Badische Städte sahnen bei ADFC-Fahrradklima ab

11.04.2019

Bundesweit verschlechtert sich Fahrradklima

170.000 Rad­fah­re­rin­nen und Rad­fah­rer haben beim Fahr­rad­kli­ma­test des All­ge­mei­nen Deut­schen Fahr­rad-Clubs (ADFC) das Fahr­rad­kli­ma ihrer Wohn­or­te bewer­tet. Dabei schnit­ten eini­ge Städ­te aus Baden-Würt­tem­berg, genau­er gesagt aus dem badi­schen Lan­des­teil, super ab.

Karls­ru­he belegt beim Fahr­rad­kli­ma­test 2018 Platz 1 und Frei­burg Platz 3 bei den Städ­ten mit 200.000 bis 500.000 Einwohner*innen. Beson­ders gut bewer­tet wur­den die Fahr­rad­mit­nah­me in öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln, die Wer­bung fürs Rad­fah­ren und das gute Ange­bot an Leih­rä­dern. Kon­stanz hol­te den drit­ten Platz bei den Städ­ten der Grö­ßen­ord­nung 50.000 bis 100.000 Einwohner*innen. In der Kate­go­rie der „Auf­stei­ger“ lie­gen Kon­stanz und Emmen­din­gen gar auf dem ers­ten Platz ihrer jewei­li­gen Stadt­grö­ße. Dem Kon­stan­zer OB Bur­chardt und sei­nem Rad­ver­kehrs­be­auf­trag­ten konn­te ich bei der Preis­ver­lei­hung in Ber­lin direkt gra­tu­lie­ren. Wei­te­re gute Plät­ze erhiel­ten Tübin­gen, Fried­richs­ha­fen, Offen­burg und Rutes­heim. Herz­li­chen Glück­wunsch an alle Gewin­ner­städ­te!
Für sei­ne Helm­kam­pa­gne bekam Scheu­er, wie er in sei­ner Rede zur Preis­ver­lei­hung sel­ber fest­stell­te, übri­gens kei­nen Applaus.
Lei­der gibt es auch weni­ger erfreu­li­che Nach­rich­ten: Das Fahr­rad­kli­ma hat sich 2018 wei­ter ver­schlech­tert auf die Durch­schnitts­no­te 3,9. Am häu­figs­ten wer­den nega­tiv genannt Falsch­par­ker und der lasche Umgang mit die­sen, Bau­stel­len­füh­run­gen, Ampel­schal­tun­gen, die unzu­rei­chen­de Brei­te der Rad­we­ge und das Fah­ren im Misch­ver­kehr. Rad­fah­ren­de füh­len sich zuneh­mend unsi­cher (Durch­schnitts­no­te 4,2). Gut bewer­tet wer­den die Erreich­bar­keit der Stadt­zen­tren, das zügi­ge Vor­an­kom­men und dass inzwi­schen vie­le Leu­te mit den Rad unter­wegs sind.
Fazit des ADFC: Es braucht mehr Platz fürs Rad! Das unter­strei­che ich ger­ne!

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Kommentare zu “Badische Städte sahnen bei ADFC-Fahrradklima ab

  1. Natali Fessmann Reply

    Hal­lo Herr Gast­el,

    wie funk­tio­niert eigent­lich die Grü­ne Par­tei, an der vie­le Men­schen in Lör­rach ver­zwei­feln? Es scheint so zu sein, dass nicht alles, was sich als grün bezeich­net, tat­säch­lich grün ist. Die Grü­nen in Lör­rach set­zen sich für den Aus­bau von Fahr­rad­we­gen und Fahr­rad­stra­ßen ein, was posi­tiv zu sehen ist. Gleich­zei­tig aber behin­dern sie seit Jah­ren, dass die Tram, die noch bis Anfang der sieb­zi­ger Jah­re grenz­über­schrei­tend zwi­schen Basel und Lör­rach sehr erfolg­reich fuhr und trotz­dem abge­schafft wur­de, wie­der ein­ge­führt wird. Sie bezeich­nen sie sogar als über­flüs­sig und als schäd­li­che Kon­kur­renz zur S‑Bahn, die längst an ihre Kapa­zi­täts­gren­zen stößt und eine Ent­las­tung braucht. Folg­lich ent­stand ein Ungleich­ge­wicht. Von den Stra­ßen, wo Fahr­rad­we­ge vor­han­den sind, wan­dert der (man­gels eines attrak­ti­ven und viel­fäl­ti­gen ÖV-Ange­bo­tes) wei­ter­hin wach­sen­de Ver­kehr in die Nach­bar­stra­ßen, wo er sogar vor einem Kin­der­gar­ten kon­zen­triert wird. Wir ersti­cken fast im Eigen­ver­kehr und im Ein­kaufs­ver­kehr aus der Schweiz. Seit bei­na­he elf Jah­ren sind wir, Bür­ger und Bür­ge­rin­nen, aktiv, um das Ver­kehrs­pro­blem zu ent­schär­fen und bei­na­he genau­so lang wer­den unse­re Anfra­gen bei den Grü­nen in Lör­rach aus­wei­chend beant­wor­tet oder abge­lehnt, in ihre Frak­ti­ons­sit­zung ein­ge­la­den zu wer­den, um die Vor­tei­le einer Tram vor­zu­stel­len und die kate­go­ri­sche Ableh­nung der Tram sei­tens der Grü­nen end­lich zu hin­ter­fra­gen. Seit kur­zem haben wir sogar ein grü­nes MdB. Auch die­ser Herr ist, wie selbst­ver­ständ­lich, gegen die Tram, was er uns lächelnd mit­ge­teilt hat, ohne die Grün­de dafür zu nen­nen. Umso mehr freut es uns, dass es doch Grü­ne Poli­ti­ker gibt, wie Sie, die sich für den Aus­bau des Schienever­kehrs und des ÖV ein­set­zen.

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Sehr geehr­te Frau Fess­mann,
      ich gehe davon aus, dass die Grü­nen in Lör­rach genau­so “grün” sind wie anders­wo und sich für die Ver­kehrs­wen­de, für die wir auf die Stär­kung ver­schie­de­ner alter­na­ti­ver Ver­kehrs­mit­tel set­zen, ein­set­zen. In kom­mu­na­le The­men und Abwä­gun­gen kann und wer­de ich mich als Bun­des­po­li­ti­ker jedoch nicht ein­mi­schen.
      Mit freund­li­chen Grü­ßen
      Mat­thi­as Gast­el

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