„Elfit“ erschließt das Rad für neue Nutzergruppen

Die Pro­be­fahrt mit E‑Trike führ­te uns (rechts im Bild: Rolf Hue­ber, zustän­dig für Mar­ke­ting und Ver­trieb bei Elfit GmbH) zu mei­nem Regio­nal­bü­ro.

18.08.2017

Unter­neh­mens­be­such bei Rifis in Fil­der­stadt

Das Fil­der­städ­ter Unter­neh­men Richard Fischer GmbH (Rifis) ver­fügt über eine 80-jäh­ri­ge Erfah­rung im Bereich Maschi­nen­bau und Metall­ver­abei­tung. Noch recht neu ist, dass es auch Pedel­ecs baut – und zwar sehr spe­zi­el­le Pedel­ecs.

Der Home­page des Unter­neh­mens, das inzwi­schen in drit­ter Genera­ti­on geführt wird und 30 Beschäf­tig­te hat, ist zu ent­neh­men, dass Fer­ti­gungs­tei­le in den Kern­be­rei­chen Laser­tech­nik, Mecha­nik, Blech­tech­nik und Schwei­ßen her­ge­stellt wer­den. Die Kun­den wer­den dabei vom Pro­to­typ bis zur Seri­en­rei­fe beglei­tet. Mich hat aber ganz beson­ders ein Pro­dukt inter­es­siert, das unter dem Namen „elfit“ pro­du­ziert und ver­trie­ben wird.

E‑Hy­brid-Trike

Das 100% elek­trisch ange­trie­be­ne Hybrid-Trike defi­niert sich – so heißt es auf der Home­page – „als kul­ti­gen, inno­va­ti­ven Weg­be­rei­ter für eine zügi­ge­re Umstel­lung auf Elek­tro­mo­bi­li­tät im Nah­ver­kehr mit hohem All­tags­nut­zen“. Die Ziel­grup­pe wur­de mir im Gespräch von Geschäfts­füh­rer Har­ry Fischer wie folgt beschrie­ben: „Per­so­nen, für die das klas­si­sche Fahr­rad aus gesund­heit­li­chen oder emo­tio­na­len Grün­den nicht nutz­bar ist.“ Für einen Teil die­ser Ziel­grup­pe sind sicher­lich der nied­ri­ge Ein­stieg und die rücken­scho­nen­de, beque­me Sitz­hal­tung ein gutes Argu­ment.

Eine der Beson­der­hei­ten: Es fährt ohne klas­si­schen Ket­ten­an­trieb. Die Tret­be­we­gung wird in Strom umge­wan­delt und fließt in den Akku. Der elek­tri­sche Motor wie­der­um treibt das Klein­fahr­zeug an – schnel­ler als sechs Stun­den­ki­lo­me­ter fährt es aber nur dann, wenn in die Peda­len getre­ten wird. elfit ist ein Fahr­rad, darf also ohne Füh­rer­schein und Num­mern­schild gefah­ren wer­den. Der elek­tri­sche Motor schal­tet sich bereits bei Geschwin­dig­kei­ten von über 20 Stun­den­ki­lo­me­tern ab (der Gesetz­ge­ber lässt 25 km/h zu). Auf die Reku­pera­ti­on (Strom­rück­ge­win­nung) wird ver­zich­tet, da der damit ver­bun­de­ne Steue­rungs­auf­wand und die Kos­ten als zu hoch für den gerin­gen Nut­zen ein­ge­schätzt wer­den. Man kann das Pedel­ec auch als Las­ten­rad bezeich­nen, denn hin­ten kann eine Lade­flä­che aus­ge­klappt wer­den, die bei­spiels­wei­se für eine Geträn­ke­kis­te oder das Mit­füh­ren eines Rol­la­tors aus­reicht. Auch ein Kin­der­sitz kann ange­bracht wer­den. Aus­ge­stat­tet mit zwei Akkus (36V, 10Ah), die jeweils ein­zeln akti­vier­bar sind, kön­nen zwi­schen 50 und 70 km Reich­wei­te erzielt wer­den. Für Lang­stre­cken­fah­rer sind zwei zusätz­li­che Schäch­te für Reser­ve-Akkus vor­be­rei­tet.

Eine – lei­der nur kur­ze – Pro­be­fahrt hat mir viel Spaß gemacht. Das Rad fährt sich gut, auch in den Kur­ven. Und es zieht vie­le neu­gie­ri­ge Bli­cke auf sich.

Im Som­mer 2016 wur­de das Gefährt, das für rund 6.500 Euro ange­bo­ten wird, auf den Markt gebracht. Seit­her wur­de es auf ver­schie­de­nen Mes­sen vor­ge­führt und wird dem­nächst auch auf der Euro­bike in Fried­richs­ha­fen zu sehen sein.

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