Die Firma Pilz GmbH mit Sitz im Ostfildern hatte ich schon lange auf dem Zettel. Denn sie ist auch im Bahnmarkt aktiv. Nun war es endlich so weit. Ich stattete dem Unternehmen einen Besuch ab.
Im Jahr 1948 gründete Hermann Pilz in Esslingen eine Glasbläserei. Im Fokus standen Glasapparate für die Medizintechnik sowie auf Quecksilberschaltgeräte für industrielle Anwendungen. Diese Schaltgeräte bildeten den Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung in Richtung Industrieschaltgeräte und zum Anbieter von Automatisierungslösungen. Man beschäftigt sich mit Verpackungstechnik, Robotik, Bahntechnik und Wasserstoffanwendungen. Beachtlich ist die hohe Exportabhängigkeit von 80 Prozent. Die Pilz-Gruppe mit Stammsitz in Ostfildern beschäftigt rund 2.500 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz 338 Millionen Euro. 850 Beschäftigte arbeiten in Ostfildern. Das Familienunternehmen wird inzwischen in dritter Generation geführt.
Zulieferer für die Bahnindustrie
Pilz liefert Produkte für Sicherheitslösungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung der Schiene. Hinzu kommt Technik für die Steuerung und Überwachung von Bahnübergängen und Weichen sowie eine automatische Bremsprüfung für Güterzüge.
Wir sprachen über die langen Entwicklungszeiten und die hohen Zulassungshürden im Eisenbahnbereich. Da es sich um ein wachsendes Marktsegment handelt, ist die Bahntechnik dennoch ein interessanter Markt.
Personal
Bis ca. 2024 wurde ein teilweise starker Personalaufbau betrieben. Aktuell steht Personalabbau an. Jedoch gibt es in einigen Bereichen Personalmangel. Sowohl für die klassische Berufsausbildung als auch fürs duale Studium gibt es nicht ausreichend (qualifizierte) Bewerbungen.
Quellen: Stuttgarter Zeitung vom 10.08.2022, Unternehmens-Homepage, persönliches Gespräch
