Für ein bisschen Vertrauen und Zuversicht

Es ende­te ein schwie­ri­ges Jahr: Wir spü­ren, dass vie­le Men­schen ver­un­si­chert und unzu­frie­den sind. Ich per­sön­lich habe mei­ne Prä­senz wei­ter erhöht, neue Dia­log­for­ma­te erprobt und mich vie­len Debat­ten gestellt. So habe ich noch häu­fi­ger zu mei­nem poli­ti­schen Dia­log­for­mat für jun­ge Leu­te „Poli­tik & Piz­za“ ein­ge­la­den, stand mehr­fach für mei­ne Sprech­stun­de auf Wochen­märk­ten und bot zudem eine Sprech­stun­de für Fahr­gäs­te in der S‑Bahn ein. In den Sozia­len Medi­en bin ich immer stär­ker ver­tre­ten und kom­mu­ni­zie­re täg­lich mit vie­len Men­schen. Ich habe mich ent­schie­den, auf dem strit­ti­gen Nach­rich­ten­dienst „X“ aktiv zu blei­ben, um auch dort Men­schen mit Bot­schaf­ten zu errei­chen und ansprech­bar zu blei­ben.

Neben mei­nem per­sön­li­chen The­ma, der kli­ma­ver­träg­li­chen Ver­kehrs­po­li­tik ins­be­son­de­re mit einer bes­ser funk­tio­nie­ren­den Bahn, ste­hen auch das Wer­ben für unse­re Demo­kra­tie in Deutsch­land und das Ver­trau­en in unse­re demo­kra­ti­schen Insti­tu­tio­nen im Fokus.

Der trau­ri­ge Blick in die Welt soll­te uns in West­eu­ro­pa zusam­men­rü­cken las­sen: Russ­land ist kriegs­trei­bend und impe­ria­lis­tisch unter­wegs. Es führt einen bru­ta­len Angriffs­krieg gegen die Ukrai­ne, einen sou­ve­rä­nen Staat, und bedroht wei­te­re Län­der. Russ­land hat durch sein hoch­ag­gres­si­ves Ver­hal­ten mit Finn­land und Schwe­den zwei wei­te­re Län­der in die Nato getrie­ben, die dort Sicher­heit suchen.

Die USA blei­ben ein wich­ti­ger Part­ner, sind der­zeit aber lei­der unbe­re­chen­bar. Umso wich­ti­ger ist Euro­pa, das sich in ver­schie­dens­ten Auf­ga­ben auf Gemein­sam­kei­ten besin­nen soll­te: Die Wah­rung von Frie­den, Demo­kra­tie und Rechts­staat­lich­keit, Kli­ma­schutz, Flücht­lings­po­li­tik, fai­rer Han­del und mehr Unab­hän­gig­keit bei den Roh­stof­fen. In Deutsch­land wün­sche ich mir, dass not­wen­di­ge Refor­men ange­packt wer­den. Ein Bei­spiel ist die Gene­ra­tio­nen­ge­rech­tig­keit bei der Ren­te. Immer weni­ger Jün­ge­re kön­nen mit ihrer Arbeit und ihren Ren­ten­bei­trä­gen im bestehen­den Sys­tem nicht das Ren­ten­ni­veau immer mehr Leis­tungs­be­rech­tig­ter sichern. Ein ande­res The­ma ist die Ver­wen­dung des Son­der­ver­mö­gens: Schul­den sind nur dann zu ver­ant­wor­ten, wenn nicht mehr teu­re Kli­en­tel­ge­schen­ke finan­ziert wer­den, die unser Land nicht zukunfts­fä­hi­ger machen, son­dern zusätz­lich in Infra­struk­tur (Ver­kehr und Digi­ta­li­sie­rung) inves­tiert wird. Wir müs­sen uns auf das kon­zen­trie­ren, was unser Land im här­ter gewor­de­nen glo­ba­len Wett­be­werb stär­ker macht. Das erfor­dert muti­ge Ent­schei­dun­gen und manch­mal auch, sich auf Ver­än­de­run­gen bei sich selbst ein­zu­las­sen.

In die­sem Sin­ne bedan­ke ich mich bei allen, die beruf­lich oder auch ehren­amt­lich fürs Gemein­we­sen anpa­cken und wün­sche Ihnen Zuver­sicht und alles Gute fürs neue Jahr!