Das (Dienst)Fahrrad boomt

21.07.2020

Besuch bei JobRad in Freiburg

Der Rad­ver­kehr boomt. Davon pro­fi­tiert auch „Job­Rad“. Das Unter­neh­men aus Frei­burg hat sich auf das Diens­t­rad-Lea­sing spe­zia­li­siert. Ich habe es in Frei­burg besucht.

Mit Geschäfts­füh­rer Uli Pre­di­ger und Nady­ne Saint-Cast (Grü­nen-Stadt­rä­tin und Job­Rad-Mit­ar­bei­te­rin) habe ich über die steu­er­recht­li­chen Aspek­te, den aktu­el­len Boom des Rad­fah­rens und all­ge­mei­ne ver­kehrs­po­li­ti­sche Fra­ge­stel­lun­gen dis­ku­tiert.

Das Lea­sing funk­tio­niert so: Der Arbeit­ge­ber least das Fahr­rad und über­lässt es der/dem Arbeitnehmer*in zur Nut­zung für dienst­li­che wie pri­va­te Wege. Die/der Arbeitnehmer*in erhält einen Teil des ver­trag­li­chen Arbeits­ent­gelts nicht in bar, son­dern als Sach­be­zug. Die bis­he­ri­ge 0,5%-Regel für Lea­sing-Dienst­rä­der bei der Gehalts­um­wand­lung wur­de in eine für Arbeitnehmer*innen steu­er­lich noch attrak­ti­ve­re 0,25%-Regelung (maß­geb­lich ist der Brut­to­lis­ten­preis des Fahr­ra­des; die Lea­sing­ver­trä­ge lau­fen 36 Mona­te) ersetzt. Geleast wer­den kön­nen „nor­ma­le“ Fahr­rä­der, Pedel­ecs und auch die schnel­le­ren S‑Pedelecs.

Job­Rad mit sei­nen weit über 300 Beschäf­tig­ten zählt inzwi­schen mehr als 20.000 Unter­neh­men (dar­un­ter die Deut­sche Bahn) zu sei­nen Kun­den und macht das Fahr­rad als Ver­kehrs­mit­tel attrak­ti­ver. Durch die in der Coro­na­kri­se extrem gestie­ge­ne Nach­fra­ge nach Fahr­rä­dern sind nicht nur vie­le Fahr­rad­lä­den weit­ge­hend aus­ver­kauft, son­dern es gibt auch bei Job­Rad län­ge­re Bear­bei­tungs­zei­ten.

„Job­Rad“ ist damit die Umset­zung der ursprüng­li­chen Grün­dungs­idee des Unter­neh­mens, das Prin­zip des Dienst­wa­gens aufs Fahr­rad zu über­tra­gen, in her­vor­ra­gen­der Wei­se gelun­gen.

Es wäre mehr als wün­schens­wert, dass sich mehr Unter­neh­men stär­ker in Sachen “Fahr­rad” enga­gie­ren. Sie pro­fi­tie­ren ja auch davon, weil sie weni­ger sehr teu­re Kfz-Stell­plät­ze vor­hal­ten müs­sen und Beschäf­tig­te, die an den Arbeits­platz radeln, sta­tis­tisch zwei Tage pro Jahr weni­ger krank sind.

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