Gespräche in Pflegeheim „Haus Agape“

Sehr häu­fig schon kam ich am „Haus Aga­pe“ (grie­chisch für „hel­fen­de Lie­be“), einem Pfle­ge­heim auf der Höhe von Stetten/Filder, vor­bei. Nun habe ich mich vor Ort über des­sen Arbeit infor­miert.

Hin­ter der Ein­rich­tung steht der Ver­ein „Alten­heim Stet­ten a. F. Haus Aga­pe e.V.“, der ein wei­te­res Haus in Hohen­lo­he betreibt. Bei­de Häu­ser sind, so ist es auf der Home­page zu lesen, durch ein wer­te­ori­en­tier­tes, christ­lich gepräg­tes Leit­bild gekenn­zeich­net. Das Haus Aga­pe ent­stand im Jahr 1956 und wur­de seit­her mehr­fach erwei­tert. Heu­te bie­tet die Ein­rich­tung für 76 Men­schen in sechs Wohn­grup­pen ein Zuhau­se. Aktu­ell sind die Men­schen, die im Haus leben, zwi­schen 62 und 100 Jah­re alt. Eine Beson­der­heit ist die Dach­ter­ras­se, von der sich wun­der­bar auf die Fil­der und weit dar­über hin­aus­bli­cken lässt.

Jede Wohn­grup­pe ver­fügt über eine eige­ne Wohn­kü­che mit Ess­zim­mer und einem Wohn­zim­mer. Die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner kön­nen eige­ne Möbel­stü­cke für ihre Zim­mer mit­brin­gen. Es gibt kei­nen behü­te­ten Bereich, wes­halb das Haus für weg­lauf­ge­fähr­de­te Per­so­nen nicht geeig­net ist.

Wie sieht es mit Fach­kräf­ten aus? Die schwie­ri­ge Pha­se sei vor­bei, wur­de mir berich­tet. Aktu­ell sei­en alle Stel­len besetzt. Aller­dings fin­de die Suche nach Fach­kräf­ten in Form eines Ver­drän­gungs­wett­be­werbs über die Höhe der Löh­ne statt. Die­se lie­gen bei frisch Exami­nier­ten bei min­des­tens 4.500 Euro plus Zuschlä­gen. Die deut­li­chen Lohn­stei­ge­run­gen der ver­gan­ge­nen Jah­re hät­ten die Ten­denz zur Teil­zeit­be­schäf­ti­gung beschleu­nigt, wur­de mir berich­tet. Im Haus arbei­ten sie­ben Aus­zu­bil­den­de.

Wei­te­re The­men, über die wir spra­chen, waren die Anlei­tung der Aus­zu­bil­den­den, Arzt­be­su­che im Haus (fin­den statt, aber sel­te­ner als frü­her), der recht­li­che Zwang zum Ein­zel­zim­mer (wird auch von mir kri­tisch gese­hen) sowie die Betreu­ung von Demenz­kran­ken.