Häufig und gerne besuche ich Unternehmen an deren Firmensitz. Zuletzt war ich bei Elektro Nürk in Nürtingen. Eine der Besonderheiten: Geschäftsführer und Gesellschafter Rainer Reichhold ist zugleich der Präsident der Handwerkskammer Baden-Württemberg.
Der Handwerksbetrieb kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: Gegründet wurde er 1932. 10 Fachkräfte sind tagtäglich draußen bei den Kunden. Pro Jahr wird ein Auszubildender eingestellt.
Die Produktpalette ist breit: Es werden Solarstromanlagen, Wärmepumpen oder auch Ladesäulen für E‑Autos installiert. Hinzu kommt Gebäudetechnik wie Stromversorgung‑, Beleuchtungs‑, Brand- und Meldeanlagen.
Die Kundschaft ist in Nürtingen, Kirchheim und Reutlingen vorzufinden.
Mal sprach mein Gesprächspartner als Unternehmer, mal als Branchenvertreter. Die Branche spüre die Rückgänge bei der Automobilindustrie in der Weise, als dass es insgesamt keine gute Stimmung für Investitionen gebe und daher Zurückhaltung für spüren wäre. Als Unternehmen habe man gerade aber einige größere Aufträge.
Wir sprachen über die Fachkräfte- und Auszubildenden-Thematik im Handwerk sowie über die Bürokratie. Auszubildende mit notwendiger Vorqualifikation (Mathematik, Sprache) zu finden sei nicht einfach. Hohe und als teilweise überzogen empfundene Baustandards führten zwar dazu, dass manche Dinge so kompliziert geworden seien, dass sie überwiegend nur noch durch Fachbetriebe ausgeführt werden könnten. Zugleich sei Bauen dadurch aber auch sehr teuer geworden, wodurch zu wenig gebaut würde.
