Gespräch mit angehenden Krankenpflegekräften

19.09.2018

Besuch in der Fachschule Nürtingen

Die Medi­us Kli­nik in Nür­tin­gen ist Teil der Kreis­kli­ni­ken und Stand­ort für eine der Fach­schu­len für Kran­ken­pfle­ge im Land­kreis. Ich habe mich eine Dop­pel­stun­de lang mit den Schü­le­rin­nen und Schü­lern über ihre Aus­bil­dung, ihre Erfah­run­gen nach dem ers­ten Aus­bil­dungs­jahr und das öffent­li­che Anse­hen der Pfle­ge­be­ru­fe aus­ge­tauscht.

Hier gebe ich eini­ge der Bei­trä­ge in Kurz­form wie­der, um einen Ein­blick in die Erfah­run­gen und Stim­mungs­la­gen zu gewäh­ren:

Mann: „Die Fra­ge ist, ob man die­sen Beruf bis 67 aus­üben kann. Die Bei­trä­ge zur Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung sind zu hoch“

Frau: „Älte­re Kol­le­gin­nen haben Zwei­fel am Beruf“.

Frau: „Freun­de sagen, cool, dass Du die­sen Beruf aus­übst. Ich könn­te das nie.“

Frau: „Älte­re sehen die­sen Beruf häu­fig posi­ti­ver als Jün­ge­re.“

Frau: „Man bekommt viel von den Pati­en­ten zurück.“

Frau: „Man­che Pati­en­ten klin­geln nicht, weil sie wis­sen, dass unser Job stres­sig ist und sie uns nicht mehr Stress machen wol­len“.

Mann: „Die Vor­ur­tei­le gegen­über unse­rem Beruf müs­sen gebro­chen wer­den“.

Die Dis­kus­si­on führ­te rund um die Aspek­te des Berufs­i­mages, der Bezah­lung, der Arbeits­be­las­tung und dem Fach­kräf­te­man­gel. Wir haben auch über den Sinn einer Pfle­ge­kam­mer (wur­de posi­tiv bewer­tet) und eines Pflicht­jah­res (wur­de unter­schied­lich bewer­tet) dis­ku­tiert.

Zum Aus­bil­dungs­an­ge­bot

Die Kli­nik bil­det Gesund­heits- und Krankenpfleger/innen in den bei­den Schu­len für Pfle­ge­be­ru­fe in Ost­fil­dern-Ruit und Nür­tin­gen aus. Letz­te­re bie­tet die gene­ra­lis­ti­sche Aus­bil­dung zum/zur Gesund­heits- und Krankenpfleger/in und Altenpfleger/in. Die­ser soge­nann­te gene­ra­lis­ti­sche Aus­bil­dungs­weg in drei­ein­halb Jah­ren ist ein Modell­ver­such – geneh­migt durch das Sozi­al­mi­nis­te­ri­um Baden-Würt­tem­berg.

Ins­ge­samt ver­fügt die Schu­le an ihren Stand­or­ten über 116 Aus­bil­dungs­plät­ze, wovon jähr­lich min­des­tens 52 Aus­bil­dungs­plät­ze ange­bo­ten wer­den, davon 32 Aus­bil­dungs­plät­ze in der Gesund­heits- und Kran­ken­pfle­ge (3‑jährig) sowie 20 Aus­bil­dungs­plät­ze in der Gesund­heits- und Kran­ken­pfle­ge­hil­fe (2‑jährig). Ab dem zwei­ten Aus­bil­dungs­jahr besteht die Mög­lich­keit, in einem vom Sozi­al­mi­nis­te­ri­um Baden-Würt­tem­berg geneh­mig­ten Modell­pro­jekt die Berufs­ab­schlüs­se Altenpfleger/in und zugleich Gesund­heits- und Krankenpfleger/in in einer drei­ein­halb jäh­ri­gen gene­ra­lis­ti­schen Aus­bil­dung zu erlan­gen. Ange­hen­de Alten­pfle­ger absol­vie­ren im letz­ten hal­ben Jahr einen Kran­ken­pfle­ge­schwer­punkt und umge­kehrt.
Durch eine Koope­ra­ti­on mit der Ham­bur­ger Fern-Hoch­schu­le ist ab dem zwei­ten Aus­bil­dungs­jahr ein Bache­lor­stu­di­um im Bereich Health Care Stu­dy mit dem Abschluss Bache­lor of Sci­ence mög­lich.

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