VCD legt neue Auto-Umweltliste vor

02.12.2018

Dünnes Angebot vertretbarer Autos

„Noch nie war es so schwie­rig wie in die­sem Jahr, die Umwelt­lis­te zu erstel­len“, so lau­ten die ers­ten Wor­te in den aus­führ­li­chen Erläu­te­run­gen der Umwelt­lis­te. Hin­ter­grund ist, dass noch immer Autos in den Han­del kom­men, die die Stick­oxid-Grenz­wer­te im Stra­ßen­ver­kehr nicht ein­hal­ten. Gelis­tet wer­den in der Über­sicht jedoch nur sol­che Fahr­zeu­ge, deren Ver­brauch und Schad­stoff­aus­stoß nach dem rea­li­täts­na­hen Mes­se­ver­fah­ren WLTP gemes­sen wur­den und die Euro-6d-Temp-Norm erfül­len. Der VCD hat die Gren­ze bei einem Koh­len­di­oxid-Aus­stoß von 135 Gramm gezo­gen. Wei­te­re Kri­te­ri­en des Umwelt­ver­ban­des: Die Autos dür­fen nicht lau­ter als 73 Dezi­bel sein und Ben­zi­ner mit Direkt­ein­sprit­zung müs­sen über ein Par­ti­kel­fil­ter ver­fü­gen. In die Lis­te auf­ge­nom­men wur­den schließ­lich 62 Model­le ver­schie­de­ner Her­stel­ler. Dar­un­ter befin­den sich zehn Elek­tro- und Hybrid­au­tos. Nicht zu fin­den sind Fahr­zeu­ge der Mar­ken Daim­ler, Fiat und Opel – sie waren nicht in der Lage, aus­sa­ge­kräf­ti­ge Daten an den VCD zu lie­fern.

Dies macht deut­lich: Der Auto­mo­bil­in­dus­trie ist es in wei­ten Tei­len noch immer nicht ernst damit, umwelt­ver­träg­li­che­re Autos auf den Markt zu brin­gen. Es wird aller­höchs­te Zeit, dass die Poli­tik kla­re Vor­ga­ben macht. Dazu gehö­ren stren­ge CO2-Grenz­wer­te, aber auch eine ver­läss­li­che Ansa­ge dar­über, wie lan­ge noch Autos mit fos­si­lem Ver­bren­nungs­mo­tor auf den Markt kom­men dür­fen.

 

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