Besuch bei einem Robotik-Unternehmen

06.10.2016synapticon

Foto (von links): Kers­tin And­reae (MdB, stv. Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de), Syn­ap­ti­con-Geschäfts­füh­rer Niko­lai Ensslen, Mat­thi­as Gast­el (MdB), Uwe Jans­sen (Kreis­vor­stand Grü­ne) und Ste­pha­nie Rein­hold (Bun­des­tags­kan­di­da­tin im Wahl­kreis Ess­lin­gen).

 

Mit der Fir­ma „Syn­ap­ti­con“ habe ich an mei­nem Wohn­ort in Fil­der­stadt bereits zum zwei­ten Mal und dies­mal in Beglei­tung ein eben­so jun­ges (gegrün­det im Jahr 2010) wie erfolg­rei­ches Unter­neh­men besucht. Die inzwi­schen rund 40 Mit­ar­bei­te­rIn­nen, fast alle mit Inge­nieurs­stu­di­um, beschäf­ti­gen sich mit Robo­tik und Auto­ma­ti­sie­rung. Der Schwer­punkt liegt in der Indus­trie­ro­bo­tik. Hier­für wer­den „intel­li­gen­te“ Robo­ter ent­wi­ckelt, die ihre Umwelt wahr­neh­men und sich nicht mehr auf stu­pi­de Abläu­fe, die zur Sicher­heit in Käfi­gen ablau­fen müs­sen, beschrän­ken müs­sen. Dank Sen­so­ren und Kame­ras kön­nen die moder­nen Robo­ter bei­spiels­wei­se Per­so­nen in ihrer Nähe wahr­neh­men und daher mobil unter­wegs sein. Für Verbraucher*innen wer­den u. a. sich selbst steu­ern­de Rasen­mä­her ent­wi­ckelt. Ser­vice-Robo­ter, die bestimm­te Dienst­leis­tun­gen über­neh­men und bei­spielswie­se pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen ver­sor­gen kön­nen, sind umstrit­ten. In Japan, so erfah­ren wir in unse­rer Dis­kus­si­on über ethi­sche Aspek­te mit dem Syn­ap­ti­con-Geschäfts­füh­rer, wird dar­über ganz anders gedacht als bei uns in Deutsch­land. Ein wei­te­res Arbeits­feld des Unter­neh­mens ist die E‑Mobilität in Form von E‑Bikes und Elek­tro-Rol­ler (mit maxi­mal zehn Watt Leis­tung, daher nicht für E‑Autos), wofür die Steue­rung von Elek­tro­mo­to­ren ent­wi­ckelt wird. Aktu­ell sucht das Unter­neh­men, das sei­ne Räu­me gera­de erst ein­mal vor zwei Jah­ren bezo­gen hat, bereits wie­der nach einem neu­en Quar­tier. Wel­che Wün­sche hat das Unter­neh­men an die Poli­tik? Da fal­len dem Geschäfts­füh­rer gleich zwei ein: Pri­va­tes Geld müs­se leich­ter in neu gegrün­de­te Unter­neh­men flie­ßen kön­nen, bei­spiels­wei­se geför­dert durch Steu­er­nach­läs­se. Dafür bie­ten wir Grü­ne eine Lösung, näm­lich die steu­er­li­che Absetz­bar­keit für For­schungs- und Ent­wick­lungs­auf­wen­dun­gen. Erzielt ein Unter­neh­men kei­ne Gewin­ne, gibt es vom Finanz­amt eine Erstat­tung. Zwei­ter Wunsch: Die Ist-Besteue­rung bei der Umsatz­steu­er. Als ehe­ma­li­ger Unter­neh­mer kann ich auch die­se For­de­rung bes­tens ver­ste­hen, löst die Soll-Besteue­rung doch Zah­lungs­vor­gän­ge aus, denen noch kei­ne Ein­nah­men gegen­über ste­hen und ver­ur­sacht noch dazu eine Men­ge Büro­kra­tie.

 

 

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