Neue, flexible Mobilitätsformen

02.03.2018

Zu Besuch bei Moovel

Die Daim­ler-Toch­ter moo­vel bie­tet eine App, mit der man mul­ti­modal  Rei­se­rou­ten suchen und Fahr­ten buchen kann. In Stutt­gart kön­nen bei­spiels­wei­se Fahr­ten im VVS, mit Car2Go, myta­xi und/oder der Deut­schen Bahn gebucht wer­den. Das Kon­zept, über eine App Fahr­ten mit ver­schie­de­nen Ver­kehrs­mit­teln buchen zu kön­nen ist ein Allein­stel­lungs­merk­mal von moo­vel. In Deutsch­land kön­nen ÖPNV-Tickets über die App auch in Ham­burg und Karls­ru­he gekauft wer­den.

Ein High­light in Stutt­gart ist, dass an Tagen mit Fein­staub­alarm jede zwei­te der über die App gekauf­ten VVS-Tickets kos­ten­los sind.

Hin­ter der App steht die moo­vel Group GmbH, eine Toch­ter der Daim­ler AG. Das Unter­neh­men hat in Deutsch­land und den USA rund 250 Mit­ar­bei­ter, 90 davon in Stutt­gart. In den USA ist es Markt­füh­rer im Bereich mobi­le ticke­ting und betreibt Apps für die Nah­ver­kehrs­an­bie­ter zum Bei­spiel in Chi­ca­go und Phoe­nix. moo­vel wird in Deutsch­land und den USA von fast vier Mil­lio­nen Men­schen genutzt, die im Schnitt alle zwei Sekun­den eine Buchung täti­gen.

Über die eige­ne App hin­aus wer­den bei moo­vel auch ande­re Apps und Kon­zep­te ent­wi­ckelt:

Seit eini­gen Wochen gibt es die SSB-Best­preisapp, die sich aktu­ell noch in der Test­pha­se befin­det. Die Idee dahin­ter: Die gebuch­ten Fahr­ten wer­den gesam­melt und nach 30 Tagen wird für den Nut­zer anhand der Fahr­ten der güns­tigs­te Tarif berech­net.

Der­zeit eben­falls in der Pro­be­pha­se ist der Flex Pilot. Dabei kann man sich per Smart­pho­ne ein Shut­tle bestel­len, das einen von A nach B bringt. Aktu­ell wird der Flex Pilot in Stutt­gart getes­tet. In der Innen­stadt gibt es auf einem Gebiet (etwa Tarif­zo­ne 10) von 30 Qua­drat­ki­lo­me­tern 2000 vir­tu­el­le Hal­te­punk­te – alle 100 bis 200 Meter einen. Dort kann man sich abho­len las­sen und wie­der aus­stei­gen. Ein Shut­tle kann bis zu fünf Per­so­nen beför­dern. Im Hin­ter­grund berech­net ein Algo­rith­mus die Fahrt­rou­ten der Shut­tles und ver­sucht dabei, die Fahrt­rou­ten meh­re­rer Men­schen zu ver­bin­den. Das Ziel ist, dass meh­re­re Per­so­nen gemein­sam ein Shut­tle nut­zen (Poo­ling) und trotz­dem auf mög­lichst direk­tem Weg zu ihrem Ziel kom­men.

In der Test­pha­se kann der Ser­vice don­ners­tags, frei­tags und sams­tags in den Abend- und Nacht­stun­den kos­ten­los genutzt wer­den. Die SSB möch­te den Betrieb im ers­ten Halb­jahr 2018 in Koope­ra­ti­on mit moo­vel fort­füh­ren und in ihren Betrieb inte­grie­ren. Dann wer­den die Shut­tles in Stadt­be­zir­ken, in denen der ÖPNV aktu­ell noch nicht so gut aus­ge­baut ist, ver­keh­ren. Das Ange­bot soll den ÖPNV ergän­zen, und aus­drück­lich kei­ne Kon­kur­renz für den­sel­ben sein. So ist es bei­spiels­wei­se tech­nisch mög­lich, in einer spä­te­ren Pha­se des Pro­jekts für Rou­ten, die par­al­lel zu Bus- und Bahn­ver­bin­dun­gen ver­lau­fen, kei­ne Flex Pilot-Fahr­ten anzu­bie­ten.

moo­vel: https://www.moovel.com/de/de

SSB Best­preis: https://www.ssb-ag.de/BestPreis-1219–0.html

Flex Pilot: https://www.moovel-on-demand.com/de/flexpilot

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