Rohstoffbilanz der E‑Mobilität in der Diskussion

06.11.2019

Grüne hatten zu Fachgespräch geladen

Die Bun­des­tags­frak­ti­on der Grü­nen hat­te zu einem beson­ders inter­es­san­ten Fach­ge­spräch ein­ge­la­den. “Lithi­um, Kobalt und Co: Roh­stoff­bi­lanz der E‑Mobilität ver­bes­sern”.

Unser Fach­ge­spräch stieß auf gro­ßes Inter­es­se. Wir dis­ku­tier­ten mit Vertreter*innen von Ver­bän­den und Unter­neh­men aus den Berei­chen Umwelt- und Kli­ma­schutz, Auto­mo­bil­bau und Men­schen­rech­ten. Es ging um die Redu­zie­rung (Sub­sti­tu­ti­on) des Ein­sat­zes beson­ders pro­ble­ma­ti­scher Roh­stof­fe, die Ver­län­ge­rung der Lebens­dau­er von Akkus und die Ver­bes­se­rung des Recy­clings. Hier eini­ge Stich­wor­te zu dem, was von den Fachreferent*innen aus­ge­sagt wur­de:

- Grü­ne sind die ein­zi­ge poli­ti­sche Kraft die sich mit die­sem The­ma befasst

- Ent­schei­dend sind die Reduzierung/Substitution beson­ders pro­ble­ma­ti­scher Roh­stof­fe und eine lan­ge Lebens­dau­er der Akkus

- Die Bat­te­rie­richt­li­nie muss über­ar­bei­tet wer­den und spe­zi­fi­sche­re Vor­ga­ben fürs Recy­cling machen

- In den Roh­stoff­län­dern muss das Ziel sein, mög­lichst vie­le Men­schen vom Roh­stoff­reich­tum pro­fi­tie­ren zu las­sen

- Für Umwelt­bi­lanz muss die gesam­te Lie­fer­ket­te betrach­tet wer­den

Im Publi­kum befan­den sich zahl­rei­che Per­so­nen, die sich unter­neh­me­risch oder ver­band­lich mit Roh­stoff­fra­gen beschäf­ti­gen. Die Fra­ge- und Dis­kus­si­ons­run­den erbrach­ten eben­falls sehr wert­vol­le Hin­wei­se, von denen ich hier nur eini­ge weni­ge wie­der­ge­ben kann:

- Der Kobalt­an­teil in den Akkus konn­te bereits hal­biert und teil­wei­se noch deut­lich stär­ker redu­ziert wer­den

- In weni­gen Jah­ren kom­men kobalt­freie Akkus auf den Markt

- Im Pro­dukt­de­sign soll­te dar­auf geach­tet wer­den, dass die Roh­stof­fe mög­lichst sor­ten­rein ein­ge­bracht und mög­lichst wenig ver­klebt wer­den, um die Wie­der­ver­wert­bar­keit zu ver­bes­sern

- Der Trend soll­te zu klei­ne­ren Autos gehen

Hier geht es zum Bericht der Bun­des­tags­frak­ti­on: https://www.gruene-bundestag.de/themen/mobilitaet/rohstoffbilanz-der-elektromobilitaet-verbessern

Das könnte auch interessant sein:

Related Posts

Ein Kommentar zu “Rohstoffbilanz der E‑Mobilität in der Diskussion

  1. Karl-Heinz Rochlitz Reply

    Hal­lo,
    den letz­ten Satz hal­te ich für ele­men­tar: “Der Trend soll­te zu klei­ne­ren Autos gehen.” Denn ich kann mir nicht vor­stel­len, dass wir z.B. Wind­kraft auch an heik­len Stel­len instal­lie­ren, um dann anschlie­ßend völ­lig über­flüs­sig mit dem Wind­kraft­strom Kraft­fahr­zeu­ge wie SUVs fah­ren zu las­sen, die gemes­sen am Trans­port­ziel völ­lig inef­fi­zi­ent sind. Wir brau­chen im Ver­kehr nicht nur eine Antriebs‑, son­dern eine ech­te Ver­kehrs­wen­de, nicht zuletzt um die wei­ter­hin auch bei elek­tri­schen Antrieb bestehen­den Nega­tiv­wir­kun­gen des Kraft­fahr­zeug­ver­kehrs (Sicher­heit, Flä­chen­ver­brauch usw.)zu redu­zie­ren. Am bes­ten wären sehr weit­ge­hen­de Ver­kehrs­kon­zep­te ohne Pri­vat­au­to­be­sitz, bei dem die Mobi­li­tät auch in der Flä­che durch bedarfs­ge­steu­er­te “öffent­li­che PKW” (mit E‑Antrieb)erbracht wird.

Mitreden.

Die Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Angaben, die benötigt werden, sind mit * markiert.


Die Regeln für Diskussionsbeiträge sind verpflichtend.

*