Chancen für mehr Pünktlichkeit bei den S‑Bahnen durch ETCS nutzen!

S-Bahn2

Pres­se­mit­tei­lung vom 10.06.2015

Zug­be­ein­flus­sungs­sys­tem ETCS: Chan­ce für die Ver­bes­se­rung der Pünkt­lich­keit bei den S‑Bahnen in der Regi­on Stutt­gart jetzt ange­hen!

MdB Gast­el hat die Deut­sche Bahn ange­schrie­ben

Das Zug­be­ein­flus­sungs­sys­tem European-Train-Con­trol-Sys­tem (ETCS) bie­tet die Chan­ce, die Pünkt­lich­keit von Zügen zu erhö­hen. Durch die Ein­füh­rung von ETCS lässt sich nach Ansicht von Wis­sen­schaft­lern auf stark belas­te­ten Stre­cken­ab­schnit­ten, wie sie im Netz der S‑Bahn in der Regi­on Stutt­gart mehr­fach auf­tre­ten, die Leis­tungs­fä­hig­keit stei­gern. Die Ver­kür­zung der Min­dest­zug­fol­ge­zeit kann dafür genutzt wer­den, dass zusätz­li­che Züge auf einer Stre­cke ein­ge­setzt wer­den kön­nen oder län­ge­re Puf­fer­zei­ten in den Fahr­plan ein­ge­ar­bei­tet wer­den kön­nen, um Ver­spä­tun­gen abzu­bau­en.

In Stutt­gart sind die Ver­spä­tun­gen bei der S‑Bahn seit eini­gen Jah­ren beson­ders groß. Die Pünkt­lich­keits­wer­te des Jah­res 2014 sind noch schlech­ter als die des Jah­res 2013. Beson­ders nega­tiv fällt auf, dass es vie­le Stö­run­gen im Bereich der Leit- und Siche­rungs­tech­nik gibt, wel­che zum Teil ver­al­tet, zum Teil jedoch auch dann stör­an­fäl­lig ist, wenn die Tech­nik nicht beson­ders alt ist. Eini­ges deu­tet dar­auf hin, dass die tech­ni­schen Anla­gen unzu­rei­chend gewar­tet wer­den. Laut VVS-Stö­rungs­mel­der gab es im Jahr 2014 an mehr als 100 Tagen S‑Bahn-Aus­fäl­le. An etwa 60 Tagen davon waren die Ursa­chen für die­se Aus­fäl­le ein­deu­tig Pro­ble­me bei der Infra­struk­tur. Dies ergab eine Aus­wer­tung durch Mat­thi­as Gast­el, Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter der Grü­nen aus Fil­der­stadt und Bahn­po­li­ti­scher Spre­cher.

Vor die­sem Hin­ter­grund hat sich Mat­thi­as Gast­el mit einem Brief an die Deut­sche Bahn gewandt und sei­ne For­de­rung nach dem Ein­satz von ETCS dar­ge­legt.

„Ich hal­te es für unbe­dingt erfor­der­lich, jetzt alles für den Ein­satz des Zug­be­ein­flus­sungs­sys­tems ETCS in den Stutt­gar­ter S‑Bahnen in die Wege zu lei­ten”, so Gast­el. Neben Wis­sen­schaft­lern steht auch die Bun­des­re­gie­rung der Ein­füh­rung von ETCS posi­tiv gegen­über. Sie ant­wor­te­te auf eine Klei­ne Anfra­ge von Mat­thi­as Gast­el, dass die Vor­aus­set­zun­gen für ETCS-Geneh­mi­gun­gen deutsch­land­weit vor­lä­gen. Außer­dem teilt die Bun­des­re­gie­rung sei­ne Auf­fas­sung, dass ETCS geeig­net ist, die Zuver­läs­sig­keit und die Pünkt­lich­keit von S‑Bahn-Sys­te­men zu erhö­hen.

„Mei­ner Mei­nung nach soll­te schnell mit der kon­kre­ten Prü­fung und Pla­nung für den Ein­satz von ETCS in der Regi­on Stutt­gart begon­nen wer­den, wobei natür­lich auch die Finan­zie­rung geklärt wer­den muss”, for­dert Gast­el. „Gera­de in Stutt­gart soll­te die Chan­ce genutzt wer­den, die ETCS bie­ten kann, um end­lich die drin­gend not­wen­di­ge Pünkt­lich­keit und Sta­bi­li­tät der S‑Bahn zu stei­gern.”

Hier ist die Klei­ne Anfra­ge mit­samt der Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung nach­zu­le­sen: http://dserver.bundestag.btg/btd/18/045/1804591.pdf

 

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