Erfreuliches vom Fernbusmarkt

ZOB Berlin MeinFernbus 19.02.2014

08.10.2014

Seit der Libe­ra­li­sie­rung zum 01. Janu­ar 2013 ist der Lini­en­fern­ver­kehr mit Bus­sen stark expan­diert. Wie das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt heu­te mit­teil­te, wur­den im Lini­en­fern­ver­kehr mit Bus­sen nach vor­läu­fi­gen Ergeb­nis­sen im Jahr 2013 von deut­schen Unter­neh­men 8,2 Mil­lio­nen Fahr­gäs­te beför­dert. Im Durch­schnitt leg­ten die Rei­sen­den rund 330 Kilo­me­ter je Fahrt zurück. Bei den Fahr­ten war durch­schnitt­lich über die Hälf­te der Sitz­plät­ze besetzt; der Aus­las­tungs­grad der Bus­se lag bei 55 % (Anmer­kung: Der Aus­las­tungs­grad ist ent­schei­dend für die Umwelt­bi­lanz!). Im Eisen­bahn­fern­ver­kehr blieb die Zahl der Rei­sen­den im Jahr 2013 mit 131,4 Mil­lio­nen kon­stant – trotz der wach­sen­den Fern­bus­kon­kur­renz und der durch das Hoch­was­ser im Juni 2013 ver­ur­sach­ten Ver­kehrs­be­hin­de­run­gen. Ange­sichts des star­ken Wachs­tums konn­ten die Fern­bus­se ihren Markt­an­teil im Lini­en­fern­ver­kehr bei den Fahr­gäs­ten von 2,2 % auf 5,9 % erhö­hen.

Mein Kom­men­tar hier­zu: „Die aktu­el­len Zah­len des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes demons­trie­ren die dyna­mi­sche Ent­wick­lung des Fern­bus­mark­tes. Offen­bar haben vie­le Men­schen auf die­ses Mobi­li­täts­an­ge­bot gewar­tet. Mit Bahn und Bus gibt es nun zwei star­ke Alter­na­ti­ven zum Auto – und teil­wei­se auch zum Flug­zeug. Aus Umwelt­grün­den ist das sehr zu begrü­ßen. Pro­ble­ma­tisch ist jedoch der Zustand vie­ler Fern­bus-Ter­mi­nals. Der Bund muss end­lich klar­stel­len, wer für Bau und Unter­halt der Ter­mi­nals zustän­dig ist. Es darf nicht sein, dass sich Bund und Kom­mu­nen noch län­ger gegen­sei­tig die Ver­ant­wor­tung zuschie­ben und die Fahr­gäs­te als Leid­tra­gen­de des Kom­pe­tenz­strei­tes in unzu­rei­chend aus­ge­stat­ten Bus­bahn­hö­fen im Regen ste­hen blei­ben. Zumal die Fern­bus­un­ter­neh­men bereit sind, sich an der Finan­zie­rung zu betei­li­gen. Und es braucht fai­re Wett­be­werbs­be­din­gun­gen auf dem Mobi­li­täts­markt, die die Schie­nen­bah­nen nicht mehr län­ger benach­tei­li­gen.“

 

 

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