S 21: Ausweichende Antworten auf Fragen zum Brandschutz

15.11.2016 (Pres­se­er­klä­rung)s-21-oktober-2016

Brand­schutz im zukünf­ti­gen Tief­bahn­hof (S21): Auch mit der 18. Plan­än­de­rung noch vie­le offe­ne Fra­gen und frag­wür­di­ge Ideen

Im Juni die­ses Jah­res hat die Deut­sche Bahn den 18. Plan­än­de­rungs­an­trag für den neu­en Stutt­gar­ter Tief­bahn­hof beim Eisen­bahn­bun­des­amt ein­ge­reicht. Es geht dabei um die Ände­rung von Flucht­trep­pen. Auch in vor­her­ge­hen­den Plan­än­de­run­gen stell­te der Brand­schutz bereits ein wich­ti­ges The­ma dar. Mat­thi­as Gast­el, Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter aus Fil­der­stadt und bahn­po­li­ti­scher Spre­cher der Grü­nen, hat sich mit einem Kata­log von Fra­gen rund um den Brand­schutz und die Eva­ku­ie­rungs­plä­ne der Bahn an die Bun­des­re­gie­rung gewandt. Statt der Bun­des­re­gie­rung hat jedoch die Deut­sche Bahn geant­wor­tet, was unge­wöhn­lich ist. Dass die Fra­gen nur teil­wei­se beant­wor­tet wur­den ist hin­ge­gen alles ande­re als unge­wöhn­lich. Die Kri­tik des Abge­ord­ne­ten rich­tet sich aber an den Bund: „Obwohl mitt­ler­wei­le mehr­mals deut­lich wur­de, dass die Bun­des­re­gie­rung erheb­li­chen Ein­fluss auf die Rea­li­sie­rung von Stutt­gart 21 genom­men hat, möch­te sie wei­ter­hin kei­ne Ver­ant­wor­tung dafür über­neh­men und noch nicht ein­mal Bewer­tun­gen abge­ben.“

Einer der strit­ti­gen Punk­te ist die vor­ge­se­he­ne Ent­fluch­tung von Fahr­gäs­ten im Brand­fall in den tie­fer­ge­le­ge­nen S‑Bahnhof. Gast­el hat­te in sei­ner Fra­ge­stel­lung dar­auf hin­ge­wie­sen, dass es von dort nicht unmit­tel­bar ins Freie geht und auf den Bahn­stei­gen auf­grund der zuneh­men­den Fahr­gast­zah­len häu­fig ein dich­tes Gedrän­ge herrscht. Die Deut­sche Bahn erwi­der­te ledig­lich, dass die­ser Flucht­weg zuläs­sig sei.

Klä­rungs­be­darf gibt es auch bezüg­lich der Flucht­we­ge für Men­schen mit Behin­de­rung. So sind Auf­zü­ge in siche­re Berei­che vor­ge­se­hen, die selbst bei einem Brand im Tief­bahn­hof wei­ter betrie­ben wer­den sol­len. Auf die Fra­ge, wo der­ar­ti­ge Auf­zü­ge, die im Brand­fall wei­ter betrie­ben wer­den kön­nen, bereits geneh­migt wur­den, konn­te die Deut­sche Bahn kein ent­spre­chen­des Bei­spiel nen­nen.

Das Fazit von Mat­thi­as Gast­el: „Die Deut­sche Bahn ist den gestell­ten Fra­gen zu oft aus­ge­wi­chen. Aber wenn es um die Sicher­heit der Fahr­gäs­te geht darf es kei­ne offe­nen Fra­gen und kei­nen Raum für Spe­ku­la­tio­nen geben. Es besteht Klä­rungs­be­darf. Gege­be­nen­falls muss nach­ge­bes­sert wer­den.“

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