­blie­ben die Auf­zü­ge als ein­zi­ge Mög­lich­keit und wur­den dann eben rea­li­siert. Eine Nut­zen-Kos­ten-Betrach­tung kann mei­nes Erach­tens nicht dazu füh­ren, dass ein Bahn­hof dau­er­haft nicht bar­rie­re­frei bleibt, da die Gewähr­leis­tung der Mobi­li­tät eine gesell­schaft­lich wich­ti­ge Auf­ga­be dar­stellt und es immer mehr Men­schen gibt, die auf Bar­rie­re­frei­heit ange­wie­sen sind. Die Bahn­steig­hö­hen wer­den eben­falls ange­gan­gen wer­den müs­sen. In vie­len Bahn­hö­fen besteht jedoch das Pro­blem, dass ein Bahn­steig von Zügen mit unter­schied­li­chen Tür­hö­hen ange­fah­ren wird. Ein ein­heit­li­ches Bahn­steig­hö­hen­kon­zept gibt es (lei­der) nicht, wird aber gera­de auf Bun­des­ebe­ne dis­ku­tiert.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  8. Eberhard Krauss Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,
    im letz­ten Jahr war ich zwi­schen Mai und Dezem­ber breuf­li­cher Wochen­pend­ler zwi­schen Mün­chen und Lau­pheim. Dabei nutz­te ich den IC2266 (hin) und EC117 (zurück) auf der Stre­cke München/Ulm. Über die Pünkt­lich­keit ließ sich bis Ende Novem­ber nichts Nega­ti­ves sagen. Danach hat es mich auf der Heim­fahrt drei­mal mas­siv erwischt (ein­mal aller­dings war der Grund ein Sui­zid bei Günz­burg). Was ich vile­mehr anmer­ken möch­te ist, dass das Wagen­ma­te­ri­al der EC/IC-Züge bereits deut­li­che Ermü­dungs­er­schei­nun­gen aus­weist. Ohne exakt buch­ge­führt zu haben, war etwas jeden fünf­te Tür defekt und auch bei den Toilt­ten gab es immer wie­der Aus­fäl­le (eben­so geschätzt 20%). Das macht nicht nur kei­nen guten Ein­druck, son­dern es ist auch objek­tiv läs­tig. Hof­fent­lich sind die Sicher­heits­ein­rich­tun­gen nicht im glei­chen Zustand.
    Ich hat­ten neu­lich das Ver­gnü­gen mit einem Rail­jet der ÖBB nach Salz­burg zu fah­ren und war pos­tiv über­rascht. Die Innen­ein­rich­tung war topp und alles funk­tio­nier­te. Auch das WLAN an Bord! OK, der Rail­jet ist auch nur mit dem ICE zu ver­glei­chen. Aber auf der Retour mit einem EC der ÖBB bot sich mit das glei­che Bild. Kurz, die ÖBB hat es m.E. drauf, Bahn­fah­ren mehr Freu­de macht.
    Appro­pos WLAN, war­um gibt es im IRE zwi­schen Ulm und Lau­pheim WLAN onboard, und im EC/IC nicht?
    Nach mei­nem Dafür­hal­ten ist der EC/IC das Rück­grat des schie­nen­ge­bun­de­nen Fern­ver­kehrs. Des­wei­te­ren ist es rela­tiv preis­güns­tig und hat Fahr­rad­mit­nah­me­mög­li­che­kei­ten. Zum­ni­dest auf der Stre­cke Mün­chen-Stutt­gart kaum Geschwin­dig­keits­nach­tei­le zum ICE.
    Ich möch­te Sie bit­ten sich für den Erhalt/Ausweitung des EC/IC-Net­zes und für die Instand­set­zung ggf. Neu­an­schaf­fung des Wagen­be­stands ein­zu­set­zen.
    Ich habe tat­säch­lich den Ein­druck, dass die Bahn­füh­rung bei ihrer Fokus­sie­rung auf Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge bzw. ‑tras­sen die­se Rück­grat außer Acht lässt.
    Tat­säch­lich möch­te ich auch künf­tig, nicht zuletzt auch aus öko­lo­gi­schen Grün­den) die­ses Ange­bot nut­zen.

    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Eber­hard Krauss

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Krauss,
      vie­len Dank für die Schil­de­rung Ihrer Erleb­nis­se.
      Die Deut­sche Bahn hat vor etwa einem Jahr die ers­ten ihrer neu­en IC2-Züge in Betrieb genom­men. In B‑W ver­keh­ren die­se neu­er­dings auf der Gäu­bahn (Stutt­gart – Singen/später bis Zürich). Die­se Züge sind hell und freund­lich und fah­ren ange­nehm ruhig. Bemän­gelt wird immer wie­der, dass es zu wenig Platz für Gepäck gibt und eini­ge Fahr­gäs­te fin­den die Sit­ze unge­müt­lich. WLAN gibt es in den ICE und zuneh­mend im Regio­nal-/Nah­ver­kehr, weil die Län­der als Auf­ga­ben­trä­ger dies in die Aus­schrei­bungs­be­din­gun­gen auf­neh­men.
      Ich wün­sche Ihnen gute Fahrt!
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  9. Markus S. Reply

    Herr Fer­le­mann (CDU) for­dert eine Über­prü­fung des Rabatt-Sys­tems. Angeb­lich sind die 19,90€ Tickets (bei­spiels­wei­se von Ham­burg nach Mün­chen) das Haupt­pro­blem der Bahn. Aller­dings liegt das eigent­li­che Pro­blem dar­in, dass der Flug trotz­dem nur halb so viel kos­tet. Bei star­ken Preis­er­hö­hun­gen ist außer­dem das Fahr­gast­ziel bis 2030 nicht zu errei­chen. Zudem kri­ti­siert er die Zug­bin­dung bei Spar­prei­sen, wel­che jedoch ein wirk­sa­mes Mit­tel gegen Über­fül­lung in der Haupt­ver­kehrs­zeit ist und zusätz­lich die Aus­las­tung stei­gert. Im Inter­net hagelt es Spott, bei­spiels­wei­se: https://meta.tagesschau.de/id/137892/bund-fordert-ueberpruefung-von-bahn-rabatten

    Ein kon­kur­renz­fä­hi­ger Preis ist die Basis für wirt­schaft­li­chen Erfolg.

    Sie müs­sen die­se ver­kehrs­po­li­ti­sche Geis­ter­fahrt end­lich stop­pen. Wie­so sind Sie bei der der­zei­ti­gen Dis­kus­si­on nicht sicht­bar?

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      In der Tat ist es über­le­gens­wert, den Nor­mal­ta­rif zu sen­ken statt die Anzahl an Tickets zum Spar­preis aus­zu­wei­ten bzw. auf dem der­zeit hohen Niveau zu hal­ten. Letzt­lich ist das aber kei­ne poli­ti­sche Ent­schei­dung, son­dern einer der Deut­schen Bahn AG. Inso­fern hal­te ich den Vor­stoß des Staats­e­kre­tärs für wenig hilf­reich. Aber, das sehe ich wie Sie, Spar­prei­se und Zug­bin­dun­gen sind ein Instru­ment, um die Aus­las­tung der Züge zu steu­ern und daher legi­tim (und sinn­voll) und auch im Inter­es­se der meis­ten Fahr­gäs­te.
      Für viel ent­schei­den­der hal­te ich die Sen­kung der Tras­sen­prei­se, um Spiel­räu­me für ein bes­se­res (und auch güns­ti­ge­res) Tarif­sys­tem zu gewin­nen. Beson­ders wich­tig ist auch, Wett­be­werbs­ver­zer­run­gen der Bahn gegen­über den Ver­kehrs­mit­teln Auto und Flug­zeug abzu­bau­en. Denn auch die Dis­kus­si­on unter dem von Ihnen auf­ge­führ­ten Link zeigt: Nicht weni­ge Men­schen ver­glei­chen die Kos­ten der ver­schie­de­nen Ver­kehrs­mit­tel mit­ein­an­der (wenn­gleich auch nicht immer kor­rekt).

  10. Markus Götz Reply

    Guten Tag Herr Gast­el.

    der Arti­kel “Filstal­bahn im Pra­xis­test” in der NWZ Göp­pin­gen hat mich auf Ihre Web­site gelockt. Vie­le inter­es­san­te Inhal­te, so daß der für 20.15 Uhr geplan­te Fern­seh­abend nun “mit Ver­spä­tung” begin­nen wird. Im Zei­tungs­ar­ti­kel habe ich einen Hin­weis auf Ihr inter­es­san­tes Bahn­ta­ge­buch ver­misst. Kom­mu­ni­zie­ren Sie das gegen­über der Pres­se in Zukunft ger­ne offen­si­ver. Allein der heu­ti­ge Ein­trag mit der hör­bar erstaun­ten, pünkt­li­chen DB-Zug­be­glei­te­rin war es wert, hier vor­bei­zu­schau­en.

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Götz,
      vie­len Dank für Ihren Kom­men­tar, über den ich mich sehr freue. Mein Bahn­ta­ge­buch erfreut sich gro­ßer Beliebt­heit (wir auch im Bahn­tower immer wie­der gele­sen) und ver­gleichs­wei­se hoher Klick­zah­len. Da ich die Ergeb­nis­se min­des­tens zwei­mal jähr­lich aus­wer­te, erscheint hin und wie­der dar­über auch ein Arti­kel in den Medi­en.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen – und gute Fahrt!
      Mat­thi­as Gast­el

  11. Margret Simoneit Reply

    Lie­ber Herr Gast­el,
    The­ma: Die Zol­ler­bahn
    Die Män­gel an der Bahn im Zol­lernalb Kreis bezie­hen sich nicht nur auf die Lang­sam­fahr­stel­len, son­dern auch dar­auf, dass häu­fig nicht die erfor­der­li­che Anzahl an Wag­gons zur Ver­fü­gung gestellt wer­den kön­nen.
    Ich erleb­te sel­ber, wie der Lok­füh­rer mit gro­ßem Bedau­ern mit­teil­te, dass er bei Dienst­an­tritt nur einen Wagen statt der übli­chen Anzahl von drei vor­fand.
    Die­se Män­gel müss­ten doch beheb­bar sein und dürf­ten bei guter Pla­nung nicht mehr vor­kom­men.
    Könn­ten Sie sich dafür ein­set­zen, dass wenigs­tens in tech­ni­scher Hin­sicht es nicht zu solch gra­vie­ren­den Aus­fäl­len kommt?
    Mit freund­li­chen Grü­ßen

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Guten Mor­gen Frau Simon­eit,
      dan­ke für Ihren Kom­men­tar. Das mit den manch­mal feh­len­den Wagen ist mir aus der Pres­se bekannt. Das ist kein spe­zi­el­les Pro­blem auf die­ser Stre­cke, son­dern auf vie­len Stre­cken. Der Hin­ter­grund dürf­te auch hier sein, dass die Werk­statt in Ulm seit Jah­ren mit der War­tung und Repa­ra­tur nicht hin­ter­her­kommt. Ich wer­de die nächs­te Gele­gen­heit nut­zen, um auch das kon­kre­te Pro­blem auf der Zol­lern-Alb-Bahn zu the­ma­ti­sie­ren.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  12. Thomas Graf Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,

    zunächst ein­mal vie­len Dank, dass Sie sich mit gro­ßem Enga­ge­ment dem The­ma Schie­nen­ver­kehr wid­men, ist das The­ma doch lei­der bei vie­len Ent­schei­dungs­trä­gern ein Stief­kind.

    Heu­te möch­te ich aber kon­kret das The­ma Flug­ha­fen­an­schluss und S21 anspre­chen. In den letz­ten Wochen wird in der Pres­se ver­mehrt über Bestre­bun­gen berich­tet, das The­ma Flug­ha­fen­halt neu auf­zu­rol­len und z.B. einen “Fern­bahn­halt” an der Auto­bahn als ver­meint­lich kos­ten­güns­ti­ge Alter­na­ti­ve zum plan­fest­ge­stell­ten unter­ir­di­schen Bahn­hof unter der Mes­se­piaz­za anzu­ge­hen.

    Ich hal­te die­se Über­le­gun­gen für fatal. Die Grün­de dafür im Ein­zel­nen:

    1. Die Bezeich­nung “Fern­bahn­halt” ist irre­füh­rend. Unab­hän­gig davon, ob nun stünd­lich ein IC/ICE Zug­paar oder mehr oder weni­ger dort hal­ten wird, es wer­den pro Stun­de 1 bis 2 Regio­nal­ex­press-Zug­paa­re aus und in Rich­tung Tübin­gen bzw. Stutt­gart Hbf und ein wei­te­res IRE-Zug­paar je Stun­de aus Rich­tung Merklingen/Ulm und Stutt­gart Hbf dort hal­ten. Das heißt, unab­hän­gig von der tat­säch­li­chen Anzahl der Fern­ver­kehrs­zü­ge sind die Regio­nal­zü­ge immer in der Mehr­heit – und das ent­spricht ver­mut­lich auch den Nach­fra­ge­be­dürf­nis­sen.
    Ich habe lei­der oft­mals den Ein­druck, dass der Begriff “Fern­ver­kehrshalt” nur dazu dient, die Bedeu­tung für die Regi­on her­un­ter­zu­spie­len, obwohl er eigent­lich nur der Unter­schei­dung zum S‑Bahn-Halt dient, an dem dann noch die Züge der Gäu­bahn hal­ten sol­len (eben­falls Regio­nal- UND Fern­zü­ge).

    2. Für die Attrak­ti­vi­tät der Züge an die­sem Halt ist ent­schei­dend, dass die Wege kurz sind. Und dabei sind m.E. weni­ger die Wege zum Flug­ha­fen­ter­mi­nal ent­schei­dend als viel­mehr die Umstei­ge­we­ge zur S‑Bahn, zur Gäu­bahn, zu den Bus­sen und zur Stadt­bahn U6, die der­zeit dort­hin ver­län­gert wird. Nur mit kur­zen Umstei­ge­we­gen macht der Halt Sinn.
    Lei­der hat es ja damals beim Fil­der­dia­log nicht mit dem bes­ten Lösung geklappt, dem Halt unter der Flug­ha­fen­stra­ße, aber ich den­ke, der jet­zi­ge Kom­pro­miss ist als zweit­bes­te Lösung immer noch deut­lich bes­ser als ein Halt jen­seits der Auto­bahn.
    Der Fil­der­bahn­hof hat ein Ein­zugs­ge­biet, das wesent­lich wich­ti­ger ist als der Flug­ha­fen.

    Ich möch­te nicht ver­heh­len, dass ich auch per­sön­lich davon betrof­fen wäre.
    Ich woh­ne auf der Alb und arbei­te täg­lich in Neu­hau­sen. Der­zeit bleibt mir lei­der nur das Auto. Ich hof­fe, dass ich irgend­wann von Mer­klin­gen zum Flug­ha­fen fah­ren kann (künf­tig ca. 20–25 Minu­ten Fahrt­zeit), dann in weni­gen Minu­ten zur S‑Bahn umstei­gen und dann nach Neu­hau­sen (ca. 5 Minu­ten). Das heißt, mit einer Umstei­ge­zeit bis zu 15 Minu­ten (ein­schließ­lich War­ten auf die S‑Bahn) bin ich eini­ger­ma­ßen kon­kur­renz­fä­hig zum PKW. Wenn Ich nun zusätz­li­che 10 Minu­ten benö­ti­ge, um von der Auto­bahn zur S‑Bahn zu gelan­gen, ver­liert das Gan­ze deut­lich an Attrak­ti­vi­tät. Und 10 Minu­ten zusätz­lich wären nur bei einem Ver­kehrs­mit­tel gege­ben, das nach max. 5 Minu­ten War­te­zeit ver­kehrt.

    Ähn­lich geht es vie­len, die ihre Arbeits­stel­le in Möh­rin­gen, Vai­hin­gen, Böb­lin­gen, L‑E usw. haben. Ohne güns­ti­ge Umstei­ge­si­tua­ti­on am Flug­ha­fen kön­nen die­se aus Rich­tung Ulm/Merklingen die Bahn schlicht nicht nut­zen.
    Einem Urlau­ber, der ein­mal im Jahr fliegt, wäre der län­ge­re Weg zum Ter­mi­nal viel­leicht zuzu­mu­ten, nicht aber einem Pend­ler oder einem beruf­li­chen Viel­flie­ger (der dadurch kaum weni­ger flö­ge).

    3. Die jet­zi­ge Lösung ist zumin­dest plan­fest­ge­stellt. Jede Neu­pla­nung bräuch­te min­des­tens 5 Jah­re, um den jetzt erreich­ten Stand zu errei­chen. Die Kla­gen, die gegen die jet­zi­ge Lösung vor­ge­bracht wer­den, sind haupt­säch­lich aus dem Raum Lein­fel­den-Ech­ter­din­gen getrie­ben und wür­den ver­mut­lich auch gegen eine ver­än­der­te Pla­nung ange­strengt wer­den. Jede zusätz­li­che Ver­zö­ge­rung ver­hin­dert eine Ver­kehrs­wen­de oder dient ande­ren als Argu­ment für einen wei­te­ren A8-Aus­bau (z.B. Deger­loch-Wend­lin­gen), was m.E. unbe­dingt zu ver­hin­dern ist.

    4. Mit den gestie­ge­nen Bau­kos­ten bis zu einer neu­en Lösung wür­de die­se dann auch nicht mehr wesent­lich preis­güns­ti­ger sein. Natür­lich soll­te man bei S21 noch an ande­rer Stel­le nach­bes­sern: Im Nord­zu­lauf Feu­er­bach und even­tu­ell eine Hand­voll Glei­se des Kopf­bahn­hofs erhal­ten für beginnende/endende Züge. Aber hier sehe ich in der momen­ta­nen wirt­schaft­li­chen Situa­ti­on eher ein Pro­blem der Prio­ri­sie­rung von Bun­des­mit­teln, als dass man dafür die Umstei­ge­si­tua­ti­on am Flug­ha­fen opfern soll­te.

    5. Die Inner­städ­ti­sche Gäu­bahn darf natür­lich nicht auf­ge­ge­ben wer­den, wäre aber sicher bes­ser für S‑Bahn/Nahverkehr (z.B. Ver­län­ge­rung Schön­buch­bahn) als für den jet­zi­gen Gäu­bahn­ver­kehr genutzt. Dafür bie­tet die Füh­rung der Gäu­bahn mit Roh­rer Kur­ve u.a. eine schnel­le Tan­gen­tia­le Umstei­ge­ver­bin­dung Horb/Böblingen – Ulm, was heu­te fern­ab von attrak­tiv ist.

    6. Dass mit einem nahen “Fernbahn”-Haltepunkt evtl. der Flug­ver­kehr attrak­ti­ver wird, wie der BUND argu­men­tiert, mag in beschränk­ten Maße sein, obwohl ich davon aus­ge­he, dass durch die bes­se­re Bahn­an­bin­dung kaum zusätz­li­che Flü­ge gene­riert wer­den (das pas­siert eher wegen der Dum­ping-Flug­prei­se), aber häu­fi­ger ein Umstieg vom Auto zur Bahn zur Anfahrt zum Flug­ha­fen erreicht wird, was ja auch wün­schens­wert ist. U. U. erreicht man damit sogar ein Kli­en­tel, dass sonst nie in einen Zug ein­stei­gen wür­de.

    Zusam­men­ge­fasst: Bit­te kämp­fen Sie wei­ter für einen Aus­bau des Schie­nen­ver­kehrs, dafür, dass die Bun­des­re­gie­rung ihren Lip­pen­be­kennt­nis­sen im Koali­ti­ons­ver­trag (Elek­tri­fi­zie­rung, Ver­dop­pe­lung Fahr­gast­zah­len bis 2030 usw.) auch Taten fol­gen lässt. Aber bit­te machen Sie kein Fass am Flug­ha­fen auf.

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Graf,
      vie­len Dank für Ihren Kom­men­tar, den ich sehr auf­merk­sam gele­sen habe.
      Die Bezeich­nung “Fern­bahn­hof” ist in der Tat irre­füh­rend. Ich nut­ze ihn daher auch nicht ger­ne. Dass die Bedeu­tung für die Regi­on her­un­ter­ge­spielt wer­den soll, sehe ich aller­dings nicht. Das Gegen­teil dürf­te der Fall sein. Daher wird ja stän­dig von den Fern­zü­gen gespro­chen, die hier angeb­lich mal hal­ten sol­len.
      Sie schrei­ben, dass kur­ze Wege ent­schei­dend sind. Für die­je­ni­gen, die am Flug­ha­fen umstei­gen wol­len trifft dies zu. Für die aller­meis­ten Fahr­gäs­te in den Fern­zü­gen trifft dies nicht zu. Denn die­se wol­len weder an den Flug­ha­fen, noch an die Mes­se noch dort umstei­gen, sie wol­len bei­spiels­wei­se von Mün­chen nach Stutt­gart Hbf. Für sie bedeu­ten die bis­he­ri­gen Plä­ne eine umständ­li­che Tras­sen­füh­rung, die die Rei­se­zei­ten ver­län­gert und die Zug­nut­zung unat­trak­ti­ver macht. Das schrieb übri­gens sogar die Bun­des­re­gie­rung in ihrer Ant­wort auf unse­re Klei­ne Anfra­ge. Der Groß­teil der Fahr­gäs­te im Fern­ver­kehr wol­len in die Metro­po­len. Daher hat die DB nach und nach die meis­ten Flug­ha­fen­an­bin­dun­gen des Fern­ver­kehrs deut­lich redu­ziert. Die Lösung, die für Pend­ler wie Sie vor­teil­haft ist, ist für Fern­ver­kehrs­rei­sen­de meist unat­trak­tiv. Man kann sogar ver­mu­ten, dass die der­zei­ti­ge Pla­nung wegen der Zeit­ver­lus­te zu eher weni­ger Fern­ver­kehrshal­ten füh­ren wird als bei einem Bahn­hof an der Auto­bahn. Das ist das Dilem­ma.
      Beim Fil­der­dia­log, den Sie anspra­chen, wur­de eine Füh­rung der Gäu­bahn über S‑Vaihingen emp­foh­len und über den Flug­ha­fen aus­drück­lich abge­lehnt, da nega­ti­ve Beein­träch­ti­gun­gen für die S‑Bahn befürch­tet wur­den.
      Sie spra­chen auch das Ein­zugs­ge­biet der Bahn­hö­fe am Flug­ha­fen an. Ich woh­ne ca. 5 km davon ent­fernt. Das Pro­blem: Man kommt nur sehr umständ­lich an den Flug­ha­fen. Für vie­le Men­schen, die in unmit­tel­ba­rer Nähe zum Flug­ha­fen woh­nen, wird sich zumin­dest für die Haupt­fahrt­rich­tung Stutt­gart nichts ändern.
      Zur S‑Bahn nach Neu­hau­sen: Wir set­zen uns stark für eine Ver­dich­tung auf einen 15-Minu­ten-Takt ein. Ein sol­cher ist mög­lich, wenn aus­rei­chend Fahr­zeu­ge und Lok­füh­rer z. V. ste­hen.
      Plan­fest­ge­stellt sind die 1.3er-Bauabschnitte nicht.
      Die nörd­li­che Zulauf­stre­cke zum Haupt­bahn­hof muss aus­ge­baut wer­den, da sind wir uns einig.
      Einig sind wir uns auch bei der Fra­ge zusätz­li­cher Glei­se am Haupt­bahn­hof. Das Pro­blem: Der maß­geb­li­che Ver­band Regi­on Stutt­gart lehnt die­se unter Ver­weis auf die vor­ge­se­he­ne “Dreh­schei­be” am Flug­ha­fen ab. Im Umkehr­schluss bedeu­tet dies: Die Plä­ne am Flug­ha­fen erschwe­ren Pla­nun­gen für einen leis­tungs­fä­hi­ge­ren Haupt­bahn­hof.
      Da die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft über eine Mil­li­on zusätz­li­che Flug­gäs­te pro Jahr erwar­tet, betei­ligt sie sich an der Finan­zie­rung von S 21.
      Ich hof­fe, dass ich damit mei­ne Sicht­wei­sen erklä­ren und um Ver­ständ­nis dafür wer­ben konn­te, dass ich die Plä­ne am Flug­ha­fen nicht mit Begeis­te­rung unter­stüt­zen kann und auf die völ­lig über­zo­ge­nen Erwar­tun­gen bzgl. der Fern­ver­kehrs­zü­ge am Flug­ha­fen hin­wei­sen muss. Da wer­den Din­ge sug­ge­riert, die so höchst­wahr­schein­lich nicht ein­tre­ten wer­den oder nicht lan­ge auf­recht erhal­ten wer­den kön­nen. Zugleich wer­den not­wen­di­ge Ent­wick­lun­gen am Haupt­bahn­hof blo­ckiert.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  13. Thomas Graf Reply

    Vie­len Dank für Ihre Ant­wort.

    Ihre Argu­men­ta­ti­on spricht m.E. erst recht dafür, die Fern­zü­ge im Zwei­fels­fall außer Acht zu las­sen und für mög­lichst kur­ze Umstei­ge­we­ge im Regio­nal­ver­kehr zu sor­gen.

    Natür­lich wol­len 90% der Rei­sen­den eher zum Haupt­bahn­hof, aber die­je­ni­gen, die heu­te aus Rich­tung Ulm oder Tübin­gen in Rich­tung LE, Fil­der­stadt, Möh­rin­gen oder Böb­lin­gen wol­len (und das sind Tau­sen­de), neh­men das Auto, weil eine Fahrt über den Haupt­bahn­hof Stutt­gart einen Zeit­ver­lust von einer hal­ben Stun­de bedeu­ten wür­de, und ich fürch­te, sie wer­den das auch künf­tig tun, wenn die Umstei­ge­we­ge den Fahrt­zeit­ge­winn wie­der auf­fres­sen.

    Übri­gens: Der Abschnitt 1.3a (also der Bahn­hof am Flug­ha­fen für die Regio­nal­zü­ge aus Ulm und Tübin­gen) ist seit 14.07.2016 plan­fest­ge­stellt, wird aber beklagt:
    http://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/fileadmin/pdfs/10-S21_NEUORDNUNG_BAHNKNOTEN_STUTTGART/PFA_1_3a/2016/PFA_1_3a-Planfeststellungsbeschluss.pdf

    Grü­ße
    Tho­mas Graf

  14. Lothar Schneider Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,

    mit gro­ßer Genug­tu­ung las ich den SZ Arti­kel vom 14.02.19. „Kein ein­zi­ger Güter­zug auf der Vor­zei­ge­stre­cke“. Wir von der BI – Das bes­se­re Bahn­kon­zept – mach­ten schon früh­zei­tig dar­auf auf­merk­sam, dass zwi­schen Ebens­feld und Erfurt kei­ne Güter­zü­ge fah­ren kön­nen. Bereits in der Aus­bau­kon­zep­ti­on des UBA „Schie­nen­netz 2025–2030“ wur­de der Abbruch der Bau­ar­bei­ten emp­foh­len. Der Bau war von da an nur noch poli­tisch moti­viert. Es galt Bau­rui­nen zu ver­mei­den. Die­se Tras­se hat nur einen Zweck zu erfül­len. Eine Schnell­bahn­ver­bin­dung zwi­schen Mün­chen und Ber­lin mit einer Anbin­dung von Erfurt zu schaf­fen. Erfurt ist nun Dreh­kreuz Nord – Süd und Ost – West. Güter­ver­kehr war von Anfang an nur Vor­wand. So woll­te es auch die deut­sche Bahn. Das Gan­ze ist nicht etwa ein Ver­se­hen. Es ist so geplant. Eine wesent­li­che Grund­la­ge in der Plan­fest­stel­lung war aber der Betrieb mit Güter­ver­kehr. Unter die­sem fal­schen Vor­wand wur­de das Vor­ha­ben begrün­det. Nach heu­ti­gem Stand unrecht­mä­ßig. Von Sei­ten der Betrof­fe­nen, Anlie­ger etc. wur­de die­ser Sach­ver­halt immer wie­der vor­ge­bracht. Es wur­de der Kla­ge­weg beschrit­ten. Alles ohne Erfolg. Es hat ein­fach nie­man­den inter­es­siert. Sehen sie sich die durch die­se Tras­se zer­schnit­te­ne Land­schaft an. Ver­set­zen Sie sich bit­te in die Lage der Men­schen, die durch die­sen Bau ent­eig­net wur­den. Die jetzt, nach­dem die Tras­se steht, fest­stel­len, dass sie Recht hat­ten. Ganz zu schwei­gen von den Mil­li­ar­den an Steu­er­gel­dern, die hier ver­pul­vert wur­den. Und nun geht es wei­ter. Der Aus­bau zwi­schen Brei­ten­güß­bach und Forch­heim wird gera­de vor­be­rei­tet. Auch hier wird es vie­le Men­schen schwer tref­fen. Und das natür­lich wie­der mit dem Vor­wand: Güter auf die Schie­ne.

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Schnei­der,
      dan­ke für Ihren Kom­men­tar und die Erläu­te­run­gen. Auch wir sind der Mei­nung, dass die Stre­cke anders, näm­lich kos­ten­güns­ti­ger und sowohl für den Per­so­nen- wie den Güter­ver­kehr bes­ser hät­te gebaut wer­den kön­nen. Die­ses Bei­spiel zeigt, dass für rein poli­tisch moti­vier­te Ent­schei­dun­gen lei­der oft­mals jeg­li­che Fach­lich­keit außer Acht gelas­sen wird. Stutt­gart 21 und die NBS Wend­lin­gen-Ulm las­sen grü­ßen.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  15. Lothar Schneider Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,

    zu Ihrem ZEIT Bei­trag vom 21.03.19 „Pünkt­li­cher erst 2050“.
    Ich stim­me Ihnen zu. Die Bahn­in­fra­struk­tur muss viel mehr Beach­tung fin­den. Es sind jedoch Zwei­fel ange­bracht, ob hier allei­ne mehr Geld wei­ter­hilft. Sehen sie sich die Kos­ten aktu­el­ler Bahn­pro­jek­te an. Z.B. die Stre­cke Mün­chen – Ber­lin. Hier wer­den regel­mä­ßig Kos­ten von EUR 10 Mrd. genannt. Rich­tig ist: Nur der Abschnitt nörd­lich von Bam­berg kos­te­te die­se 10 Mrd. Zwi­schen Nürn­berg und Bam­berg wird noch immer gebaut. Und Mün­chen – Nürn­berg lief unter einem ganz ande­ren Pro­jekt. In der Sum­me sind hier Kos­ten von min. EUR 15 Mrd. zu ver­an­schla­gen. Die von den Kom­mu­nen zu tra­gen­den Kos­ten sind hier noch nicht ent­hal­ten. Oder S21. Die EUR 10 Mrd. Gren­ze wird hier geris­sen wer­den. Nur die­se bei­den Pro­jek­te haben dann bereits über EUR 25 Mrd. gekos­tet. Und so soll es in Zukunft wei­ter­ge­hen. Die Bahn möch­te jetzt doch wie­der neue 300 km/h Schnell­stre­cken bau­en. Mit dem zur Zeit immer wie­der genann­ten Betrag von EUR 57 Mrd. wer­den wir des­halb nicht wirk­lich weit kom­men. Aber es man­gelt nicht nur am Geld. Auch die Umset­zung der Pro­jek­te ist alles ande­re als zeit­ge­mäß. Durch mei­nen Wohn­ort – Alten­dorf – führt die Schnell­stre­cke Mün­chen – Ber­lin. In den nächs­ten Jah­ren wird hier das rest­li­che Stück der VDE 8 von 2 auf 4 Gleis aus­ge­baut. Die Anzahl der Züge soll deut­lich gestei­gert wer­den und die Fahr­ge­schwin­dig­keit wird auf 230 km/h erhöht. Selbst­ver­ständ­lich wird mit der Bau­maß­nah­me ein Schall­schutz rea­li­siert. Die Grenz­wer­te kön­nen in unse­rem Ort trotz die­ser Blech­wän­de nicht ein­ge­hal­ten wer­den. Die Lösung heißt – pas­si­ver Lärm­schutz. Schall­dich­te Fens­ter und simp­le Geblä­se zur Ver­sor­gung mit Außen­luft ver­ber­gen sich hin­ter dem Begriff – pas­si­ver Lärm­schutz. Ein Groß­teil der Men­schen in den an der Stre­cke durch­fah­re­nen Orten ist hier­von betrof­fen. Wie Sie sicher auch wis­sen, sind die Grenz­wer­te “bahn­ge­recht” opti­miert. Schie­nen- und Gleis­pfle­ge­bo­nus machen den Bau und den Betrieb güns­ti­ger und uns das Leben zur Höl­le. In Alten­dorf und wei­te­ren Orten an der Stre­cke rücken die zwei zusätz­li­chen Glei­se bis auf weni­ge Meter an die Wohn­häu­ser her­an. An einem Mehr­fa­mi­li­en­haus beträgt der Abstand etwas mehr als 3 Meter. Von den Bal­ko­nen ver­blei­ben dann nur weni­ge Meter bis zur Ober­lei­tung. Bei vie­len wei­te­ren Woh­nun­gen sieht es nicht bes­ser aus. Der Gesetz­ge­ber sieht hier selbst­ver­ständ­lich Min­dest­ab­stän­de vor. Und zwar 3 Meter zwi­schen Gebäu­de und der Bahn­an­la­ge und 5 Meter Sicher­heits­ab­stand zur Ober­lei­tung.
    Für den Bau von HGV- und Hoch­leis­tungs­gü­ter­zug­stre­cken gel­ten also die glei­chen Abstands­an­for­de­run­gen wie für einen Klein­tier­stall an der Grund­stücks­gren­ze. Die­se gerin­gen Abstän­de und das pro­gnos­ti­zier­te Ver­kehrs­auf­kom­men wer­den neben mehr Lärm auch deut­lich höhe­re Erschüt­te­rungs­be­las­tun­gen ver­ur­sa­chen. Erschüt­te­run­gen, die heu­te bereits pro­ble­ma­tisch sind, wer­den dann bis zu 300 % zuneh­men. Tech­nisch lässt sich Erschüt­te­rungs­schutz pro­blem­los her­stel­len. Der Vor­ha­ben­trä­ger argu­men­tiert jedoch mit Unver­hält­nis­mä­ßig­keit bei den Kos­ten.
    Wer trägt die Schuld an die­sen Miss­stän­den? Die Ver­ant­wort­li­chen bei der Bahn sehen hier den Gesetz­ge­ber in der Pflicht. Bestellt wer­den die­se Aus- und Neu­bau­pro­jek­te immer von poli­ti­scher Sei­te und auch der gesetz­li­che Rah­men kann durch den Vor­ha­ben­trä­ger nicht beein­flusst wer­den, so die DB. Der Gesetz­ge­ber ist ganz offen­sicht­lich auch hier um Jahr­zehn­te in der Ent­wick­lung zurück­ge­blie­ben. Da die Bahn­in­fra­struk­tur in Deutsch­land his­to­risch gewach­sen ist, und sich in den letz­ten Jahr­zehn­ten vie­le Orte stark aus­ge­dehnt haben, rei­hen sich die Orte an die Bahn­li­ni­en wie Per­len an einer Ket­te. Deut­lich mehr (Güter) Ver­kehr von der Stra­ße auf die Schie­ne, wie es auch Die Grü­nen for­dern, bedeu­tet nichts ande­res, als den Ver­kehr mit­ten in die Orte zu ver­la­gern. Das ist eine Kata­stro­phe. Die Grü­nen soll­ten dar­an den­ken, bei der sicher not­wen­di­gen Ver­kehrs­wen­de, auch die Men­schen mit­zu­neh­men. Auch die Ängs­te der an den Bahn­li­ni­en leben­den Men­schen müs­sen ernst genom­men wer­den. Am Bei­spiel Reg­nitz­tal ist sehr gut zu erken­nen, was es für die Men­schen vor Ort bedeu­tet, wenn mög­lichst viel (Güter) Ver­kehr auf die Schie­ne ver­la­gert wer­den soll­te.
    Hier ent­steht eine Hoch­leis­tungs­tras­se, die mit den Lösun­gen der Digi­ta­li­sie­rung eine extrem dich­te Zug­fol­ge erlaubt. Tags­über wer­den das Per­so­nen- und Güter­ver­keh­re und Nachts aus­schließ­lich Güter­ver­keh­re sein. Soll­te eine Ver­la­ge­rung des Ver­kehrs auf die Schie­ne erfol­gen, ohne Rück­sicht auf die an den Bahn­li­ni­en leben­den Men­schen zu neh­men, dann wer­den gro­ße Tei­le der betrof­fe­nen Orte nicht mehr lebens­wert sein. Soll ein signi­fi­kan­ter Teil des heu­ti­gen Ver­kehrs­auf­kom­mens auf die Schie­ne ver­la­gert wer­den, müs­sen neue Tras­sen gebaut oder an den aus­zu­bau­en­den Tras­sen muss die Bebau­ung abge­ris­sen wer­den um genü­gend Raum zu schaf­fen. Eine leis­tungs­fä­hi­ge und zugleich men­schen­freund­li­che Bahn­in­fra­struk­tur ist mög­lich. Doch hier­für bedarf es zuerst zeit­ge­mä­ßer Regel­wer­ke (Geset­ze) und erst danach soll­te über Geld gere­det wer­den. Nur so kommt die Bahn im 21. Jahr­hun­dert an und kann dann auch einen gro­ßen Bei­trag zum Kli­ma­schutz leis­ten.

    Freund­li­che Grü­ße
    Lothar Schnei­der

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­ter Herr Schnei­der,
      dan­ke für Ihren Kom­men­tar.
      Ich gebe Ihnen Recht, dass es allei­ne mit mehr Geld nicht getan ist. Das machen auch die Berich­te des Bun­des­rech­nungs­ho­fes, die wir sehr ernst neh­men, deut­lich. Daher küm­mern wir uns auch um die wirt­schaft­li­che Mit­tel­ver­wen­dung und dar­um, dass die­se an die not­wen­digs­ten Stel­len flie­ßen. Die von Ihnen genann­ten 57 Mrd. € bezie­hen sich allei­ne auf den Nach­hol­be­darf, also den Sub­stanz­er­halt, nicht also um den Neu­bau. Zum Lärm­the­ma: Klar, wir wol­len deut­lich mehr Güter von den Stra­ßen auf die Schie­ne ver­la­gern. Das hilft, Stra­ßen­lärm zu redu­zie­ren. Auf der Schie­ne wird der Lärm bereits durch die Umrüs­tung der Brem­sen deut­lich und spür­bar redu­ziert. Wer an Bahn­stre­cken lebt oder (so wie ich) sich immer mal wie­der an hoch­be­las­te­te Stre­cken hin­stellt und beob­ach­tet wird dies fest­stel­len. Die Bemü­hun­gen gehen wei­ter und müs­sen wei­ter gehen, indem der akti­ve Lärm­schutz wei­ter­ent­wi­ckelt wird und auch wei­te­re Aspek­te wie die Lüf­tungs- und Kühl­an­la­gen in den Blick genom­men wer­den und neue Tech­no­lo­gien zum Ein­satz kom­men. Zugleich müs­sen die Inves­ti­ti­ons­mit­tel für die Umset­zung die­ser inno­va­ti­ven Mög­lich­kei­ten und den Bau von Lärm­schutz­wän­den stei­gen. Inso­fern neh­men wir die Men­schen bei der Ver­kehrs­wen­de mit – über­haupt machen wir die Ver­kehrs­wen­de für die Men­schen, für wen denn sonst?
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

  16. Lothar Schneider Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,

    gibt es bei der DB ein Min­dest­maß an Com­pli­an­ce? Im Zuge der Pla­nun­gen und Bau­vor­be­rei­tun­gen des Aus­bau­es der Stre­cke Mün­chen Ber­lin, die auch durch unse­re Gemein­de führt, mühen sich die Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter unse­rer Gemein­de (Alten­dorf Kreis Bam­berg) mehr als zumut­bar mit der DB ab. Der letz­te Zwi­schen­fall geht so: Die Gemein­de Alten­dorf möch­te den ein­zi­gen noch ver­blie­be­nen Bahn­über­gang im Ort durch eine PKW taug­li­che Unter­füh­rung erset­zen. Die DB Pla­nung sieht eine Unter­füh­rung ohne PKW Ver­kehr vor. Mit der DB wur­de ver­ein­bart, dass die Gemein­de die Mehr­kos­ten und einen Teil der Vor­be­rei­tun­gen für die PKW Lösung selbst auf­bringt. Nah­dem es zu Ver­zö­ge­run­gen kam, droh­te die DB damit, die klei­ne Lösung umzu­set­zen. Außer, man kommt der DB ent­ge­gen. Die For­de­rung der DB: Die Gemein­de muss auf ihr Kla­ge­recht im Zusam­men­hang mit dem Pro­jekt “Mün­chen Ber­lin” ver­zich­ten. Der Sach­ver­halt wur­de in einer Gemein­de­rats­sit­zung behan­delt. Der Gemein­de­rat stimm­te dafür, den For­de­run­gen der DB nach­zu­ge­ben. Nur so war es mög­lich, die PKW taug­li­che Lösung wei­ter­zu­brin­gen. Einen ver­gleich­ba­ren Vor­fall gab es bereits zuvor. Die Gemein­de bean­trag­te die Geneh­mi­gung für eine Que­rung der Bahn­tras­se mit einem Glas­fa­ser­ka­bel. Die DB konn­te eine zeit­na­he Bear­bei­tung nicht ermög­li­chen. Das hät­te unser kom­mu­na­les Glas­fa­ser­pro­jekt in erns­te Schwie­rig­kei­ten gebracht. Doch die DB bot ihre Hil­fe an. Wenn die Gemein­de der DB im Zuge der Aus­bau­pla­nun­gen “Mün­chen Ber­lin” ent­ge­gen­kommt, kann die Glas­fa­ser­que­rung schnell geneh­migt wer­den. Die For­de­rung der DB: Einen der zwei Bahn­über­gän­ge macht die DB dau­er­haft dicht. Als Gegen­leis­tung darf die Gemein­de ihre Glas­fa­ser que­ren. Auch die­ser Sach­ver­halt wur­de in einer Gemein­de­rats­sit­zung behan­delt. Auch hier stimm­te der Gemein­de­rat dafür, den For­de­run­gen der DB nach­zu­ge­ben. Die DB ist kei­ne und wird so auch nie eine Bür­ger­bahn wer­den.

    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    Lothar Schnei­der

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