20 Jahre Vertrag von Lugano: Gäubahn jetzt endlich aufgleisen!

06.09.2016 (Pres­se­er­klä­rung)Oberndorf2

20-jäh­ri­ges Jubi­lä­um des Ver­tra­ges von Luga­no – Mat­thi­as Gast­el: Bahn­stre­cke Stutt­gart–Zürich muss in Vor­dring­li­chen Bedarf auf­rü­cken!

Am Diens­tag, dem 6. Sep­tem­ber 2016, jährt sich die Unter­zeich­nung des Ver­tra­ges von Luga­no zwi­schen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und der Schweiz über den Aus­bau der inter­na­tio­na­len Schie­nen­ver­bin­dung zwi­schen Stutt­gart und Zürich zum 20. Mal. Mit Blick auf den Bau der alpen­que­ren­den Bahn­ver­bin­dun­gen in der Schweiz soll­te mit dem deutsch-schwei­ze­ri­schen Staats­ver­trag der Aus­bau der Gäu­bahn ent­schie­den vor­an­ge­trie­ben wer­den. Im Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan 2030 der schwarz-roten Bun­des­re­gie­rung ist die Bahn­ver­bin­dung Stutt­gart – Zürich noch immer nicht bewer­tet und ver­harrt im „Poten­ti­el­len Bedarf“. Mit der vor weni­gen Tagen ver­öf­fent­lich­ten Stu­die des Lan­des Baden-Würt­tem­berg zum Aus­bau der Gäu­bahn ist klar, dass das Pro­jekt zu deut­lich güns­ti­ge­ren Kos­ten umge­setzt wer­den kann als bis­lang vom Bund ver­an­schlagt.

Mat­thi­as Gast­el (Grü­ne), baden-würt­tem­ber­gi­scher Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter mit Sitz im Ver­kehrs-Aus­schuss, erklärt hier­zu: „Mit dem Ver­trag von Luga­no soll­te vor 20 Jah­ren end­lich Bewe­gung in den Aus­bau der Ver­bin­dung zwi­schen Stutt­gart und Zürich gebracht wer­den. Heu­te liest sich der Staats­ver­trag eher wie ein Papier, das die jah­re­lan­ge Arbeits­ver­wei­ge­rung des Bun­des doku­men­tiert. Mit der Betriebs­stu­die für die Gäu­bahn hat das Land Baden-Würt­tem­berg noch­mal klar eine Per­spek­ti­ve für die Gäu­bahn auf­ge­zeigt. Mit dem Ein­satz von Nei­ge­tech­nik­zü­gen kann beim Aus­bau­vor­ha­ben das Pro­jekt deut­lich kos­ten­güns­ti­ger umge­setzt wer­den als es uns die Bun­des­re­gie­rung vor­rech­nen woll­te. Jetzt liegt der Ball end­gül­tig im Spiel­feld des Bun­des. Ber­lin kann sich nicht mehr weg­du­cken, wenn es um den Aus­bau der Gäu­bahn geht.

Die schwarz-rote Mehr­heit im Bun­des­tag muss jetzt im Zuge der Bera­tun­gen zum Schie­nen­we­ge­aus­bau­ge­setz die Gäu­bahn in den Vor­dring­li­chen Bedarf heben. In Ber­lin müs­sen jetzt alle Hebel in Bewe­gung gesetzt wer­den, damit die Aus­bau­ab­schnit­te für kür­ze­re Rei­se­zei­ten auf der Gäu­bahn auch ins Bun­des­schie­nen­we­ge­aus­bau­ge­setzt auf­ge­nom­men wer­den und die not­wen­di­gen Mit­tel schnell und ver­läss­lich bereit­ste­hen.“

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