Gestiegene Unfallzahlen und mehr Verkehrstote in Baden-Württemberg

Unfall

15.02.2016 (Pres­se­er­klä­rung)

Zu den Berich­ten über die gestie­ge­nen Unfall­zah­len und mehr töd­lich ver­un­glück­te Men­schen auf den Stra­ßen von Baden-Würt­tem­berg erklärt Mat­thi­as Gast­el (Fil­der­stadt), Mit­glied des Bun­des­tags-Ver­kehrs­aus­schus­ses:

„Es ist ein Alarm­si­gnal, dass die Zahl der Ver­kehrs­to­ten in Land und Bund wie­der steigt. Die bis­he­ri­ge Stra­te­gie zur Unfall­ver­mei­dung ist kein Selbst­läu­fer. Es darf nicht akzep­tiert wer­den, dass jähr­lich weit mehr als 3.000 Men­schen auf den Stra­ßen in Deutsch­land ihr Leben ver­lie­ren. Wir brau­chen die „Visi­on Zero“, Mobi­li­tät ohne Tote. Nach wie vor spielt über­höh­te Geschwin­dig­keit eine wich­ti­ge Rol­le im Unfall­ge­sche­hen. Not­wen­dig ist die kon­se­quen­te Über­wa­chung und Ahn­dung von Rase­rei, um das Ver­hal­ten der Auto- und Motor­rad­fah­re­rIn­nen zu einer siche­ren Fahr­wei­se zu beein­flus­sen. Auch das inner­ört­li­che Geschwin­dig­keits­ni­veau muss an die tat­säch­li­che Gefähr­dungs­la­ge ange­passt wer­den. Die durch den Bund erleich­ter­te Tem­po­ab­sen­kung vor beson­ders sen­si­blen Ein­rich­tun­gen (z. B. Kin­der­gär­ten, Schu­len) ist ein ers­ter rich­ti­ger Schritt. Wer „Visi­on Zero“ ernst meint, muss aller­dings den Kom­mu­nen inner­orts gene­rell mehr Kom­pe­ten­zen ein­räu­men, damit die­se eigen­stän­dig über die maxi­mal zuläs­si­gen Höchst­ge­schwin­dig­kei­ten ent­schei­den kön­nen.

Auch das The­ma Alko­hol im Stra­ßen­ver­kehr muss neu bewer­tet wer­den. Hier ist noch vor mög­li­chen gesetz­li­chen Ver­schär­fun­gen eine stär­ke­re gesell­schaft­li­che Äch­tung not­wen­dig. Es muss die kla­re Regel zum Kon­sens wer­den: Wer fährt, trinkt nicht und wer trinkt, fährt nicht.

In Baden-Würt­tem­berg war jeder vier­te Ver­kehrs­to­te auf einem Motor­rad unter­wegs. Ein Zusam­men­hang zwi­schen Motor­leis­tung und dem Risi­ko töd­lich ver­lau­fen­der Unfäl­le kann gese­hen wer­den. In Baden-Würt­tem­berg ver­läuft der Trend zu leis­tungs­stär­ke­ren Maschi­nen beson­ders auf­fäl­lig. Hier muss end­lich abge­rüs­tet wer­den.

Wer nicht hin­neh­men will, dass Jahr für Jahr deut­lich mehr als 3.000 Men­schen auf deut­schen Stra­ßen aus dem Leben geris­sen wer­den, muss jetzt kon­se­quent die für die „Visi­on Zero“ not­wen­di­gen Maß­nah­men ergrei­fen.“

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