Gespräche rund um die Tälesbahn nach Neuffen

04.07.2021

Batterieelektrische Züge als Diesel-Ersatz?

Die Täles­bahn ist die Stre­cke von Nür­tin­gen nach Neuffen. In dem klei­nen Städt­chen, gele­gen am Fuße des Hohen­neuffen, sprach ich mit dem Infra­struk­tur­be­trei­ber und ver­ant­wort­li­chen Ver­kehrs­un­ter­neh­men, der Würt­tem­ber­gi­schen Eisen­bahn-Gesell­schaft (WEG).

Die WEG ist Teil von Trans­dev, einem Nah­ver­kehrs­an­bie­ter im deut­schen Bahn- und Bus­ver­kehr mit 7.400 Beschäf­tig­ten (davon 116 bei der WEG) und über einer Mil­li­ar­de Euro Umsatz. Auf den vier von der WEG bedien­ten Lini­en (u. a. auch Schön­buch­bahn) kom­men 30 Fahr­zeu­ge (über­wie­gend VT) zum Ein­satz. Die im Jahr 1900 eröff­ne­te Stre­cke der Täles­bahn ist knapp neun Kilo­me­ter lang (wovon 8,3 km der WEG gehö­ren) und die sie­ben Hal­te­punk­te wer­den über­wie­gend im Halb­stun­den­takt bedient. Auf den ers­ten zwei Kilo­me­tern fah­ren zwei Güter­wa­gen pro Woche, ansons­ten aus­schließ­lich Per­so­nen­zü­ge. Rund 4.300 Fahr­gäs­te nut­zen werk­täg­lich die Bahn; in der Spit­ze sei­en es 400 pro Fahrt.

Die WEG wies sel­ber dar­auf hin, dass ein Fahr­plan­pro­gramm, das bereits um 21 Uhr endet, nicht dem Lan­de­stan­dard ent­spricht. Ähn­lich ver­hält es sich mit den Fahr­zeu­gen (Regio­Shut­tle, Bau­jah­re 1999 und 2000). Die Die­sel­zü­ge ent­sprä­chen „Euro 0“. Daher ging es in unse­rem Gespräch auch und vor allem um die Fra­ge, wel­ches Antriebs­kon­zept für die Zukunft denk­bar ist, um vom Die­sel weg­zu­kom­men. In der Dis­kus­si­on ergab sich eine Prä­fe­renz für bat­te­rie­elek­tri­sche Züge. Ers­te Über­le­gun­gen sei­en bereits ange­stellt wor­den. Die Ent­schei­dungs­pha­se, Pro­duk­ti­on und Zulas­sung der Fahr­zeu­ge dürf­te rund sechs Jah­re dau­ern. Es wer­de nach einer spe­zi­ell zu den Anfor­de­run­gen der Täles­bahn pas­sen­den Lösung gesucht. Am wahr­schein­lichs­ten dürf­ten bat­te­rie­elek­tri­sche Fahr­zeu­ge sein. Die­se wei­sen auch für die Anwoh­nen­den Vor­tei­le auf: Die Fahr­zeu­ge fah­ren lei­ser und sto­ßen kei­ne Schad­stof­fe aus.

Vor dem ver­tief­ten Gespräch hat­te ich mir – in Beglei­tung unter ande­rem von zwei grü­nen Kreis­rä­ten – die Werk­statt zei­gen las­sen. Ein Groß­teil der War­tung und der Repa­ra­tu­ren wer­den hier durch­ge­führt. Dies dürft auch ein ent­schei­den­der Grund für sehr gerin­ge Aus­fall­quo­ten sein, wur­de uns erklärt.

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