Mitdenkende Ladesäule führt Energie- und Verkehrswende zusammen

20.12.2017

„Revolution E“ erleichtert Eigenstromnutzung

Die Suche nach einer Lad­ein­fra­struk­tur für E‑Autos, die den Lade­vor­gang mit der Ver­füg­bar­keit von selbst pro­du­zier­ten Strom vom Dach koor­di­niert, war erfolg­los. Für „Hum­mel Sys­tem­haus“ war dies der Impuls, sel­ber eine mit­den­ken­de Lade­sta­ti­on zu ent­wi­ckeln.

Im Jahr 1993 wur­de das Hand­werks­un­ter­neh­men für Elek­tro­in­stal­la­tio­nen gegrün­det. Heu­te, mit einem Jah­res­um­satz von 10 Mil­lio­nen Euro und 45 Beschäf­tig­ten, ist es weit mehr. Neben den Berei­chen Elek­tro- und Gebäu­de­tech­nik, IT und Kom­mu­ni­ka­ti­on sowie Sicher­heits­sys­te­men sind die Ener­gie­sys­te­me das vier­te Unter­neh­mens­stand­bein – und das mit dem stärks­ten Wachs­tum und dem größ­ten Poten­ti­al, sie Frank Hum­mel, der Geschäfts­füh­rer, betont.

2015 brach­te Hum­mel Sys­tem­haus eine eige­ne E‑Ladestation „in futu­ris­ti­schem Design“ (Home­page des Unter­neh­mens) zur Markt­rei­fe: „Revo­lu­ti­on E“ managt den Lade­vor­gang von bat­te­rie­elek­tri­schen Fahr­zeu­gen anhand des ver­füg­ba­ren Eigen­stroms und ver­mei­det durch ein Spit­zen­ver­brauchs-Manage­ment, dass teu­rer Fremd­strom bezo­gen wer­den muss. Kon­kret: Bei hohem Strom­be­darf und gerin­gem Ange­bot kann die Gefrier­tru­he oder die Kli­ma­an­la­ge im Haus so lan­ge, wie das Auto gela­den wird, aus­ge­schal­tet wer­den. Oder das Auto wird erst dann gela­den, wenn aus­rei­chend Strom vor­han­den ist. Das Strom­netz wird dadurch ent­las­tet. Kun­den sind Pri­vat­haus­hal­te und Unter­neh­men, aber auch Anbie­ter halb­öf­fent­li­cher Lad­ein­fra­struk­tur (bei­spiels­wei­se Super­märk­te). Wenn schnell ein voll­ge­la­de­ner Akku benö­tigt wird, kann der Lade­vor­gang per App ent­spre­chend gesteu­ert wer­den. Bin­nen Mil­li­se­kun­den kann der Lade­vor­gang gestar­tet oder gestoppt wer­den. Die­ses Bei­spiel zeigt, wie die Ener­gie- und die Ver­kehrs­wen­de zusam­men­hän­gen und sinn­voll auf­ein­an­der abge­stimmt wer­den kön­nen.

Rund 30 sol­cher Lade­säu­len konn­te Hum­mel bis­lang instal­lie­ren. Ein gro­ßer Auto­zu­lie­fe­rer hat gleich 88 Lade­säu­len für 25 Stand­or­te in Auf­trag gege­ben. Die Säu­le ver­fügt über eine Schnell­la­de­op­ti­on. Alle E‑Au­to-Typen kön­nen gela­den wer­den (von weni­gen älte­ren asia­ti­schen Model­len abge­se­hen, die ihr eige­nes Lade­ka­bel benö­ti­gen).

Das Unter­neh­mens­ge­bäu­de weist eini­ge Beson­der­hei­ten auf, die erwähnt wer­den soll­ten: Es kommt ohne fos­si­le Ener­gie aus, die Pho­to­vol­ta­ik-Anla­ge auf dem Dach pro­du­ziert dop­pelt so viel Strom wie benö­tigt, obwohl auch mit Strom geheizt und Warm­was­ser gewon­nen wird. Ein 10 kWh-Spei­cher steht ins­be­son­de­re für den nächt­li­chen Strom­ver­brauch bereit. Selbst­ver­ständ­lich wer­den die fünf bat­te­rie­elek­tri­schen und die bei­den Plug-In-Fir­men­wa­gen aus­schließ­lich mit Eigen­strom betankt – „Revo­lu­ti­on E“ sei Dank.

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