Verkehrspolitik in der auslaufenden Legislatur

23.07.2021

Ein kritischer Rückblick

Die 19. Wahl­pe­ri­ode des Deut­schen Bun­des­ta­ges neigt sich dem Ende zu. Der Ver­kehrs­be­reich war in den letz­ten vier Jah­ren und ist bis heu­te wie kaum ein zwei­tes Poli­tik­feld von den bei den Groß­the­men unse­rer Gegen­wart, der Kli­ma­kri­se und der COVID-19-Pan­de­mie, bestimmt.

Die gute Nach­richt lau­tet: Die Pan­de­mie hat unse­re Mobi­li­tät zumin­dest teil­wei­se ver­än­dert und offen­bart, wie anpas­sungs­fä­hig vie­le unse­rer Rou­ti­nen sind, wenn Umstän­de uns dazu zwin­gen, und wie bequem u.a. die Video­kon­fe­ren­zen sein kön­nen. Vie­len Bran­chen und Unter­neh­men konn­te durch schwie­ri­ge Zei­ten gehol­fen wer­den. Die schlech­te Nach­richt aber ist: Die Kli­ma­kri­se nimmt zu und ver­schärft sich wei­ter, der Ver­kehr bleibt das Schluss­licht beim natio­na­len Kli­ma­schutz. Zu lan­ge rei­chen die poli­ti­schen Ver­säum­nis­se zurück und dau­ern bis heu­te an. Es bleibt dabei: Mobi­li­tät und Trans­port müs­sen sich verändern.

Wir GRÜNE im Bun­des­tag bli­cken auf ereig­nis­rei­che und erfolg­rei­che Jah­re der Ver­kehrs­po­li­tik zurück und wol­len Sie und Euch ger­ne ein­la­den zu einer klei­nen Rück­schau auf die wich­tigs­ten Sta­tio­nen unse­rer Arbeit an der grü­nen Ver­kehrs­wen­de – wenn auch nicht in Regie­rungs­ver­ant­wor­tung, dafür aber in einer umso stär­ke­ren und trei­ben­den Rol­le als Oppo­si­ti­ons­frak­ti­on. Die Her­aus­for­de­run­gen und Moder­ni­sie­rungs­be­dar­fe sind im Bereich Mobi­li­tät gewal­tig – für uns steht daher fest: Es wird Zeit, dass sich in Deutsch­land was dreht! Zeit, dass die Ver­kehrs­wen­de rich­tig in Gang kommt!

Klar zur Ver­kehrs­WEN­DE (L19-73) (gruene-bundestag.de)

Das Rück­grat einer kli­ma­freund­li­chen Mobi­li­tät ist eine attrak­ti­ve Bahn. Wir GRÜNE im Bun­des­tag wol­len den Schie­nen­ver­kehr mas­siv aus­bau­en und set­zen auf eine Ver­la­ge­rungs- und Wachs­tums­stra­te­gie. Zen­tra­ler Schlüs­sel für die Stär­kung der Schie­ne ist eine bes­se­re Infra­struk­tur. Für den Deutsch­land­takt wol­len wir die Rol­le des Bunds stär­ken und damit den Auf­trag der Daseins­vor­sor­ge aktiv umset­zen. Auch den Ver­kehrs­an­teil des Schie­nen­gü­ter­ver­kehrs wol­len wir deut­lich erhö­hen und sei­ne Wett­be­werbs­po­si­ti­on ver­bes­sern. Unser bahn­po­li­ti­sches Kon­zept kön­nen Sie nach­le­sen im Frak­ti­ons­be­schluss “Ein­fach Bahnfahren”:

Grü­ne Stra­te­gie für eine star­ke Bahn: Grü­ne im Bun­des­tag (gruene-bundestag.de)

Auch auf die Stär­kung des euro­päi­schen Bahn­ver­kehrs kommt es an, wenn wir mehr Ver­kehr auf die kli­ma­freund­li­che und ener­gie­ef­fi­zi­en­te Schie­ne ver­la­gern wol­len – hier zum Nach­le­sen unser Antrag zu euro­päi­schen Schienenverkehrsprojekten:

Druck­sa­che 19/28441 (bundestag.de)

Wir GRÜNE im Bun­des­tag wol­len gemein­sam mit Län­dern und Kom­mu­nen den ÖPNV stär­ken – er muss end­lich Netz­wir­kung haben und ein ver­läss­li­ches flä­chen­de­cken­des Mobi­li­täts­an­ge­bot machen kön­nen. Bun­des­sei­tig gilt es, die Kom­mu­nen bei Aus­bau und Moder­ni­sie­rung der Infra­struk­tur stär­ker zu unter­stüt­zen. Dafür wol­len wir die Mit­tel des Bun­des für den Gemein­de­ver­kehr wei­ter erhö­hen und deut­lich mehr ÖPNV-Pro­jek­te über das Gemein­de­ver­kehrs­fi­nan­zie­rungs­ge­setz (GVFG) för­dern: nicht nur Groß­pro­jek­te in rei­chen oder gro­ßen Kom­mu­nen son­dern auch mit­tel­gro­ße oder klei­ne­re Projekte.

Die Regie­rungs­par­tei­en woll­ten ledig­lich eine Erhö­hung der Bun­des­mit­tel. Mit der Vor­la­ge eines eige­nen grü­nen Gesetz­ent­wurfs konn­ten wir den nöti­gen Druck ent­fal­ten, dass auch das GVFG selbst geän­dert wird. Die Geset­zes­no­vel­le ent­hält zahl­rei­che der grü­nen Vor­schlä­ge. Auch eine bis­lang nicht umge­setz­te grü­ne For­de­rung, eine öko­lo­gi­sche Aus­rich­tung der Stan­dar­di­sier­ten Bewer­tung (= Bewer­tungs­kri­te­ri­en, nach denen die Wirt­schaft­lich­keit und damit die För­der­fä­hig­keit von Pro­jek­ten berech­net wird), will die Bun­des­re­gie­rung noch in die­ser Wahl­pe­ri­ode erfüllen.

Hier kön­nen Sie unse­re Bewer­tung der Geset­zes­no­vel­le und den grü­nen Gesetz­ent­wurf zum Gemein­de­ver­kehrs­fi­nan­zie­rungs­ge­setz nachlesen:

Ein klei­ner Schritt für die Ver­kehrs­wen­de in den Städ­ten: Grü­ne im Bun­des­tag (gruene-bundestag.de)

Druck­sa­che 19/2695 (bundestag.de)

Ein wei­te­rer Schwer­punkt des öffent­li­chen Ver­kehrs betraf die über vie­le Jah­re inten­siv dis­ku­tier­te Novel­le des Per­so­nen­be­för­de­rungs­ge­set­zes. Wir Grü­ne im Bun­des­tag haben uns kon­struk­tiv an den Bera­tun­gen betei­ligt und – nach­dem wir vie­le grü­ne For­de­run­gen durch­set­zen konn­ten – der Geset­zes­än­de­rung zugestimmt.

Hier fin­den Sie unse­re Bewer­tung der PBefG-Novel­le 2021:

Ein Mei­len­stein für die mul­ti­moda­le Ver­kehrs­wen­de: Grü­ne im Bun­des­tag (gruene-bundestag.de)

Die Akzep­tanz des öffent­li­chen Ver­kehrs steht und fällt mit der Fra­ge, ob die Anbin­dung an länd­li­che Räu­me künf­tig bes­ser gelingt und die Zei­ten immer wei­te­rer Ange­bots­kür­zun­gen vor­bei sind. Vie­ler­orts wur­de der ÖPNV zusam­men­ge­spart, Alter­na­ti­ven zum eige­nen PKW sind Man­gel­wa­re. Wir GRÜNE im Bun­des­tag sagen klar: Wir brau­chen in ganz Deutsch­land eine Mobi­li­täts­ga­ran­tie, damit alle Ort­schaf­ten regel­mä­ßig an den ÖPNV ange­bun­den sind. Bund, Län­der und Kom­mu­nen müs­sen dafür eine gemein­sa­me ÖPNV-Stra­te­gie ent­wi­ckeln und Min­dest­stan­dards fest­le­gen, der Bund muss sich dann an der Umset­zung finan­zi­ell betei­li­gen. Zudem wol­len wir Sharing-Ange­bo­te, die ins­be­son­de­re dort fah­ren, wo Lini­en­ver­keh­re nicht ren­ta­bel sind, unterstützen.

Hier kön­nen Sie unse­ren Antrag Mobi­li­tät im länd­li­chen Raum ver­bes­sern nach­le­sen:

Mobi­li­tät in länd­li­chen Räu­men ver­bes­sern: Grü­ne im Bun­des­tag (gruene-bundestag.de)

Neben Bahn, ÖPNV und Sharing ist der Rad­ver­kehr das vier­te Stand­bein eines star­ken Umwelt­ver­bun­des – wohl­ge­merkt der Zukunft, denn Poten­zia­le des Fahr­rads für die Ver­kehrs­wen­de sind bei wei­tem nicht aus­ge­schöpft. Gera­de auf kür­ze­ren Wegen könn­te das Rad eine Viel­zahl von Auto­fahr­ten erset­zen, wenn die Ver­kehrs­be­din­gun­gen für den Rad­ver­kehr bes­ser wären. Dass und wie es geht, zei­gen uns seit Jah­ren Städ­te wie Kopen­ha­gen oder im euro­päi­schen Ver­gleich unser Nach­bar die Nie­der­lan­de. Deutsch­land selbst hat sogar längst eine ambi­tio­nier­te Rad­ver­kehrs­stra­te­gie – es gilt nun, den Natio­na­len Rad­ver­kehrs­plan tat­säch­lich auch ein­mal kon­se­quent umzu­set­zen und mehr Mit­tel für den Rad­we­ge­aus­bau bereit­zu­stel­len: Rad­ver­kehrs­plan zügig auf die Stra­ße brin­gen: Grü­ne im Bun­des­tag (gruene-bundestag.de)

Wir GRÜNE im Bun­des­tag spre­chen uns seit vie­len Jah­ren dafür aus, die Gesetz­te und Rege­lun­gen des Stra­ßen­ver­kehrs rad- und fuß­ver­kehrs­freund­lich zu machen. Tat­säch­lich hat die Bun­des­re­gie­rung eini­ge grü­ne For­de­rung bei der Novel­le der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung (StVO) umge­setzt, eini­ge wich­ti­ge wie Tem­po 30 inner­orts als Regel­ge­schwin­dig­keit (alter­na­tiv mehr kom­mu­na­le Ermes­sens­spiel­räu­me) oder eine leich­te­re Ein­rich­tung von Fahr­rad­stra­ßen jedoch gera­de nicht – vom pein­li­chen Hin und Her des Ver­kehrs­mi­nis­ters bei der Anpas­sung des Buß­geld­ka­ta­logs ganz zu schweigen.

Wie wir uns eine moder­ne StVO vor­stel­len und was dem Rad­ver­kehr Rücken­wind ver­lei­hen wür­de, kön­nen Sie in unse­rem Antrag nachlesen:

Druck­sa­che 19/8980 (bundestag.de)

Die Kli­ma­kri­se ist so weit fort­ge­schrit­ten, dass wir im Ver­kehr alle nach­hal­ti­gen Tech­no­lo­gien brau­chen. Mit Blick auf Strom­be­darf, Ent­wick­lungs­stand und Kos­ten müs­sen sie aber jeweils dort ein­ge­setzt wer­den, wo sie beson­ders sinn­voll sind. Beim Auto ist die E‑Mobilität der effi­zi­en­tes­te, sau­bers­te und aus­sichts­reichs­te Antrieb. Beim Lkw kommt auch Was­ser­stoff infra­ge. Und für den Luft- und Schiffs­ver­kehr müs­sen wir die knap­pen syn­the­ti­schen Kraft­stof­fe reser­vie­ren. Die Bun­des­re­gie­rung ver­zet­telt sich hin­ge­gen mit ihrer „Tech­no­lo­gie­of­fen­heit“ und ver­un­si­chert damit Unter­neh­men und Verbraucher*innen. Noch schlim­mer: Auch umwelt­schäd­li­cher Agro­sprit hat bei ihr wei­ter einen fes­ten Platz: Ein klu­ger Antriebs­mix für die Ver­kehrs­wen­de: Grü­ne im Bun­des­tag (gruene-bundestag.de)

Hier haben wir GRÜNE im Bun­des­tag unse­re Posi­tio­nen für einen klu­gen Antriebs­mix für die Ver­kehrs­wen­de zusam­men­ge­stellt: Micro­soft Word – 29904.docx (bundestag.de)
Die wich­tigs­ten Fak­ten und For­de­run­gen zur Elek­tro­mo­bi­li­tät las­sen sich in die­ser Bro­schü­re nach­le­sen: Publi­ka­tio­nen-Detail­sei­te: Grü­ne im Bun­des­tag (gruene-bundestag.de)

Wir wol­len umwelt­ver­träg­li­che Mobi­li­tät för­dern und umwelt­schäd­li­che Sub­ven­tio­nen für den Luft­ver­kehr abbau­en. Denn Rei­sen­de ent­schei­den sich für die Bahn­fahrt, wenn die Rei­se­zeit kon­kur­renz­fä­hig ist und wenn der Preis stimmt. Des­halb haben wir in einem Autor*innenpapier zur Ver­la­ge­rung von Kurz­stre­cken­flü­gen auf die Bahn gezeigt, wie es gehen kann. Wir for­dern, dass die Mehr­wert­steu­er für Bahn­fahr­ten gesenkt und unter ande­rem die Luft­ver­kehr­steu­er, die auf Flug­ti­ckets erho­ben wird, ange­ho­ben wird. Wir sehen die Luft­ver­kehr­steu­er als Über­gangs­lö­sung, um Steu­er­ge­schen­ke, die an ande­rer Stel­le gemacht wer­den, wenigs­tens teil­wei­se aus­zu­glei­chen. Letzt­end­lich wol­len wir aber, dass end­lich auch der Luft­ver­kehr, wie alle ande­ren, Ver­brauchs­steu­ern zahlt.  Die Kero­sin­steu­er und die Mehr­wert­steu­er auf inter­na­tio­na­le Flü­ge müs­sen kommen.

Das Papier Kurz­stre­cken­flü­ge Zug um Zug auf die Schie­ne ver­la­gern – Luft­ver­kehr gerecht besteu­ern kön­nen Sie hier fin­den: Micro­soft Word – 2019–07_Autorenpapier_Zug_umZug mLogo.docx (gruene-bundestag.de)

Nicht nur hohe CO2-Emis­sio­nen, auch Lärm­emis­sio­nen sind eine Fol­ge des in den letz­ten bei­den Jahr­zehn­ten stark ange­wach­se­nen Luft­ver­kehrs. Wie wir das The­ma Flug­lärm ange­hen, zei­gen wir in unse­rem Antrag Flug­lärm min­dern, die Men­schen in den Flug­ha­fen­re­gio­nen bes­ser schüt­zen:  Druck­sa­che 19/27211 (bundestag.de)

Vie­le The­men, vie­le Bau­stel­len. Die 19. Wahl­pe­ri­ode war für die Ver­kehrs­po­li­tik kei­ne ver­lo­re­ne Zeit, aber vie­le Her­aus­for­de­run­gen hat die Bun­des­re­gie­rung nur halb­her­zig ange­packt und viel­fach nicht gelöst. Ins­be­son­de­re für den unver­än­dert hohen CO2-Aus­stoß hat das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um kein Hand­lungs­kon­zept ent­wi­ckelt und

schon gar nicht ziel­füh­ren­de Maß­nah­men umge­setzt. Zeit­wei­se hat Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Scheu­er sei­ne eige­ne Natio­na­le Platt­form Zukunft der Mobi­li­tät eher bekämpft als unterstützt.

Von der 19. Wahl­pe­ri­ode blei­ben aber vor allem auch zwei Skan­da­le in Erin­ne­rung, die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger stark beschäf­tigt und das Ver­trau­en in den Staat beein­träch­tigt haben.

Wir GRÜNE im Bun­des­tag haben über vie­le Jah­re den Bau des Flug­ha­fen BER kri­tisch beglei­tet und mit zahl­rei­chen Klei­nen Anfra­gen immer wie­der Ent­schei­dun­gen hin­ter­fragt. Nach vie­len Jah­ren Ver­zö­ge­rung ging der neue Haupt­stadt­flug­ha­fen an den Start und bleibt den­noch vor allem in finan­zi­el­ler Hin­sicht eine Dauerbaustelle:

Ja wo flie­gen sie denn? Grü­ne im Bun­des­tag (gruene-bundestag.de)

Anders als beim BER woll­te das CSU-geführ­te Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um bei sei­nem Pres­ti­ge­pro­jekt Pkw-Maut (für Aus­län­de­rin­nen und Aus­län­der) immer beson­ders schnell sein. Eigent­lich woll­te sie schon Alex­an­der Dob­rindt, Scheu­ers Amts­vor­gän­ger im Ver­kehrs­res­sort 2016 scharf­ge­stellt haben. Mit Andre­as über­nahm dann ein Mann im Inter­es­se Bay­erns den Job, der sich schließ­lich über Haus­halts- und Ver­ga­be­recht hin­weg­setz­te und dann am Ende wie von vie­len Exper­tin­nen und Exper­ten zuvor pro­gnos­ti­ziert am euro­päi­schen Ver­trags­recht scheiterte.

Dass die Oppo­si­ti­on einen Unter­su­chungs­aus­schuss zur Auf­klä­rung des Maut-Skan­dals ein­rich­te­te, war logi­sche Fol­ge – dass Scheu­er im Amt blieb, eher nicht. Lesen Sie hier die Geschich­te des Maut-Deba­kels und sei­ner Auf­ar­bei­tung nach:

Maut-Desas­ter macht Scheu­er untrag­bar: Grü­ne im Bun­des­tag (gruene-bundestag.de)

Was bleibt ver­kehrs­po­li­tisch hän­gen von der 19. Wahl­pe­ri­ode, wel­che Ent­wick­lung war gut, wel­che Auf­ga­be bleibt wei­ter unge­löst? Für uns GRÜNE im Bun­des­tag waren die ver­gan­ge­nen vier Jah­re kei­ne ver­lo­re­nen Jah­re. Wich­ti­ge Wei­chen­stel­lun­gen unter ande­rem für die ÖPNV-Infra­struk­tur, den Bahn­ver­kehr und die Per­so­nen­be­för­de­rung wur­den getrof­fen. Zu kon­struk­ti­ver Oppo­si­ti­ons­ar­beit gehört, Fort­schrit­te, die die gro­ße Koali­ti­on ver­ant­wor­tet, anzu­er­ken­nen und auch Gemein­sam­kei­ten zu suchen.

Auf unse­ren Druck hin war etwa die Bun­des­re­gie­rung bereit, die Mehr­wert­steu­er für Bahn­ti­ckets im Fern­ver­kehr abzu­sen­ken – dazu hat­ten wir GRÜNE im Bun­des­tag einen eige­nen Gesetz­ent­wurf eingebracht:

Bahn-Mehr­wert­steu­er sen­ken: Grü­ne im Bun­des­tag (gruene-bundestag.de)

Die Her­aus­for­de­rung einer öko­lo­gisch und sozi­al gerech­ten Ver­kehrs­wen­de bleibt gewal­tig. Sicher ist: Ohne sie, ohne einen zügi­gen Aus­stieg aus fos­si­len Kraft­stof­fen und einer Ände­rung des Modal Splits, wer­den wir die Kli­ma­schutz­zie­le nicht errei­chen. Das größ­te Ver­säum­nis der letz­ten vier Jah­re liegt mit Sicher­heit dar­in, dass Ver­kehrs­mi­nis­ter Scheu­er nicht bereit war, einen ehr­li­chen lang­fris­ti­gen Kli­ma­schutz­plan für den Ver­kehr zu ent­wi­ckeln und den Abbau öko­lo­gisch schäd­li­cher Sub­ven­tio­nen einzuleiten.

Die­ser Text ent­stand in Zusam­men­ar­beit der ver­schie­de­nen Fach­bü­ros und wur­de in die­ser Ver­si­on mini­mal angepasst.

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