Beim Fahrradhändler am Bodensee

05.01.2019

Die Zeichen stehen auf Wachstum

Was kommt einem in den Sinn, wenn man an den Bodensee denkt? Vermutlich Wasser, fangfrische Felchen – und das Radfahren. Um Letzteres ging es bei einem Termin in Radolfzell.

Dort befindet sich der Hauptsitz von “Zweirad Joos”, einem der größten Fahrrad-Fachhändler am Bodensee. Begleitet wurde ich dabei unter anderem von Siegfried Lehmann, Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat Radolfzell. Mit Geschäftsführer Andreas Joos (rechts im Bild) und dem Verkaufsberater Jens Gohres haben wir über das Wachstum des Fahrradmarktes, die Entwicklung von Fachgeschäften und Onlinehandel und vor allem über die steigende Nachfrage nach E-Bikes gesprochen.
Das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 20 Millionen Euro, seinen 120 Beschäftigten und 5 Standorten zwischen Konstanz und Friedrichshafen betreibt in Radolfzell ein spezialisiertes E-Bike-Center, in dem wir uns auch ausgiebig umgeschaut haben. Von 11.000 der im vergangenen Jahr verkauften Fahrräder waren 4.000 Pedelecs. Auch beim stark von der Witterung abhängigen Verleih der 400 dafür bereitstehenden Fahrräder geht der Trend klar hin zu den Pedelecs. Lastenräder spielen bei Joos noch keine herausragende Rolle, sind aber im Kommen. Förderprogramme hätten bereits für „Knalleffekte“ gesorgt.

Für das Wachstum wird entsprechend qualifiziertes Personal benötigt. Joos bildet sowohl im kaufmännischen als auch im technischen Bereich aus, teilweise fehlen jedoch geeignete Bewerber*innen. Entsprechend stellt sich auch das Bild bei den Fachkräften dar: Um sie zu finden, muss ein immer größerer Aufwand betrieben werden.

Ein Thema waren auch (politische) Rahmenbedingungen, die es zu verbessern gilt. Dazu gehören praktikable Regeln für S-Pedelecs, Optimierungen im Zusammenspiel von Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie eine sichere Infrastruktur für mehr Radverkehr.

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