Besuch bei der Polizei in Nürtingen

Hinweis: Dieser Beitrag ist schon älter und wurde möglicherweise noch nicht in das neue Format umgewandelt.

Gespräch mit dem Nür­tin­ger Revier­lei­ter Mathi­as Lipp.

20.11.2017

Über die Sicher­heit der Bürger*innen in Nür­tin­gen

Das Poli­zei­re­vier Nür­tin­gen ist für die Sicher­heit in einer Regi­on mit 140.000 Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­nern zustän­dig. Ich habe mich mit dem Revier­lei­ter zum Gespräch getrof­fen.

Der Revier­be­reich umfasst die Stadt Nür­tin­gen mit 18 umlie­gen­den Kom­mu­nen auf ca. 210 km² Flä­che. Der­zeit sind 114 von 132 Stel­len besetzt. Die­se tei­len sich auf in den Strei­fen- und den Bezirks­dienst in Nür­tin­gen sowie die Poli­zei­pos­ten in Wend­lin­gen, Neuf­fen, Neckar­tenz­lin­gen und Nür­tin­gen-Roß­dorf. Im Strei­fen­dienst wird in drei Schich­ten rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, gear­bei­tet.

Die­sen Arbeits­zei­ten ange­passt muss der Strei­fen­dienst als „Feu­er­wehr der Poli­zei“   per­so­nell und mate­ri­ell gut aus­ge­stat­tet sein.

Das, so Revier­lei­ter Mathi­as Lipp, sei heu­te schon schwie­rig und ange­sichts der Tat­sa­che, dass in den nächs­ten zwei Jah­ren 13 sei­ner Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen in den Ruhe­stand gehen, in Zukunft noch schwie­ri­ger zu gewähr­leis­ten. Es man­ge­le der­zeit und für die Dau­er der nächs­ten bei­den Jah­re an aus­rei­chend Nach­wuchs für die Orga­ni­sa­ti­ons­ein­hei­ten.

Die Dienst­zei­ten, stei­gen­de Auf­ga­ben und Anfor­de­run­gen und belas­ten­de Situa­tio­nen, wie sie bei Gewalt­ver­bre­chen erlebt wer­den, for­dern von den Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten immer mehr ab. Aber auch die Fra­ge des Respekts, der der Poli­zei von man­chen Krei­sen immer weni­ger ent­ge­gen­ge­bracht wird, haben wir dis­ku­tiert. Allei­ne im Revier Nür­tin­gen wur­den 14 Fäl­le von Wider­stand gegen die Staats­ge­walt im Jahr 2016 ver­zeich­net.

Im Revier wer­den jähr­lich rund 5.000 Straf­ta­ten ver­folgt. Bei allem Auf und Ab ist kein all­ge­mei­ner Anstieg zu erken­nen. Zunah­men, so ist es der Sta­tis­tik zu ent­neh­men, gibt es bei Kör­per­ver­let­zung und Cyber­kri­mi­na­li­tät. Die Anzahl der Woh­nungs­ein­brü­che, von denen in den letz­ten fünf Jah­ren im Durch­schnitt 120 ange­zeigt wur­den, schwankt sehr stark. Um sie zu bekämp­fen, wur­de Ende 2015 eine zen­tra­le Ein­heit gegrün­det – die ver­hält­nis­mä­ßig nied­ri­gen Ein­bruchs­zah­len von 2016 und 2017 (bis Okto­ber) könn­ten für einen Erfolg der inten­si­vier­ten Poli­zei­ar­beit spre­chen.

Vie­len Dank an alle Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten, die für unse­re Sicher­heit ihren Dienst leis­ten – und das zu häu­fig unge­müt­li­chen Zei­ten!