Meine Fahrgast-Erlebnisse mit der Bahn

Stuttgart Hbf. Gleis 10

Mein Deutsche Bahn-Tagebuch

Dieses Tagebuch wird seit November 2013 geführt und umfasst alle meine Zugfahrten im Fernverkehr der DB. Es enthält alle positiven wie – leider auch auftretenden – negativen Erlebnisse. Als passionierter Bahnfahrer ist es mir ein großes Anliegen, dass sich die Bahn zu einem zuverlässigen, komfortablen und von immer mehr Reisenden bevorzugten Verkehrsmittel entwickelt. Die hier geschilderten Erlebnisse zeigen, dass es bis dahin noch ein weiter Weg ist. Diesen Weg gestalte ich – als Fahrgast wie auch als politischer Mandatsträger – engagiert mit.

Freitag, 10.02.2017 (Pforzheim – Stuttgart)

Der IC ist pünktlich.

Donnerstag, 09.02.2017 (Mainz – Stuttgart)

Mit Umstieg in Mannheim lässt sich der Umweg über Heidelberg sparen und ich erreiche in Stuttgart eine S-Bahn früher. Im ersten ICE WLAN unbrauchbar, ich fliege ständig aus dem Netz. Im zweiten funktioniert es wunderbar. Ankunft pünktlich.

Mittwoch, 08.02.2017 (Koblenz – Mainz)

Pünktlicher IC.

Mittwoch, 08.02.2017 (Stuttgart – Koblenz)

Mit dem ICE nach Mannheim. Kein WLAN, darüber wird im Zug sogar auf den Displays informiert. Umstieg in EC und Fahrt auf der wunderschönen Rheinstrecke. Pünktliche Ankunft.

Dienstag, 07.02.2017 (Hamburg-Würzburg)

Die Bordküche kann wegen technischer Probleme nur ein eingeschränktes Sortiment anbieten. WLAN funktioniert erst gar nicht, später sehr langsam. Der ICE kommt in Würzburg mit sechs Minuten Verspätung an. Der Regionalzug nach Stuttgart konnte daher erst mit Verspätung abfahren. So entstehen Verspätungen auf der Frankenbahn, die in Baden-Württemberg von allen Regionalstrecken die momentan größten Sorgen bereitet.

Montag, 06.02.2017 (Offenburg-Hamburg)

Kann alles klappen, wenn man mit der Bahn gleich zweimal umsteigen muss? Ja, es kann! So viel schon mal vorab. Kann es sein, dass von drei ICE nur zwei mit funktionierendem WLAN unterwegs sind? Ja, auch das kann sein. Mit einem warmem Abendessen im Zug lässt sich das zum Glück leichter verdauen …

Montag, 06.02.2017 (Stuttgart-Offenburg)

Mit dem IC pünktlich nach Karlsruhe. Weiter mit dem ICE, der ebenfalls pünktlich ist. Aber kein WLAN, auch ein anderer Fahrgast beschwert sich.

Freitag, 28.01.2017 (Berlin – Stuttgart)

Ich hatte kein WLAN, der Herr mir gegenüber aber zumindest zeitweise. Die Technik verstehe wer wolle …

Der Zug war gut gefüllt, die Leute wollten ins Wochenende. Ankunft in Stuttgart erfolgte pünktlich.

Sonntag, 22.01.2017 Stuttgart – Mannheim (mit dem Nachtzug weiter nach Berlin)

Irritation im Bahnhof Stuttgart: Der ICE, der um 23.05 Uhr abfahren müsste, wird auf den Anzeigetafeln mit der Abfahrtszeit 23.13 Uhr angekündigt. Am Bahnsteig versuchen vier DB-Mitarbeiter zu klären, was los ist. Plötzlich zeigen die Tafeln die korrekte Abfahrtszeit an plus fünf Minuten Verspätung. Ankunft in Mannheim mit 15 Minuten Verspätung. WLAN war so mies, dass sich keine Seite aufbauen konnte, bevor die Verbindung wieder gekappt wurde. Dabei hätte im neuen Jahr alles besser werden sollen. Doch das Gegenteil ist der Fall.

Der Nachtzug der ÖBB hat auf den verspäteten ICE gewartet. Mit wenigen Minute Verspätung gut in Berlin angekommen.

Freitag, 20.01.2017

Überwiegend unbrauchbares WLAN, auch der Mitfahrer gegenüber flucht. 10 Minten verspätete Ankunft, nachdem der Zug in Frankfurt ungewöhnlich lange stehen geblieben war.

Sonntag, 15.01.2017 (Stuttgart – Berlin mit Umstieg in Mannheim)

Der ICE ab Stuttgart kam schon etwas zu spät an; eine entsprechende Info der wartenden Fahrgäste gab es nicht. Dann gab es eine irritierende Durchsage bzgl. der Wagenreihung. Als der Zug eingefahren war begann eine Fahrgastwanderung auf dem Bahnsteig. Die Abfahrt erfolgte schließlich mit 10 Minuten Verspätung. Blöd, wenn man in Mannheim nur eine fahrplanmäßige Umsteigezeit von vier Minuten hat. Bin 2. Klasse gefahren. Hatte erst Probleme, mit dem WLAN der DB ins Netz zu kommen. Dann flog ich binnen kürzester Zeit wieder raus. Ich spreche den Zugbegleiter an, der mir daraufhin erklärt, das Netz sei so schlecht, dass er nicht habe schauen können, ob es mit dem Anschluss in Mannheim klappen könnte.

Aber es hat geklappt! Denn der ICE aus Stuttgart konnte seine Verspätung auf nur noch vier Minuten abbauen. Die Reservierungsanzeige im Zug nach Berlin war defekt. Ich musste mir, kaum dass ich mich ausgebreitet hatte, einen neuen Platz suchen. Dafür bekam ich einen guten Netzzugang und etwas Warmes zu essen. Und es gab eine nette Durchsage: „Wir brauchen jemand in Wagen sieben wo gut türkisch spricht“. Pünktliche Ankunft.

Freitag, 13.01.2017 Erfurt – Stuttgart

Reisen am Freitag, den 13. und dann auch noch, wenn starke Schneefälle angesagt wurden? Dafür hatten meine Mitreisenden und ich eher Glück. Im ersten Zug hat die Gastronomie funktioniert, das WLAN nur bedingt (abwechselnd mal bei mir und mal bei meinem Nebensitzer) und das WC gar nicht. Ankunft in Frankfurt mit leichter Verspätung.

Weil aber der ICE ab Frankfurt mehr Verspätung hatte, gelang der Umstieg reibungslos. Das WLAN funktierte gar nicht und das WC ebensowenig. Gibt es da einen Zusammenhang? Ankunft mit 25 Minuten Verspätung.

Mittwoch, 11.01.2017 (Berlin – Leipzig)

Pünktliche Fahrt mit dem gut gefüllten IC.

Montag, 09.01.2017 (Stuttgart-Mannheim, mit Nachtzug weiter nach Berlin)

Meine erste Fahrt mit einem ICE in diesem Jahr und seit das neue Versprechen der DB bzgl. WLAN gilt: Ich kam sehr schnell rein, flog aber genauso schnell mehrfach wieder raus. Und das, obwohl der Zug nur schwach ausgelastet war. Später etwas besser. Pünktlich in Mannheim.

Da der Nachzug inzwischen nicht mehr von der DB, sondern von den ÖBB betrieben wird, ist der folgende Bericht ein Exkurs: Ich freute mich, wieder mit dem Doppelstockzu fahren zu dürfen. Er fährt sehr ruhig und bietet in den oberen Abteilen viel Platz und einen Tisch. Die Abteile wurden neu ausgestattet. Es ist sehr sauber. Aber: Es zieht und die Jalousien lassen „Discolicht“ durchflackern. Eine Augenmaske ist zu empfehlen. Der Zug benötigt zwischen Mannheim und Berlin nun 1:15 h weniger Zeit als früher. Das hat Vor- und Nachteile: Die Nacht ist mit 6 h kurz (da kommt man auf maximal fünf Stunden Schlaf) und man kommt bereits um kurz nach sechs Uhr in Berlin an. Für mich – ich kann entweder ins Büro oder in meine Zweitwohnung – ist das kein Problem. Für andere Reisende ist dies – je nach Reisezweck – sehr früh. Pünktliche Ankunft.

Montag, 09.01.2017 (Heidelberg – Stuttgart)

Vermutlich habe ich denselben EC wieder erwischt: Ohne Bordbistro, aber pünktlich.

Montag, 09.01.2017 Stuttgart – Heidelberg

EC ohne Bordbistro, aber pünktlich.

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Kommentare zu “Meine Fahrgast-Erlebnisse mit der Bahn

  1. Peter Cornelius

    Ich bin gespannt auf die Veranstaltung zum Thema “ Nachtzüge“ der Fraktion der Grünen heute im Bundestag.
    Peter Cornelius
    Pro Bahn e.V.
    Leiter der AG Fahrgastrechte

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel

      Guten Morgen Herr Cornelius, ich freue mich auch, bis später! Matthias Gastel

  2. Peter Cornelius

    Ich bin gespannt auf Ihre Erkenntnisse aus dem Gespräch des Ausschusses mit Frau Bulc heute Nachmittag – ich werde heute Abend auf der Veranstaltung der Schwarzkopf-Stiftung sein und, wenn es mir gelingt, eine Frage zum Thema intermodaler Fahrgastrechte stellen und Fragen, was Frau Bulc denn meint, was sich unter ihrer Amtszeit als Kommissarin da entwickeln wird.

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel

      Sehr geehrter Herr Cornelius,
      danke für Ihren Kommentar.
      Ich fand den Termin wenig erkenntnisreich. Die Kommissarin agierte vorsichtig und wurde wenig konkret. Fahrgastrechte spielten nach meiner Erinnerung keine Rolle.
      Mit freundlichen Grüßen
      Matthias Gastel

  3. Julia Ha

    Ich war von Donnerstag bis Sonntag in Deutschland und habe schwanger und im Schlepptau mit meiner 3 Jährigen Tochter mal das EXPERIMENT versucht von Zürich nach Essen mit der DEUTSCHEN BAHN zu fahren und habe eine Odyssee hinter mir. Keine Presse in Deutschland schreibt darüber.

    …….

    Hinfahrt 1 Klasse mit de EC von Zürich nach Stuttgart. Keine Getränke und keine Klimaanlage, dafür pünktlich.

    Stuttgart nach Essen. Der Zug bleibt in Montabaur plötzlich für eine Stunde stehen, keine Ansage nicht. Dann Weiterfahrt nach 2 Stunden. Ansage, nächster Halt Köln Deutz doch wir halten in Köln am HB. Dann weiter nach Duisburg und da kann der Zug nicht weiter weil der Lokführer weg ist.

    FAZIT: Zürich bis zum Ziel Herten in Westfalen 14 Stunden statt 7 Stunden

    Rückfahrt. Alle Züge fallen wegen einer unbestimmten Störung aus. Also Mietwagen in Düsseldorf und bei 39 Grad mit heulendem Kind und schmerzenden Babybauch bis Lörrach mit Mietwagen gedonnert und völlig erledigt nach nur 10 Stunden wieder zu Hause.

    Nie wieder werde ich freiwillig einen Deutschen Zug der Bahn besteigen.

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel

      Guten Morgen,
      sehr ärgerlich, was Sie da erlebt haben!
      Ich rate Ihnen, diesen Erlebnisbericht an die DB zu schicken. Sonst verpufft das ja weitgehend.
      Mit freundlichen Grüßen
      Matthias Gastel