Jetzt werden die Ausbaugesetze konkret: Gäubahn ausbauen – Nordost-Ring streichen!

PRESSEMITTEILUNG

Berlin/Stuttgart, 21.10.2016

Grüne Abgeordnete fordern Hochstufung der Gäubahn und wollen Streichung von Nordostring Stuttgart und B29n

Die bei­den baden-würt­tem­ber­gi­schen Grü­nen-Ver­kehrs­po­li­ti­ker in Land und Bund Andre­as Schwarz (MdL) und Mat­thi­as Gast­el (MdB) set­zen sich für maß­geb­li­che Ände­run­gen bei der Bun­des­ver­kehrs­we­ge­pla­nung in Baden-Würt­tem­berg ein. Andre­as Schwarz, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der Grü­nen im Land­tag von Baden-Würt­tem­berg, und der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Mat­thi­as Gast­el, Mit­glied im Ver­kehrs­aus­schuss des Bun­des­ta­ges, drän­gen vor den am 24. Okto­ber begin­nen­den Son­der­sit­zun­gen des Ver­kehrs­aus­schus­ses dar­auf, dass der Bun­des­tag die größ­ten Feh­ler bei der Auf­stel­lung des Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plans nicht in die für die Umset­zung ent­schei­den­den Aus­bau­ge­set­ze über­nimmt. Hier­zu wer­den die Grü­nen im Bun­des­tag Ände­rungs­an­trä­ge zu den Gesetz­ent­wür­fen der Bun­des­re­gie­rung ein­rei­chen.

Für Baden-Würt­tem­berg heißt dies kon­kret, dass z.B. der Bau des Nord­ostrings Stutt­gart im Zuge der B 29, der­zeit im Wei­te­ren Bedarf mit Pla­nungs­recht vor­ge­se­hen, und der Bau der gro­ßen Umge­hungs­tra­ße B 29n zwi­schen Röt­tin­gen (Ost­alb­kreis) und dem bay­ri­schen Nörd­lin­gen, der­zeit im vor­dring­li­chen Bedarf, gestri­chen wer­den sol­len. Bei­de Pro­jek­te wur­den aus Zwei­feln an der Sinn­haf­tig­keit der Pro­jek­te bewusst nicht vom Land Baden-Würt­tem­berg zur Prü­fung beim Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um (BMVI) ange­mel­det. Der Bund hat die­se Pro­jek­te den­noch in den Plan auf­ge­nom­men. Mat­thi­as Gast­el, baden-würt­tem­ber­gi­scher Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter im Ver­kehrs­aus­schuss, erklärt hier­zu: „Es kommt nun dar­auf an, noch die ent­schei­den­den Wei­chen von wirt­schaft­lich unsin­ni­gen und öko­lo­gisch pro­ble­ma­ti­schen Stra­ßen­pro­jek­ten wie dem Nord­ost­ring oder der B29n weg und hin zu drin­gend benö­tig­ten Schie­nen­pro­jek­ten zu stel­len.“ Hier­zu wer­den die Grü­nen im Bun­des­tag meh­re­re Anträ­ge stel­len.

Der Grü­nen-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Andre­as Schwarz streicht die her­aus­ra­gen­de Bedeu­tung der Gäu­bahn für ganz Baden-Würt­tem­berg her­aus: „Bei den Schie­nen­pro­jek­ten muss die inter­na­tio­na­le Ver­bin­dung Stutt­gart – Zürich end­lich aus dem Poten­zi­el­len in den Vor­dring­li­chen Bedarf hoch­ge­stuft wer­den. Dafür set­zen wir uns ein. Ziel ist eine zeit­na­he Rea­li­sie­rung. Grund­la­ge hier­für ist eine Stu­die im Auf­trag des baden-würt­tem­ber­gi­schen Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums, wel­che die Wirt­schaft­lich­keit nach­weist. Deutsch­land hat sich der Schweiz gegen­über im Ver­trag von Luga­no bereits 1996 zu einem Aus­bau ver­pflich­tet. Die­ser muss jetzt im Sin­ne der Fahr­gäs­te auch ange­gan­gen wer­den. Hier­zu muss nun der Deut­sche Bun­des­tag im Bun­des­schie­nen­we­ge­aus­bau­ge­setz die Gäu­bahn in den Vor­dring­li­chen Bedarf hoch­stu­fen und zügig die ent­spre­chen­den Mit­tel bereit­stel­len.“

„Es ist bezeich­nend, dass bei einem so wich­ti­gen Schie­nen­pro­jekt das Land sich eigen­stän­dig um den Nach­weis küm­mern muss­te und nur so die Chan­ce auf eine bal­di­ge Rea­li­sie­rung besteht. Gin­ge es nach dem Bund, gin­ge es wohl nicht vor­an“, kri­ti­siert der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Mat­thi­as Gast­el die Bun­des­re­gie­rung.

Hin­ter­grund: Am 3. August 2016 wur­de der Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan von der Bun­des­re­gie­rung als Kabi­netts­ent­wurf beschlos­sen. Auf sei­ner Grund­la­ge wer­den vom 24. bis 26. Novem­ber im Bun­des­tag die Aus­bau­ge­set­ze für die ein­zel­nen Ver­kehrs­trä­ger bera­ten. In Ihnen wird der grund­sätz­li­che Bedarf für die ein­zel­nen Pro­jek­te gesetz­lich fest­ge­stellt. Gegen die­sen kann dann in den nach­ge­la­ger­ten Pla­nungs­stu­fen nicht mehr ohne Wei­te­res vor­ge­gan­gen wer­den. Eine Ent­schei­dung über Details der ein­zel­nen Pro­jek­te, wie Tras­sen­füh­rung oder Lärm­schutz, erfolgt im Rah­men der Aus­bau­ge­set­ze nicht.

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