Der Anschluss darf nicht verpasst werden

ICE innen 101.10.2015 (Pres­se­er­klä­rung)

Zur ges­tern erst­mals aus­ge­strahl­ten SWR-Repor­ta­ge „Anschluss ver­passt” erklärt Mat­thi­as Gast­el, Mit­glied des Deut­schen Bun­des­ta­ges aus dem Wahl­kreis Nür­tin­gen und bahn­po­li­ti­scher Spre­cher der Bun­des­tags­frak­ti­on BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

Die Doku­men­ta­ti­on zeigt die vie­len Bau­stel­len bei der Deut­schen Bahn und in der deut­schen Bahn­po­li­tik. Wenn deut­lich mehr Fahr­gäs­te für die Züge im Regio­nal- und Fern­ver­kehr gewon­nen wer­den sol­len, muss nach-hal­tig mehr in eine bes­se­re Infra­struk­tur inves­tiert, eine Pünkt­lich­keits­stra­te­gie ange­gan­gen und der Ser­vice­ge­dan­ke kon­se­quent ver­folgt wer­den.

Jahr­zehn­te­lang wur­de zu wenig in die Infra­struk­tur inves­tiert. Dadurch sind die Züge heu­te auf man­chen Stre­cken län­ger unter­wegs als in frü­he­ren Zei­ten. Und sehr vie­le Bahn­hö­fe sind durch man­geln­de Bar­rie­re­frei­heit und optisch wenig anspre­chen­de Erschei­nun­gen nicht auf dem Stand der Zeit. In die­sem Zusam­men­hang ist es ein Skan­dal, dass sich die Deut­sche Bahn wei­gert, Qua­li­täts­stan­dards zu akzep­tie­ren. Die Gebüh­ren für die Nut­zung der Bahn­hö­fe wer­den auf die Ticket­prei­se umge­legt. Aber dafür gibt es kei­ne defi­nier­ten Gegen­leis­tun­gen (nähe­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie hier: https://www.matthias-gastel.de/db-drueckt-sich-vor-qualitaetsstandards-an-bahnhoefen/#.Vg0SzU3snIU).

Der Bund ist gefor­dert, zuver­läs­sig mehr Geld für die Schie­ne auf­zu­wen­den. Dann muss er aller­dings auch si-cher­stel­len, dass die Mit­tel dort­hin flie­ßen, wo sie für den Erhalt der Infra­struk­tur und die Schlie­ßung von Eng­päs­sen im Netz not­wen­dig sind. Die Deut­sche Bahn wie­der­um muss an ihrem Ser­vice arbei­ten. Dass WLAN in den ICE noch immer nicht zuver­läs­sig funk­tio­niert, ist erbärm­lich1. Und auch bei der Bord­gas­tro­no­mie gibt es erheb­li­chen Nach­hol­be­darf. Viel zu oft fällt die­se in Tei­len oder voll­stän­dig aus.

„Die Bahn kann sich posi­tiv vom Auto, dem Fern­bus und sogar dem Flug­zeug abhe­ben. Dafür muss sie aber ihre Vor­tei­le in Sachen Pünkt­lich­keit und Ser­vice kon-sequent aus­spie­len. Dann kann sie zum attrak­tivs­ten Ver­kehrs­mit­tel wer­den und Fahr­gäs­te gewin­nen. Es braucht ent­spre­chen­de Kon­zep­te bei der Deut­schen Bahn AG und die ent­spre­chen­de Wert­schät­zung sei­tens der Poli­tik”, so Mat­thi­as Gast­el abschlie­ßend.

 

 

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