S 21: Aktuellen Kosten- und Zeitplan endlich offenlegen!

S 21 März 2015

16.12.2015

Mat­thi­as Gast­el, Mit­glied des Bun­des­tags-Ver­kehrs­aus­schus­ses und bahn­po­li­ti­scher Spre­cher der Frak­ti­on Bünd­nis 90/Die Grü­nen, erklärt zur Bau­kos­ten-Stu­die des Büros Vier­egg-Röss­ler für Stutt­gart 21:

„Das ist der Hor­ror, aber lei­der kein unrea­lis­ti­scher. Stutt­gart 21 treibt den Bahn­kon­zern noch wei­ter in die roten Zah­len und kan­ni­ba­li­siert ande­re, sinn­vol­le Bahn­pro­jek­te. Die Deut­sche Bahn muss noch vor der Land­tags­wahl einen aktua­li­sier­ten Kos­ten- und Zeit­plan vor­le­gen. Es muss aber noch mehr auf den Tisch. So hat die Öffent­lich­keit auch einen Anspruch dar­auf end­lich zu erfah­ren, wie es um die Leis­tungs­fä­hig­keit des auf acht Glei­se zurück­ge­bau­ten Haupt­bahn­ho­fes steht und wie die Sicher­heit im stark geneig­ten Tief­bahn­hof gewähr­leis­tet wer­den soll.“

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Kommentare zu “S 21: Aktuellen Kosten- und Zeitplan endlich offenlegen!

  1. Ebbi Grözinger Reply

    Ich sit­ze als Mit­glied der Grü­nen-Frak­ti­on in einem Ort­schafts­rat und muss­te und muss mir das Trau­er­spiel und den Eier­tanz anschau­en, die der Grü­ne Teil der baden-würt­tem­ber­gi­schen Lan­des­re­gie­rung um S21 voll­führt. Mich schmerzt es, wie sich der MP von sei­nem Stell­ver­tre­ter, die­sem unver­schäm­ten Stof­fel gän­geln ließ und lässt. Und alles wegen die­ser “Koali­ti­on”.
    Ich weiß, dass bzgl. S21 die Bun­des­grü­nen, zumin­dest zum Teil, anders den­ken und han­deln. Sie sind ja auch in der Oppo­si­ti­on. Ich weiß auch, dass dies die fal­sche Stel­le ist, aber könnt ihr nicht Ein­fluss auf die Grü­nen in der Bä-Wü-Lan­des­re­gie­rung neh­men.
    Die S21-Geg­ner (Fuko­shi­ma darf ja nicht wäh­len), mit deren Hil­fe die schwar­ze Vor­herr­schaft in Ba-Wü geknackt wur­de, sind maß­los ent­täuscht. Ich ken­ne stram­me CDU- Wäh­ler, die wegen die­sem S21-Desas­ter grün gewählt haben (“Sozen geht gar nicht”). Die wäh­len nicht mehr grün. Der Gewinn der Land­tags­wah­len ist in Gefahr. Der Ver­lust des MO-Ses­sels vor­pro­gram­miert. Ich sel­ber weiß nicht, was ich wäh­len soll.… Und mit der SPD gibt es nicht nur S21-Pro­ble­me. Da ist auch der kom­plet­te Schwach­sinn, den sie mit den Schu­len trei­ben (dies Urteil kann ich mir als Päd­ago­ge erlau­ben). Die Leh­rer ent­fer­nen sich auch. Und der MP schaut zu und segelt lan­des­vä­ter­lich lächelnd ins Unglück, Trau­rig.

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Lie­ber Ebbi, bit­te nicht ver­ges­sen, dass es die vor der Wahl ver­spro­che­ne Volks­ab­stim­mung gege­ben hat, deren Ergeb­nis für jede Lan­des­re­gie­rung bin­dend ist – auch dann, wenn sie sich ein ande­res Ergeb­nis gewünscht hät­te. Ein gro­ßer Teil derer, die vor der Volks­ab­stim­mung auf der Stra­ße war und auch von denen, die sich für ein “Ja” zum Aus­stieg aus der Mit­fi­nan­zie­rung bei der Volks­ab­stim­mung aus­ge­spro­chen hat­ten, sieht das auch so. Was ich und auch ande­re bei den Grü­nen seit­her machen ist die zuge­sag­te “kri­ti­sche Beglei­tung”. Und, klar: Da bin ich als Teil der Oppo­si­ti­on frei­er als ande­re, immer wie­der auf die Schwä­chen des Pro­jek­tes hin­zu­wei­sen und Kri­tik zu üben.
      Vie­le Grü­ße
      Mat­thi­as Gast­el

  2. Ebbi Grözinger Reply

    Hal­lo Mat­thi­as,

    ich habe, wie vie­le ande­re akti­ve (auch grü­ne) S21-Geg­ner die “kri­ti­sche Beglei­tung” VOR der Volks­ab­stim­mung ver­misst. Die S21-Befür­wor­ter haben mit rie­si­ger finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung aus allen mög­li­chen Töp­fen Wer­bung betrie­ben. Wir haben aus pri­va­ten Mit­teln Gel­der für Pla­ka­te gesam­melt. Die Lan­des­re­gie­rung hat ein neu­tra­les Info­blätt­le her­aus­ge­ge­ben. Der stell­ver­tre­ten­de MP hat sich mas­siv geäu­ßert. Der amtie­ren­de MP hat sich, wenn über­haupt sehr dezent geäu­ßert. Dem Ver­kehrs­mi­nis­ter wur­de mei­ner Mei­nung nach ein Maul­korb ver­passt (er war bzgl. S21 plötz­lich still – viel­leicht hät­te er den Koali­ti­ons­frie­den gestört).
    Ich hät­te es ger­ne gese­hen, dass der MP mal auf den Tisch haut und dem “Bür­sch­le” Nils Schmid und sei­nen Kum­pels von der Bahn die Mei­nung geigt. Öffent­lich. Weil deren Ver­hal­tens­wei­sen ein­fach unmo­ra­lisch und aso­zi­al sind.

    Vie­le Grü­ße
    Ebbi

    • Matthias Gastel
      Matthias Gastel Reply

      Lie­ber Ebbi,
      vor der Volks­ab­stim­mung gab es kei­ne “kri­ti­sche Beglei­tung”, son­dern das akti­ve Bemü­hen, das Pro­jekt zu kip­pen. Im Zuge der Volks­ab­stim­mung haben sich die Grü­nen mit hohem finan­zi­el­len und per­so­nel­len Auf­wand für das “Ja” enga­giert – auch Win­ne Her­mann. Vie­le Akti­ons­bünd­nis­se vor Ort bestan­den über­wie­gend aus Grü­nen. Hin­ter­her ande­re Geschich­ten dazu zu erzäh­len ent­spricht nicht der Rea­li­tät und ist nicht fair.
      Gruß Mat­thi­as

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