Im Gespräch mit der Obdachlosenhilfe

anhang102.11.2016

Immer mehr Menschen obdachlos oder von Obdachlosigkeit bedroht

Die Anzahl der von Obdach­lo­sig­keit bedroh­ten und betrof­fe­nen Men­schen nimmt zu – auch im Land­kreis Ess­lin­gen. Bei „Diens­te für Men­schen in Armut und Woh­nungs­not“ in Ess­lin­gen habe ich mich über die Hil­fen infor­miert und mir auch Unter­künf­te und die Ein­rich­tung für Erfrie­rungs­schutz ange­schaut.

651 Per­so­nen wur­den im ver­gan­ge­nen Jahr von der Bera­tungs­stel­le der Evan­ge­li­schen Gesell­schaft Stutt­gart e. V. (EVA) bera­ten. Damit hat sich die Zunah­me an Hil­fe­be­darf kon­ti­nu­ier­lich fort­ge­setzt. Immer mehr Hil­fe­su­chen­de, so die Bereichs­lei­te­rin Regi­ne Glück, brin­gen ein kom­ple­xes, sich gegen­sei­tig ver­schär­fen­des Bün­del mas­si­ver Pro­ble­me aus Lebens­kri­sen, exis­ten­zi­el­len, soma­ti­schen, psy­chi­schen und sozia­len Schwie­rig­kei­ten mit. Über 49 Auf­nah­me­haus­plät­ze ver­fü­gen die Diens­te, 25 davon im Ber­ber­dorf, das aus Holz­hüt­ten besteht. Hin­zu kom­men rund 40 „Beleg­plät­ze“ in Bil­lig­ho­tels. Da die ver­füg­ba­ren Res­sour­cen nahe­zu bei null lie­gen, muss eine War­te­lis­te von Men­schen, die auf der Stra­ße leben, geführt wer­den. In Win­ter­näch­ten wird zusätz­lich ein Erfrie­rungs­schutz geöff­net. Dies sind Bet­ten in ein­fachs­ten Räum­lich­kei­ten.

Für die Auf­ga­ben der EVA in der Obdach­lo­sen­be­ra­tung und ‑unter­brin­gung wer­den seit den 1990er-Jah­ren gleich­blei­bend vier Stel­len finan­ziert. Daher deren Wün­sche: Eine bes­se­re per­so­nel­le Aus­stat­tung, um ins­be­son­de­re auch auf­su­chen­de Arbeit (bei­spiels­wei­se in den Unter­künf­ten in den Bil­lig­ho­tels) leis­ten zu kön­nen; Ein­füh­rung einer Ruf­be­reit­schaft in den Näch­ten sowie wei­te­re Auf­nah­me­plät­ze.

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