Gespräch mit der Waldenbucher Polizei

Gemeinsam mit Maria Rapp (Foto) von den örtlichen Grünen hatte ich ein sehr ausführliches Gespräch mit zwei Polizistinnen des Waldenbucher Polizeipostens.

08.11.2017

Besuch im Polizeiposten

Was muss, was kann ein kleiner Polizeiposten für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger leisten? Darüber habe ich mich im Gespräch mit der Polizei in Waldenbuch informiert.

Der Polizeiposten Waldenbuch, der zum Polizeirevier Böblingen und der Polizeipräsidium Ludwigsburg gehört, verfügt über 3,6 Stellen. Zuständig sind die vier Beamt*innen auch für das benachbarte Steinenbronn. Geöffnet ist der Posten von 7.30 bis 17 Uhr. An manchen Tagen wird bis 20 Uhr gearbeitet, dann wird zusätzlich für Außenbezirke wie Schönaich Verantwortung übernommen.

Eines unserer Hauptthemen sind die Wohnungseinbrüche. Vier Einbruchsfälle in Waldenbuch im Jahr 2016 gelten als nicht besonders auffällig (im Landkreis Böblingen waren es 356); Wohnungseinbrüche wirken sich aber stark auf das Sicherheitsempfinden der Menschen aus. Deshalb wird in Baden-Württemberg bei der Bekämpfung dieses Deliktes ein Schwerpunkt polizeilicher Aufklärungs- und Ermittlungsarbeit gelegt. Das zeigt sich auch in Waldenbuch und anderen Orten des Landkreises: Die Polizei informiert bei Hausbesuchen über Einbruchsprävention und warnt beispielsweise davor, Fenster bei Abwesenheit gekippt zu lassen und wirbt für aufmerksame Nachbarschaften.

Auch die Ausstattung der Polizei war eines unserer Gesprächsthemen. Im Revier, so wurde mir berichtet, sei die Personalausstattung „am Anschlag“ und es fallen Überstunden an, deren Abbau durch Freizeitausgleich nicht immer möglich sei. Die sachliche Ausstattung hingegen wird überwiegend gelobt. So seien die neuen Schutzwesten deutlich leichter und zugleich wirkungsvoller als deren Vorgängermodell. Getragen werden die Schutzwesten bei allen, auch zunächst harmlos aussehenden Einsätzen. Das Problem mit den Funklöchern wurde auch hier, wie schon bei meinen anderen Gesprächen mit der Polizei, angesprochen.

Diskutiert haben wir auch über den mangelnden Respekt, der von Teilen der Bevölkerung der Polizei entgegengebracht wird und über die Aufgabenabgrenzung zu den privaten Sicherheitsdiensten.

Vielen Dank an alle Polizistinnen und Polizisten, die für unser aller Sicherheit auch früh morgens, spät abends, nachts und an Wochenenden ihren Dienst leisten!

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