Tag des Fahrrads: Zeit für bundespolitischen Aufbruch

03.06.2017 (Pres­se­er­klä­rung)

Tag des Fahr­rads – Zeit für bun­des­po­li­ti­schen Auf­bruch

Zum euro­päi­schen Tag des Fahr­rads am 3. Juni 2017 erklärt Mat­thi­as Gast­el, MdB aus Fil­der­stadt und Mit­glied im Ver­kehrs­aus­schuss:

„Beim Rad­ver­kehr braucht es einen bun­des­po­li­ti­schen Auf­bruch. Trotz vie­ler fahr­rad­freund­li­cher Sonn­tags­re­den hat sich das Fahr­rad­kli­ma in Deutsch­land in den letz­ten Jah­ren ver­schlech­tert. Selbst die fahr­rad­freund­lichs­te Groß­stadt der Repu­blik Müns­ter hat beim aktu­el­len ADFC-Fahr­rad­kli­ma­test nur die Note befrie­di­gend erhal­ten. Es ist inak­zep­ta­bel, dass sich in Deutsch­land jeder zwei­te Rad­fah­rer nicht sicher fühlt.

Für den nega­ti­ven Trend tra­gen Ver­kehrs­mi­nis­ter Dob­rindt und die gro­ße Koali­ti­on Ver­ant­wor­tung. Anstatt den Rad­ver­kehr kon­se­quent zu för­dern, lässt die Bun­des­re­gie­rung Län­der und Kom­mu­nen viel zu oft im Stich. Vor weni­gen Tagen hat die Koali­ti­on im Ver­kehr­aus­schuss einen grü­nen Antrag zur Rad­ver­kehrs­för­de­rung abge­lehnt – lei­der ohne einen Alter­na­tiv­vor­schlag vor­zu­le­gen. Die Gro­Ko stimm­te damit gegen ver­bind­li­che Qua­li­täts­stan­dards für Rad­we­ge, gegen den Rechts­ab­bie­ge­pfeil für Rad­fah­rer, gegen Las­ten­rad-Sharing, gegen die Fahr­rad­mit­nah­me in Zügen und gegen mehr Rad­we­ge und Rad­schnell­we­ge.

Die Mehr­heit der Men­schen möch­te in Städ­ten weni­ger Auto­ver­kehr und eine ande­re Mobi­li­tät. Wir Grü­ne wol­len die Ver­kehrs­wen­de ein­lei­ten, statt zukunfts­ver­ges­sen wei­ter dem Stau hin­ter­her zu bau­en. Der Rad­ver­kehr spielt dabei eine wich­ti­ge Rol­le, weil er dazu bei­trägt Luft­schad­stof­fe zu sen­ken und die Lebens­qua­li­tät in Städ­ten zu erhö­hen.“

 

Der Wort­laut des grü­nen Antrags „Rad­ver­kehr kon­se­quent för­dern“, den die Koali­ti­on am 31. Mai 2017 im Ver­kehrs­aus­schuss abge­lehnt hat, fin­det sich hier: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/103/1810383.pdf

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