Hermann-Hesse-Bahn: Bewerten und voranbringen!

19.05.2017  (Pres­se­mit­tei­lung)

Foto: Noch war­ten die Glei­se der Hes­se-Bahn auf Erneue­rung.

Neu­es stan­dar­di­sier­tes Ver­fah­ren liegt vor – MdB Gast­el und MdL Mur­schel:

“Jetzt Hes­se-Bahn schnell neu bewer­ten und vor­an­brin­gen”

Über zwei Jah­re lang wur­de in einem Bund-Län­der- Arbeits­kreis an einem neu­en stan­dar­di­sier­ten Ver­fah­ren für die Bewer­tung von Ver­kehrs­in­ves­ti­tio­nen gear­bei­tet. Mit die­sem wer­den Kos­ten und Nut­zen bei­spiels­wei­se neu­er Schie­nen­we­ge gegen­über­ge­stellt. Vor­ha­ben, für die nach die­ser Metho­dik die Wirt­schaft­lich­keit ermit­telt wer­den, haben die Chan­ce, antei­lig durch Bun­des­mit­tel nach dem Gemein­de­ver­kehrs­fi­nan­zie­rungs­ge­setz (GVFG) geför­dert zu wer­den. Nun wur­de das neue stan­dar­di­sier­te Ver­fah­ren vom Bund fer­tig­ge­stellt und den Län­dern zuge­sandt. Dies geht aus einer Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine Anfra­ge des Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Mat­thi­as Gast­el (Grü­ne) her­vor.

Bei der Anwen­dung des neu­en Ver­fah­rens der stan­dar­di­sier­ten Bewer­tung wür­den sich „über­wie­gend ähn­li­che Ergeb­nis­se” erzie­len las­sen, so der Ver­band Deut­scher Ver­kehrs­un­ter­neh­mer (VDV), der anhand ande­rer Pro­jek­te Test­be­rech­nun­gen durch­ge­führt hat. Schlech­ter stellt sich, so der VDV, der Ein­satz einer elek­tri­fi­zier­ten Bahn, wor­un­ter auch S‑Bahnen fal­len, dar. Die aktu­el­le Sen­kung des Die­sel­prei­ses, ver­bun­den mit der Anhe­bung des Strom­prei­ses (gegen­über 2006) ver­schlech­tern den Nut­zen-Kos­ten-Fak­tor bei einer Elek­tri­fi­zie­rung.

Für die Her­mann-Hes­se-Bahn sind wei­te­re Berech­nun­gen für eine Elek­tri­fi­zie­rung not­wen­dig. “Dafür muss jetzt auf Grund­la­ge der über­ar­bei­te­ten Ver­fah­rens­an­lei­tung für die stan­dar­di­sier­te Bewer­tung die Wirt­schaft­lich­keit einer Stre­cken­elek­tri­fi­zie­rung ermit­telt wer­den. Des­sen unge­ach­tet müs­sen die Pla­nun­gen für die ers­te Stu­fe, also den Bau und die Inbe­trieb­nah­me der Stre­cke mit moder­nen Die­sel­zü­gen, vor­an­ge­trie­ben wer­den” erläu­tert MdB Gast­el.

„Es gibt kei­nen Grund, jetzt den Fuß vom Pla­nungs­pe­dal zu neh­men – im Gegen­teil. Ins­be­son­de­re die Berufs­pend­ler brau­chen so schnell wie mög­lich attrak­ti­ve Alter­na­ti­ven zum Auto. Dazu braucht es die Her­mann-Hes­se-Bahn, und zwar bis Ren­nin­gen”, betont der Leon­ber­ger Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Dr. Bernd Mur­schel. Denn ohne die Durch­bin­dung bis Ren­nin­gen wür­den eini­ge hun­dert poten­ti­el­le Fahr­gäs­te weni­ger auf die Bahn umstei­gen.

Dar­über hin­aus for­dern die bei­den Abge­ord­ne­ten die Erhö­hung der Bun­des­mit­tel: “Die Gel­der des Bun­des für den Aus­bau des Schie­nen­nah­ver­kehrs wur­den seit 20 Jah­ren nicht erhöht. Ein Antrag von uns Grü­nen im Bun­des­tag dazu liegt vor”, so Mat­thi­as Gast­el.

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Ein Kommentar zu “Hermann-Hesse-Bahn: Bewerten und voranbringen!

  1. Roland Esken Reply

    Sehr geehr­ter Herr Gast­el,

    nicht die HHB an sich ist neu zu bewer­ten, weil ja schon längst nach dem bis­he­ri­gen Ver­fah­ren in der Die­sel Vari­an­te gesche­hen und vom Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um geprüft und geneh­migt, son­dern die nach dem Stu­fen­kon­zept von 2015 (sie­he dazu http://www.hermann-hesse-bahn.de/…/__Stufenkonzept.html ) ange­dach­te S‑Bahn Ver­län­ge­rung der S‑6 bis Calw.

    Wenn jetzt die Elek­tri­fi­zie­rung schlech­ter gegen­über dem Die­sel­be­trieb bewer­tet wird, so ver­schlech­tern sich damit wohl auch die Chan­cen dazu.

    Was jetzt vor­an zu brin­gen ist, ist die HHB nach dem Betriebs­kon­zept des Vor­ha­ben­trä­gers. Da war­ten wir im Moment auf das Ergeb­nis des vom Ver­kehrs­mi­nis­ter Her­mann initi­ier­ten Run­den Tisch zwi­schen dem NABU und dem LRA Calw. Von dort gibt es ermu­ti­gen­de Signa­le.

    Roland Esken, Vor­sit­zen­der Ver­ein WSB Calw

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