Porsche ab 2030 nur noch elektrisch?

30.03.2019

Besuch im Porsche-Werk

Mit mei­nem Frak­ti­ons­kol­le­gen Ste­fan Schmidt habe ich das Por­sche­werk in Stutt­gart besucht. Wir haben uns dort über E‑Mobilität, Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment und Beschäf­ti­gungs­si­che­rung aus­ge­tauscht.

Por­sche beschäf­tigt welt­weit 32.000 Men­schen, davon 12.000 am Stand­ort Zuffen­hau­sen. Die Ten­denz ist stei­gend – die Elek­tri­fi­zie­rung schafft 1.500 neue Arbeits­plät­ze, die dem­nächst besetzt wer­den sol­len. Aus dem Die­sel­an­trieb ist Por­sche bereits im ver­gan­ge­nen Jahr aus­ge­stie­gen, nach­dem die Moto­ren von Audi mit Unre­gel­mä­ßig­kei­ten nega­tiv auf­ge­fal­len waren. Eine gro­ße Rol­le hat der Die­sel­an­trieb bei Por­sche aber auch noch nie gespielt. Ab 2030, so die Pro­gno­se, wer­den nur noch rein elek­tri­sche Autos ver­kauft. „Die sich ver­än­dern­de Nach­fra­ge auf den welt­wei­ten Märk­ten zwingt uns, E‑Autos zu lie­fern“, so war es aus dem Kon­zern zu hören. Dass auch von der Ange­bots­pa­let­te von Tes­la ein ent­spre­chen­der Druck aus­geht wird bestä­tigt. Por­sche betei­ligt sich am Aus­bau von Schnell­la­de­säu­len ent­lang der gro­ßen, ver­kehrs­rei­chen Ach­sen. Die neu­en bat­te­rie­elek­tri­schen Autos von Por­sche sol­len eine Reich­wei­te von 500 Kilo­me­ter haben und sich bin­nen einer Vier­tel­stun­de auf 80 Pro­zent auf­la­den las­sen. Im Gespräch the­ma­ti­sie­ren wir selbst­ver­ständ­lich auch die kri­ti­schen Roh­stoff­fra­gen, so die Kobalt­ge­win­nung im Kon­go.

In einem kur­zen Wer­be­film, den wir zu sehen bekom­men, wer­den aus­schließ­lich die Emo­tio­nen ange­spro­chen – und dass es sich um „lau­te Sport­wa­gen“ hand­le. Das ist nichts Neu­es, löst aber anschlie­ßen­de Dis­kus­sio­nen aus. „Wir sind die, die kei­ner braucht“ über­rascht als (ehr­li­che) Bot­schaft im Film schon eher.

In der Pro­duk­ti­on konn­ten wir zum Abschluss unse­res Por­sche-Besu­ches unter ande­rem die Her­stel­lung der Moto­ren anschau­en.

Das könnte auch interessant sein:

Related Posts

Mitreden.

Die Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Angaben, die benötigt werden, sind mit * markiert.


Die Regeln für Diskussionsbeiträge sind verpflichtend.

*