Unternehmensbesuch: Aden entwickelt flexible Fahrradantriebe

09.05.2018

Die Kraft aus dem Hinterrad

Fast jedes belie­bi­ge Fahr­rad je nach Bedarf nach­träg­lich oder für beson­de­re Anläs­se schnell mal zum E‑Bike umfunk­tio­nie­ren? Eine Idee der Fir­ma Aden in Wernau am Neckar macht es mög­lich.

Ent­wick­lungs­in­ge­nieur Mat­thi­as Pit­ter­le (links im Bild) und Geschäfts­füh­rer Patric Lang haben mir die Tech­nik, die ab dem kom­men­den Jahr in Serie gefer­tigt wer­den soll, erklärt. Das Prin­zip: Ein jeder­zeit ansteck­ba­rer und abnehm­ba­rer Motor treibt über einen 400 Gramm leich­ten Zahn­kranz aus Spe­zi­al­kunst­stoff, der fest an die Spei­chen geklemmt wird, das Hin­ter­rad an. Der Akku kann im Ruck­sack mit­ge­führt oder am Rah­men fest­ge­schnallt wer­den. Was bis­lang über­wie­gend für Fahr­ten in schwie­ri­gem Gelän­de gedacht (z. B. Down­hill) und daher mit beson­ders leis­tungs­fä­hi­gen Moto­ren mit 2,5 kW aus­ge­stat­tet ist, soll nun auch für All­tags­ra­deln­de stra­ßen­ver­kehrs­rechts­kon­form aus­ge­stal­tet wer­den.

Da sich ein Fahr­rad­si­cher­heits­ex­per­te kürz­lich sehr kri­tisch zu Nach­rüst­sets geäu­ßert hat, habe ich auch die­sen Aspekt ange­spro­chen. Die Kri­tik lau­te­te: Durch den Motor wür­den die Bau­tei­le und die Rah­men der meist schon etwas älte­ren, viel­leicht bereits mit nicht unbe­dingt sicht­ba­ren Män­geln behaf­te­te Räder deut­lich stär­ker belas­tet. Dadurch erhö­he sich das Risi­ko, dass Len­ker, Rah­men oder Gabel bre­chen. Die Ver­tre­ter der Fir­ma Aden ent­geg­ne­ten, dass das Antriebs­sys­tem bereits seit fünf Jah­ren inten­siv erprobt wer­de und es kei­ne Schä­den gege­ben habe.

Bei einer klei­nen Spritz­tour tes­te­te ich eines der Räder zum Abschluss mei­nes Fir­men­be­suchs aus – und hat­te mei­nen Spaß.

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