DB zieht sich weitgehend aus Fernbusgeschäft zurück

16.09.2016 (Pres­se­er­klä­rung)

Fern­bus­markt braucht Wett­be­werb

Zum Rück­zug der Deut­schen Bahn (DB) aus dem Fern­bus­markt erklä­ren Mat­thi­as Gast­el, Mit­glied im Ver­kehrs­aus­schuss, und Katha­ri­na Drö­ge, Spre­che­rin für Wett­be­werbs­po­li­tik:

Der Rück­zug der DB aus dem Fern­bus­ge­schäft ist eine wei­te­re schlech­te Nach­richt für Bus­rei­sen­de. Wenn ein Unter­neh­men wie Flix­bus jetzt 90 Pro­zent Markt­an­teil hat, kann es kei­nen fai­ren Wett­be­werb mehr geben. Und wenig Wett­be­werb führt zu schlech­te­ren Ange­bo­ten und weni­ger Aus­wahl für die Kun­den.

Der Fern­bus ist eine umwelt­freund­li­che Alter­na­ti­ve zu Auto und Flug­zeug und eine gute Ergän­zung zur Bahn. Der Bun­des­tag hat 2013 den Fern­bus­markt aber nicht libe­ra­li­siert, damit der Markt wie im Schie­nen­fern­ver­kehr von einem ein­zel­nen Unter­neh­men beherrscht wird.

Das Bun­des­kar­tell­amt konn­te die letz­te Fusi­on zwi­schen Flix­bus und Post­bus nicht prü­fen, weil die Umsatz­schwel­len zu nied­rig waren. Die­sen Herbst wird das Gesetz gegen Wett­be­werbs­be­schrän­kun­gen über­ar­bei­tet. Dabei müs­sen wir dis­ku­tie­ren, ob Fusio­nen auch bei nied­ri­gen Umsät­zen geprüft wer­den soll­ten, wenn die Markt­kon­zen­tra­ti­on bereits sehr hoch ist.

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