Mineralwasser in Glasflaschen für die Region

Mein ers­ter Unter­neh­mens­be­such im noch sehr jun­gen Jahr 2026 führ­te mich zur Rand­eg­ger Otti­li­en-Quel­le, einem klei­nen, fami­li­en­ge­führ­ten Mine­ral­was­ser-Unter­neh­men im Hegau.

Am Hoch­rhein, unweit des Boden­sees und unmit­tel­bar an der Gren­ze zur Schweiz, wird das Unter­neh­men in vier­ter Gene­ra­ti­on geführt. Es beschäf­tigt 25 Mit­ar­bei­ten­de. Ich nahm an einer Exkur­si­on der Radolf­zel­ler Natur­schutz­ta­ge teil.

Eine der Beson­der­hei­ten: Das Was­ser, das aus einem 118 Meter tie­fen Brun­nen stammt, wird, eben­so wie die Frucht­ge­trän­ke, aus­schließ­lich in Glas-Mehr­weg­fla­schen abge­füllt. Wir konn­ten die Abfüll- wie auch die Rei­ni­gungs­ma­schi­nen sehen (da es Sonn­tag war, waren die­se nicht in Betrieb). Letz­te­re spü­len mit 80 Grad hei­ßem Was­ser. Das war­me Was­ser wird solar­ther­misch und mit Holz­hack­schnit­zeln erhitzt. Die Fla­schen wer­den durch­schnitt­lich knapp 50-mal wie­der befüllt, bevor sie ein­ge­schmol­zen wer­den. Aus­ge­lie­fert wird in einem bewusst begrenz­ten Umkreis von 60 Kilo­me­tern. In der Regi­on ist die Mar­ke „Rand­eg­ger Otti­li­en-Quel­le“ bekannt und hat einen Markt­an­teil von 20 Pro­zent. Mit der Ent­fer­nungs-Begren­zung wer­den zu lan­ge Trans­port­we­ge ver­mie­den. Wie­so fin­det sich in der Gas­tro­no­mie und im Han­del immer wie­der Was­ser aus Ita­li­en? Da hat­te der Chef eine kla­re Mei­nung: „Der Trans­port ist zu bil­lig“. Und er schiebt nach: „Ist schon rich­tig, dass Die­sel teu­rer wird.“

Zurück zur Ener­gie: Das Unter­neh­men benö­tigt viel Strom für die Pum­pen und die Maschi­nen. Der Strom stammt über­wie­gend von den eige­nen PV-Anla­gen, die eine Leis­tung von 360 kWp haben. Dar­über hin­aus benö­tig­ter Strom wird von einem Wind­park in 10 Kilo­me­ter Ent­fer­nung bezo­gen. Die­sen hat­te ich im ver­gan­ge­nen Jahr besucht, sie­he https://www.matthias-gastel.de/windkraft-im-wald-vs-naturschutz/.

Selbst­ver­ständ­lich sprach ich die Lkw-Flot­te an, mit der die Geträn­ke­kis­ten an den Groß­han­del aus­ge­lie­fert wer­den. Über sie­ben Last­wa­gen ver­fügt das Unter­neh­men. Noch wer­den alle mit Die­sel ange­trie­ben. Für die kur­zen Stre­cken sei­en zumin­dest die E‑Lkw von Daim­ler zu groß und damit nicht wirt­schaft­lich.